Barazek: Arabische Sesamkekse – Traditionelle Rezepte und Zubereitungsvarianten
Barazek sind arabische Sesamkekse, die in mehreren Rezeptquellen als knusprige, sesamüberzogene Backwaren beschrieben werden. Die Kekse zeichnen sich durch eine Kombination aus gerösteten Sesamsamen, Süßungsmitteln wie Agavendicksaft oder Honig und einer Pistazien- oder Pinienkernkomponente aus. Die Zubereitung umfasst typischerweise das Rösten von Sesam, die Herstellung eines Teigs aus Mehl, Zucker, Butter und Wasser sowie das Bestreichen oder Eintauchen der Kekse in Sesam- und Nussmischungen vor dem Backen. Quellen berichten von Variationen, die vegane Alternativen oder zusätzliche Zutaten wie Grieß oder Milch einbeziehen. Die Backzeit liegt bei etwa 15 bis 20 Minuten bei Temperaturen um 180 °C, wobei die Kekse goldbraun werden sollen. Nährwertangaben pro Portion variieren zwischen 111 und 212 kcal, abhängig von der genauen Zusammensetzung. Diese Kekse eignen sich für den Verzehr mit Tee und entwickeln ihr Aroma besonders am ersten oder zweiten Tag nach dem Backen.
Historischer Hintergrund und Namensherkunft
Die Bezeichnung Barazek wird in den Quellen mit arabischen Sesamkeksen in Verbindung gebracht. Eine Quelle verweist auf eine Verbindung zu türkischen Keksen, da ein Honig-Sesam-Keksrezept aus Korsika dem türkischen Barazek ähnelt und wahrscheinlich aus der Türkei stammt. Die Kekse erhalten ihren besonderen Charakter durch einen Überzug aus Honig und gerösteten Sesamsamen. Eine andere Quelle nennt sie explizit „arabische Sesamkekse“ mit dem Namen Barazek. Es gibt Hinweise auf eine Ruhezeit von 20 Minuten im Teig und eine Gesamtzubereitungszeit von 1 bis 1,5 Stunden, inklusive Backzeit. Die Tradition betont die Verwendung von Sesam und Honig als charakteristische Elemente, die den Keksen einen intensiven Geschmack verleihen. Unterschiede in den Quellen deuten auf regionale Anpassungen hin, wobei der Kern – Sesam, Honig oder Agave und Nüsse – konsistent bleibt. Die Daten zu einem genauen historischen Ursprung sind begrenzt, da die Quellen primär Rezepte beschreiben und keine detaillierten historischen Quellen nennen.
Zutatenübersicht und Variationen
Die Zutaten für Barazek variieren leicht zwischen den Quellen, was auf unterschiedliche Rezeptversionen hinweist. Gemeinsame Komponenten sind Sesamsamen, ein Süßungsmittel wie Agavendicksaft oder Honig, Mehl, Zucker, Butter oder eine vegane Alternative, Backpulver, Wasser und gehackte Pistazien. Eine Quelle integriert Pinienkerne und Milch, eine weitere Grieß und Eier.
Zur Übersicht eine Tabelle mit den zentralen Zutatenmengen aus den Quellen:
| Zutat | Quelle [1] | Quelle [2] (vegan) | Quelle [3] | Quelle [4] | Quelle [5] |
|---|---|---|---|---|---|
| Sesamsamen | Nicht spezifiziert | 1/3 Tasse | 1/4 Tasse (geröstet) | 50-75 g | Nicht spezifiziert |
| Süßungsmittel (Agave/Honig) | 2 TL Agavendicksaft | 2 TL Agavendicksaft | 2 TL Honig | 1 EL Honig | Honig (Mischung) |
| Wasser (für Sesam) | Nicht spezifiziert | 1 EL | 1,5 TL | 60 ml (gesamt) | Nicht spezifiziert |
| Mehl | Nicht spezifiziert | 2,5 Tassen (gesiebt) | 2,5 Tassen | 175 g | Mehl + Grieß |
| Backpulver | Nicht spezifiziert | 1 TL | 0,5 TL | 1 TL | Nicht spezifiziert |
