Ausstechplätzchen mit der Familie backen: Zuverlässiges Grundrezept und kreative Variationen
Ausstechplätzchen, auch als Ausstecherle bekannt, stellen einen klassischen Bestandteil der Advents- und Weihnachtszeit dar. Diese Mürbeteigkekse zeichnen sich durch ihre einfache Zubereitung aus und ermöglichen eine individuelle Gestaltung mit verschiedenen Förmchen wie Sternen, Herzen oder Tannenbäumen. Sie eignen sich besonders für die gemeinsame Backaktivität mit Kindern und Familien, da der Teig vielseitig ist und unzählige Variationen erlaubt. Die Rezepte basieren auf wenigen grundlegenden Zutaten, die in den meisten Haushalten verfügbar sind, und erfordern grundlegende Backtechniken. Die Beliebtheit resultiert aus dem mürben Geschmack, der Möglichkeit zur Dekoration und der Haltbarkeit der fertigen Plätzchen. In der badischen Region werden sie traditionell als Ausstecherle bezeichnet und gehören zu den Highlights der Plätzchenvielfalt.
Definition und Merkmale von Ausstechplätzchen
Ausstechplätzchen sind Mürbeteigkekse, die mit Ausstechformen in unterschiedliche Motive gebracht werden. Der Teig wird dünn ausgerollt, ausgestochen und gebacken, bevor er optional dekoriert wird. Der klassische Mürbeteig variiert leicht in den Rezepten: Einige Versionen enthalten ein Ei für Bindung, andere folgen dem 3-2-1-Prinzip ohne Ei, was einen besonders feinen und mürben Teig ergibt. Die Zutaten umfassen typischerweise Mehl, Butter, Zucker und Vanillezucker, ergänzt durch eine Prise Salz oder Backpulver in manchen Fällen. Die Butter sollte kalt oder weich sein, je nach Rezept, um die richtige Konsistenz zu gewährleisten. Diese Kekse sind nicht nur in der Adventszeit populär, sondern eignen sich auch für Basare, Kindergarten- oder Schulfeste, wo sie mit Kindern hergestellt werden können. Der Teig klebt nicht, wenn er richtig gekühlt wird, was ihn ideal für Gruppenaktivitäten macht.
Die Formvielfalt reicht von einfachen runden Keksen bis zu komplexeren Designs mit Löchern für Füllungen. Nach dem Backen können sie mit Zuckerguss, Streuseln, Schokolade oder Marmelade verfeinert werden. Die Backdauer beträgt in der Regel 10 bis 15 Minuten bei Temperaturen zwischen 160 und 195 Grad Celsius, abhängig von Ober-/Unterhitze oder Umluft. Eine gebräunte Note wird empfohlen, um den Geschmack zu intensivieren, wobei hellere Varianten durch kürzere Backzeit möglich sind.
Vergleich der Grundrezepte
Verschiedene Quellen liefern leicht abweichende Grundrezepte für den Plätzchenteig, die alle auf Mürbeteig basieren. Eine Tabelle fasst die zentralen Zutatenmengen zusammen, basierend auf den angegebenen Proportionen für etwa 250 g Mehl als Basis:
| Zutat | Rezept 1 (mit Ei) | Rezept 2 (3-2-1 ohne Ei) | Rezept 4 (mit Backpulver) | Rezept 5 (mit Ei) |
|---|---|---|---|---|
| Mehl | 250 g | Nicht spezifiziert (3:2:1-Verhältnis) | Mit Backpulver | In Schüssel |
| Butter | 125 g (kalt) | 2 Teile | Weich, klein geschnitten | Klein gestückelt |
| Zucker | 100 g | 1 Teil | Mit Vanillezucker | In Schüssel |
| Vanillezucker | 1 Päckchen | - | Mit Zucker | - |
| Ei | 1 | Ohne | Eier (Plural) | 1 |
| Sonstiges | Prise Salz | Backin (Backpulver?) | Backpulver | - |
Diese Tabelle zeigt Konsistenzen wie die Verwendung von Butter und Zucker sowie Variationen in Ei und Backmittel. Das 3-2-1-Rezept ohne Ei ergibt einen fein mürben Teig, während ei-haltige Versionen stabiler sind. Backpulver wird in manchen Rezepten hinzugefügt, um leichteren Auftrieb zu erzeugen, ist jedoch nicht universell.
Detaillierte Zubereitung des Teigs
Die Teigzubereitung beginnt mit dem Vermischen der trockenen Zutaten. In einem Rezept wird Mehl mit Backpulver oder Backin in einer Rührschüssel gemischt, bevor Butter, Zucker, Vanillezucker und Ei hinzugefügt werden. Die Butter sollte kalt geschnitten oder weich sein; kalte Butter sorgt für Bröseligkeit, die durch Kneten homogenisiert wird. Mit einem Mixer (Knethaken) oder per Hand wird alles rasch verknetet, zunächst auf niedriger Stufe, dann höher, bis eine glatte Kugel entsteht. Der Teig erscheint zunächst bröselig, wird jedoch durch fortgesetztes Kneten geschmeidig.
