Joghurt-Pfannkuchen und Pancakes – fluffig, schnell und variabel

Joghurt-Pfannkuchen gehören zu den schnellsten und vielseitigsten Varianten unter den kleinen Pfannkuchen. Die Kombination aus Joghurt, etwas Säure und kohlensäurehaltigem Wasser sorgt für ein besonders lockeres Ergebnis, das sich sowohl warm als auch kalt genießen lässt. Wer mit Joghurt backt, profitiert von einer saftigen Krume, einer feinen Säurenote und einer guten Standfestigkeit beim Abkühlen. Im Folgenden werden vier bewährte Ansätze vorgestellt, die sich in Zutaten, Bindung und Textur unterscheiden und jeweils einen eigenen Charakter haben.

Klassische Joghurt-Pfannkuchen mit Mineralwasser

Diese Variante setzt auf Einfachheit und eine sehr fluffige Struktur. Das Mehl wird mit Backpulver, Eiern, Joghurt, Vanillezucker und Mineralwasser zu einem glatten Teig verrührt. Nach dem Verrühren wird der Teig etwa zehn Minuten ruhen gelassen.

Zum Ausbacken kommt etwas Butter in eine heiße, beschichtete Pfanne. Pro Pfannkuchen wird ein Esslöffel Teig in die Butter gesetzt und auf jeder Seite ein bis zwei Minuten goldbraun gebacken. Die Pfannkuchen werden portionsweise ausgebucht.

Die Servierempfehlung sieht Schlagsahne, frische Beeren und Agavendicksaft vor. Der mineralische Anteil des Wassers lockert den Teig zusätzlich auf und zusammen mit Joghurt entsteht eine besonders leichte und fluffige Konsistenz.

Apfel-Joghurt-Pfannkuchen mit Dinkel und Kokosblütenzucker

Diese Version verbindet Joghurt mit frischem Apfel und arbeitet mit Vollkornmehl. Die Basis besteht aus 200 Gramm Mehl, wobei Dinkelvollkornmehl verwendet wird, einem halben Päckchen Backpulver, hier Weinsteinbackpulver, 50 Gramm Zucker, hier Kokosblütenzucker, zwei Eiern, 200 Gramm Joghurt, 150 Millilitern Mineralwasser, zwei bis vier Äpfeln je nach Größe, einer Prise Salz, einem Spritzer Zitronensaft und optional Zimtzucker. Zum Ausbacken wird Butter oder Öl verwendet.

Die Zubereitung beginnt damit, Mehl und Backpulver zu vermischen. Anschließend werden alle Zutaten bis auf die Äpfel hinzugegeben und zu einem homogenen Teig vermischt. Die Äpfel werden klein geschnitten und unter den Teig gemischt. Die Masse ruht kurz bevor sie portionsweise ausgebacken wird.

Das Rezept wird als besonders fluffig beschrieben und lässt sich sehr schnell herstellen. Die Menge des Teiges kann verdoppelt werden, um größere Portionen für den Transport zu ermöglichen. Auch kalt schmecken die Pfannkuchen sehr lecker.

Apfel-Joghurt Pancakes mit Eischnee und Haferflocken

Bei dieser Variante wird der Teig durch getrennt verarbeitete Eier und Haferflocken leicht und saftig. Für die Pancakes werden 100 Gramm Apfel grob geraspelt, zwei Eier, 20 Gramm Reissirup, 100 Milliliter Sprudelwasser, 125 Gramm griechischer Joghurt, 25 Gramm Haferflocken, 100 Gramm Mehl, ein Teelöffel Backpulver und ein halber Teelöffel Zimt benötigt.

Der Apfel wird geschält und grob geraspelt. Die Eier werden getrennt. Das Eiweiß wird steif geschlagen und beiseite gestellt. Die Eigelbe werden mit Reissirup, Sprudelwasser und Joghurt verrührt. Das Mehl wird mit Haferflocken, Backpulver und Zimt gemischt und kurz untergerührt. Zuletzt werden der geraspelte Apfel und der Eischnee untergehoben.

Etwas Butter oder Öl wird in einer Pfanne erhitzt, der Teig esslöffelweise hineingegeben und die Pancakes ausgebacken. Durch den Eischnee und das Sprudelwasser werden die Pancakes beim Backen richtig schön fluffig.

Die Variante verzichtet grundsätzlich auf Industriezucker. Die Süße entsteht durch den Apfel und den verwendeten Reissirup, wobei auch Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup als Alternative genannt werden. Als Apfelsorte eignet sich eine süßliche Sorte wie Braeburn.

Die Pancakes schmecken am besten, wenn sie heiß aus der Pfanne kommen. Dazu passt frisches Obst oder Obstmark. Sie eignen sich auch für die Brotdose und lassen sich über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Am Morgen werden sie kurz im Toaster oder Backofen erwärmt und schmecken fast wie frisch gebacken.

Kalorienbewusste und klassische Joghurt Pancakes im Vergleich

Diese Version liefert 18 bis 20 kleine Pancakes und betont die Formstabilität nach dem Abkühlen. Im Gegensatz zu einer kalorienreduzierten Variante behalten die Pancakes auch nach dem Abkühlen perfekt ihre fluffige Form. Leichte Varianten fallen nach dem Abkühlen etwas zusammen und werden dadurch leicht zäh.

Die Zutaten für die klassische Variante sind drei Eier, 200 Gramm Naturjoghurt, 100 Milliliter Milch, 150 Gramm Mehl, ein Tütchen Backpulver, eine Prise Salz, zwei Esslöffel Zucker und etwas Butter für die Pfanne. Für Kaloriensparer werden leichte Milchprodukte und nur ein Esslöffel Zucker verwendet, optional mit etwas Süßstoff.

