Anleitung und Rezept für selbstgemachten gebeizten Lachs mit süß-saurer Senfsauce

Die Zubereitung von gebeiztem Lachs ist eine traditionelle Methode, um den Fisch zu konservieren und sein Aroma intensiv zu entfalten. Dieser Artikel beleuchtet die kulinarischen Aspekte der Beizung und die Zubereitung einer passenden Senfsauce, basierend auf den bereitgestellten Quellen.

Die Grundlagen der Lachsbeizung

Das Beizen von Lachs, oft auch als „Gravlax“ bezeichnet, ist ein Verfahren, bei dem der Fisch durch eine Mischung aus Salz, Zucker und Gewürzen konserviert und geschmacksintensiv wird. Die bereitgestellten Rezepte zeigen unterschiedliche Herangehensweisen, die jedoch alle auf dem Prinzip der Entziehung von Flüssigkeit und der Aromatisierung basieren.

Auswahl der Zutaten und Zubereitung des Fisches

Für die Zubereitung wird in der Regel ein frisches Lachsfilet mit Haut benötigt. Eine Quelle empfiehlt speziell ein Gewicht von 1 kg, aufgeteilt in zwei Stücke (Quelle 1). Andere Quellen geben spezifische Anweisungen zur Bearbeitung der Kräuter. So wird Dill in den meisten Rezepten als essentielle Zutat genannt. Er wird gewaschen, getrocknet und die Blätter abgezupft (Quelle 5). Ein Rezept erwähnt zudem die Verwendung von Wacholder, Sternanis, Pfeffer, Koriander und Senfsaat, die im Mörser zerkleinert und mit Salz und Zucker verrührt werden (Quelle 4). Diese Gewürzmischung dient als Basis für die Beize.

Die Vorbereitung des Fisches erfolgt in Schichten. Ein Rezept beschreibt detailliert, wie ein Stück Frischhaltefolie mit einem Teelöffel Gewürzmischung und einem Drittel des gehackten Dills bestreut wird. Darauf wird ein Fischfilet mit der Hautseite nach unten gelegt. Anschließend wird erneut Gewürzmischung und Dill aufgetragen, bevor das zweite Filet mit der Hautseite nach oben folgt (Quelle 1). Andere Quellen variieren dies leicht, indem sie die Hälfte der Dillmischung in eine Form streuen und den Lachs darauflegen (Quelle 5). Einige Rezepte empfehlen, den Lachs mit einem Holzbrett zu beschweren, um den Kontakt zwischen Fisch und Gewürzen zu verbessern und die Flüssigkeitsentziehung zu beschleunigen (Quelle 4, Quelle 5).

Beizdauer und Umgebung

Die Dauer der Beizung variiert je nach Rezept und Umgebungstemperatur. Eine Quelle empfiehlt, den Fisch zunächst ein paar Stunden bei Zimmertemperatur stehen zu lassen, bis sich Flüssigkeit gebildet hat, und ihn dann drei bis vier Tage kalt zu stellen (Quelle 1). Eine andere Methode schlägt eine zweistufige Kühlung vor: 12 Stunden im Kühlschrank, dann das Wenden des Fisches und weitere 12 Stunden Beizzeit (Quelle 5). Wieder ein anderes Rezept nennt eine Einwirkzeit von ca. 2 Tagen im Kühlschrank, wobei der Fisch einmal gewendet werden sollte (Quelle 4).

Während der Beizzeit ist das tägliche Wenden des Fisches ein wiederkehrender Hinweis. Quelle 1 spricht von „zweimal täglich wenden“, während andere Quellen das Wenden einmalig oder in festgelegten Intervallen (z. B. nach 12 Stunden) vorschreiben. Dies dient dazu, die Aromen gleichmäßig zu verteilen und die Beize wirken zu lassen.

Nachbereitung und Haltbarkeit

Nach der Beizung muss der Lachs gründlich von den Gewürzen und Kräutern befreit werden. Eine Quelle weist darauf hin, dass die oberste Schicht des Fisches abgeschabt werden kann, da die Beize dort oft einen bitteren und salzigen Geschmack hinterlassen kann (Quelle 3). Der Fisch wird anschließend trockengetupft (Quelle 2). Die Haltbarkeit des gebeizten Lachses wird in einer Quelle mit 3 bis 4 Tagen angegeben, wenn er in Frischhaltefolie verpackt oder in Pflanzenöl eingelegt im Kühlschrank aufbewahrt wird (Quelle 4). Eine andere Quelle nennt eine Haltbarkeit von 5 bis 7 Tagen (Quelle 5).

Die Zubereitung der Senfsauce

Die Senfsauce ist der klassische Begleiter zum gebeizten Lachs. Die Rezepte unterscheiden sich in der Art des Senfs und der zusätzlichen Geschmacksrichtungen.

Basis-Zutaten für die Sauce

Die Grundlage der meisten Saucen bildet Senf, Essig und Öl. Ein einfaches Rezept aus Quelle 1 kombiniert Senf, Essig, Zucker und Pfeffer, bevor Öl in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren eingefüllt wird. Das Ziel ist eine Emulsion, die sirupartig oder dicklich wird (Quelle 1, Quelle 4).

