Traditionelle DDR-Plätzchen: Mürbeteigklassiker und Varianten aus der ostdeutschen Backkultur

In der DDR-Küche spielten Plätzchen und Kekse eine zentrale Rolle als vielseitiges Gebäck, das nicht nur saisonal, sondern ganzjährig genutzt wurde. Besonders Mürbeteigplätzchen galten als Backklassiker, die auf einfachen, verfügbaren Zutaten wie Mehl, Zucker, Fett in Form von Margarine und Eiern basierten. Diese Rezepte ermöglichten eine hohe Flexibilität in Formen und Geschmacksrichtungen, was der typischen Improvisationskunst der Zeit entsprach. Sie wurden zu Weihnachten, aber auch zu Geburtstagen, Schulfeiern oder Kaffeetafeln gebacken. Die lange Haltbarkeit der fertigen Plätzchen machte sie ideal für Vorratshaltung. Ergänzt wurden sie durch Varianten wie Schwarz-Weiß-Plätzchen, die aus DDR-Zeitungen stammten und hohe Beliebtheit genossen. Weitere Beispiele umfassen Haferflockenmakronen und Zitronenplätzchen, die durch Aromen wie Zitronenschale oder Konfitüre verfeinert wurden. Diese Gebäckarten verbanden Einfachheit mit Kreativität und wecken heute nostalgische Erinnerungen.

Mürbeteigplätzchen: Grundrezept und Zubereitung

Mürbeteigplätzchen zählten in der DDR zu den vielseitigsten Gebäcken. Der Teig basierte auf grundlegenden Zutaten, die in der Regel gut verfügbar waren: Mehl, Zucker, Fett – meist Margarine – und ein Ei. Diese Kombination ergab einen kostengünstigen Teig, der sich leicht vorbereiten und verarbeiten ließ. Die Haltbarkeit war ein entscheidender Vorteil: Gut verpackt hielten die Plätzchen über Wochen.

Das Grundrezept für Mürbeteigplätzchen umfasste folgende Zutaten:

Zutat Menge Hinweise
Mehl 1 kg Typ 405 oder ähnlich
Butter, Margarine oder Mischung 500 g Weich und gewürfelt
Vanillezucker 1 Pck. Für Aroma
Zucker 260 g Nach Geschmack mehr möglich
Eier 4-6 Je nach Teigkonsistenz
Backpulver 1 Pck. (optional) Für Lockerheit
Backaroma 1 Flasche Mandel, Buttervanille, Rum oder Zitrone

Der Teig wurde durch Kneten der weichen Fettzutaten mit Mehl, Zucker, Vanillezucker und Eiern hergestellt. Optional kam Backpulver und Backaroma hinzu, um Geschmacksvariationen zu erzeugen. Nach dem Kühlen wurde der Teig ausgerollt und mit einem Teigrad oder Messer in Formen wie Rechtecke, Rauten oder Streifen geschnitten. Besonders festlich wirkten die Plätzchen, wenn sie vor dem Backen mit Eigelb bestrichen, mit Zucker oder gehackten Nüssen bestreut wurden. Nach dem Backen konnten sie mit Marmelade zusammengefügt werden.

In Kindergärten und Schulen fanden gemeinschaftliche Backnachmittage statt, bei denen Teig ausgerollt, ausgestochen und verziert wurde. Die Ergebnisse wurden bei Veranstaltungen verkauft oder verschenkt, was soziale Bindung förderte. Heute dienen diese Plätzchen als kulturelles Erbe, das Kindheitserinnerungen weckt. Viele greifen trotz erweiterter Zutatenverfügbarkeit auf das klassische Rezept zurück.

Die Vielfalt ergab sich aus der Weiterverarbeitung: Einfache Formen kombiniert mit Bestreutungen schufen Abwechslung. Der Einsatz von Margarine statt Butter war typisch, da sie in der DDR häufiger verfügbar war. Der Teig erlaubte Improvisation, wenn Zutaten fehlten.

