Nervenkekse nach Hildegard von Bingen: Traditionelle Rezepte zur Stärkung der Nerven

Hildegard von Bingen empfahl Kekse mit spezifischen Gewürzen als Mittel zur Stärkung der Nerven und zur Hebung der Stimmung. Diese Gebäcke werden in mehreren Quellen als unterstützende Heilmittel beschrieben, die über eine reine Nascherei hinausgehen. Die Rezepte basieren auf Zutaten wie Dinkelmehl, Butter, Eiern, Honig oder Zucker sowie Gewürzen wie Zimt, Muskatnuss und Nelken. Gemeinsame Elemente sind die Verwendung von Vollkornmehl, Mandeln und Zitronenschale, wobei die genauen Mengen variieren. Die Kekse sollen das Nervensystem stärken und die allgemeine Gesundheit fördern. Eine Quelle zitiert Hildegard von Bingen direkt mit der Aussage, dass der Keks „macht dich stark“. Die Zubereitung umfasst typischerweise das Kneten eines Teigs, eine Ruhezeit im Kühlschrank und Backen bei Temperaturen zwischen 170 und 190 Grad Celsius. Der Verzehr ist auf maximal fünf Stück pro Tag für Erwachsene und drei für Kinder beschränkt, da sie als Heilmittel gelten.

Historischer Kontext und Wirkung der Kekse

Die Nervenkekse werden Hildegard von Bingen zugeschrieben, einer Äbtissin aus dem Mittelalter, die sie als Stärkungsmittel für die Nerven empfahl. Mehrere Quellen betonen, dass die enthaltenen Gewürze eine positive Wirkung auf die Stimmung haben und die Kekse somit kein gewöhnliches Gebäck darstellen. Eine Quelle beschreibt sie als „Heilmittel“, das die Stimmung hebt. Eine weitere Quelle gibt an, dass Hildegard von Bingen selbst schrieb, der Keks „macht dich stark“, und dass er das Nervensystem stärkt, um die Gesundheit zu fördern.

Die Wirkung wird auf die Gewürzmischung zurückgeführt, die beruhigen, stärken und die Stimmung heben soll. Es handelt sich um wohltuende Kekse, die in stressigen Phasen Unterstützung bieten können. Allerdings variieren die Rezepte, was auf Anpassungen im Laufe der Zeit hinweist. Keine Quelle liefert ein einheitliches Originalrezept, aber alle beziehen sich auf die Tradition von Hildegard von Bingen. Eine Vorsichtshinweis betrifft Muskatnuss: In großen Mengen kann sie die Menstruation fördern, weshalb in der Schwangerschaft Vorsicht geboten ist. Bei kleiner Prise in der Küche sei dies normalerweise unproblematisch.

Gemeinsame Zutaten in den Rezepten

Die Rezepte weisen Überschneidungen in den Zutaten auf, die charakteristisch für die Nervenkekse sind. Dinkelvollkornmehl oder Dinkelmehl bildet die Basis in allen Varianten, oft in Mengen von 200 bis 500 Gramm. Butter ist ein weiteres Kernbestandteil, mit Angaben von 125 bis 250 Gramm, meist weich oder geschmolzen. Eier werden verwendet, entweder eins oder zwei Stück. Süßungsmittel umfassen Honig (Akazienhonig, Rohrohrzucker, Kokosblütenzucker oder Rohrzucker) in Mengen von 60 bis 200 Gramm oder 3 Esslöffeln. Mandeln, blanchiert, gehackt oder gemahlen, erscheinen in mehreren Rezepten mit 100 bis 200 Gramm.

Gewürze sind zentral: Zimt (1 bis 25 Gramm), Muskatnuss oder -pulver (4 bis 15 Gramm), Nelkenpulver (in manchen 2,5 bis 5 Gramm) und Galgant (Messerspitze bis 1 Teelöffel). Zitronenschale, abgerieben von einer Bio-Zitrone, ist häufig enthalten. Salz und Backpulver tauchen in einigen Varianten auf, jeweils in Prisen oder halben Teelöffeln.

Optionale Zutaten umfassen Bitterschokolade zum Eintauchen, Kokosöl oder eine Zitronenglasur aus Staubzucker, Zitronensaft und -abrieb. Diese Ergänzungen verleihen den Keksen zusätzliches Aroma, sind aber nicht in allen Rezepten vorgesehen.

