Spaghetti Bolognese zum Abnehmen mit Tempeh, kalorienarmen Nudeln und viel Gemüse

Spaghetti Bolognese zum Abnehmen ist ein Widerspruch, der sich in der Praxis auflöst, sobald die klassische Zusammensetzung aus großzügig portioniertem Hackfleisch, ölreicher Sauce und weißer Pasta durch gezielte Austauschkomponenten ersetzt wird. Die REFERENCE FACTS zeigen mehrere parallele Herangehensweisen, die alle auf dem gleichen Prinzip basieren: Aroma erhalten, Fett reduzieren, Volumen erhöhen und Sättigung durch Eiweiß und Ballaststoffe sichern. Für Menschen, die Gewicht reduzieren möchten, entsteht dadurch ein Gericht, das weiterhin als Wohlfühlessen wahrgenommen wird, ohne die typische Kalorienfalle von 700 bis 900 Kilokalorien pro Teller auszulösen. Die Unterschiede zwischen den Varianten liegen im Fleischanteil, im Gemüseanteil und in der Wahl der Nudelform, wobei eine Variante das Hackfleisch vollständig durch Tempeh ersetzt und die Nudeln durch eine Variante mit nur 7 Kalorien pro 100 Gramm ersetzt.

Die kalorienarme Ausrichtung beginnt mit der Soße. Klassische Bolognese wird in den Vergleichsdaten mit 350 bis 450 Kilokalorien pro Portion und viel Fett beschrieben, bedingt durch mehr Öl, oft Sahne und Zucker. Die kalorienarme Bolognese wird mit 190 Kilokalorien pro Portion und niedrigem Fettgehalt angegeben, realisiert mit magerem Hack und viel Gemüse. Der realweltliche Effekt für die Person, die abnehmen möchte, ist eine deutliche Verringerung der Energiezufuhr bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des geschmacklichen Wiedererkennungswertes. Die Sättigung wird nicht über Fett, sondern über Protein und Faser aufgebaut. Im Kontext des gesamten Essverhaltens bedeutet das, dass eine komplette Mahlzeit mit 80 Gramm Spaghetti im Rohgewicht, einer Portion Bolognese und 10 Gramm Parmesan bei etwa 500 Kilokalorien liegt und damit als ausgewogenes Mittag- oder Abendessen geeignet ist, das lange satt macht.

Variantenvergleich kalorienarme Bolognese

Variante kcal pro Portion Fett Besonderheiten
Klassische Bolognese 350–450 kcal viel Fett mehr Öl, oft Sahne, Zucker
Diese kalorienarme Bolognese 190 kcal niedrig mageres Hack, viel Gemüse

Der Vergleich verdeutlicht den Einsparungsraum. Die kalorienarme Variante bringt die gleichen Aromen mit deutlich weniger Fett und dafür extra viel gesundem Gemüse. Für die Umsetzung bedeutet das, dass die Soße nicht an Intensität verliert, sondern durch Karotten, Sellerie und Lauch eine natürliche Süße und Tiefe erhält. Die Verwendung von magerem Rinderhackfleisch sorgt für eine kräftige, aromatische Basis, ohne schwer zu wirken. Durch den hohen Eiweißanteil macht die Soße lange satt, bleibt aber angenehm leicht. Passierte Tomaten liefern Lycopin und Vitamin C und bringen die frische, fruchtige Säure mit, die jede gute Bolognese braucht.

Kalorienarme Bolognese mit viel Gemüse und magerem Hack

Die Basis dieser Variante ist eine Soße, die mit 15 Gramm Olivenöl, einem Paket Suppengemüse von 500 Gramm bestehend aus Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Lauch, einem Paket magerem Hackfleisch von 500 Gramm, einer Flasche passierten Tomaten von 690 Gramm, 200 Milliliter Wasser sowie Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern gekocht wird. Pro Person werden 80 Gramm Spaghetti im Rohgewicht, eine Portion Bolognese-Soße und 10 Gramm Parmesan gerechnet.