| Zucker | Nicht spezifiziert | 3/4 Tasse | 3/4 Tasse | 120 g (50 g für Sirup) | Nicht spezifiziert |
| Butter/Fett | 3/4 Tasse (geschmolzen, >130 g) | 3/4 Tasse vegan | 3/4 Tasse | 80 g | Nicht spezifiziert |
| Wasser (für Teig) | 1/3 Tasse (kalt) | 1/3 Tasse | 1/3 Tasse | Nicht spezifiziert | Warme Milch |
| Pistazien/Pinienkerne | 30 g gehackt | 4 EL gehackt | 2-3 EL gehackt (opt.) | 20-30 g Pinienkerne | Gehackte Pistazien |
| Sonstiges | - | - | - | 40 ml Milch, 1 TL Hefe | Eier, Salz |
Diese Tabelle zeigt, dass für etwa 25 Kekse Mengen wie 50-75 g Sesam, 80 g Butter und 175 g Mehl in einer Quelle angegeben werden, was einer Nährwertangabe von 111-121 kcal pro Portion entspricht. Vegan-Varianten ersetzen Butter durch pflanzliche Alternativen. Die Quellen empfehlen, Sesam goldbraun zu rösten und mit Agavendicksaft oder Honig zu vermischen, um eine klebrige Beschichtung zu erzeugen. Pistazien oder Pinienkerne dienen als Basisbelag, in den der Teig gedrückt wird. In einer Variante wird warme Milch verwendet, um einen weichen Teig zu erzeugen, was auf eine feuchtere Konsistenz hindeutet. Die genauen Mengen sind nicht einheitlich, da Quellen unterschiedliche Tassenmaße oder Grammangaben verwenden; eine Umrechnung ergibt für 3/4 Tasse Butter etwa 170 g, wobei eine Quelle mehr als 130 g angibt.
Zubereitungsschritte im Detail
Die Zubereitung von Barazek folgt einem standardisierten Ablauf, der in den Quellen übereinstimmt: Rösten des Sesams, Teigherstellung, Formen der Kekse mit Sesam- und Nussbelag sowie Backen. Die Schritte werden hier detailliert beschrieben, mit Berücksichtigung von Variationen.
Zuerst wird der Sesam geröstet. In einer Quelle Sesam auf ein Backblech verteilen und 5-8 Minuten bei 180 °C backen, bis er goldbraun ist. Danach mit 2 TL Agavendicksaft und 1 EL Wasser mischen und auf einen flachen Teller geben. Ähnlich in einer anderen Quelle: Geröstete Sesamsamen mit 2 TL Honig und 1,5 TL Wasser verrühren und beiseitestellen. Pistazien oder Pinienkerne werden gehackt und auf einen Teller gestreut.
Der Teig entsteht durch Mischen von trockenen Zutaten: Mehl, Backpulver und Zucker sieben. In einer Quelle 2,5 Tassen gesiebtes Weizenmehl, 1 TL Backpulver und 3/4 Tasse Zucker. Butter wird in Stücke geschnitten oder geschmolzen und untergerührt, bis eine sandige Masse entsteht. Dann 1/3 Tasse Wasser einrühren, bis der Teig zusammenhält. Eine Variante beschreibt das locker cremig Rühren mit Eiern, gefolgt vom Sieben von Backpulver, Mehl, Grieß und Salz. Hier wird genügend warme Milch hinzugefügt, um einen weichen Teig zu bilden. Der Teig ruht 20 Minuten.
Formen der Kekse: Teig in walnussgroße Stücke portionieren. Jedes Stück in gehackte Pistazien tauchen, flach drücken zu 5 cm Durchmesser und mit Sesam-Honig-Mischung bestreichen. In Quellen wird ein gehäufter Teelöffel Teig zu einem Ball geformt, die Hälfte in Sesam-Honig getaucht, Sesamseite nach oben auf das Backblech gelegt. Kekse in einer Schicht backen.
Backen: Ofen auf 180 °C oder 350 °F (ca. 175 °C) vorheizen. 15 Minuten backen, bis hellgoldbraun. Eine Quelle gibt 20 Minuten an. Nach dem Backen 1 Minute auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf Gitter. Die Kekse ergeben 2-3 Dutzend oder ca. 25 Stück.
