Traditionelle Weihnachtskekse von Österreichischen Bäuerinnen: Familienrezepte und Backtechniken

Österreichische Bäuerinnen backen Weihnachtskekse, die tief in familiären Traditionen verwurzelt sind. Diese Kekse symbolisieren die festliche Jahreszeit und fördern das Zusammensein von Familie und Freunden. Viele Rezepte werden von Generation zu Generation weitergegeben und bergen Geschichten sowie Techniken, die in ländlichen Regionen wie Tirol und dem Burgenland gepflegt werden. Die Zubereitung erfüllt die Küche mit Düften von Zimt, Vanille und Mohn, was die Vorfreude auf die Feiertage steigert. Bäuerinnen teilen ihre Geheimnisse, um perfekte Kekse herzustellen, die mürbe und aromatisch sind.

In Österreich hat das Backen von Weihnachtskeksen eine besondere Bedeutung. Es verbindet kulinarische Handwerkskunst mit sozialem Austausch. Die Rezepte stammen oft aus Familien, die sie seit langem zu Weihnachten zubereiten. Ein Beispiel ist das Buch „Keksezeit ist Glückszeit“, in dem Tiroler Bäuerinnen mehr als 50 Rezepte präsentieren, darunter traditionelle, vegane und kinderleichte Varianten. Der Fachverband der Tiroler Landwirtschaftskammer rief zu Einsendungen auf, eine Jury wählte die besten aus, und die Bäuerinnen backten jeweils ein halbes Kilogramm für ein Fotoshooting.

Die Tradition reicht möglicherweise bis in vorchristliche Zeiten zurück. Früher buk man in der längsten Nacht des Jahres, der Wintersonnwende vom 21. auf den 22. Dezember, Kekse in Tierformen, um Tiere vor Unheil zu schützen und diese als Opfer darzubringen. Später wurden Backwaren unter den Armen verteilt, um Jesu Geburt zu gedenken. Heute dienen die Kekse dem unmittelbaren Genuss. Die Rezepte sind einfach, regional und flexibel, mit Tipps der Bäuerinnen zu jedem Rezept. Sie eignen sich für Anfänger und erfordern Zutaten wie Mehl, Butter, Zucker und Gewürze.

Die Kekse zeichnen sich durch traditionelles Handwerk aus, vielseitige Geschmäcker von zimtig bis nussig und einfache Zubereitung aus. Sie lassen sich dekorieren und als Geschenke verschenken. Das Backen dauert etwa 2 Stunden insgesamt, mit Vorbereitungszeiten von 15 Minuten und Backzeiten von 10 Minuten. Eine Portion ergibt rund 40 Kekse mit etwa 100 kcal pro Stück, 12 g Kohlenhydrate, 1 g Eiweiß und 5 g Fett. Im Gefrierschrank halten sie bis zu 3 Monate.

Historische Wurzeln des Weihnachtskeksbackens in Österreich

Die Tradition des Keksebackens in Österreich umfasst alte Bräuche. Möglicherweise begann sie vor Christus mit der Wintersonnwende. In der längsten Nacht buk man Kekse in Form von Tieren, um diese vor Unheil zu bewahren und als Opfergaben zu verwenden. Diese Praxis schützte den Viehbestand in ländlichen Gemeinschaften. Später, im christlichen Kontext, verteilten Backwaren unter Bedürftigen an Jesu Geburtstagsgedenken. Heute sind Weihnachtskekse fester Bestandteil der Adventszeit.

Österreichische Bäuerinnen pflegen diese Bräuche durch Familienrezepte. In Tirol sammelte der Fachverband der Landwirtschaftskammer Rezepte von interessierten Bäuerinnen. Die Einsendungen waren meist langjährige Familienrezepte für einfache Kekse, die jährlich zu Weihnachten gebacken werden. Eine Jury selektierte sie für das Buch „Keksezeit ist Glückszeit“. Jede ausgewählte Bäuerin backte ein halbes Kilogramm Kekse für ein Fotoshooting, was die Authentizität unterstreicht.

Im Burgenland teilen Bäuerinnen wie Nina Lederer ihre Geheimnisse. Ihre Nussschaumwürfel sind mürbe und schnell verzehrt. Die Rezepte betonen regionale Zutaten und Techniken, die Haltbarkeit und Aroma gewährleisten. Das Backen dient der Entspannung in der Vorweihnachtszeit und weckt Glücksgefühle. Die schlichte Gestaltung solcher Bücher hebt die Rezepte hervor, ergänzt durch Tipps der Bäuerinnen, namentlich genannt.