Wichtig ist die Ruhezeit: Der Teig wird in Frischhaltefolie gewickelt und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank gekühlt. Dies verhindert Kleben beim Ausrollen und erhält die Mürbigkeit. Roher Teig kann mehrere Tage gekühlt oder eingefroren werden. Beim Auftauen aus dem Kühlschrank kurz Zimmertemperatur annehmen lassen und erneut durchkneten.
Ausrollen und Ausstechen
Nach der Kühlung die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestreuen oder eine Silikonmatte verwenden. Den Teig auf 0,5 bis 3 mm Dicke ausrollen – dünner für knusprigere Kekse. Eine Alternative ist das Ausrollen zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie, um Mehlüberschuss zu vermeiden. Mit Ausstechformen Motive stechen, gleichmäßige Anzahlen für Paarungen wie Linzerkekse vorbereiten. Teigreste wieder kühl stellen, um Bröseligkeit zu verhindern. Das Backblech mit Backpapier belegen.
Backprozess
Den Backofen vorheizen: Ober-/Unterhitze auf 175 bis 195 Grad Celsius oder Umluft auf 160 bis 175 Grad. Einschub mitte, Backzeit 10 bis 15 Minuten, bis goldgelb oder leicht gebräunt. Dickere Plätzchen benötigen bis zu 12 Minuten. Die Plätzchen mit dem Papier vom Blech ziehen und auf einem Rost auskühlen lassen. Bei Mehrfachnutzung von Blechen Umluft bevorzugen.
Verzierungsmöglichkeiten
Die Dekoration erfolgt nach dem Abkühlen. Für Zuckerguss Puderzucker mit Wasser, Zitronensaft oder wenig Flüssigkeit zu einem dickflüssigen Guss verrühren – etwa 200 g Puderzucker auf 4 EL Flüssigkeit. Den Guss einfärben und Plätzchen bestreichen, mit Streuseln oder Zuckerperlen versehen. Alternativen: Geschmolzene Schokoladenglasur oder Kuvertüre für Überzug oder Linien. Vor dem Backen mit verquirltem Eigelb bestreichen und backfeste Streusel auftragen.
Spezifische Techniken: - Linzer-ähnlich: Hälfte der Kekse mit kleinerer Form ausstechen, nach Backen mit Puderzucker bestäuben, andere mit Marmelade bestreichen und zusammensetzen. - Schokoladenlinien: Kuvertüre schmelzen und feine Muster ziehen.
Variationen des Grundteigs
Der Basis-Teig lässt sich vielfältig anpassen: - Walnussplätzchen: ½ EL gemahlene Walnüsse einkneten, runde Kekse ausstechen, nach Backen mit Schokolade und Walnusshälfte toppen. - Schwarz-Weiß-Gebäck: Teig halbieren, in eine Hälfte ½ EL Backkakao und ½ TL Milch kneten. Getrennt kühlen, ausrollen und überlagern oder marmorieren. - Schokoplätzchen: 2 EL Mehl durch Kakao ersetzen. - Mit Nuss-Nougat-Creme: Nach Backen mit Creme zusammenkleben.
Diese Anpassungen erfordern keine zusätzlichen Ruhezeiten und nutzen den gleichen Backprozess.
Tipps und Tricks für gelingenden Teig
Ein zu weicher Teig wird mit Mehl gestärkt, ein zu fester mit Butter. Bröseliger Teig deutet auf zu wenig Fett oder zu viel Mehl hin; länger kühlen oder Folie verwenden. Teigreste immer kühlen. Für Familienbacken: Der Teig funktioniert zuverlässig in wuseligen Küchen, wie bei Kindergarten- oder Schularbeiten. Lagern in Blechdosen an trockenem Ort: Bis zu 4 Wochen pur, kürzer mit Glasur. Einfrieren möglich.
Häufige Anpassungen und Fehlerquellen
Falls der Teig beim Kneten bröselig bleibt, weiter kneten bis homogen. Bei Ausrollen reißen: Mehr Fett oder Kühlung. Backergebnis: Leicht gebräunt für intensiven Geschmack, hell für zarte Note. Mehrere Bleche: Umluft einsetzen.
Praktische Anwendung in der Familie
Diese Plätzchen eignen sich für Adventsbasare oder Familienabende. Ein Teig ergibt unzählige Sorten, was Kreativität fördert. Videos zu Zubereitung können ergänzend genutzt werden, zeigen live die Schritte.
Schlussfolgerung
Ausstechplätzchen bieten ein einfaches, vielseitiges Grundrezept auf Mürbeteigbasis mit Variationen wie Walnuss-, Schoko- oder Schwarz-Weiß-Versionen. Die Zubereitung umfasst Kneten, Kühlen, dünnes Ausrollen, Backen bei 160–195 °C für 10–15 Minuten und Dekoration mit Guss oder Schokolade. Tipps wie Kühlung und Teiganpassungen sorgen für Erfolg, besonders in Familienkontexten. Die Haltbarkeit bis 4 Wochen macht sie ideal für die Weihnachtszeit.
Quellen
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