Zur Übersicht eine Tabelle mit den häufigsten Zutaten und ihren typischen Mengen aus den Quellen:

Zutat Typische Menge (Variationen) Häufigkeit in Quellen
Dinkelvollkornmehl 200–500 g Alle (5/5)
Butter 125–250 g Alle (5/5)
Ei(er) 1–2 Stück Alle (5/5)
Honig/Zucker 60–200 g oder 3 EL Alle (5/5)
Zimt 1–25 g 5/5
Muskat(nuss) 4–15 g 5/5
Mandeln (gemahlen etc.) 100–200 g 4/5
Nelkenpulver 2,5–5 g 4/5
Zitronenschale Abrieb ½–1 Zitrone 4/5
Galgant Messerspitze–1 TL 3/5
Salz Prise 3/5

Diese Tabelle fasst die konsistenten Elemente zusammen und zeigt Variationen, die auf regionale oder moderne Anpassungen hindeuten.

Detaillierte Rezeptvariationen

Variante 1: Rezept aus Quelle 1

Dieses Rezept verwendet Akazienhonig und eine hohe Menge an Gewürzen. Zutaten: Zwei Eier, 200 g Akazienhonig, 15 g gemahlener Zimt, 5 g Muskatpulver, 1 TL Galgantpulver, abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, 250 g Butter, 200 g blanchierte Mandeln, 400 g Dinkelvollkornmehl.

Zubereitung: Eier mit Honig schaumig schlagen, Gewürze zugeben. Weiche Butter, gehackte Mandeln und Mehl hinzufügen. Zu einem Teig kneten, in Folie einwickeln und 20 Minuten oder über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Teig auf 5 mm Dicke ausrollen, mit runder Form ausstechen. Auf Backpapier bei 180 Grad 10–12 Minuten backen. Nach Abkühlen verzehren. Maximal fünf Stück täglich für Erwachsene, drei für Kinder.

Variante 2: Rezept aus Quelle 2

Hier wird Kokosblütenzucker eingesetzt. Zutaten: 200 g Dinkelvollkornmehl, 125 g weiche Butter, 70 g Kokosblütenzucker, 1 Ei, 100 g gemahlene Mandeln, 4 g frisch geriebene Muskatnuss, 3 g Nelkenpulver, 5 g gemahlener Zimt, 1 Messerspitze Galgant, 1 Prise Salz, Abrieb von ½ Bio-Zitrone (optional Saft). Optional: 100 g Bitterschokolade, 1 TL natives Kokosöl, 50 g gehackte Mandeln.

Zubereitung: Butter in Stücke schneiden, mit Zucker, Ei, Salz, Zitronenabrieb und Gewürzen mixen. Mehl und Mandeln hinzufügen, mit Zitronensaft nach Geschmack würzen. Teig kneten, 30 Minuten kühlen. Ausrollen, ausstechen und backen (genaue Temperatur und Zeit nicht spezifiziert).

Variante 3: Rezept aus Quelle 3

Mit Backpulver und Zitronenglasur. Zutaten: 200 g Dinkelvollkornmehl (alternativ Weizenvollkornmehl), 125 g geschmolzene Butter, 60 g Rohrohrzucker, 3 EL Honig, 1 Ei, 2 TL gemahlener Muskat, 1 TL Zimt, ¼ TL Nelkenpulver, ¼ TL Salz, ½ TL Backpulver, Schale von ½ Zitrone. Glasur: 150 g Staubzucker, 2 EL Zitronensaft, 1 TL feiner Zitronenabrieb.

Zubereitung: Trockene Zutaten (Mehl, Zucker, Gewürze, Salz, Backpulver, Zitronenschale) vermischen. Geschmolzene Butter, Honig und Ei einarbeiten. Teig ruhen lassen (Dauer nicht angegeben). Ausrollen, backen. Glasur optional auftragen, die fruchtig-säuerlich duftet.

Variante 4: Rezept aus Quelle 4

Hohe Gewürzmengen. Zutaten: 10 g Muskat, 25 g Zimt, 5 g gemahlene Nelken, 500 g Dinkelmehl, 250 g Butter, 150 g Honig, 2 Eier.

Zubereitung: Trockene Zutaten (Mehl, Gewürze) mischen. Butter würfeln und krümelig einarbeiten. Honig und Eier rasch zu glattem Teig verkneten. 30 Minuten kühlen. Backofen auf 190 °C vorheizen. Teig ausrollen und backen.

Variante 5: Rezept aus Quelle 5

Mit Schokoladenüberzug. Zutaten: 200 g Dinkelvollkornmehl, 125 g Butter, 1 Ei, 80 g Rohrzucker, 1 Prise Salz, 100 g gemahlene Mandeln, 5 g frisch geriebene Muskatnuss, 2,5 g Nelkenpulver, 5 g Zimt, Messerspitze Galgant, Abrieb einer unbehandelten Zitrone, 100 g Bitterschokolade, 1 TL Öl.

