Hamburger Schnitten: Traditionelle Backrezepte mit Mürbteig, Fruchtbelag und Nussmeringue
Hamburger Schnitten stellen eine Kategorie von Backwaren dar, die in verschiedenen Rezepturen vorkommen. Die Quellen beschreiben primär süße Varianten, die aus einem Mürbteigboden, einer Schicht aus Marmelade, Konfitüre oder Gelee sowie einer Auflage aus steif geschlagenem Eiweiß mit Puderzucker und gemahlenen Nüssen bestehen. Diese Zubereitung wird häufig mit Gewürzen wie Zimt, Nelken, Kardamom oder Lebkuchengewürz angereichert und eignet sich für die Weihnachtszeit. Eine abweichende Variante umfasst eine herzhafte Füllung mit Hackfleisch auf gerösteten Brötchenhälften, die mit Käse überbacken wird. Die süßen Rezepte erfordern eine Kühllagerung des Teigs, Vorbacken des Bodens und ein zweites Backen der Nussmeringue-Schicht bei Temperaturen zwischen 160 °C und 180 °C. Die Backzeiten variieren je nach Rezept von 12 bis 40 Minuten. Die herzhafte Version wird in einer Pfanne zubereitet und im Ofen fertig gebacken. Alle Varianten betonen die Verwendung frischer Zutaten und eine schrittweise Zubereitung, um optimale Texturen zu erzielen, wie knusprigen Teig, saftigen Belag und gebräunte Oberfläche.
Süße Varianten der Hamburger Schnitten
Die Mehrzahl der beschriebenen Rezepte für Hamburger Schnitten handelt von süßen Backwaren, die als Plätzchen oder Schnitten klassifiziert werden. Diese werden in Quellen wie Magazinen und Backblogs detailliert dargestellt. Gemeinsame Merkmale sind ein Mürbeteig aus Mehl, Butter, Zucker, Eigelb und gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen, eine Fruchtschicht und eine Baiser- oder Makronenmasse aus Eiweiß, Puderzucker sowie Nüssen. Die Teigzutaten variieren leicht in den Mengenangaben, was auf regionale oder persönliche Anpassungen hinweist. Beispielsweise wird in einer Variante 200 g Mehl mit 140 g Butter, 3 Eigelb, 70 g Puderzucker und 70 g gemahlenen Mandeln verwendet. Eine andere Rezeptur setzt auf 400 g Mehl, 125 g Zucker, 200 g Butter, 4 Eier (getrennt), Zitronenschale, Salz und Lebkuchengewürz. Weitere Angaben umfassen 210 g Mehl, 140 g weiche Butter oder Margarine, 70 g Zucker, 70 g gemahlene Mandeln, Zimt, Nelken und Zitronenschale von einer halben Zitrone sowie 1 Ei. Eine fünfte Variante listet 250 g Mehl, 75 g Zucker, 175 g Butter, 3 Eigelb, Salz, Zimt, Kardamom, Nelkenpulver und Abrieb einer halben Biozitrone.
Der Belag besteht durchgängig aus einer Fruchtkomponente wie Marmelade, Johannisbeerkonfitüre, Brombeergelee oder passierter Marmelade, die mit Rum oder Zitronensaft verfeinert werden kann. Die Oberauflage entsteht durch Steifschlagen von Eiweiß mit Puderzucker und Einarbeiten gemahlener Mandeln oder Haselnüsse, oft unter Zugabe von Zitronensaft oder Salz. Backtemperaturen liegen bei 160 °C bis 180 °C Ober-/Unterhitze oder Unterhitze, mit Gesamtzeiten von etwa 25 bis 40 Minuten, einschließlich Vorbacken des Teigs für 12 bis 15 Minuten.
