Glutenfreie Plätzchen und Kekse: Rezepte und Tipps für Zöliakie

Glutenfreie Plätzchen und Kekse bieten eine Möglichkeit, traditionelle Weihnachtsbäckerei anzupassen, ohne auf Geschmack und Textur zu verzichten. Menschen mit Zöliakie oder Glutensensitivität müssen glutenhaltige Getreide wie Roggen, Weizen, Gerste und Dinkel meiden. Hafer kann durch Verunreinigungen Gluten enthalten, weshalb glutenfreie Varianten gekennzeichnet sein sollten. Spezielle Rezepte für glutenfreie Plätzchen gewährleisten eine optimale Teigbindung, da Gluten nicht einfach 1:1 ersetzt werden kann. Traditionelle Klassiker wie Kokosmakronen und Zimtsterne sind von Natur aus glutenfrei, da sie auf gemahlenen Mandeln, Eischnee und Kokosraspel basieren. Alternativen zu Mehl umfassen Haferflocken, Kokosflocken, Amaranth, Marzipan oder Nüsse. Mehle aus Buchweizen, Reis, Mais oder Hirse können kombiniert werden, um Brot, Kuchen oder Kekse herzustellen. Verschiedene Rezepte wie Schokoladen-Cookies, Haferflocken-Kekse oder Vanillekipferl in glutenfreier Form erweitern das Angebot. Diese Ansätze ermöglichen es, leckere Kekse für den Alltag oder Feiertage zuzubereiten.

Grundlagen des glutenfreien Backens

Beim Backen glutenfreier Plätzchen ist es essenziell, auf spezielle Rezepte zurückzugreifen. Ein einfaches Grundrezept für glutenfreien Plätzchenteig eignet sich für Ausstechplätzchen, die beliebt sind, da sie individuell verziert werden können. Ausstechplätzchen erlauben eine kreative Gestaltung, ohne dass Weizenmehl benötigt wird. Wer kein glutenfreies Mehl hat, kann auf Alternativen wie Hafer- oder Kokosflocken, Amaranth, Marzipan, gemahlene Nüsse, Mandelblättchen oder -splitter setzen. Diese Zutaten erzeugen eine gute Bindung und Textur. Haferflocken sind grundsätzlich glutenfrei, können jedoch bei der Verarbeitung Weizenrückstände aufweisen. Bei Zöliakie muss auf den Vermerk "glutenfrei" geachtet werden.

Glutenhaltige Getreide wie Roggen, Weizen, Gerste und Dinkel sind in Deutschland üblich und müssen vermieden werden. Alternativen sind Mehle aus Buchweizen, Reis, Mais oder Hirse. Diese sollten kombiniert werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Eine Mischung verschiedener Mehlsorten verbessert die Teigstruktur bei Keksen jeder Art. Glutenfreies Backen erfordert Anpassungen, um eine vergleichbare Elastizität zu erreichen.

Traditionell glutenfreie Plätzchenklassiker

Einige Plätzchenrezepte sind traditionell glutenfrei und eignen sich hervorragend für Betroffene. Kokosmakronen bestehen hauptsächlich aus steif geschlagenem Eischnee, Zucker und Kokosraspel. Diese Kombination macht sie für Glutenallergiker geeignet, ohne zusätzliche Anpassungen. Zimtsterne basieren ebenfalls auf gemahlenen Mandeln als Hauptzutat und sind ein fester Bestandteil der Weihnachtsbäckerei.

Zimtsterne sind nicht nur geschmacklich ein Klassiker, sondern auch glutenfrei. Sie ergänzen andere Plätzchen wie Spritzgebäck oder Vanillekipferln, bei deren Herstellung Eiweiß übrig bleibt. Dieses kann für Zimtsterne verwendet werden. Der Teig lässt sich vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank lagern, wodurch er weniger klebrig wird. Vor dem Ausrollen sollte er einige Minuten temperieren.

Kokosmakronen profitieren von ihrer einfachen Zusammensetzung, die keine Bindemittel erfordert. Beide Klassiker demonstrieren, wie traditionelle Rezepte ohne Mehl auskommen.

Detailliertes Rezept für Zimtsterne

Zimtsterne sind ein glutenfreies Rezept, das einfach und schnell umzusetzen ist. Es eignet sich für Backanfänger und das Backen mit Kindern. Der Teig verwendet gemahlene Mandeln, Puderzucker, Eiweiß, Salz, Bourbon-Vanillezucker und Zimt.

Zutaten für Zimtsterne

Zutat Menge
Gemahlene Mandeln 400 g
Puderzucker 200 g
Eiweiß (Größe M) 3 Stück
Salz 1 Prise
Bourbon-Vanillezucker 1 Pck.
Zimt 2 TL
Gemahlene Mandeln zum Ausrollen Nach Bedarf

Ein Steriausstecher mit ca. 5 cm Durchmesser wird benötigt.

Zubereitungsschritte

  1. Den Puderzucker fein sieben.

  2. Eiweiße mit einer Prise Salz in einer großen Rührschüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine bei hoher Geschwindigkeit nicht ganz steif schlagen.

  3. Den gesiebten Puderzucker hineinrieseln lassen und etwa 5 Minuten weiter schlagen, bis der Eischnee glänzt und Spitzen zieht.

  4. Gemahlene Mandeln, Bourbon-Vanillezucker und Zimt unterheben. Den Teig zu einer Kugel formen und in Folie gewickelt mindestens 2 Stunden, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.

  5. Backofen auf 50 °C vorheizen. Teig auf einer mit gemahlenen Mandeln bestäubten Fläche ca. 4 mm dick ausrollen. Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

  6. Bei 50 °C ca. 30 Minuten trocknen lassen, bis die Oberfläche fest ist.

  7. Ofentemperatur auf 200 °C Ober-/Unterhitze erhöhen. Plätzchen ca. 10-12 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind, aber die Glasur weiß bleibt.