Die Zubereitung beginnt damit, die Eier zu verquirlen und zwei Minuten mit dem Handrührer schaumig zu schlagen. Danach wird Joghurt und Milch zuggegeben und gut verrührt. Mehl, Backpulver, Salz und Zucker werden vermischt und ebenfalls eingerührt. Die Mischung sollte am Ende möglichst klumpenfrei sein.

Eine Pfanne wird auf maximal mittlere Hitze gebracht. Ein klitzekleines bisschen Butter wird verstreichen, pro Durchgang reicht maximal ein halber Teelöffel, weniger ist möglich. Die Pancakes werden als Kleckse in die Pfanne gegeben. In eine 28-cm-Pfanne passen drei Stück. Die Pancakes braten eigentlich nicht, sie backen vor sich hin.

Die Zubereitung betont, dass die Pancakes nach dem Abkühlen gut zu lagern sind und sich für den Nachmittag eignen. Nach dem Aufwärmen in der Mikrowelle mit Puderzucker zum Kaffee serviert werden sie als abwechslungsreiche Variante beschrieben.

Vergleich der vier Ansätze

Merkmal Klassisch mit Mineralwasser Apfel Dinkel Apfel Eischnee Klassisch Milch
Joghurtmenge nach Rezept 200 g 125 g griechisch 200 g Natur
Flüssigkeit Mineralwasser 150 ml Mineralwasser 100 ml Sprudelwasser 100 ml Milch
Lockerungsmittel Backpulver Backpulver Weinstein Backpulver + Eischnee Backpulver
Mehltyp Mehl Dinkelvollkornmehl Mehl + Haferflocken Mehl
Süße Vanillezucker, Agavendicksaft Kokosblütenzucker, Zimtzucker Reissirup Zucker 2 EL
Besonderheit 10 Min Ruhe Äpfel im Teig Eier getrennt, Apfel geraspelt Eier schaumig geschlagen

Technik und Aufbereitung

Die gemeinsame Basis aller Varianten ist die Kombination aus Joghurt und kohlensäurehaltigem Wasser. Der Joghurt liefert Säure und Feuchtigkeit, das Sprudelwasser liefert Kohlensäurebläschen, die beim Erhitzen für Volumen sorgen.

Ein wichtiger Schritt ist das Ruhen des Teiges. Zehn Minuten Ruhezeit lassen das Mehl aufquellen und das Backpulver aktiv werden. Bei der Eischnee-Variante wird das Eiweiß separat steif geschlagen und erst am Ende untergehoben, um das Luftvolumen zu erhalten.

Die Hitze sollte maximal mittel sein. Zu hohe Hitze lässt die Außenseite zu schnell bräunen, während das Innere noch roh bleibt. Die Pancakes backen eher als dass sie braten, deshalb ist eine gleichmäßige, moderate Temperatur entscheidend.

Zum Ausbacken wird nur eine sehr kleine Menge Fett benötigt. Ein halber Teelöffel Butter pro Durchgang reicht aus, um die Oberfläche zu schließen und ein angenehmes Aroma zu geben. Beschichtete Pfannen verhindern das Anhaften.

Lagerung und Aufwärmen

Joghurt-Pfannkuchen lassen sich gut vorbereiten. Die Dinkel-Apfel-Variante wird mit an den Strand genommen und schmeckt auch kalt sehr lecker. Die Apfel-Joghurt Pancakes mit Eischnee werden über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt und am Morgen kurz im Toaster oder Backofen erwärmt.

Die Variante mit Milch und Naturjoghurt behält nach dem Abkühlen perfekt ihre fluffige Form, wenn keine leichten Milchprodukte verwendet werden. Sie können für den Nachmittag aufbewahrt, in der Mikrowelle kurz aufgewärmt und mit Puderzucker zum Kaffee serviert werden.

Fazit

Joghurt-Pfannkuchen bieten eine große Bandbreite an Varianten, die alle auf dem gleichen Prinzip beruhen, nämlich Säure aus Joghurt und Volumen aus kohlensäurehaltigem Wasser und Backtriebmitteln. Die klassische Version mit Mineralwasser und Vanillezucker ist puristisch und schnell. Die Apfel-Dinkel-Variante mit Kokosblütenzucker bringt Vollkorn und frisches Obst in den Teig und bleibt auch kalt aromatisch.

Die Apfel-Joghurt Pancakes mit Eischnee und Haferflocken zeigen, wie eine eiweißbasierte Lockerung und Haferflocken für eine besonders weiche und fluffige Struktur sorgen und gleichzeitig auf Industriezucker verzichtet werden kann. Die Milch-Joghurt-Variante unterstreicht den Vorteil einer nicht kalorienreduzierten Zubereitung, die Formstabilität nach dem Abkühlen bewahrt und sich für Vorrat und Aufwärmen eignet.

Die Wahl zwischen den Rezepten hängt vom gewünschten Mehltyp, der Süße und dem Servierzeitpunkt ab. Für schnelles Frühstück eignet sich die einfache Mineralwasser-Variante. Für eine sämigere, obstbetonte Textur sind die Apfel-Rezepte ideal. Für eine stabile Vorratsoption ist die Milch-Joghurt-Variante mit schaumig geschlagenen Eiern die richtige Wahl.

Quellen

  1. daskochrezept.de
  2. just-touring.de
  3. lieblingszwei.de
  4. feinkostpunks.de

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