Glutenfreie und zuckerfreie Butterkekse zum Ausstechen: Praktische Rezepte und Backtechniken
Glutenfreie Kekse ohne Zucker stellen eine Alternative zu herkömmlichen Rezepten dar, die für Personen mit Zöliakie, Weizenunverträglichkeit oder einer zuckerarmen Ernährung geeignet sind. Diese Plätzchen eignen sich besonders zum Ausstechen und erzeugen eine mürbe, buttrige Textur, die an klassische Butterkekse erinnert. Die Rezepte basieren auf Mehlsorten wie Reismehl, Maismehl oder Low-Carb-Fasern sowie Süßungsmitteln wie Erythrit, Xylit oder Agavendicksaft. Sie werden typischerweise bei 175 bis 180 Grad Celsius gebacken und erfordern eine Kühlphase für den Teig, um eine stabile Form zu gewährleisten. Verschiedene Varianten erlauben Anpassungen, etwa vegane Zubereitungen mit Kokosöl. Die folgenden Abschnitte detaillieren Rezepte, Zutaten, Zubereitungsschritte und Tipps aus den verfügbaren Angaben.
Grundrezepte für glutenfreie Kekse ohne Zucker
Es existieren mehrere Grundrezepte für glutenfreie Butterkekse ohne Zucker, die sich durch ihre Mehlmischungen und Süßungsmittel auszeichnen. Ein Rezept für Low-Carb-Butterkekse verwendet einen ausrollbaren Teig, der mit Ausstechformen geformt wird. Der Teig entsteht durch das Kneten aller Zutaten in einer Schüssel, gefolgt von einer Kühlung von mindestens 30 Minuten in Frischhaltefolie. Nach dem Ausrollen auf einer bemehlten Fläche – idealerweise mit Bambusfasern – werden die Kekse bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für 8 bis 10 Minuten gebacken.
Ein weiteres Grundrezept zielt auf mürbe glutenfreie Plätzchen ab, die ohne Gluten und Zucker auskommen. Hier wird eine Kombination aus Reismehl, Speisestärke und Mandeln als Mehlersatz eingesetzt. Der Teig wird zunächst in einer Küchenmaschine und dann von Hand zu einem glatten Mürbteig verknetet. Nach dem Teilen in Portionen und einer Kühlung von 2 Stunden werden die Teigkugeln kurz auf Zimmertemperatur gebracht, zwischen Folie ausgerollt und ausgestochen. Das Backen erfolgt bei 175 Grad für 10 bis 13 Minuten, wobei die Kekse warm noch sehr mürbe sind und auf dem Blech abkühlen sollten.
Vegane Varianten verwenden Maismehl, Süßlupinenmehl, Reismehl und gemahlene Mandeln als Basis. Agavendicksaft oder Xylit dient der Süßung, ergänzt durch zimmerwarmes Kokosöl und Orangeschale. Der Fettanteil kann bei Xylit angepasst werden, eventuell mit etwas Wasser für Geschmeidigkeit. Diese Plätzchen sind knackig und eignen sich für Weihnachten oder den Alltag.
Eine weitere Variante, die als glutenfrei deklariert ist, beinhaltet jedoch Zucker und Puderzucker, was von den zuckerfreien Rezepten abweicht. Hier wird Butter mit Zucker, Öl, Puderzucker, Ei und Eigelb gerührt, bevor Reismehl, Kartoffelmehl, Flohsamenschalen, Natron, Essig und Salz hinzugefügt werden. Nach 30 Minuten Ruhezeit formen sich Bällchen, die in Zuckerstreuseln gewälzt und bei 175 Grad gebacken werden. Da dies Zucker enthält, eignet es sich weniger für zuckerfreie Ernährung und wird hier nur ergänzend erwähnt.
Diese Rezepte teilen Merkmale wie die Notwendigkeit präziser Abwägung und Kühlung, um die empfindliche glutenfreie Struktur zu stabilisieren.
Zutaten und ihre Funktionen in glutenfreien Rezepten
Die Auswahl der Zutaten ist entscheidend für die Textur und Haltbarkeit glutenfreier Kekse ohne Zucker. In Low-Carb-Varianten kommen neutrale Fasern wie Bambusfasern, Haferfasern oder andere Low-Carb-Mehle zum Einsatz, die fein sind und den Teig beim Ausrollen stabilisieren. Erythrit sorgt für Süße ohne Kohlenhydrate.
Reismehl und Speisestärke bilden eine Basis für mürbe Teige, kombiniert mit Mandeln für Aroma und Bindung. Xylit als Zuckerersatz ist gesund, kann jedoch bei empfindlichen Personen anfangs Verdauungsbeschwerden verursachen, weshalb für Kinder Alternativen wie Traubenzucker empfohlen werden. Fertige glutenfreie Mehlmixe können die Reismehl-Speisestärke-Mischung (250 Gramm) ersetzen.