Für eine süß-saure Variante, die im Suchbegriff erwähnt wird, wird oft Honig verwendet. Quelle 3 beschreibt eine Honig-Senf-Soße mit Akazien-Honig, süßem braunem Senf und Dijon-Senf. Quelle 2 verwendet ebenfalls Honig, kombiniert mit Senf und Essig, und lässt Rapsöl unter Rühren einlaufen, bis die Sauce dicklich wird. Zum Abschmecken wird hier saure Sahne und Zitronensaft hinzugefügt. Quelle 5 nennt ebenfalls Honig, der mit Senf und Essig verrührt wird, bevor Rapsöl unterschlagen wird.

Variationen und Aromen

Dill ist ein fast durchgängiger Bestandteil der Sauce, entweder als gehacktes Kraut (Quelle 1) oder sehr fein gehackt (Quelle 3). Quelle 3 erwähnt zudem die Verwendung von Orangensaft im Zusammenhang mit einem Linsensalat, der als Beilage dient, was auf eine fruchtige Komponente hindeutet. Die Konsistenz der Sauce wird durch das langsame Einrühren des Öls erreicht, was eine stabile Emulsion bildet. Ein Rezept empfiehlt hierfür einen Schneebesen oder einen Pürierstab (Quelle 2, Quelle 5).

Serviervorschläge und Beilagen

Der gebeizte Lachs wird in dünnen Scheiben serviert. Eine Quelle empfiehlt, das Messer schräg zur Faser anzusetzen, um möglichst dünne, große Scheiben zu erhalten (Quelle 5). Neben der Senfsauce werden auch Beilagen vorgeschlagen. Quelle 3 bietet ein detailliertes Rezept für einen Linsensalat, der aus Le-Puy-Linsen, Sellerie, Möhren, Schalotten, Lauchzwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Chili und Orange besteht. Dieser Salat wird mit Weißwein-Essig und Olivenöl vermisst und ergänzt den Lachs durch seine Würze und Fruchtigkeit.

Schritt-für-Schritt-Rezept: Gebeizter Lachs mit Honig-Senf-Sauce

Dieses Rezept ist eine Synthese aus den in den Quellen beschriebenen Methoden und Zutaten.

Zutaten

Für den Lachs: * 1 kg Lachsfilet, mit Haut, frisch (in zwei Stücken) * 2 TL Salz * 1 TL Zucker * 1 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen * 1 Bund Dill

Für die Honig-Senf-Sauce: * 2 EL Senf (süßer brauner Senf oder Dijon-Senf) * 1 EL Essig * 1 TL Honig * ½ TL Pfeffer, frisch gemahlen * 100 ml Öl (Rapsöl oder neutrales Öl) * 1 Bund Dill, gehackt

Zubereitung

  1. Gewürzmischung vorbereiten: Salz, Zucker und Pfeffer vermengen. Den Dill waschen, trocknen und hacken.
  2. Lachs beizen: Ein großes Stück Frischhaltefolie auslegen. Ein Drittel der Gewürzmischung und ein Drittel des Dills daraufstreuen. Das erste Lachsfilet mit der Hautseite nach unten darauflegen. Wieder ein Drittel der Gewürze und Dill auf die Fleischseite streuen. Das zweite Lachsfilet mit der Hautseite nach oben darauflegen und mit der restlichen Gewürzmischung und dem restlichen Dill bedecken. Die Folie luftdicht um den Fisch wickeln.
  3. Reifung: Den Lachs für ein paar Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen, bis sich Flüssigkeit bildet. Anschließend für 3 bis 4 Tage im Kühlschrank lagern. Den Fisch dabei zweimal täglich wenden.
  4. Sauce anrühren: Senf, Essig, Honig und Pfeffer in einer Schüssel verquirlen. Das Öl in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren (idealerweise mit einem Schneebesen) einlaufen lassen, bis eine dickliche Emulsion entsteht. Den gehackten Dill unterrühren.
  5. Servieren: Den Lachs aus der Folie nehmen und die Gewürze entfernen. Den Fisch vorsichtig trocken tupfen. Mit einem scharfen Messer schräg zur Faser in sehr dünne Scheiben schneiden. Mit der Honig-Senf-Sauce servieren.

Schlussfolgerung

Die Zubereitung von gebeiztem Lachs erfordert Sorgfalt bei der Auswahl der Zutaten und Geduld während der Beizzeit. Die Kombination aus Salz, Zucker und Gewürzen verleiht dem Fisch eine einzigartige Textur und einen intensiven Geschmack. Die passende Sauce, sei es eine klassische Senfsauce oder eine Variante mit Honig und Zitrusnoten, rundet das Gericht ab. Durch die Möglichkeit, den Fisch mehrere Tage im Voraus zuzubereiten, eignet sich gebeizter Lachs ideal für die Planung von Festmahlen.

Quellen

  1. Webkoch.de
  2. Eatsmarter.de
  3. NDR.de
  4. Ichkoche.de
  5. Kuechengoetter.de
  6. Chefkoch.de

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