Zubereitung: Mürbeteig aus allen Zutaten (außer Schokolade) herstellen. Kugel formen, 1 Stunde kühlen. Auf 4–5 mm ausrollen, Herzen ausstechen. Bei 170 °C Ober-/Unterhitze 15 Minuten backen. Abkühlen lassen. Schokolade mit Öl schmelzen, Hälfte der Kekse eintauchen.

Diese Variationen zeigen, dass kein einziges Rezept dominiert, aber Kernzutaten konsistent sind. Unterschiede betreffen Süßungsmittel, Gewürzmengen und Optionen.

Zubereitungsschritte im Detail

Die Zubereitung folgt einem standardisierten Ablauf: Vorbereitung der Zutaten, Mischen trockener und feuchter Komponenten, Kneten, Ruhen, Ausrollen, Ausstechen und Backen.

  1. Vorbereitung: Zutaten abwiegen, Butter weich machen oder schmelzen, Eier schlagen, Gewürze mahlen (z. B. Muskatnuss frisch reiben). Zitronenschale fein abreiben.

  2. Teig herstellen: Eier mit Honig oder Zucker schaumig schlagen (Variante 1). Oder Butter mit Zucker, Ei und Gewürzen mixen (Variante 2). Trockene Zutaten (Mehl, Mandeln, Gewürze) vermengen und Flüssiges einarbeiten. Rasch kneten, um Zähigkeit zu vermeiden.

  3. Ruhen lassen: Teig in Folie wickeln oder abdecken, 20 Minuten bis 1 Stunde im Kühlschrank lagern. Dies stabilisiert den Teig und verhindert Auslaufen.

  4. Ausformen: Arbeitsfläche bemehlen, Teig auf 4–5 mm ausrollen. Schnell arbeiten, um Erwärmung zu vermeiden. Formen (rund, Herzen) ausstechen.

  5. Backen: Auf Backpapier bei 170–190 °C 10–15 Minuten backen. Nicht zu lange, da bittere Note entsteht.

  6. Nachbehandlung: Auskühlen lassen. Optional glasieren oder in Schokolade tauchen.

Praktische Tipps für den Erfolg

Mehrere Quellen geben Tipps: Zutaten kühl halten, besonders Butter. Teig nicht zu lange kneten. Ausrollen zügig durchführen. Backzeit kontrollieren, um Härte oder Bitterkeit zu vermeiden. Bei ersten Versuchen kann der Teig zu warm sein, was zu flachen Keksen führt. Geduld ist erforderlich.

Lagerung: In verschlossenem Behälter an kühlem Ort, bis zu 3 Wochen haltbar. Oder in Dose mehrere Wochen.

Verzehr: Maximal 5 Stück täglich für Erwachsene, 3 für Kinder. Passen zu Äpfeln und Nüssen als Snack.

Anwendung und Einschränkungen

Die Kekse dienen als stärkendes Mittel für Nerven und Stimmung. Sie eignen sich für stressige Phasen. Aufgrund der Gewürze, insbesondere Muskat, in Schwangerschaft vorsichtig dosieren. Die Daten zu Mengen sind variabel, was Unsicherheiten bei der genauen Originalformel aufweist.

Lagerung und Haltbarkeit

In einem verschlossenen Behälter an kühlem Ort lagern. Innerhalb von 3 Wochen verbrauchen. Mit Schokoladenüberzug in Dose mehrere Wochen haltbar.

Ergänzungen und Variationen

Zitronenglasur: Staubzucker mit Saft und Abrieb mischen. Bitterschokolade mit Öl schmelzen zum Eintauchen. Gehakte Mandeln streuen. Diese passen zum würzig-süßen Aroma.

Vergleich der Backparameter

Quelle Temperatur Dauer Teigdicke
1 180 °C 10–12 min 5 mm
3 Nicht spec. Nicht spec. Nicht spec.
4 190 °C Nicht spec. Nicht spec.
5 170 °C 15 min 4–5 mm

Variationen erfordern Anpassung an den Ofen.

Schlussfolgerung

Die Nervenkekse nach Hildegard von Bingen bestehen aus Dinkelmehl, Butter, Eiern, Süßungsmitteln und Gewürzen wie Zimt, Muskat und Nelken. Sie dienen der Nervenstärkung und StimmungsHebung. Rezepte variieren in Mengen, teilen aber Kernzutaten und Zubereitungsschritte wie Kühlen und kurzes Backen. Maximal 5 Stück täglich empfohlen. Die Tradition unterstreicht ihre Rolle als Heilmittel.

Quellen

  1. Gute-Laune-Kekse nach Hildegard von Bingen
  2. Nervenkekse Hildegard
  3. Gewürzkekse nach Hildegard von Bingen
  4. Nervenkekse nach Hildegard von Bingen Rezept
  5. Gute-Nerven-Kekse nach Hildegard von Bingen

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