Russische Pfannkuchen Rezept mit Video: Blini und Oladji aus dem russischen Tea Room

Die russische Pfannkuchentradition ist weit mehr als ein einfaches Grundrezept. Zwischen dünnen Crêpe-ähnlichen Blini und den dicken, flaumigen Oladji liegen unterschiedliche Herangehensweisen, Mehlmischungen und Servierrituale. Die Verbindung von Buchweizenmehl mit Milch- oder Kefirbasis, die gezielte Führung durch Gehzeiten und die Entscheidung für Hefe oder Backpulver bestimmen Textur, Geschmack und die typische Anwendung mit Kaviar, Schmand oder Räucherlachs. Im Folgenden wird das Rezept, das im Kontext des russischen Restaurants The Russian Tea Room in New York überliefert ist, sowie die klassische Blini-Variante mit Schär Brot Mix – Mix B nachvollziehbar dargestellt. Das Video, das vom Chefkoch von The Russian Tea Room aufgenommen wurde, zeigt die Zubereitung kleiner russischer Pfannkuchen und veranschaulicht die Unterschiede zwischen Blini und Oladji.

Die Anweisungen für die Zubereitung von russischen Buchweizen-Pfannkuchen basieren auf den Kommentaren von Gary Robins, Chefkoch des Russian Tea Room in New York.

Historischer Kontext und Unterscheidung Blini Oladji

Das russische Restaurant The Russian Tea Room wurde in New York Anfang des 20. Jahrhunderts von den Mitgliedern des russischen Imperial-Balletts gegründet. Im November 2006 wurde das Restaurant nach einer Restaurierung neu eröffnet. Das Haus steht für eine bestimmte Interpretation russischer Küche im amerikanischen Kontext und hat die Zubereitung von kleinen russischen Pfannkuchen in einem Video dokumentiert.

Nach diesem Rezept werden russische Buchweizen-Pfannkuchen im renommierten russischen Restaurant The Russian Tea Room in New York zubereitet. Kleine Pfannkuchen heißen nicht Blini, sondern Oladji, auf Russisch оладьи [aládji]. Diese Pfannkuchen sehen fast genau so aus wie die amerikanischen Pancakes, schmecken aber anders.

Eine genaue Erklärung auf Englisch gibt es im Video. Diese Blini sind in ihrer Struktur eher wie Oladji. Richtige Blini sind sehr dünn, wie Crêpe. In The Russian Tea Room in New York werden Oladji – kleinere und dickere Pfannkuchen – mit Kaviar serviert.

Der Unterschied ist also texturbezogen und namensgebend. Blini ist die dünne Variante, Oladji die dickere, flaumige Variante. Beide werden in Russland traditionell mit saurer Sahne gegessen. Ein Tipp aus der Quelle empfiehlt ausdrücklich: Mit Kaviar servieren.

Zutaten und Material für Oladji nach The Russian Tea Room

Die Basis des Teigs für die Oladji im New Yorker Russian Tea Room ist eine Kombination aus Buchweizenmehl und Weizenmehl. Die Zubereitung wird im Video gezeigt und die Mengenangaben sind überliefert.

  • 125 g Buchweizenmehl
  • 125 g Weizenmehl
  • 60 ml Wasser lauwarm
  • 300 ml Kefir lauwarm
  • 2 Eier
  • 1 TL Honig
  • Prise Salz
  • Prise Backpulver
  • Öl zum Braten

Die Mischung aus Buchweizen- und Weizenmehl ist entscheidend. Um Buchweizen Blini/Oladji zuzubereiten, nimmt man eine Mischung aus Buchweizen- und Weizenmehl. Nur mit Buchweizenmehl werden Blini/Oladji gummiartig. Normales Mehl lockert sie auf.

Eine Prise Backpulver hinzufügen. So wird der Teig flaumig, Blini/Oladji gehen auf, werden leicht und nicht dünn.

Mit Salz würzen.

Zubereitungsschritte Oladji im Detail

Die Herstellung folgt der Logik eines lockeren Pfannkuchenteigs mit kurzer Ruhezeit durch die Wirkung von Kefir, Eiern und Backpulver.

Der Kefir und das Wasser werden lauwarm gehalten, damit die Ei- und Mehlstruktur nicht gerinnt und das Backpulver seine Wirkung entfalten kann. Buchweizenmehl wird zunächst mit Weizenmehl vermischt, um die Gummihaftigkeit zu vermeiden.

