Engelsaugen: Traditionelle Mürbeteig-Plätzchen mit Marmeladenfüllung für die Weihnachtszeit
Engelsaugen stellen einen klassischen Typ von Weihnachtsplätzchen dar, die aus Mürbeteig hergestellt werden und mit einer Marmeladenfüllung versehen sind. Diese Kekse werden häufig als Husarenkrapfen oder Kulleraugen bezeichnet und eignen sich aufgrund ihrer einfachen Zubereitung besonders für die Advents- und Weihnachtszeit. Der Teig basiert auf einer Kombination aus Mehl, Butter, Puderzucker, Vanillezucker, Zitronenschale, Salz und Eigelb, was eine zarte, schmelzende Konsistenz ergibt. Die Plätzchen entstehen durch das Formen von Kugeln, in die Mulden gedrückt werden, die anschließend mit Gelee oder Marmelade gefüllt werden. Verschiedene Quellen betonen die Schnelligkeit der Herstellung, da kein Ausstechen erforderlich ist und die Zutaten oft vorrätig sind. Engelsaugen dienen zudem zur Verwertung von Marmeladenresten und passen ideal zum Backen mit Kindern, da der Prozess unkompliziert ist.
Varianten der Zutatenmengen
Die Rezepte für Engelsaugen weisen leichte Abweichungen in den Zutatenmengen auf, was auf regionale oder persönliche Anpassungen hinweist. Eine Übersicht der häufigsten Angaben ist in der folgenden Tabelle dargestellt, basierend auf den dokumentierten Mengen für etwa 40 bis 60 Stück:
| Zutat | Quelle [1] (für 50+ Stück) | Quelle [2] | Quelle [3] | Quelle [5] | Häufigste Empfehlung |
|---|---|---|---|---|---|
| Weizenmehl (Type 405) | 250 g | 250 g | 240 g | - | 240–250 g |
| Butter | 150 g | 150 g | 150 g | - | 150 g |
| Puderzucker | 80 g | - | 70 g | - | 70–80 g |
| Zucker | - | 100 g | - | - | Variabel |
| Vanillezucker | 2 TL | 1 Pck. | 2 TL | - | 1–2 TL |
| Zitronenschale | 1 Zitrone (abgerieben) | - | 1 TL | - | 1 TL |
| Salz | 1 Prise | 1 Prise | 1 Prise | - | 1 Prise |
| Eigelb/Eier | 2 Eigelb | 3 Eigelbe | 2 Eigelb | Eigelbe | 2–3 Eigelb |
| Backpulver | - | 1 gestr. TL | - | - | Optional |
| Marmelade/Gelee | Himbeermarmelade | 175 g Johannisbeer-Gelee | 100 g Johannisbeer-Gelee oder Himbeermarmelade | Gelee/Marmelade | 100–175 g rote Varianten |
| Puderzucker (Deko) | Zur Bestäubung | ca. 2 EL | Zur Bestäubung | - | Zur Bestäubung |
Diese Tabelle zeigt, dass Mehl, Butter und Eigelb in allen Quellen konsistent um die 240–250 g, 150 g bzw. 2–3 Einheiten liegen. Puderzucker wird bevorzugt, wobei eine Quelle Zucker angibt. Backpulver erscheint nur in einer Variante, was auf eine klassische Mürbeteig-Zusammensetzung ohne Backtriebmittel hindeutet. Die Füllung variiert quantitativ, bleibt jedoch bei roten Sorten wie Johannisbeergelee oder Himbeermarmelade.
Zubereitung des Mürbeteigs
Der Mürbeteig für Engelsaugen wird durch schnelles Kneten der Zutaten hergestellt, um eine geschmeidige Konsistenz zu erreichen. In den meisten Fällen werden Mehl, Puderzucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz in eine Schüssel gegeben. Die Butter wird in Flöckchen oder Würfel geschnitten und unter die trockenen Zutaten gemischt. Anschließend werden die Eigelbe untergearbeitet, bis ein kompakter Teig entsteht. Eine Quelle empfiehlt, Mehl und Backpulver zuerst zu sieben und dann mit Knethaken kurz zu verkneten, bevor auf der Arbeitsfläche per Hand nachgearbeitet wird. Dies verhindert eine Überknetung, die den Teig zäh machen könnte.
Nach dem Kneten wird der Teig in Frischhaltefolie gewickelt und für 30 Minuten bis 1 Stunde im Kühlschrank gekühlt. Diese Ruhephase stabilisiert die Butterbestandteile und erleichtert das Formen der Kugeln. Eine Empfehlung lautet, den Teig vor der Verarbeitung 10 Minuten Raumtemperatur annehmen zu lassen, um ein Reißen zu vermeiden. Die Verwendung von Eigelb statt ganzer Eier sorgt für eine höhere Fettmenge, was die Zartheit des Gebäcks fördert. Zitronenschale verleiht eine leichte Säure und Aromatik, die in mehreren Quellen hervorgehoben wird.
Formen der Plätzchen
Aus dem gekühlten Teig werden walnussgroße oder gleich große Portionen geformt, indem er zu einer langen Rolle geformt und in 40 bis 60 Stücke geteilt wird. Jede Portion wird zu einer Kugel gerollt und auf ein mit Backpapier belegtes Blech gesetzt. Die charakteristische Mulde in der Mitte wird mit der Rückseite eines Kochlöffels, dem bemehlten Stiel eines Kochlöffels oder ähnlichem Werkzeug gedrückt. Dies schafft Platz für die Füllung und verhindert ein Auslaufen während des Backens.
