Johannisbeeren gehören zu den vielseitigsten und nährstoffreichsten Beerenfrüchten, die in Garten und Küche vorkommen. Rot, schwarz, weiss oder grün – je nach Sorte unterscheiden sich Geschmack und Aroma, während die gesundheitsfördernden Eigenschaften im Kern erhalten bleiben. Sie sind kalorienarm, ballaststoffreich und liefern eine breite Palette an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Vor allem schwarze Johannisbeeren gelten als Superfood mit besonders hohem Gehalt an Antioxidantien und Vitamin C.
Wissenswertes über Johannisbeeren
Johannisbeeren sind Beerenfrüchte der Stachelbeergewächse und werden in Österreich und Südtirol auch als Ribisel bezeichnet. Sie prägen im Sommer Obstgärten, Sträucher und Küchen und bestechen durch ihr süss-sauren Aroma. Die Beeren werden frisch, gefroren, getrocknet oder verarbeitet als Saft, Gelee, Konfitüre und Tee genutzt. Wer einen Vorrat anlegen möchte, kann Johannisbeeren problemlos einfrieren, wodurch Aroma und Nährstoffe weitgehend erhalten bleiben und die Beeren das ganze Jahr über verfügbar sind.
Verwendung in der Küche
- Frisch oder gefroren im Müsli, Quark oder Joghurt sorgen sie für einen fruchtig-sauren Akzent
- Gefroren eignen sie sich hervorragend für Smoothies oder als Topping für Desserts
- Getrocknet sind sie eine gesunde Alternative zu Süssigkeiten und passen gut in Müsliriegel oder Backwaren
- Gekocht als Saft, Gelee oder Konfitüre bringen sie ein intensives Aroma auf den Frühstückstisch, auch wenn durch das Erhitzen ein Teil der hitzeempfindlichen Vitamine verloren geht
Frisch vom Strauch gegessen enthalten Johannisbeeren am meisten Vitamin C, Eisen und Antioxidantien. Wer länger von den Inhaltsstoffen profitieren möchte, sollte die Beeren nach der Ernte einfrieren.
Warum Johannisbeeren gesund sind
Johannisbeeren sind ausgesprochen bekömmlich und reich an wertvollen Nährstoffen. Sie sind nicht nur Zierde für den Garten, sondern liefern eine grosse Bandbreite an Inhaltsstoffen von Vitaminen bis hin zu Mineralstoffen. Die runden Früchtchen strotzen nur so vor Nährstoffen und unterstützen verschiedene Funktionen im Körper.
Die Beeren enthalten eine grosse Menge an Vitamin C und sollen das Immunsystem unterstützen. Aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts, der vor allem in den schwarzen Beeren zu finden ist, kann die Abwehr gesteigert werden. Vitamin C sammelt sich an den Zellen an und verhindert die Aufnahme von freien Radikalen ins Innere der Zelle. Ebenso verhindert das Vitamin Nekrosen, also das Absterben von Zellen und Gewebe.
In Studien konnte belegt werden, dass durch die Aufnahme von Vitamin C bei Atemwegserkrankungen und Erkältungen die Dauer dieser Krankheiten verkürzt werden kann. Außerdem kann die Häufigkeit von Erkrankungen in Entwicklungsländern wie Lungenentzündung, Malaria oder Durchfall reduziert sowie das Krankheitsbild verbessert werden.
Deshalb sind schwarze Johannisbeeren gesund
Schwarze Johannisbeeren stecken voller Antioxidantien und gelten als wahres Superfood. Sie sind sehr reich an Vitamin C und Polyphenolen wie Anthocyanen und Catechinen. Diese können die Abwehrkräfte stärken, Entzündungen lindern und Herz sowie Blutgefässe schützen. Ausserdem helfen sie, Blutzucker und Cholesterin im Gleichgewicht zu halten.
Die hohe Menge an Vitamin C macht schwarze Johannisbeeren gesund und kann eine grosse Rolle für die Gesundheit spielen. Die sogenannten Anthocyane, die nachgewiesen gegen Entzündungen im Körper ankämpfen, sind ausreichend in Johannisbeeren enthalten. Anthocyane schützen Hautzellen und tragen zu einer strafferen Haut bei.
Rote, weisse und grüne Johannisbeeren im Vergleich
Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich im Geschmack und im Nährstoffprofil, ergänzen sich aber in einer ausgewogenen Ernährung.
| Sorte | Geschmacksprofil | Besonderheit |
|---|---|---|
| Schwarz | Intensiv aromatisch, säuerlich | Sehr reich an Vitamin C und Polyphenolen, besonders Anthocyane und Catechine |
| Rot | Angenehm säuerlich | Etwas weniger Vitamin C als schwarz, bekömmlich und vitaminreich |
| Weiss | Mild und süsser | Mildes Aroma, liefert wertvolle Nährstoffe |
| Grün | Mild und süss | Mildes Aroma, liefert wertvolle Nährstoffe |
Rote Johannisbeeren haben etwas weniger Vitamin C, schmecken dafür angenehm säuerlich. Weisse und grüne Sorten sind milder und süsser.