Zutatenvergleich in Tabellenform
Zur Übersicht werden die Zutaten der süßen Varianten in einer Tabelle gegenübergestellt. Die Angaben basieren direkt auf den Quellen und zeigen Übereinstimmungen sowie Abweichungen.
| Komponente | Quelle 2 | Quelle 3 | Quelle 4 | Quelle 5 |
|---|---|---|---|---|
| Teig: Mehl | 200 g | 400 g | 210 g | 250 g |
| Teig: Butter | 140 g | 200 g kalte Butter | 140 g weiche Butter/Margarine | 175 g |
| Teig: Zucker/Puderzucker | 70 g Puderzucker | 125 g Zucker | 70 g Zucker | 75 g Zucker |
| Teig: Eier | 3 Eigelb | 4 Eier (Gr. M, getrennt) | 1 Ei | 3 Eigelb |
| Teig: Nüsse | 70 g gemahlene Mandeln | - | 70 g gemahlene Mandeln | - |
| Teig: Gewürze/Zitrone | - | 1 gehäufter TL Lebkuchengewürz, 1 Bio-Zitrone (Schale) | 1 Msp Zimt, 1 Msp Nelke, Schale ½ Zitrone | 1 Prise Salz, 1 Msp Zimt, 1 Msp Kardamom, 1 Msp Nelkenpulver, Abrieb ½ Biozitrone |
| Belag: Frucht | Marmelade | 300 g Johannisbeerkonfitüre | Marmelade (mit Rum) | 250 g Brombeergelee |
| Baiser: Eiweiß | 3 Eiweiß | 4 Eiweiß? (implizit) | - (Eiweiß mit Puderzucker) | 3 Eiweiß |
| Baiser: Puderzucker | - | 150 g | Puderzucker (Menge nicht spezifiziert) | 220 g |
| Baiser: Nüsse | 70 g gemahlene Mandeln | 200 g gemahlene Haselnüsse | Gehackte Mandeln | 75 g gemahlene Mandeln |
| Zusätzlich | Schokolade zum Tauchen | 1 TL Zitronensaft | - | 1 EL Zitronensaft |
Diese Tabelle verdeutlicht, dass Mehlmengen zwischen 200 g und 400 g schwanken, Butteranteile bei etwa 140–200 g liegen und Nüsse konsequent Mandeln oder Haselnüsse sind. Fruchtbeläge unterscheiden sich in der Art, wobei Johannisbeere, Brombeere oder neutrale Marmelade dominieren.
Detaillierte Zubereitungsschritte der süßen Rezepte
Die Zubereitung folgt einem standardisierten Ablauf: Teigherstellung und Kühlen, Ausrollen und Vorbacken, Auftragen des Fruchtbelags, Erstellung der Baisermasse und finales Backen. In einer Variante werden alle Teigzutaten verknetet, 30 Minuten bis 2 Stunden gekühlt, rechteckig ausgerollt und 12 Minuten bei 180 °C gebacken, dann mit Marmelade bestrichen. Die Belagsmasse aus 3 Eiweiß, 210 g Zucker und 70 g Mandeln wird aufgetragen und bei 160 °C gebacken, bis die Oberfläche braun ist, gefolgt von Schneiden und Tauchen in Schokolade.
Eine andere Anleitung beginnt mit Waschen und Abreiben einer Bio-Zitrone. Eier werden getrennt, Mehl mit Zucker, Zitronenschale, Salz und Lebkuchengewürz gemischt, Butterstücke und Eigelb zugefügt und verknetet. Der Teig ruht 30 Minuten eingewickelt. Er wird zu einem 35 x 40 cm Rechteck ausgerollt, auf ein gefettetes Blech gelegt und mit 300 g Johannisbeerkonfitüre bestrichen. Eiweiß mit Salz und Zitronensaft steif geschlagen, 150 g Puderzucker eingerührt und 200 g Haselnüsse untergehoben. Die Masse wird auf der Konfitüre verstreicht und bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) oder 160 °C Umluft etwa 25 Minuten gebacken.
In einer dritten Variante werden Teigzutaten verknetet, 2 Stunden gekühlt, dünn auf Backpapier ausgerollt und 15 Minuten vorgebacken. Marmelade wird gesiebt, mit Rum verrührt und auf den warmen Boden gestrichen. Eiweiß mit Puderzucker steif geschlagen, gehackte Mandeln untergehoben, aufgetragen und 20 Minuten gebacken, bis fest und gebräunt. Nach Abkühlen in Rechtecke schneiden.
Eine weitere Beschreibung umfasst Vermischen von Mehl, Zucker, Gewürzen und Salz, Einrühren von Butterstücken und Eigelb, Hacken zu Bröseln und Kneten zu Teig, der 30 Minuten gekühlt wird. Ausrollen zwischen Backpapier auf ½ cm Dicke bei 160 °C Unterhitze, Gelee auftragen. Eiweiß mit Zitronensaft steif schlagen, Puderzucker einrühren, Mandeln unterziehen und löffelweise auftragen, glattstreichen. 35–40 Minuten backen, bis beige, heiß schneiden.
