Die ultimative Pfannkuchen-Meisterklasse: Von Backofen-Spezialitäten bis hin zu glutenfreien und veganen Varianten

Pfannkuchen gehören weltweit zu den beliebtesten und vielseitigsten Gerichten der Haushaltsschöpfung. Ob als schnelles Frühstück, als süßer Nachtisch oder als herzhafte Mahlzeit – die Möglichkeiten sind nahezu endlos. Die klassische Zubereitung an der Herdplatte ist zwar traditionell, doch moderne кулинарe Ansätze erweitern das Repertoire erheblich. Experten wie Ann-Kathrin und Christian von dem bekannten Foodblog „Die Küche brennt“ haben demonstriert, dass Pfannkuchen nicht nur in der Pfanne, sondern auch im Backofen zu kulinarischen Höhepunkten werden können. Gleichzeitig bieten spezialisierte Rezepte Lösungen für spezifische Ernährungsbedürfnisse, wie Glutenunverträglichkeit oder veganen Lebensstil. Ein tiefgreifendes Verständnis der Teigeigenschaften, der Backprozesse und der variablen Zutatenkombinationen ist entscheidend, um Pfannkuchen in ihrer besten Form zu genießen. Dieser Artikel durchleuchtet die technischen Aspekte und praktischen Anwendungen verschiedener Pfannkuchen-Rezepte, basierend auf aktuellen Experteneinschätzungen und bewährten Methoden.

Pfannkuchen aus dem Backofen: Effizienz und Konsistenz

Die Zubereitung von Pfannkuchen im Backofen stellt eine innovative Abkehr von der traditionellen Einzel-Zubereitung in der Pfanne dar. Diese Methode ist nicht nur zeitsparend, sondern ermöglicht auch eine gleichmäßige Verteilung von Zutaten, die bei der herkömmlichen Methode schwierig zu integrieren wären. Das Rezept der Experten von „Die Küche brennt“ für Blechpfannkuchen hebt sich durch seine Saftigkeit und die Möglichkeit der individuellen Anpassung an Obstsorten hervor. Die Konsistenz dieser Blechpfannkuchen unterscheidet sich signifikant von herkömmlichen Pfannkuchen; sie tendiert eher in Richtung eines festen Puddings, bleibt dabei jedoch strukturgebunden. Diese Eigenschaft macht sie besonders geeignet für ein saftiges Frühstück oder als Kuchenersatz zum Kaffeegenuss am Nachmittag.

Ein wesentlicher Vorteil dieses Ansatzes liegt in der Skalierbarkeit. Anstatt jeden Pfannkuchen einzeln wenden und braten zu müssen, wird der gesamte Teig auf einmal zubereitet. Dies reduziert den Arbeitsaufwand erheblich und minimiert das Risiko von ungleichmäßig gebräunten Stellen. Die Verwendung eines Standard-Backofenblechs ist gängig, jedoch können auch kleinere Formen verwendet werden, was zu einer höheren, kuchenähnlichen Struktur führt. In solchen Fällen ist eine Anpassung der Backzeit unerlässlich, da die Wärmeübertragung in einer tieferen Form länger dauert.

Zutaten für die Backofen-Variante sind einfach und weit verbreitet. Für ein Standard-Backblech werden 600 ml Milch mit einem Fettgehalt von 1,5 Prozent benötigt. Die Wahl der Milch beeinflusst die Feinheit und den Geschmack; eine fettärmere Milch sorgt für eine leichtere Textur. 250 g Weizenmehl der Type 405 bilden das strukturelle Gerüst des Teigs. Dieser Mehltyp ist in Deutschland allgegenwärtig und bietet eine gute Balance zwischen Proteingehalt und Stärke. Zwei Eier der Größe M tragen zur Bindung und zum Aufgehen des Teigs bei. 25 g flüssige Butter verleihen dem Pfannkuchen ein reiches Aroma und eine weiche Krume. Die Süße wird durch eine Kombination aus 20 g weißem Zucker und 20 g braunem Zucker erreicht. Der braune Zucker bringt nicht nur Süße, sondern auch eine leicht karamellige Note, die die Geschmacksprofile vertieft. Eine Prise Salz ist unverzichtbar, da es die anderen Aromen betont und die Textur verbessert. Als Früchte kommen 150 g Heidelbeeren zum Einsatz, doch die Rezeptur ist flexibel.