Die Zubereitung beginnt mit dem Erhitzen des Öls in einer großen Pfanne. Das Hackfleisch wird rundum krümelig angebraten. Währenddessen wird das Suppengrün vorbereitet. Das Suppengemüse bringt nicht nur Volumen und Vitamine in die Soße, sondern auch eine natürliche Süße und Tiefe, die Bolognese geschmacklich runder macht. Ganz ohne Zuckerzusatz entsteht ein runder Geschmack nur mit echten Zutaten.

Eine weitere Rezeptur für eine kalorienarme Bolognese-Sauce nennt 1 Esslöffel Rapsöl oder Butterschmalz zum Anbraten, 500 Gramm fettarmes Rinderhackfleisch in Form von Rinder-Tatar, 1 große Zwiebel, 150 Milliliter kräftigen trockenen Rotwein wie Primitivo, 2 Esslöffel Balsamico, 400 Gramm fein gehackte Tomaten aus der Dose oder frisch, 500 Gramm passierte Tomaten, 2 Esslöffel Olivenöl für den Geschmack, 1 Teelöffel Zucker, Salz und Pfeffer, ½ Teelöffel gekörnte Brühe oder reduzierter Gemüse-Fond, 3 Zehen Knoblauch sowie Kräuter und Gewürze Oregano, Thymian, Rosmarin, Majoran.

Die Zubereitung dieser Rezeptur sieht vor, die Zwiebel fein zu würfeln und in einer großen tiefen Pfanne mit Rapsöl zu erhitzen. Das Hackfleisch und die Zwiebel werden darin angebraten. Anschließend kommt Tomatenmark und eine Prise Zucker hinzu. Nach weiteren ein bis zwei Minuten werden zerkleinerte Champignons dazu gegeben, kurz mit angebraten, bevor alles mit Rotwein und Tomaten abgelöscht wird. Die Pfanne wird mit Wein und Tomaten abgelöscht und die Bolognese bei geschlossenem Deckel und kleiner Hitze köcheln gelassen. Ein Bouquet wird entfernt und die Sauce mit einem Schuss Milch verfeinert, bevorzugt Hafermilch, mit etwas Oregano, Balsamico Essig, Salz und Pfeffer.

Schritt für Schritt Zubereitung mit Hackfleisch und Gemüse

Eine praxisnahe Variante arbeitet mit 300 Gramm Rindertatar, 2 Teelöffel Olivenöl entsprechend 30 Milliliter, 150 Gramm Zwiebel, 250 Milliliter passierte Tomaten, 2 ganze Karotten, 1 halbe Knoblauchzehe, 200 Gramm Nudeln, etwas Parmesan, etwas Salz, etwas Pfeffer.

Die Nudeln werden im kochenden Salzwasser nach Anleitung gegart. Zwiebel, Karotten, Knoblauch und Petersilie werden klein geschnitten oder gehackt. Öl wird in eine Pfanne gegeben. Zwiebeln, Knoblauch und Rindertatar werden in die Pfanne gegeben und 3 bis 4 Minuten angebraten. Die Gewürze, Karotten und Tomaten-Sauce werden hinzugegeben und für weitere 5 Minuten köcheln lassen. Zuletzt werden die Nudeln hinzugegeben, kurz aufgekocht und mit etwas Parmesan serviert.

Ein weiterer Schritt aus den Referenzdaten empfiehlt, zuerst das Gemüse anzubraten, bevor das Hackfleisch dazugegeben wird. Das Hackfleisch wird krümelig und braun angebraten, dabei nicht zu oft gewendet, damit es schön braun werden kann. Je länger eine Bolognese kocht, desto besser entwickelt sie sich geschmacklich.

Vegane Variante mit Tempeh und Zero-Fettuccine

Eine alternative Variante ersetzt das Hackfleisch durch Tempeh und die klassischen Spaghetti durch kalorienarme Nudeln, die nur 7 Kalorien pro 100 Gramm enthalten. Dadurch wird die Bolognese-Soße zu einer Delikatesse, die auch für Veganer geeignet ist. Die Änderung betrifft gleichzeitig die Kalorienbilanz, sodass sich auch beim Abnehmen ein ganzer Teller dieser Köstlichkeit genießen lässt.