Das Rezept spart Zeit, da die Glasur nicht über Nacht antrocknen muss. Das Trocknen erfolgt bei niedriger Temperatur im Ofen.

Häufige Probleme und Lösungen

Zimtsterne werden hart, wenn sie zu lange oder bei zu hoher Temperatur gebacken werden. Die Glasur sollte ihre weiße Farbe behalten. Bei Überbräunung die Ofentür öffnen, um Hitze entweichen zu lassen und die Temperatur zu senken. So bleibt das Gebäck zart.

Aufbewahrung

Zimtsterne halten sich mindestens zwei Wochen in einer Keksdose aus Metall. Werden sie hart, einen Apfelschnitz in die Dose legen, ohne Kontakt zum Gebäck. Der Apfel gibt Feuchtigkeit ab und macht die Plätzchen wieder zart. Das Verhindern von Kleben erfolgt durch gemahlene Mandeln beim Ausrollen.

Weitere glutenfreie Keksvarianten

Neben Klassikern gibt es vielfältige glutenfreie Kekse. Schokoladen-Cookies sind außen knusprig und innen weich. Sie verwenden dunkle Schokolade, glutenfreies Mehl, Vanilleextrakt und braunen Zucker für eine ausgewogene Süße. Ideal als Snack oder Kaffeebegleitung.

Haferflocken-Kekse basieren auf glutenfreien Haferflocken, Ahornsirup und Kokosöl. Sie sind weich und variierbar mit Rosinen oder Nüssen. Diese eignen sich als gesunder Snack.

Mandelkekse sind knusprig mit Zitronengeschmack. Gemahlene Mandeln und Zitronenschale sorgen für Süße und Säure.

Glutenfreie Vanillekipferl sind zart und schmelzend. Glutenfreies Mehl, Haselnüsse und Kakaopulver ergeben tolle Textur und Geschmack.

Cranberry-Orangen-Kekse kombinieren getrocknete Cranberries, Orangenschale und Demerara-Zucker für Knusprigkeit und Fruchtigkeit.

Matcha-Schokoladen-Kekse bieten grüne Farbe und herben Geschmack durch Matcha mit Schokolade.

Brownie-Cookies sind weich und schokoladig mit knuspriger Oberfläche und weichem Kern.

Vegane Haferkekse mit glutenfreien Haferflocken, Apfelmark, Mandeln und Leinsamen sind knusprig und geschmacksintensiv.

Diese Rezepte decken verschiedene Vorlieben ab, von schokoladig bis fruchtig.

Tipps für erfolgreiches glutenfreies Backen

Beim Umgang mit Teig ist Kühlung entscheidend. Zimtsterンテig wird über Nacht gekühlt weniger klebrig. Vor dem Ausrollen auf Raumtemperatur bringen.

Backtemperaturen kontrollieren, um Härte zu vermeiden. Niedrige Temperaturen für Trocknen, dann kurz bei höherer Hitze backen.

Zutaten prüfen: Glutenfreie Haferflocken wählen. Mehle mischen für bessere Bindung.

Eiweiß von anderen Rezepten nutzen, um Abfall zu vermeiden.

Plätzchen ohne Mehl aus Nüssen oder Flocken backen, um Alternativen zu schaffen.

Vorteile glutenfreier Plätzchen

Glutenfreie Plätzchen sind für Zöliakie geeignet und erlauben traditionelle Formen. Sie sind einfach zuzubereiten und lagerfähig. Variationen machen sie vielseitig. Kombinationen wie Haselnüsse mit Kakaopulver intensivieren den Geschmack. Vegane Optionen erweitern die Auswahl.

Anpassungen und Variationen

Rezepte lassen sich anpassen. Haferkekse mit Nüssen oder Rosinen variieren. Zimtsterne durch Vorbereitung flexibel gestalten. Schokoladenkekse mit Vanilleextrakt verfeinern.

Mehrere Mehlsorten kombinieren verbessert die Textur bei keksen mit Mehl.

Ausstechplätzchen im Detail

Ausstechplätzchen sind Renner beim Plätzchenbacken. Mit glutenfreiem Grundrezept möglich. Verzieren nach Belieben.

Glutenfreie Alternativen zu Mehl

Kokosflocken, Amaranth, Marzipan und Nüsse ersetzen Mehl effektiv. Diese erzeugen himmlische Kekse.

Lagerung und Frischeerhaltung

Metallkeksdosen verwenden. Apfel für Feuchtigkeit bei Zimtsternen. Mindestens zwei Wochen haltbar.

Anwendung im Alltag

Glutenfreie Kekse als Snack, Mitbringsel oder Feiertagsgebäck. Passen zu Milch, Kaffee oder Tee.

Häufige Fehler vermeiden

Zu hohe Temperatur verursacht Härte. Kontrolle der Glasurfarbe. Richtige Kühlzeit für Teig.

Schlussfolgerung

Glutenfreie Plätzchen und Kekse ermöglichen Menschen mit Zöliakie den Genuss traditioneller Bäckerei. Spezielle Rezepte wie Zimtsterne, Kokosmakronen und Varianten mit Haferflocken oder Schokolade bieten Vielfalt. Wichtige Aspekte sind die Vermeidung glutenhaltiger Getreide, der Einsatz alternativer Zutaten und präzise Backtechniken. Aufbewahrungstipps erhalten die Frische. Diese Ansätze gewährleisten optimale Ergebnisse im glutenfreien Backen.

Quellen

  1. lecker.de
  2. emmikochteinfach.de
  3. einfach-yummi.de
  4. eatsmarter.de

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