Die Zubereitung beginnt mit dem Vorheizen des Backofens auf 200 °C Umluft. Umluft sorgt für eine gleichmäßige Hitzeverteilung und verhindert, dass der Teig an einer Seite überbräunt, während die andere noch roh ist. Ein tiefes Backblech wird mit Backpapier ausgelegt, um das Ankleben zu verhindern und die spätere Reinigung zu erleichtern. Während der Ofen vorheizt, werden die Heidelbeeren gewaschen und abgetropft. Dies ist ein kritischer Schritt, da überschüssige Feuchtigkeit den Teig verflüssigen und die Backzeit verlängern könnte.

Der Teig wird durch gründliches Verrühren von Milch, Eiern, flüssiger Butter, Mehl, weißem Zucker und Salz hergestellt. Ziel ist ein glatter, eher flüssiger Teig. Klümpchen sollten vermieden werden, da sie im Backprozess zu ungleichmäßigen Texturen führen können. Der Teig wird nun auf das vorbereitete Backblech gegossen und vorsichtig in den Ofen auf die mittlere Schiene gestellt. Die mittlere Schiene ist ideal, da sie den Teig von allen Seiten gleichmäßig erwärmt.

Nach etwa zehn Minuten Backzeit wird das Blech kurz herausgezogen. In diesem Stadium hat der Teig bereits begonnen, seine Struktur zu festigen, ist aber noch nicht vollständig durchgebacken. Jetzt werden die Heidelbeeren darauf verteilt und der braune Zucker darüber gestreut. Diese zweistufige Methode ist entscheidend für das Endergebnis. Werden die Beeren zu Beginn auf den Teig gestreut, würden sie aufgrund der Schwere und der Flüssigkeitsfreisetzung vollständig in den Teig einsinken und möglicherweise verbrennen oder einen klumpigen Eindruck erwecken. Durch das spätere Auflegen bleiben die Beeren an der Oberfläche, platzen leicht auf und integrieren sich ästhetisch und geschmacklich besser. Der braune Zucker karamellisiert in den letzten Zehn Minuten, was dem Pfannkuchen eine zusätzliche texturale und geschmackliche Dimension verleiht. Nach weiteren zehn Minuten ist der Blechpfannkuchen fertig und kann serviert werden.

Die Vielfalt der Obst- und Beerensorten, die für dieses Rezept geeignet sind, ist ein weiterer Vorteil. Neben Heidelbeeren schmecken Bananen, Birnen, Äpfel, Brombeeren und Pflaumen hervorragend. Die Auswahl kann saisonal oder nach dem Vorhandensein im Kühlschrank erfolgen. Diese Flexibilität macht das Rezept zu einem hervorragenden Werkzeug, um überschüssiges Obst aufzuwerten.

Glutenfreie Pfannkuchen: Struktur ohne Weizenmehl

Für Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie stellen traditionelle Pfannkuchen eine Herausforderung dar. Glücklicherweise existieren ausgefeilte Alternativen, die geschmacklich und texturgestaltig kaum von ihren glutenreichen Pendants zu unterscheiden sind. Das Rezept der Experten von „Die Küche brennt“ für glutenfreie Pfannkuchen demonstriert, dass der Verzicht auf Weizenmehl keine Einbußen in der Qualität bedeuten muss. Im Gegenteil, die Verwendung alternativer Bindemittel und Stärken kann zu einer überraschend fluffigen Konsistenz führen.

Die Basis dieses Rezepts bildet Speisestärke, spezifisch 100 g feine Speisestärke. Speisestärke, oft aus Mais, Kartoffeln oder Reis hergestellt, dient hier als Ersatz für das strukturelle Protein Gluten. Im Gegensatz zu Mehl, das ein Netzwerk aus Gluten bildet, das Dehnbarkeit und Elastizität verleiht, sorgt Stärke für eine feste, aber zarte Krume. Die Konsistenz des Teigs ist flüssiger als bei einem klassischen Teig, was die Verarbeitung in der Pfanne erfordert.