Die Kugeln sollten flachgedrückt werden, um eine runde, symmetrische Form zu erhalten. Der Abstand auf dem Blech beträgt typischerweise ausreichend, da das Gebäck nicht stark aufgeht. Diese Methode ohne Ausstechen macht den Prozess besonders einfach und zeitsparend, was in den Quellen als Vorteil für das Backen mit Kindern genannt wird.
Füllung und Variationen der Marmelade
Die Mulden werden mit Marmelade oder Gelee gefüllt. Rote Varianten wie Johannisbeergelee oder Himbeermarmelade werden bevorzugt, da sie optisch ansprechend wirken und einen Kontrast zum hellen Teig bieten. Eine Menge von 100 bis 175 g reicht für die Füllung. Um das Einfüllen zu erleichtern, wird das Gelee oder die Marmelade in einem Topf erhitzt, bis es flüssig ist. Dies geschieht vor dem Backen, damit es sich gut verteilt.
Variationen umfassen Erdbeermarmelade, Heidelbeerkonfitüre oder andere Sorten nach Geschmack. Eine Quelle schlägt vor, nach dem Backen mit Karamellaufstrich oder Nuss-Nougat-Creme zu füllen. Für ein Nussaroma kann 60 g Mehl durch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse ersetzt werden. Eine weitere Anpassung folgt dem 3-2-1-Prinzip: drei Teile Mehl, zwei Teile Butter, einen Teil Zucker, ergänzt um Eigelb. Diese Flexibilität erlaubt die Anpassung an vorhandene Zutaten, insbesondere Marmeladenreste.
Backprozess und Nachbehandlung
Der Backofen wird auf 200 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 180 °C) vor geheizt. Die gefüllten Plätzchen backen 10 Minuten, bis die Ränder leicht gebräunt sind. Eine Backzeit von 10 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze wird ebenfalls angegeben. Nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen lassen, um eine Festigung zu ermöglichen. Zum Abschluss mit Puderzucker bestäuben, was eine zusätzliche Süße und optische Verfeinerung hinzufügt.
Die Quellen stimmen darin überein, dass die Kekse schnell zubereitet sind und keine komplizierten Geräte erfordern. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen, reicht für die Menge.
Historischer Kontext und Namensgebung
Engelsaugen sind seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannt, wobei die Rezeptur sich wenig verändert hat. In Österreich und Teilen Süddeutschlands werden sie als Husarenkrapferl oder Husarenkrapfen bezeichnet, unterhalb des sogenannten Weißwurstäquators. Der Name Engelsaugen leitet sich von der runden Form und der marmeladenen Mulde ab, die wie Augen wirkt. Sie zählen zu den Plätzchenklassikern für Weihnachten und Advent, da sie einfach herzustellen sind und Zutaten oft vorrätig vorhanden sind.
Praktische Tipps für die Herstellung
Zur Vermeidung von Problemen wird empfohlen, alle Zutaten kalt zu verwenden, insbesondere die Butter, um ein Schmelzen vor dem Backen zu verhindern. Das Kneten sollte rasch erfolgen, um Glutenentwicklung zu minimieren und die Mürbigkeit zu erhalten. Für Kinder eignet sich das Rollen der Kugeln und Drücken der Mulden als spielerische Aktivität. Marmelade vorab erwärmen erleichtert die Handhabung und verhindert Klümpchen.
Eine Quelle hebt hervor, dass Engelsaugen ideal sind, um Marmeladenreste zu verarbeiten, ähnlich wie bei Spitzbuben. Im Winter können sie draußen abgekühlt werden, auf Terrasse oder Balkon. Die Haltbarkeit ist hoch, was sie für die Vorbereitung im Voraus geeignet macht.
Vergleich der Rezepte
Die Rezepte unterscheiden sich minimal: Quelle [1] verwendet 250 g Mehl, 150 g Butter, 80 g Puderzucker, 2 Eigelb und Himbeermarmelade, mit 200 °C Backtemperatur. Quelle [2] integriert Backpulver und 3 Eigelbe, mit 175 g Johannisbeergelee. Quelle [3] setzt auf 240 g Mehl, 70 g Puderzucker, 180 °C. Quelle [4] betont das 3-2-1-Prinzip mit Nüssen. Quelle [5] beschreibt detailliert das Kühlen und Formen.
Diese Konsistenz unterstreicht die Robustheit des Rezepts. Abweichungen wie Backpulver sind optional und in der Mehrheit der Quellen abwesend.
Nährwertliche Aspekte und Lagerung
Obwohl keine expliziten Nährwertangaben vorliegen, ergibt sich aus den Zutaten ein kalorienreiches Gebäck durch hohen Fett- und Zuckergehalt. Die Marmelade trägt Fruchtzucker bei. Lagerung in einer Dose erhält die Frische über Wochen.
Anpassungen für Diäten
Nussvariationen ersetzen Mehl, wie 60 g gemahlene Haselnüsse. Ohne Nüsse bleibt der Teig neutral. Glutenfreie Anpassungen werden nicht erwähnt.
Schlussfolgerung
Engelsaugen sind einfache Mürbeteig-Plätzchen mit Marmeladenfüllung, die durch konsistente Zutaten wie 240–250 g Mehl, 150 g Butter, Puderzucker, Vanillezucker, Zitronenschale, Salz und Eigelb gekennzeichnet sind. Die Zubereitung umfasst Kneten, Kühlen, Formen von Kugeln mit Mulden, Füllen mit rotem Gelee und Backen bei 180–200 °C für 10 Minuten. Variationen mit Nüssen oder alternativen Füllungen erweitern die Möglichkeiten. Als Weihnachtsklassiker eignen sie sich durch Schnelligkeit und Einfachheit hervorragend für den Haushalt.
Quellen
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