Schwarz-Weiß-Plätzchen: Ein Weihnachtsklassiker aus der DDR-Zeitung Frösi

Schwarz-Weiß-Plätzchen stammen aus der DDR-Zeitung Frösi und gelten als lecker-knuspriges Gebäck, das besonders zur Weihnachtszeit beliebt war. Die Zubereitung dauerte 20 Minuten, das Backen 15 Minuten. Es ergab etwa eine Portion, wobei Nutzerberichte von über 200 Plätzchen bei doppelter Menge sprechen. Kalorien- und Fettangaben fehlen.

Bewertungen auf Plattformen wie Chefkoch.de erreichen 4,7 von 5 Sternen basierend auf 17 Bewertungen. Nutzer loben den schnellen Verzehr: „Super Plätzchen für die Weihnachtszeit. Gestern die erste Fuhre gebacken und heute schon fast komplett von meiner Familie geplündert.“ Eine weitere Bewertung: „Super plätzchen!!! Leider waren diese auch schnell verputzt!!!“ Auch nach Weihnachten werden sie gebacken: „Die Kekse schmecken super gut, es ist nach Weihnachten aber ich backe nochmal eine Ladung.“

Kommentare betonen die Authentizität: „... die Plätzchen sind der Hammer, ich weiß von was ich rede, denn ich komme aus der ehemaligen DDR und das Schwarz/Weiß Gebäck war schon immer spitze.“ Sie passen nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern ganzjährig. Weitere Stimmen: „Beste Rezept was gibt … denke ich über 200 Plätzchen, da ich doppelte genommen habe.“ „Super Rezept von Dir...Plätzchen sind mir sehr gut.“ „Also die Plätzchen kann man nur empfehlen. Sie sind absolut klasse leicht herzustellen und schmecken wirklich sehr gut. Fünf Sterne dafür.“

Keywords wie „schwarz weiß plätzchen, schoko plätzchen, ddr plätzchen“ unterstreichen die Schokoladenkomponente, die das typische Schwarz-Weiß-Muster ergibt. Die Plätzchen begeistern Groß und Klein und sind ein Muss zur Weihnachtszeit.

Weitere DDR-Plätzchenvarianten in der Weihnachtsbäckerei

Die Weihnachtsbäckerei in der DDR umfasste vielfältige Plätzchen. Haferflockenmakronen bestehen aus gerösteten Haferflocken, Margarine, Zucker und Eiern. Das Anrösten verleiht einen nussigen Geschmack und Knusprigkeit. Zitronenschale oder Vanillinzucker sorgen für Frische. Sie backen schnell und ergeben kleine Häufchen mit angenehmer Süße.

Zitronenplätzchen kombinieren Zitronensaft und -schale im Teig für eine säuerliche Note. Nach dem Backen werden sie mit Konfitüre gefüllt und zu Doppeldeckern gesetzt. Eine Zitronenglasur aus Staubzucker, Zitronensaft und Kokosfett ergänzt viele Gebäcksorten. Sie entsteht cremig, glänzend und erfrischend-säuerlich.

Andere Erwähnungen umfassen Mürbteigröllchen aus einem 1977er DDR-Backheft, Schlemmer-Splitter als DDR-Rezept und Mohn-Zitronen-Plätzchen als hübsche Doppelkekse mit Puderzucker. Lemon-Curd-Rauten und Zwetschgenhasen mit Zimtzucker erweitern das Spektrum.

In Rezeptlisten erscheinen auch Kokosmakronen, Spritzgebäck und Wespennester als kleine Gebäckstücke zur Weihnachtszeit. Diese Rezepte zeigen die Vielfalt der süßen DDR-Küche, die auf Rührteig, Puddingpulver und Margarine setzte.

Die süße Küche der DDR: Kontext und Improvisation

Die süße Küche der DDR war geprägt von Lebensfreude trotz Materialknappheit. Rezepte wie Mürbeteigplätzchen, Eierschecke, Russischer Zupfkuchen oder Bienenstich wurden improvisiert. Trendgebäck nutzte Margarine statt Butter und Füllungen mit Puddingpulver. Kreativität war essenziell, wenn Zutaten ersetzt werden mussten.

Plätzchen wie die genannten fanden in Sammlungen Platz, oft mit Videoanleitungen modern interpretiert. Sie wecken Erinnerungen an Kindheit, Kaffeetafeln und Feiertage. Kalter Hund mit Butterkeksen, Kakaopulver und Kokosfett ergänzt als no-bake Kuchen, der kalt gestellt wird.