Milch (120 ml) und vier Eier bilden die feuchte und bindende Komponente. Eier sind in glutenfreien Rezepten oft von entscheidender Bedeutung, da sie nicht nur binden, sondern durch ihre Eiweißstruktur auch Luft einbetten können, was zur Lockerheit beiträgt. 75 g Quark, entweder Vollfett- oder Magerquark, werden hinzugefügt. Quark bringt nicht nur Feuchtigkeit und einen leichten säuerlichen Geschmack hinzu, sondern stabilisiert den Teig durch seine Protein- und Feuchtigkeitsbindung. Dies hilft, die Zerbrechlichkeit des glutenfreien Teigs zu kompensieren. 2 EL Raps- oder Sonnenblumenöl werden verwendet, um die Pfanne zu fetten und den Teig geschmeidig zu machen. Pflanzenöl hat einen höheren Rauchpunkt als Butter und brennt nicht so schnell, was wichtig ist, um einen bitteren Geschmack zu vermeiden. 1 TL Zucker rundet das Profil ab.

Die Zubereitung beginnt damit, alle Zutaten in eine Schüssel zu geben und sie so lange zu verrühren, bis der Teig vollständig klümpchenfrei ist. Eine homogene Mischung ist hier besonders wichtig, da Stärke neigt dazu, Klumpen zu bilden, wenn sie nicht ausreichend gerührt wird. Der resultierende Teig ist flüssig, was die nächste Phase der Zubereitung beeinflusst.

Eine Pfanne mit Beschichtung wird verwendet, um das Ankleben zu minimieren. Bei Bedarf kann Backtrennspray verwendet werden, um die Oberfläche zusätzlich zu schützen. Die Pfanne wird erhitzt, bevor der Teig hinzugefügt wird. Eine zu niedrige Temperatur führt dazu, dass der Teig nicht sofort fest wird und auseinanderläuft; eine zu hohe Temperatur verbrennt den Zucker und die Stärke, bevor der Innenraum gegart ist.

Der Teig wird portionsweise in die Pfanne gegeben, etwa die Menge einer halben Tasse, etwas weniger. Entscheidend ist der nächste Schritt: Die Pfanne wird kurz geschwenkt, sodass sich der Teig überall gleichmäßig dünn verteilt. Diese Technik, bekannt als das Schwenken der Pfanne, ist für dünne Pfannkuchen oder Crêpes essentiell. Sie stellt sicher, dass der Pfannkuchen eine gleichmäßige Dicke hat, was zu einer gleichmäßigen Garung und einem ansprechenden Aussehen führt. Da glutenfreie Teige weniger elastisch sind, ist die Verteilungsgeschwindigkeit und -präzision von größter Bedeutung.

Die Begeisterung der Experten für dieses Rezept lag in der fast nicht wahrnehmbaren Differenz zum herkömmlichen Pfannkuchen. Dies unterstreicht die Fortschritte in der glutenfreien Küche, wo Texturen und Aromen immer besser repliziert werden können.

Klassische Pfannkuchen: Grundlagen und Variationen

Der klassische Pfannkuchen, oft als Eierkuchen bezeichnet, ist die Grundlage, auf der viele Variationen aufbauen. Das traditionelle Rezept ist einfach, schnell und erfordert Zutaten, die in den meisten Küchen vorhanden sind. Für vier Personen werden 100 g Mehl, 0,2 l Milch, 2 Eier, 1 Eigelb, eine Prise Salz oder 20 g Zucker sowie 1 EL Pflanzenöl benötigt.

Die Zubereitung beginnt damit, das Mehl in eine Schüssel zu sieben. Das Sieben des Mehls ist nicht nur eine Frage der Hygiene, sondern entfernt auch größere Klumpen und belüftet das Mehl, was zu einem feineren Teig führt. Milch, Eier und das zusätzliche Eigelb werden hinzugefügt und glatt gerührt. Das Eigelb trägt zur Reichtum und Farbe des Pfannkuchens bei. Für einen herzhaften Teig wird eine Prise Salz hinzugefügt, während für einen süßen Teig Zucker verwendet wird. Diese Unterscheidung ist grundlegend, da sie die Richtung der weiteren Zubereitung und der Beilagen bestimmt.

Ein oft unterschätzter Schritt ist das Quillen lassen des Teigs. Der Teig sollte vor dem Ausbacken etwa 15 Minuten ruhen. Während dieser Zeit quellen die Stärkekörner des Mehls auf, und die Glutenstränge entspannen sich. Dies führt zu einem geschmeidigeren Teig, der sich leichter in der Pfanne handhaben lässt und weniger reißt.