Eier, Honig und Salz werden unter die Flüssigkeit gerührt. Honig wirkt als mildes Süßungsmittel und unterstützt die Bräunung. Das Backpulver wird erst kurz vor dem Backen eingearbeitet, damit das Volumen erhalten bleibt.

Der Teig sollte nicht zu dickflüssig sein. Er muss absetzbar bleiben, sodass mit einem Löffel kleine Portionen in die heiße Pfanne gegeben werden können. Das Öl zum Braten sorgt für gleichmäßige Hitze und eine leichte Kruste.

Nach dem Backen werden die Oladji direkt serviert. Die Empfehlung lautet: Blini/Oladji sollten aufgehen und leicht werden. Servieren mit Kaviar. In Russland werden Blini und Oladji gerne mit saurer Sahne gegessen.

Rezept für Blini mit Schär Brot Mix – glutenfreie Variante

Neben dem Kefir-Rezept existiert eine weitere dokumentierte Variante für Blinis, die auf einer Hefeteigbasis mit Schär Brot Mix – Mix B beruht. Diese Variante ist für die Zubereitung von 10 Blinis ausgelegt und setzt auf eine Gehzeit.

  • Buchweizenmehl mit Schär Brot Mix – Mix B vermengen und in eine Rührschüssel geben
  • In der Mitte eine Vertiefung bilden, die Hefe hinein bröseln und den Zucker darüber streuen
  • 1/3 der lauwarmen Milch über die Hefe gießen und etwa 10 Minuten warten, bis sich Blasen bilden
  • Der Teig wird 5 Minuten zu einem dickflüssigen Teig verknetet
  • Mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort 40 Minuten gehen lassen, bis sich im Teig Bläschen bilden
  • In einer beschichteten Pfanne nach und nach das Butterschmalz auslassen
  • Mit einem Löffel den Teig in die Pfanne geben, Blinis mit dem Löffel etwas in Form ziehen oder einen Dessertring zu Hilfe nehmen und bei mittlerer Hitze ausbacken
  • Der Teig ergibt 10 Blinis
  • Die Blinis mit Schmand Sauerrahm und Kaviar servieren
  • Statt Kaviar kann man alternativ auch Räucherlachs verwenden

Die ursprünglich aus Osteuropa stammende Teigspeise mit Buchweizenmehl lässt sich wunderbar herzhaft mit Schmand und Kaviar oder wahlweise auch Räucherlachs belegen – und fertig ist die traditionell russische Spezialität.

Serviervarianten und Begleitung

Der klassische russische Servierstil sieht eine Kombination aus säurehaltiger Sahne und salzigem Kaviar vor. Schmand, also Sauerrahm, liefert die cremige Gegenbalance zu den nussigen Buchweizennoten.

Serviervorschläge, die in den Quellen genannt werden:

  • Mit Kaviar servieren
  • Mit Schmand Sauerrahm und Kaviar servieren
  • Statt Kaviar kann man alternativ auch Räucherlachs verwenden
  • In Russland werden Blini und Oladji gerne mit saurer Sahne gegessen

Die Wahl zwischen Oladji und Blini bestimmt die Belegung. Dünne Blini können eingerollt werden, dickere Oladji werden einzeln mit einem Klecks Schmand und Kaviar obenauf serviert.

Küchenpraxis und typische Fehlerquellen

Die Textur der russischen Pfannkuchen wird durch drei Faktoren gesteuert: Mehlmischung, Säure der Flüssigkeit und Triebmittel.

Buchweizenmehl enthält wenig Gluten und neigt zu einer dichten Struktur. Die Zugabe von Weizenmehl verbessert die Lockerung. Eine Prise Backpulver hinzufügen. So wird der Teig flaumig, Blini/Oladji gehen auf, werden leicht und nicht dünn.

Zu kalter Kefir oder Milch hemmt die Entwicklung. Lauwarm ist die Zieltemperatur. Zu langes Kneten führt zu einer gummigen Masse, weil die Eiweißstruktur straff wird.

Bei der Hefe-Variante ist das Einweichen der Hefe in lauwarmer Milch mit Zucker entscheidend, damit sich Blasen bilden. Das Abdecken mit einem feuchten Tuch und das Gehenlassen an einem warmen Ort für 40 Minuten ist notwendig, damit sich im Teig Bläschen bilden.