Die Übergabe von Rezepten über Generationen erhält die kulturelle Kontinuität. Bäuerinnen sind stolz auf ihre Techniken, die Kekse besonders machen. Dies schafft nicht nur kulinarischen Genuss, sondern auch familiäre Bindung. Die Rezepte sind vielseitig: traditionell, vegan oder kinderleicht. Sie passen zu verschiedenen Geschmacksrichtungen und erlauben individuelle Gestaltung.

Das Kochbuch „Keksezeit ist Glückszeit“ der Tiroler Bäuerinnen

Das Buch „Keksezeit ist Glückszeit“ entstand durch einen Aufruf des Fachverbands der Tiroler Landwirtschaftskammer. Tiroler Bäuerinnen, als größte Frauenorganisation Tirols, sammelten Familienrezepte, die über Generationen weitergegeben werden. Es enthält mehr als 50 Rezepte für Weihnachtskekse, darunter traditionelle, vegane, originelle und kinderleichte Varianten. Vier Rezepte wurden öffentlich präsentiert, wie die Mohnblumen von Judith Horngacher.

Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet, mit kleinen Tipps jeder Bäuerin. Jede Bäuerin wird namentlich erwähnt, was Persönlichkeit verleiht. Die Gestaltung ist schlicht und liebevoll, ohne aufwendiges Design. Regionale Zutaten und Flexibilität stehen im Vordergrund. Ein Kritikpunkt ist das Fehlen eines Zutatenregisters, während ein Rezeptregister vorhanden ist. Am Ende gibt es kreative Verpackungsideen für die Kekse.

Die Auswahlprozedur war streng: Nach der Juryentscheidung backten die Bäuerinnen je ein halbes Kilogramm. Dies ermöglichte ein Fotoshooting und sicherte Qualität. Das Buch weckt Glücksgefühle und inspiriert zu neuen Kekscreationen, weg von rein traditionellen Rezepten. Es eignet sich für die turbulente Vorweihnachtszeit, um zur Ruhe zu kommen.

Die Bäuerinnen vertreten Interessen von Frauen im ländlichen Raum. Ihre Rezepte sind einfach, was sie zugänglich macht. Die Menge an Gebäck pro Teigmenge wird nicht angegeben, was ein kleiner Nachteil ist. Dennoch ist das Buch stimmig und motivierend für das Backen.

Rezept: Mohnblumen von Bäuerin Judith Horngacher

Die Mohnblumen sind ein Highlight aus dem Buch „Keksezeit ist Glückszeit“. Bäuerin Judith Horngacher beschreibt sie als ihre absolute Favoritin: „Wenn ich mir eine einzige Kekssorte für den Rest meines Lebens aussuchen müsste, wären es zweifellos Mohnblumen.“ Dieses Rezept ergibt mürbe Kekse mit Mohnaroma und fruchtiger Füllung.

Zutaten für Mohnblumen

Zutat Menge
Mehl 250 g
Feinkristallzucker 50 g
Butter 140 g
Salz 1 Prise
Ei 1
Vanillezucker 1 Pkg.
Mohn, gemahlen 50 g
Powidlmarmelade oder Zwetschgenmarmelade Nach Bedarf
Staubzucker zum Bestreuen Nach Bedarf

Zubereitungsschritte

  1. Mehl, Feinkristallzucker, Butter, Salz, Ei, Vanillezucker und gemahlenen Mohn zu einem feinen, glatten Teig verkneten. Die Butter sollte in Stücken sein, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten.

  2. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Dies verbessert die Handhabbarkeit und verhindert Auslaufen beim Ausrollen.

  3. Den Teig erneut durchkneten, auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen (ca. 3 bis 4 mm dick). Mit einem Blumenausstecher Kekse ausstechen.

  4. Die Kekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Jedes zweite Kekse mit einem Loch in der Mitte versehen, um später eine Füllung sichtbar zu machen.

  5. Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Heißluft ca. 6 bis 8 Minuten backen. Die Kekse auskühlen lassen, um Mürbe zu erhalten.

Nach dem Abkühlen die ungelochten Kekse mit Powidlmarmelade oder Zwetschgenmarmelade bestreichen und mit den gelochten Keksen kombinieren. Mit Staubzucker bestreuen. Die Vorbereitungszeit beträgt 15 Minuten, Backzeit 10 Minuten, Gesamtzeit 25 Minuten. Eine Portion ergibt etwa 40 Kekse.