Die Zubereitung erfolgt portionsweise in der Pfanne. Die Temperaturkontrolle ist hier entscheidend. Eine zu heiße Pfanne führt zu einem schnellen Bräunen der Oberfläche, während der Innenraum noch roh ist. Eine zu niedrige Temperatur führt zu einem trockenen, harten Pfannkuchen.

Um die Pfannkuchen dicker und fluffiger zu machen, gibt es eine effektive Technik: die Trennung der Eier. Das Eiweiß wird schaumig geschlagen und anschließend vorsichtig unter den Teig gehoben. Der Eischnee enthält eingeschlossene Luftblasen, die beim Erhitzen expandieren und so für ein lockeres, poröses Gefüge sorgen. Diese Methode ähnelt der Zubereitung von American Pancakes, die oft mit Backpulver aufgehen. Backpulver kann auch in klassischen Pfannkuchen verwendet werden, um sie zusätzlich aufgehen zu lassen, was besonders für süße Varianten beliebt ist.

Eine interessante Alternative zur Milch ist kohlensäurehaltiges Mineralwasser. Wenn Mineralwasser anstelle von Milch verwendet wird, sorgt die Kohlensäure für eine sofortige Lockerung des Teigs. Dies ist nicht nur eine texturale Veränderung, sondern auch eine praktische Lösung für Personen mit Laktoseintoleranz. Die Effervescenz des Wassers interagiert mit dem Mehl und den Eiern, um einen leichteren, luftigeren Pfannkuchen zu erzeugen.

Internationale Perspektiven und kulturelle Unterschiede

Pfannkuchen sind nicht nur in Deutschland beliebt, sondern genießen weltweit eine große Popularität, wobei die Zubereitungsmethoden und Beilagen stark variieren. In den USA sind Pfannkuchen, bekannt als „Pancakes“, ein fester Bestandteil des Frühstücks. Im Gegensatz zu den dünnen, flachen Pfannkuchen in Europa sind amerikanische Pancakes oft dicker und kleiner geformt. Sie werden häufig mit Backpulver aufgehen lassen und serviert mit Ahornsirup, Butter oder Früchten.

In Russland sind Bliny traditionelle Pfannkuchen, die mit Hefe, Buchweizenmehl oder Grieß und Wasser angesetzt werden. Buchweizenmehl verleiht den Bliny einen charakteristischen, nussigen Geschmack und eine dunklere Farbe. Bliny sind vielseitig einsetzbar und können mit süßen oder herzhaften Füllungen serviert werden. Beliebte Beilagen sind Quark, Hackfleisch, Fisch oder Kaviar. Diese Vielfalt zeigt, dass Pfannkuchen als Basis für komplexe Geschmacksprofile dienen können.

Holländische Poffertjes sind eine weitere Variante, die stark von der klassischen Form abweicht. Sie sind nur etwa münzgroß und werden in speziellen Pfannen mit halbrunden Vertiefungen gebacken. Poffertjes werden traditionell mit viel Puderzucker und Butterstückchen serviert. Die kleine Größe und die dicke, fluffige Textur machen sie zu einem besonderen Leckerbissen.

Diese internationalen Unterschiede unterstreichen die Anpassungsfähigkeit des Pfannkuchen-Teigs. Ob dünn und flach, dick und fluffig, groß oder klein – die Grundzutatien können modifiziert werden, um verschiedenen kulturellen Vorlieben gerecht zu werden.

Gesunde und vegane Alternativen

Die Gesundheitsbewusstsein hat in den letzten Jahren stark zugenommen, was zu einer Nachfrage nach gesünderen Pfannkuchen-Varianten geführt hat. Gesunde Pfannkuchen können als kalorienarmes Frühstück gestaltet werden, indem man auf zuckerreiche Zutaten verzichtet und stattdessen Vollkornmehl, Quark oder Haferflocken verwendet.