Eine vollständige Rezeptanweisung basierend auf den konsistenten Elementen aus den Quellen (vegan-adaptierte Version aus Quelle [2], ergänzt um Details):
Rezept: Barazek Arabische Sesamkekse (für ca. 25-36 Stück)
Zutaten: - 1/3 Tasse Sesamsamen - 2 TL Agavendicksaft (oder Honig) - 1 EL Wasser (für Sesam) - 2,5 Tassen gesiebtes Weizenmehl - 1 TL Backpulver - 3/4 Tasse Zucker - 3/4 Tasse Butter (oder vegane Butter) - 1/3 Tasse Wasser (für Teig) - 4 EL gehackte Pistazien
Zubereitung: 1. Sesam auf Backblech verteilen, 5-8 Min. bei 180 °C rösten, bis goldbraun. Mit Agavendicksaft und 1 EL Wasser mischen, auf Teller geben. 2. Pistazien hacken, auf Teller streuen. 3. Mehl, Backpulver, Zucker mischen. Butter einarbeiten, bis sandig. 1/3 Tasse Wasser einrühren, bis Teig hält. 20 Min. ruhen lassen. 4. Teig portionieren, in Pistazien tauchen, flach drücken, Sesamseite bedecken. 5. Bei 180 °C 15-20 Min. backen, bis goldbraun. Abkühlen lassen.
Diese Schritte sind in mehreren Quellen bestätigt und ergeben knusprige Kekse.
Nährwertangaben und Ernährungsaspekte
Nährwerte werden in zwei Quellen angegeben. Pro Portion (bei ca. 25 Keksen): 111-121 kcal. Detailliertere Werte aus einer Quelle pro Portion:
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | 212 |
| Gesamtfett | 15 g |
| Gesättigte Fettsäuren | 8 g |
| Ungesättigtes Fett | 5 g |
| Cholesterin | 31 mg |
| Natrium | 140 mg |
| Kohlenhydrate | 20 g |
| Ballaststoffe | 1 g |
| Eiweiß | 2 g |
Diese Angaben beziehen sich auf eine butterbasierte Variante mit Honig. Vegan-Versionen reduzieren Cholesterin auf null. Die Werte variieren je nach exakter Zutatenmenge und Portioniergröße.
Variationen und Anpassungen
Die Quellen präsentieren mehrere Varianten. Eine klassische Version verwendet Honig statt Agave und optional Pistazien. Die vegane Adaption aus Quelle [2] ersetzt Butter durch vegane Butter und verwendet Agavendicksaft. Quelle [4] integriert Pinienkerne (20-30 g), Milch (40 ml) und Trockenhefe (1 TL), was auf eine hefehaltige Variante hindeutet. Quelle [5] beschreibt eine eibasierte Version mit Grieß, Salz und warmer Milch für einen weicheren Teig; Kekse werden in Pistazien getaucht und mit Sesam-Honig gespritzt. Diese Unterschiede sind auf regionale Einflüsse zurückzuführen, wie die korsisch-türkische Variante in Quelle [3]. Unbestätigte Elemente wie genaue Sirupzubereitung in Quelle [4] (50 g Zucker dafür) werden als optional betrachtet, da nicht in Mehrheitsquellen bestätigt.
Praktische Tipps aus den Quellen
Quellen raten, Sesam nicht zu überrösten, um Bitterkeit zu vermeiden. Der Teig sollte sandig sein, mit erbsengroßen Butterstücken für Knusprigkeit. Kekse Sesamseite nach oben backen. Nach dem Backen auf Gitter kühlen, um Feuchtigkeit zu verhindern. Lagerung: Am besten am 1.-2. Tag mit Tee genießen. Gefettetes Blech verwenden. Teigkugeln flach drücken, um gleichmäßige Form zu erzielen.
Lagerung und Verzehr
Die Kekse halten sich durch ihren Sesamüberzug gut. Eine Quelle empfiehlt Verzehr mit starker Teetasse. Abkühlzeit auf Blech: 1 Minute, dann Gitter.
Schlussfolgerung
Barazek stellen eine traditionelle arabische Kekssorte dar, deren Rezepte auf geröstetem Sesam, Honig oder Agave, Mehlteig und Pistazien basieren. Die Zubereitung ist unkompliziert, mit einer Backzeit von 15-20 Minuten bei 180 °C und ertrag einer 25-36 Stück. Variationen umfassen vegane, hefehaltige oder grießbasierte Versionen, wobei Kernzutaten konsistent sind. Nährwerte liegen bei 111-212 kcal pro Portion, mit Fettanteil durch Butter und Sesam. Die Quellen bieten zuverlässige, wenn auch variierende Anleitungen für hausgemachte Kekse, die ihren Geschmack durch den Sesamüberzug entfalten.
Quellen
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