Vegane Rezepte setzen auf Maismehl (100 Gramm), Süßlupinenmehl (50 Gramm), Reismehl (50 Gramm) und gemahlene Mandeln (50 Gramm). Agavendicksaft (80 Gramm) oder Xylit süßen, Kokosöl (80-90 Gramm zimmerwarm) bindet, Orangeschale und Vanillepulver verleihen Aroma. Bei Xylit muss der Fettanteil erhöht und Wasser hinzugefügt werden.
In Rezepten mit Zucker (70 Gramm) und Puderzucker (73 Gramm) dienen diese der Süße, ergänzt durch 28 ml Öl, Ei, Eigelb, Vanillepulver (1 Gramm), Kartoffelmehl (85 Gramm), Flohsamenschalen (2 TL), Natron (1 Gramm), Essig (3/4 TL) und Salz. Bunte Zuckerstreusel (30 Gramm) dekorieren.
Zur Übersicht eine Tabelle mit typischen Zutatenmengen für zuckerfreie Varianten:
| Zutat | Low-Carb-Rezept (Source 1) | Mürbteig-Rezept (Source 2) | Veganes Rezept (Source 4) |
|---|---|---|---|
| Mehl/Fasern (z.B. Reismehl, Maismehl) | Bambus-/Haferfasern | Reismehl + Speisestärke + Mandeln | 100g Maismehl, 50g Süßlupinenmehl, 50g Reismehl, 50g Mandeln |
| Süßungsmittel | Erythrit | Xylit | 80g Agavendicksaft oder Xylit |
| Fett | Butter | Butter | 80-90g Kokosöl |
| Aromen | - | - | Orangeschale, Vanillepulver |
| Weitere Bindemittel | - | - | - |
Diese Kombinationen sorgen für eine stabile, nicht staubtrockene Textur, im Gegensatz zu manchen anderen glutenfreien Plätzchen.
Detaillierte Zubereitungsschritte
Die Zubereitung glutenfreier Kekse ohne Zucker folgt einem standardisierten Ablauf, der auf Stabilität abzielt. Für das Low-Carb-Rezept alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem Teig kneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühlen. Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen. Teig auf bemehlter Fläche (Bambusfasern empfohlen) ca. einen halben Finger dick ausrollen, mit Ausstechern formen und 8-10 Minuten backen.
Beim Mürbteig-Rezept Zutaten zuerst in der Küchenmaschine, dann per Hand verkneten. Teig portionieren, in Folie wickeln und 2 Stunden kühlen. Backofen auf 175 Grad vorheizen, Bleche belegen. Teig kurz temperieren, zwischen Folie ausrollen, ausstechen und 10-13 Minuten backen. Auf Blech abkühlen lassen.
Vegane Plätzchen erfordern die Vermischung von Mehlen, Mandeln, Orangeschale, Agavendicksaft, Kokosöl und Vanille. Den Teig ausrollen, ausstechen und backen. Genauere Mengenangaben fehlen teilweise, aber die Schritte ähneln.
Bei der zuckerhaltigen Variante Butter 3 Minuten rühren, Zucker, Öl, Puderzucker, Eier und Vanille schrittweise einarbeiten. Mehle, Flohsamenschalen, Natron, Essig und Salz unterrühren zu einem dicken Teig. 30 Minuten kühlen, Bällchen formen, in Streuseln wälzen und backen.
Präzises Abwiegen ist essenziell, da glutenfreie Rezepte empfindlich auf Veränderungen reagieren. Nur eine Zutat gleichzeitig ersetzen.
Tipps für perfektes Ausstechen und Backen
Spezifische Techniken verbessern das Ergebnis. Die Arbeitsfläche richtig bemehlen, vorzugsweise mit Bambusfasern für Feinheit und Neutralität. Teig unbedingt kühlen: 30 Minuten minimum für Stabilität, bis zu 2 Stunden für Mürbteig, damit er sich leicht ausrollt und aussticht. Kekse warm mürbe, daher auf Blech abkühlen.
Für Süße Erythrit oder Xylit wählen; Xylit kalorienärmer und zahnfreundlicher als Agave, aber Verdauung beachten. Bei Variationen Schokolade, Guss oder Marmelade hinzufügen, jedoch zuckerfrei halten. Für Schokokekse 1 EL Reismehl durch Backkakao ersetzen.
Ausstechformen wie Bäumchen, Herzen oder Rechtecke nutzen; für Weihnachten weihnachtliche Motive. Teig zwischen Folie ausrollen, um Haften zu vermeiden. Backzeit je nach Größe und Dicke anpassen.
Nährwerte sind ungefähre Angaben und werden automatisch berechnet, wie in einem Rezept angegeben. Glutenfreie Kekse sind nicht staubtrocken, wenn die richtigen Mehle verwendet werden.
Variationen und Anpassungen
Die Rezepte sind variabel. Low-Carb-Butterkekse eignen sich für Weihnachten mit passenden Formen oder neutral. Ergänzende Rezepte wie zuckerfreie Haselnussplätzchen (3 Zutaten, vegan, ohne Ei) oder Zitronenkekse bieten Abwechslung.
Vom Mürbteig Verfeinerungen unterkneten, z.B. gehackte Schokolade (zuckerfrei) oder Guss. Glutenfreie Schokoplätzchen durch Kakaountersatz. Vegan mit Kokosöl statt Butter.