Für Personen, die auf tierische Produkte verzichten möchten, gibt es vegane Pfannkuchen-Rezepte. Ein solches Rezept besteht aus 100 ml Mandel-, Hafer- oder Cashewnussdrink, 100 ml kohlensäurehaltigem Wasser, 80 g Vollkornmehl (alternativ Weizenmehl oder Kokosnussmehl), 2 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup, Vanillezucker und Leinöl zum Ausfetten. Die Zubereitung erfolgt wie bei den klassischen Rezepten. Der Ersatz von Eiern durch eine Kombination aus pflanzlicher Milch und Kohlensäure ist eine bewährte Methode, um die Bindung und Lockerung zu gewährleisten. Leinöl wird verwendet, um die Pfanne zu fetten, da es einen neutralen Geschmack hat und gut für die Zubereitung geeignet ist.

Eine weitere vegetarische oder vegane Option ist die Verwendung von Apfelmark oder Apfelmus anstelle von Zucker oder Bananen. Dies reduziert den Zuckeranteil und erhöht den Anteil an Ballaststoffen und natürlichen Aromen.

Apfel-Haferflocken-Pfannkuchen: Herbstliche Genüsse

Der Herbst bringt neue Aromen und Zutaten mit sich, die sich hervorragend für Pfannkuchen eignen. Apfel-Haferflocken-Pfannkuchen mit Zimt sind ein leckeres Rezept für diese Jahreszeit. Haferflocken können ganz oder gemahlen verwendet werden und verleihen dem Pfannkuchen eine rustikale Textur und eine nussige Note. Äpfel, in kleine Würfel geschnitten oder als Mus, bringen Frische und Süße. Zimt ist das klassische Gewürz für herbstliche Desserts und passt perfekt zu Äpfeln und Haferflocken.

Die Zubereitung ähnelt der klassischen Methode, mit der Integration der Haferflocken und Äpfel in den Teig. Bei Bedarf können die Äpfel geschält werden, um die Textur zu verbessern. Der Teig wird dann in der Pfanne gebraten, bis er einen goldenen Farbton hat, was etwa drei Minuten pro Seite dauert.

Als Topping eignen sich Vanillesoße, Ahornsirup oder eine Kombination aus Zimt und Zucker. Für eine zusätzliche Knusprigkeit und Abwechslung können karamellisierte Nüsse oder Ölsaaten wie Kürbis- und Sonnenblumenkerne verwendet werden. Diese Ergänzungen erhöhen den Nährwert und das Geschmackserlebnis erheblich.

Alternative Variationen umfassen die Verwendung von eingeweichten Chia- oder Leinsamen, um eine vegane Variante herzustellen. Diese Samen bilden ein Gel, das als Ei-Ersatz fungiert. Kokosöl ist eine großartige Alternative zur Butter, um die Pfannkuchen zu braten, und verleiht einen leichten Kokosgeschmack.

Gewürzvariationen erweitern das Spektrum weiter. In der kalten Jahreszeit bieten sich Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürze an, die Ingwer, Nelken, Kardamom und Muskatnuss enthalten. In der warmen Jahreszeit kann der Abrieb einer Bio-Zitrone hinzugefügt werden, um den Pfannkuchen eine frische, zitrische Note zu geben.

Waffeln: Der Cousin der Pfannkuchen

Waffeln sind in der Zubereitung und den Zutaten den Pfannkuchen sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch durch ihre Form und Textur. Der Grundteig für Waffeln ist nicht komplizierter als Pfannkuchenteig, jedoch etwas dickflüssiger. Eine süße Variante besteht aus Butter oder Öl, Zucker, Eiern, Mehl, Backpulver und Milch.

Ein entscheidender Punkt bei der Zubereitung von Waffeln ist die Temperatur der Zutaten. Alle Zutaten sollten zimmerwarm sein, um eine optimale Emulsion und Aufgehen zu gewährleisten. Daher sollten sie rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen werden. Ähnlich wie bei fluffigen Pfannkuchen werden bei Waffeln die Eier oft getrennt verarbeitet, und der Eischnee wird ganz am Schluss vorsichtig untergehoben. Dies sorgt für eine lockere, luftige Struktur.

Das Waffeleisen ist die wesentliche Ausrüstung. Es sollte vor dem Backen mit etwas neutralem Öl eingefettet werden, um das Ankleben zu verhindern. Butter eignet sich weniger gut, da sie schneller verbrennt und bitter werden kann. Der Teig wird portionsweise in das heiße Waffeleisen gegeben und goldgelb gebacken.