Praktische Tipps und Haltbarkeit

Die lange Haltbarkeit von Mürbeteigplätzchen resultiert aus dem hohen Fett- und Zuckergehalt. Gut verpackt halten sie Wochen. Vorbereitung im Voraus ist möglich, wie bei Schwarz-Weiß-Plätzchen: „Kann ich dieses Rezept auch schon am Vortag Vorbereiten???“

Verzierungen wie Eigelb-Bestrich, Nuss- oder Zuckerbestreuung steigern den festlichen Charakter. Aromen wie Mandel oder Rum variieren den Teig. In der DDR wurden ostdeutsche Zutaten bevorzugt, heute online bestellbar.

Bewertungen bestätigen die Beliebtheit: Hohe Sternebewertungen und schnelle Verzehr raten zu größeren Mengen.

Auswahl an DDR-Keksrezepten aus Rezeptportalen

Auf Plattformen wie Chefkoch.de finden sich 137 Rezepte zu „kekse aus der ddr“. Beispiele:

  • Schwarz-Weiß-Plätzchen: 20 Min., simpel, 4,7 Sterne.
  • Dominokuchen: 60 Min., normal, altes DDR-Rezept.
  • DDR Krawallkuchen: 30 Min., normal.
  • Punschkuchen à la DDR: 45 Min., simpel.
  • Mürbteigröllchen: 60 Min., simpel, aus 1977er Backheft.

Diese Rezepte sind etwas aufwändig, lohnen sich aber. Bewertungen wie 5 Sterne für Brezelschnitten oder Schlemmer-Splitter unterstreichen Qualität.

Rezeptname Zeit Schwierigkeit Bewertung Besonderheit
Schwarz-Weiß-Plätzchen 20 Min. simpel 4,7/5 Aus DDR-Zeitung Frösi
Dominokuchen 60 Min. normal - Altes DDR-Rezept
Mürbteigröllchen 60 Min. simpel - Aus 1977er Backheft
Schlemmer-Splitter 30 Min. normal 5/5 DDR-Rezept
Mohn-Zitronen-Plätzchen 40 Min. normal 4/5 Doppelkekse mit Puderzucker

Kulturelle und nostalgische Bedeutung

Mürbeteigplätzchen erinnern an DDR-Alltag. Backen in Gemeinschaften stärkte soziale Nähe. Heute backen viele aus Tradition. Nutzer aus der DDR bestätigen: „das Schwarz/Weiß Gebäck war schon immer spitze, das haben ich früher schon gern gebacken.“

Die Rezepte halten Geschichte lebendig. Sie sind einfach, wandelbar und duftend.

Variationen und Ergänzungen

Zitronenglasur passt zu Plätzchen: Staubzucker, Zitronensaft, Kokosfett für Glanz. Haferflockenmakronen rösten für Nussigkeit. Zitronenplätzchen füllen mit Konfitüre.

DDR-Trends: Torten mit Margarine, Rührteigböden. Plätzchen wie Kokos-Passionsfrucht-Streifen oder Schottisches Mürbeteiggebäck zeigen Einflüsse.

Schlussfolgerung

DDR-Plätzchen wie Mürbeteigplätzchen und Schwarz-Weiß-Plätzchen basieren auf einfachen Zutaten und bieten Vielfalt durch Formen, Aromen und Verzierungen. Ihre Haltbarkeit, Schnelligkeit und Nostalgie machen sie relevant. Hohe Bewertungen und Nutzerfeedback bestätigen Beliebtheit. Sie verkörpern die kreative DDR-Küche und dienen heute als Brücke zur Vergangenheit.

Quellen

  1. DDR-Rezept: Mürbeteigplätzchen – DDR-Backklassiker für alle Jahreszeiten
  2. Die süße Küche der DDR
  3. Rezepte für kekse aus der ddr
  4. DDR-Rezepte Weihnachtsbäckerei
  5. Schwarz-Weiß-Plätzchen
  6. Einfach lecker: DDR-typisch – 9 Desserts

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