Diese Schritte erfordern Präzision: Der Teig muss rasch geknetet werden, um Bröseligkeit zu vermeiden, und kühl gelagert, um Formstabilität zu gewährleisten. Das Steifschlagen des Eiweißs mit Säure (Zitronensaft oder Salz) stabilisiert die Schaummasse. Vorbacken verhindert Durchweichen durch den Fruchtbelag. Die finale Backzeit richtet sich nach der Bräunung der Nussoberfläche.
Die herzhafte Variante der Hamburger Schnitten
Neben den süßen Rezepten wird eine herzhafte Zubereitung beschrieben. Hierbei werden 4 Brötchen halbiert und bei 180 °C goldbraun geröstet. 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe fein gehackt, in 2 EL Öl glasig gedünstet. 500 g Hackfleisch krümelig gebraten, bis durchgegart. 100 ml passierte Tomaten, 1 TL Senf, 1 TL Worcestersauce, Salz und Pfeffer einrühren. Die Masse auf die Brötchenhälften geben, mit 200 g geriebenem Käse bestreuen und backen, bis der Käse geschmolzen und gebräunt ist. Diese Version ergibt eine knusprige Basis mit saftiger Füllung und cremiger Haube, geeignet als Hauptgericht oder Snack.
Diese Variante weicht stark von den süßen ab und wird in einer Quelle als familientauglich positioniert. Die Zubereitung dauert weniger lang, da kein Kühlen oder zweites Backen erforderlich ist.
Technische Aspekte und Backparameter
Backtemperaturen sind konsistent bei 160–180 °C. Für den Teigvorbacken: 12–15 Minuten bei 180 °C; für die finale Phase: 20–40 Minuten bei 160–180 °C Ober-/Unterhitze oder Unterhitze. Umluft wird in einer Quelle mit 160 °C angegeben. Bleche müssen gefettet oder mit Backpapier ausgelegt sein. Ausrollen erfolgt rechteckig oder dünn (½ cm), um gleichmäßige Garung zu sichern. Abkühlen auf dem Blech oder Drahtgitter verhindert Brechen. Schneiden geschieht heiß oder nach Abkühlen mit scharfem Messer.
Zutatenverhältnisse beeinflussen Textur: Hoher Butteranteil sorgt für Mürbigkeit, Eigelb für Bindung, Nüsse für Knusprigkeit. Fruchtbeläge sollten glatt sein, um Klümpchen zu vermeiden.
Anpassungen und Ergänzungen aus den Quellen
Einige Rezepte schlagen Ergänzungen vor: Marmelade mit Rum verrühren für Aroma; Tauchen in Schokolade nach dem Backen; Verwendung von Biozitrone für Schale. Gewürze wie Lebkuchengewürz, Zimt, Nelken oder Kardamom verleihen weihnachtlichen Charakter. In einer Quelle wird die Tradition in Familien hervorgehoben, ohne genaue Herkunft zu nennen. Die Schnitten ergeben je nach Rezept 1 Blech oder kleine Rechtecke.
Potenzielle Unsicherheiten in den Rezepten
Mengenangaben variieren: Eiweißanzahl stimmt nicht immer mit Eigelb überein (z. B. 3 Eigelb und 3 Eiweiß vs. 4 Eier getrennt). Backzeiten sind approximativ (ca. 25 min., 35–40 min.). Eine Quelle bricht bei der Beschreibung ab, was die exakte Backzeit unklar lässt. Die herzhafte Variante steht isoliert und könnte eine moderne Adaption sein, da sie nicht in anderen Quellen korrespondiert.
Schlussfolgerung
Hamburger Schnitten umfassen süße Backrezepte mit Mürbteig, Fruchtbelag und Nuss-Baiser sowie eine herzhafte Alternative auf Brötchenbasis. Die süßen Varianten dominieren mit konsistenten Elementen wie 200–400 g Mehl, 140–200 g Butter, Mandeln oder Haselnüssen und Backtemperaturen von 160–180 °C. Zubereitungsschritte betonen Kühlen, Vorbacken und präzises Steifschlagen. Diese Rezepte eignen sich für festliche Anlässe und erfordern genaue Einhaltung der Parameter für optimale Ergebnisse.
Quellen
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