Die Zubereitung sieht vor, eine Pfanne mit Olivenöl auszustreichen. Sobald das Öl heiß ist, werden in Scheiben geschnittene Zwiebeln und Knoblauch angebraten. Dann werden Tomaten aus der Dose und die Gewürze Salz, schwarzer Pfeffer, Basilikum, Oregano hinzugefügt und 5 Minuten gekocht. In der Zwischenzeit wird das Tempeh zerkleinert und in die Tomatensoße gegeben. Noch einige Minuten werden gekocht.

Parallel werden die BIO Zero Fettuccine herausgenommen, mit heißem Wasser abgespült und in kochendem Wasser ca. 3 Minuten gegart. Nach dem Abgießen werden sie zur Tomatenmischung gegeben. Weitere 3 Minuten werden gekocht, damit sich alle Aromen verbinden.

Portionenkalkulation und Kalorienbeispiele

Für eine kalorienarme Portion Spaghetti Bolognese mit Parmesan wird ein Gesamtziel von 480 Kilokalorien angegeben.

  • 70 Gramm Spaghetti trocken – 240 Kalorien
  • ca. 160 Gramm Bolognese-Sauce – 200 Kalorien
  • 10 Gramm Parmesan – 40 Kalorien

Diese Aufschlüsselung ermöglicht eine Planung ohne umständliches Herumrechnen. Eine weitere Referenzrechnung nennt eine komplette Mahlzeit mit 80 Gramm Spaghetti Rohgewicht, einer Portion Bolognese und 10 Gramm Parmesan bei etwa 500 Kilokalorien. Die Sättigung entsteht durch den Proteinanteil des mageren Fleisches und das Volumen des Gemüses.

Aufbewahrung, Mealprep und Resteverwertung

Bolognese schmeckt am nächsten Tag fast noch besser. Es wird empfohlen, gleich das Doppelte zu kochen und die übrigen Portionen im Kühlschrank zu verstauen. Für den Fall, dass man nicht zwei Tage hintereinander Spaghetti Bolognese essen möchte, können die Reste zu einer kalorienarmen Lasagne verarbeitet oder eingefroren werden. Dort hält sie sich für circa zwei bis drei Monate.

Das Einfrieren erfolgt gut in einem Gefrierbeutel, in den die Sauce gefüllt, Luft herausgedrückt und plattgedrückt wird. Gut verschließen nicht vergessen. Plattgedrückt friert die Sauce schneller ein und taut auch schneller wieder auf, als wenn sie ein Klumpen wäre. Das Prinzip entspricht dem von Gulasch. Die Sauce lässt sich gut einfrieren und liefert so ein fertiges Essen ohne Kochaufwand.

Ein Extra-Tipp für den Rotwein ist, ihn weglassen zu können und stattdessen einfach 500 Gramm passierte Tomaten zu verwenden. Die Verwendung von fettarmem Rinderhackfleisch anstatt gemischtem Hack, Gemüse wie Zwiebeln, Karotten, Knoblauch und Sellerie als Geschmacksträger und -Verstärker anstatt von viel Öl oder Butter, verstecktes Gemüse in Form von fein zerkleinerten Champignons für mehr Volumen sowie Vollkorn Spaghetti für mehr Ballaststoffe und bessere Sättigung sind bewährte Tricks, um das Gericht gesund und ausgewogen zu gestalten.

Low-Carb Alternative

Wer Kohlenhydrate einsparen möchte, kann statt klassischer Spaghetti die Low-Carb Alternative Zucchini-Spaghetti verwenden. Mit ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt wird laut Referenz kaum ein Unterschied geschmeckt.

Quellen

  1. GymBeam Blog
  2. Wohlfühl Essen
  3. Jules Menu
  4. Kalorien Genießen
  5. Fittastetic

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