Ein häufiger Fehler beim Waffelbacken ist das Aufeinanderschichten der fertigen Waffeln. Dies führt dazu, dass sie weich werden und ihre Knusprigkeit verlieren. Stattdessen sollten sie nebeneinander auf ein Gitter gelegt werden, damit die Luft zirkulieren kann. Wenn sie nicht sofort gegessen werden, können sie später wieder aufgeheizt werden, um ihre Knusprigkeit wiederherzustellen. Waffeln werden oft einfach mit Puderzucker serviert, sind aber auch mit verschiedenen Toppings wie Früchten oder Soßen lecker.

Herzhaft vs. Süß: Die Vielseitigkeit der Pfannkuchen

Pfannkuchen sind nicht nur auf süße Anwendungen beschränkt. Sie können auch als herzhaftes Gericht zubereitet werden. Für herzhafte Pfannkuchen eignen sich Füllungen wie Speck, Käse, Pilze oder Gemüse. Die Zubereitung ist ähnlich, jedoch wird der Teig salzig gewürzt und die Füllungen werden vor dem Wenden in den Pfannkuchen gegeben.

Die Wahl der Füllung und des Topings bestimmt den Charakter des Pfannkuchens. Ob süß mit Apfelmus, Zucker und Zimt, oder herzhaft mit Speck und Käse, die Möglichkeiten sind endlos. Das Experimentieren mit verschiedenen Kombinationen ist ein integraler Bestandteil der Pfannkuchen-Kultur und ermöglicht es jedem, seinen persönlichen Favoriten zu entwickeln.

Technischen Aspekte und Troubleshooting

Um perfekte Pfannkuchen zu erzielen, ist ein Verständnis der technischen Aspekte unerlässlich. Die Konsistenz des Teigs ist der wichtigste Faktor. Ein zu dicker Teig führt zu schwerfälligen, ungleichmäßig gebräunten Pfannkuchen, während ein zu dünner Teig zerreißen kann. Die Temperatur der Pfanne muss konstant gehalten werden. Ein Test mit einer kleinen Menge Teig kann helfen, die richtige Temperatur zu bestimmen.

Klümpchen im Teig sollten vermieden werden, da sie zu ungleichmäßigen Texturen führen. Das Sieben des Mehls und das gründliche Rühren sind hier entscheidend. Auch das Ruhen des Teigs ist wichtig, um die Glutenstränge zu entspannen und die Stärke quellen zu lassen.

Für Personen mit spezifischen Ernährungsbedürfnissen, wie Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit, bieten die diskutierten Alternativen Lösungen. Die Verwendung von Mineralwasser anstelle von Milch oder Speisestärke anstelle von Mehl sind bewährte Techniken, die in der Praxis gut funktionieren.

Fazit

Die Welt der Pfannkuchen ist weit gefächert und bietet für jeden Geschmack und jede Ernährungsweise eine passende Variante. Von den effizienten Blechpfannkuchen im Backofen bis hin zu den fluffigen, glutenfreien Alternativen und den klassischen, dünnen Pfannkuchen an der Herdplatte – die Möglichkeiten sind vielfältig. Internationale Einflüsse wie amerikanische Pancakes, russische Bliny und holländische Poffertjes erweitern das Spektrum weiter. Gesunde und vegane Alternativen machen Pfannkuchen auch für gesundheitsbewusste Verbraucher attraktiv. Die Kenntnis der technischen Details, wie die Teigkonsistenz, die Temperaturkontrolle und die richtige Verarbeitung, ist entscheidend für den Erfolg. Durch das Experimentieren mit Zutaten, Gewürzen und Füllungen kann jeder seine eigenen einzigartigen Pfannkuchen kreieren. Pfannkuchen sind mehr als nur ein einfaches Gericht; sie sind eine kulinarische Leinwand, die Kreativität und Können erfordert und belohnt.

Quellen

  1. T-Online: Unheimlich lecker und einfach - Pfannkuchen aus dem Backofen
  2. T-Online: Pfannkuchen glutenfrei und lecker
  3. T-Online: Gesunde Pfannkuchen
  4. T-Online: Apfel-Haferflocken-Pfannkuchen
  5. T-Online: Pfannkuchen, Crepes und Waffeln

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