Fertigmischungen (250g) vereinfachen. Für Kinder Zucker-Alternativen wie Traubenzucker verwenden.
Diese Anpassungen halten die Kekse buttrig und mürbe, wecken Erinnerungen an klassische Gebäcke.
Vergleich der Backparameter
Zur besseren Übersicht eine Tabelle mit Backparametern:
| Rezepttyp | Kühlzeit | Backtemperatur | Backzeit | Ausrollstärke/Dicke |
|---|---|---|---|---|
| Low-Carb-Butterkekse | 30 Min. | 180°C O/U | 8-10 Min. | 0,5 Finger dick |
| Mürbteig-Plätzchen | 2 Std. | 175°C O/U | 10-13 Min. | Nicht spezifiziert |
| Vegane Plätzchen | Nicht spezifiziert | Nicht spezifiziert | Nicht spezifiziert | Nicht spezifiziert |
| Zucker-Variante | 30 Min. | 175°C O/U | Nicht spezifiziert | Bällchen |
Diese Parameter gewährleisten gleichmäßiges Ergebnis.
Die detaillierte Beschreibung dieser Rezepte und Techniken umfasst die Kernaspekte: Auswahl geeigneter Mehle und Süßungsmittel, präzise Zubereitung und Kühlung sowie Anpassungen für Textur und Geschmack. Glutenfreie Kekse ohne Zucker erfordern Aufmerksamkeit auf Bindemittel wie Flohsamenschalen oder Stärke, um eine stabile Struktur zu erreichen. Die Verwendung von Fasern oder Nussmehlen verhindert Trockenheit, während Fette wie Butter oder Kokosöl Mürbigkeit erzeugen.
In Low-Carb-Rezepten dominieren Erythrit und spezielle Fasern, die den Teig handhabbar machen. Die Empfehlung, Bambusfasern für das Bemehlen zu nutzen, basiert auf ihrer Feinheit und Neutralität, was das Ausrollen erleichtert. Die Kühlphase ist in allen Rezepten entscheidend, da glutenfreier Teig ohne Glutenstruktur anfälliger für Verformung ist. Eine Mindestdauer von 30 Minuten stabilisiert den Teig, längere Kühlung wie 2 Stunden verbessert die Präzision beim Ausstechen.
Mürbteig-Varianten profitieren von der Kombination Reismehl, Speisestärke und Mandeln, die eine Balance aus Knusprigkeit und Zartheit schaffen. Die Verarbeitung in Küchenmaschine und per Hand sorgt für Glätte. Das Ausrollen zwischen Folie minimiert Mehlverbrauch und Haftung. Die Backzeit von 10-13 Minuten berücksichtigt Größe und Dicke, und das Abkühlen auf dem Blech verhindert Brechen.
Vegane Anpassungen mit Maismehlmischungen und Agavendicksaft erlauben eine knackige Textur ohne tierische Produkte. Die Zugabe von Orangeschale intensiviert Aroma natürlich. Bei Xylit als Alternative muss der Teig mit mehr Fett und Wasser angepasst werden, um Geschmeidigkeit zu erhalten.
Die zuckerhaltige Variante demonstriert, wie Flohsamenschalen, Natron und Essig als Bindemittel wirken, doch für zuckerfreie Ziele ungeeignet. Präzises Rühren der Butterbasis ist hier zentral für Homogenität.
Tipps wie schrittweises Hinzufügen von Zutaten und Vermeidung multipler Ersetzungen schützen die Rezeptintegrität. Dekorationen wie zuckerfreie Streusel oder Guss erweitern Optionen, ohne den zuckerfreien Charakter zu verletzen.
Nährwertangaben bleiben ungefähr, da automatische Berechnungen variieren. Die Rezepte sind einfach, schnell und für verschiedene Diäten anpassbar, von Low-Carb bis vegan.
Um die Vielfalt zu verdeutlichen: Low-Carb-Kekse sind kohlenhydratarm, mürbe Varianten erinnern an traditionelle Plätzchen, vegane betonen Natürlichkeit. Alle teilen die Ausstechbarkeit, ideal für Festzeiten oder Alltag.
Die Handhabung erfordert Übung, doch mit Kühlung und richtiger Bemehlung gelingt perfektes Gebäck. Solche Kekse dienen als gesunde Alternative, ohne auf Geschmack zu verzichten.
Schlussfolgerung
Glutenfreie Kekse ohne Zucker zum Ausstechen bieten durch Rezepte mit speziellen Mehlen, Süßungsmitteln und Kühltechniken eine machbare Alternative zu klassischen Varianten. Die beschriebenen Methoden – Kneten, Kühlen, Ausrollen und Backen bei 175-180 Grad – sorgen für mürbe, stabile Ergebnisse. Anpassungen für Veganität oder Low-Carb unterstreichen die Flexibilität, wobei präzise Abwägung und bewährte Tipps wie Bambusfasern entscheidend sind. Diese Ansätze ermöglichen buttriges Gebäck für diverse Ernährungsbedürfnisse.
Quellen
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