Dieses Rezept ist einfach und traditionell. Der gemahlene Mohn sorgt für Aroma, die Marmelade für Fruchtigkeit. Es eignet sich für Familienbacken und Geschenke.

Rezept: Burgenländische Nussschaumwürfel von Nina Lederer

Aus dem Burgenland stammen die Nussschaumwürfel von Seminarbäuerin Nina Lederer. Sie zergehen auf der Zunge, sind mürbe und himmlisch, auch außerhalb der Weihnachtszeit. Nina Lederer teilte ihre Geheimnisse zu Zutaten, Backen und Aufbewahrung. Für Allergiker eignen sich geriebene Mandeln als Nussalternative. Das Rezept ist für ein Backblech ausgelegt, Gesamtzeit 1:15 Stunden.

Zutaten für den Teig

Zutat Menge
Weizenmehl glatt Type 700 (oder Dinkelmehl) 400 g
Butter in Stücken 280 g
Staubzucker 120 g
Bourbonvanille Nach Bedarf
Abgeriebene Zitronenschale und Saft Etwas
Eidotter 2

Zutaten für den Nussschaum

Zutat Menge
Eiklar 4
Eidotter 4
Staubzucker 200 g
Kristallzucker 2 EL
Vanillezucker 2 Pkg.
Nüsse, gerieben 200 g

Zubereitungsschritte

Die genaue Reihenfolge basiert auf der Beschreibung: Zuerst den Boden-Teig herstellen, dann den Schaum auftragen und backen. Nina Lederer achtet auf frische Zutaten und präzise Temperaturen für Mürbigkeit.

  1. Für den Teig Weizenmehl Type 700, Butterstücke, Staubzucker, Bourbonvanille, Zitronenschale, Saft und 2 Eidotter verkneten.

  2. Den Teig auf ein Backblech auslegen und vorbacken.

  3. Für den Schaum 4 Eiklar und 4 Eidotter mit 200 g Staubzucker, 2 EL Kristallzucker, 2 Pkg. Vanillezucker und 200 g geriebenen Nüssen steif schlagen.

  4. Den Schaum auf den vorgebackenen Boden geben und fertig backen. Genaue Backtemperatur und -dauer werden nicht spezifiziert, aber die Gesamtzeit beträgt 1:15 Stunden.

Die Würfel verschwinden schnell vom Teller. Die Technik sorgt für leichten Schaum auf mürbigem Boden.

Tipps und Best Practices vom Backen mit Bäuerinnenrezepten

Österreichische Bäuerinnen geben Tipps für perfekte Kekse. Teig kühlen für bessere Formstabilität, dünn ausrollen für Mürbe. Backen bei niedriger Temperatur (z. B. 160 °C Heißluft) verhindert Verbrennen. Frische Butter und gemahlene Gewürze intensivieren Aroma. Dekorationen wie Staubzucker oder Marmelade machen sie ansprechend.

Aufbewahrung: Bis zu 3 Monate im Gefrierschrank haltbar. Verpackungsideen aus Büchern erleichtern Verschenken. Rezepte sind flexibel, z. B. Dinkelmehl statt Weizen oder Mandeln statt Nüsse. Das Backen dauert 2 Stunden, eignet sich für Gruppen.

Vorteile: Einfach für Anfänger, gesellig, duftend. Nährwerte: 100 kcal/Keks, 12 g Kohlenhydrate, 1 g Eiweiß, 5 g Fett.

Schlussfolgerung

Die Weihnachtskekse österreichischer Bäuerinnen verkörpern Tradition und Familienzusammenhalt. Rezepte wie Mohnblumen und Nussschaumwürfel aus Tirol und Burgenland sind einfach, mürbe und aromatisch. Bücher wie „Keksezeit ist Glückszeit“ sammeln diese Schätze. Das Backen fördert Entspannung und Freude. Es schafft Erinnerungen jenseits des Genusses.

Quellen

  1. kochenundteilen.de: Österreichische Bäuerinnen backen Weihnachtskekse
  2. wienerin.at: Weihnachtskekse backen
  3. valentinas-kochbuch.de: Backbuch von Tiroler Bäuerinnen
  4. servus.com: Aus der burgenländischen Weihnachtsbäckerei

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