Diese Inhaltsstoffe machen Johannisbeeren gesund
Johannisbeeren zählen zu den gesündesten Beeren. Sie sind kalorienarm, ballaststoffreich und liefern viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders schwarze Johannisbeeren sind sehr reich an Vitamin C und Polyphenolen.
Wertvolle Mineralien in Johannisbeeren
- Kalium unterstützt den Flüssigkeitshaushalt
- Eisen fördert die Blutbildung
- Kalzium und Phosphor unterstützen Knochen und Zähne
Johannisbeeren liefern wertvolle Ballaststoffe
Die Ballaststoffe fördern die Verdauung und sorgen für ein gutes Sättigungsgefühl.
Johannisbeeren sind reich an Polyphenolen
Polyphenole wie Anthocyane und Catechine wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Extrakte aus Knospen und Blättern gelten als eine Art pflanzliches Cortison, da sie körpereigene Entzündungsprozesse positiv beeinflussen können.
Schwarz und Rot – das Wunder der Anthocyane
Anthocyane verleihen den Beeren ihre Farbe und schützen vor chronischen Erkrankungen. Sie kämpfen gegen Entzündungen im Körper und schützen Herz und Blutgefässe.
Viel Vitamin C
Der hohe Vitamin-C-Gehalt macht Johannisbeeren gesund. Vitamin C stärkt das Immunsystem, unterstützt die Abwehr von Krankheitserregern und kann die Krankheitsdauer bei Erkältungen verkürzen. In dieser Form bleibt der gesamte Gehalt an Vitamin C, Eisen und Antioxidantien erhalten, ein Grund warum Johannisbeeren gesund sind und so gerne in der Ernährung genutzt werden.
Johannisbeere als Heilpflanze
Auch als Heilpflanze sind Johannisbeeren bedeutsam. Ein Tee aus den Blättern gilt traditionell als entzündungshemmend und leicht harntreibend. Öl aus den Kernen wird bei trockener Haut genutzt. Die moderne Phytotherapie nutzt die Kraft der Pflanze: Extrakte aus Knospen und Blättern gelten als eine Art pflanzliches Cortison, da sie körpereigene Entzündungsprozesse positiv beeinflussen können.
Johannisbeersamen
Darüber hinaus ist auch das Öl der Samen von Johannisbeeren gesund. Johannisbeersamen werden zur Gewinnung von Öl verwendet, das reich an Gamma-Linolensäure ist. Dieses findet Einsatz bei Hautproblemen wie Neurodermitis oder trockener, empfindlicher Haut. Rote und weisse Johannisbeeren spielen in der Heilpflanzenkunde eine weniger prominente Rolle, dienen aber ebenfalls als vitaminreiche Früchte, die bei Schwäche und zur allgemeinen Stärkung empfohlen wurden.
So bleiben Johannisbeeren gesund
Am besten entfalten Johannisbeeren ihre wertvollen Inhaltsstoffe, wenn sie frisch vom Strauch genossen werden. In dieser Form bleibt der gesamte Gehalt an Vitamin C, Eisen und Antioxidantien erhalten. Wer einen Vorrat anlegen möchte, kann Johannisbeeren problemlos einfrieren – so bleiben Aroma und Nährstoffe weitgehend erhalten, und die Beeren sind das ganze Jahr über verfügbar.
Am besten geniesst man Johannisbeeren frisch, sie sind auch vielseitig in der Küche einsetzbar. Praxis-Tipps für den Genuss sind:
- Frisch geniessen: Direkt vom Strauch gegessen enthalten Johannisbeeren am meisten Vitamin C, Eisen und Antioxidantien
- Gesund bevorraten: Wer länger von den Inhaltsstoffen profitieren möchte, sollte die Beeren nach der Ernte einfrieren
Fazit
Johannisbeeren sind weit mehr als nur hübsche Ziersträucher oder sommerliche Naschfrüchte. Mit ihrem aussergewöhnlich hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen zählen sie zu den gesündesten Beeren überhaupt. Sie stärken das Immunsystem, schützen Herz und Gefässe, fördern die Blutbildung und unterstützen Verdauung und Stoffwechsel.
Besonders die schwarze Johannisbeere überzeugt mit einer einzigartigen Fülle an Antioxidantien und Vitamin C und gilt daher zu Recht als wahres Superfood. Doch auch rote, weisse und grüne Sorten bereichern durch ihren Geschmack und ihre Inhaltsstoffe eine ausgewogene Ernährung.
Wer Johannisbeeren regelmässig geniesst – ob frisch vom Strauch, als Saft, im Dessert oder sogar als Tee – tut seiner Gesundheit auf vielfältige Weise etwas Gutes. Und wer die Beeren im eigenen Garten pflanzt, profitiert nicht nur von den wertvollen Inhaltsstoffen, sondern auch von einer reichen und langjährigen Ernte.