Zur Formgebung wird empfohlen, den Teig mit dem Löffel in die Pfanne zu geben und mit dem Löffel etwas in Form zu ziehen oder einen Dessertring zu Hilfe zu nehmen.

Vergleich der beiden dokumentierten Rezeptlogiken

Merkmal Oladji nach The Russian Tea Room Blini mit Schär Brot Mix
Mehlbasis Buchweizenmehl + Weizenmehl Buchweizenmehl + Schär Brot Mix – Mix B
Flüssigkeit Kefir lauwarm + Wasser lauwarm Lauwarme Milch
Triebmittel Prise Backpulver Hefe
Süßung 1 TL Honig Zucker über die Hefe
Gehzeit Keine lange Gehzeit 10 Minuten Hefeaktivierung, 40 Minuten Gehen
Portionen Kleiner Pfannkuchen Teig ergibt 10 Blinis
Serviervorschlag Mit Kaviar, mit saurer Sahne Mit Schmand Sauerrahm und Kaviar, alternativ Räucherlachs

Der Unterschied liegt in der Textur: Oladji sind dick und flaumig, Blini sind dünn wie Crêpe.

Weitere russische Rezeptkategorien im Kontext

Die Quellen verorten die Pfannkuchen innerhalb einer größeren russischen Küche. Die Website strukturiert Rezepte in mehrere Bereiche.

  • Salate und Vorspeisen Rezepte für russische Salate, Pilzkaviar, russische Eier etc.

  • Suppen und Eintöpfe Rezepte für Borschtsch, Soljanka, Schtschi etc.

  • Hauptgerichte Rezepte für russische Pfannkuchen Blini, Pelmeni, Fisch- und Fleisch-Gerichte.

  • Grillen Schaschlik Rezepte aus dem sonnigen Kaukasus

  • Backrezepte Rezepte für russische Piroggi, Quarktaschen Watruschki, Kuchen und Torten

  • Getränke Rezepte für russischen Kwass und Moosbeerensaft mit Honig

Wodka – ein Teil der russischen Kultur Die Geschichte des Wodkas, die russische Art, Wodka zu trinken und viele weitere Infos.

Diese Einordnung zeigt, dass Blini und Oladji nicht isoliert stehen, sondern Teil einer breiten kulinarischen Tradition sind, die von Vorspeisen über Suppen bis zu Backwaren reicht.

Fazit

Die russische Pfannkuchenwelt ist durch ein feines Spannungsfeld von Namen, Texturen und regionalen Varianten geprägt. Das Video aus dem Russian Tea Room dokumentiert die Oladji als kleine, dicke, flaumige Pfannkuchen, die mit einer Mischung aus Buchweizen- und Weizenmehl, lauwarmem Kefir und einer Prise Backpulver entstehen. Die klare Abgrenzung zu den dünnen, crêpeartigen Blini wird im Text explizit gemacht und im Video erläutert.

Die alternative Blini-Variante mit Schär Brot Mix – Mix B und Hefe zeigt, wie die Grundidee Buchweizenmehl und Säure auch glutenfrei und mit Gehzeit umgesetzt werden kann. Beide Rezepte teilen die gemeinsame Servierlogik mit Schmand oder saurer Sahne und Kaviar oder Räucherlachs.

Für die Praxis bedeutet das: Wer leichte, luftige Oladji nach New Yorker Vorbild zubereiten möchte, kombiniert Buchweizen mit Weizen, nutzt lauwarmen Kefir und setzt auf Backpulver. Wer klassische, dünnere Blini mit Gehzeit bevorzugt, arbeitet mit Hefeaktivierung, 40 Minuten Gehen und anschließender Formgebung mit Löffel oder Dessertring.

Das Video bleibt ein zentraler Bezugspunkt, weil es die visuelle Unterscheidung zwischen Blini und Oladji liefert und die Herstellung im Restaurantkontext zeigt. Die Kombination aus historischer Herkunft des Russian Tea Room, der Mehlmischung und der Servierkultur mit Kaviar und saurer Sahne macht die russische Pfannkuchentradition zu einem eigenständigen Kapitel innerhalb der osteuropäischen Küche.

Quellen

  1. Russlandjournal.de
  2. Schär

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