Die Verwertung übrig gebliebener Kekse und Plätzchen stellt eine praktische Möglichkeit dar, Lebensmittelverluste zu minimieren und neue Gerichte zu kreieren. In den bereitgestellten Materialien werden verschiedene Ansätze beschrieben, die auf traditionellen Rezepten basieren, wie Omas Walnussplätzchen, sowie auf modernen Verwertungsideen wie Rumkugeln oder Chocolate & Cookie Bark. Diese Methoden eignen sich besonders für Kekse, die nach den Feiertagen hart, weich oder unansehnlich geworden sind, und verlängern deren Haltbarkeit. Die Rezepte sind einfach umzusetzen, erfordern oft nur wenige Zutaten und nutzen gängige Küchenutensilien. Besonders hervorgehoben werden Kombinationen aus Mürbeteig, Fruchtfüllungen, Schokolade und Nüssen, die ein weihnachtliches Aroma erzeugen. Die Zubereitungszeiten sind kurz, wie bei den Walnussplätzchen mit etwa 30 Minuten plus Kühlzeit, und der Schwierigkeitsgrad gilt als niedrig. Solche Ansätze fördern Kreativität, indem verschiedene Kekssorten wie Butterkekse, Spekulatius oder Plätzchen in Desserts integriert werden.
Omas Walnussplätzchen: Ein klassisches Zartmürbe-Rezept
Omas Walnussplätzchen repräsentieren ein traditionelles Rezept aus handgeschriebenen Kochbüchern, das durch seine Kombination aus zartmürbem Walnussmürbeteig, intensiven Aromen und einer fruchtigen Füllung gekennzeichnet ist. Der Teig enthält Kardamom und Bittermandel, was ein starkes Weihnachtsaroma erzeugt. Die Füllung besteht aus Johannisbeergelee, während die Oberseite mit einer Schokowalnusshaube verziert wird. Dieses Rezept ist schnell vorbereitet, mit einer Dauer von etwa 30 Minuten zuzüglich Kühlzeit, und wird als einfach eingestuft.
Die Zubereitung beginnt mit der Herstellung des Mürbeteigs, der idealerweise über Nacht gekühlt wird, um ein perfektes Ausrollen zu ermöglichen. Nach dem Kühlen wird der Teig 2-3 mm dick ausgerollt und mit einem Blumen-Ausstecher Plätzchen ausgestochen. Diese werden auf einem mit Backpapier belegten Blech bei 185 °C Ober-/Unterhitze (oder 170 °C Umluft) für 8-9 Minuten gebacken und anschließend abkühlen gelassen. Pro Plätzchen werden zwei runde Kekse verwendet, die dünn ausgerollt sein sollten, um eine zu hohe Dicke zu vermeiden.
Als Füllung dient Aprikosenmarmelade, die auf die Unterseite eines Keks gestrichen wird. Marzipan wird mit Puderzucker verknetet, dünn ausgerollt und mit dem gleichen Ausstecher ausgestochen. Das Marzipan wird auf den mit Marmelade bestrichenen Keks gelegt und mit einem zweiten Keks verschlossen. Die so entstandenen Doppelkekse trocknen gut. Anschließend wird Schokoladenglasur im Wasserbad erhitzt, in eine Schüssel umgefüllt, und die Plätzchen darin einge-taucht. Auf die noch feuchte Schokolade wird eine Walnusskernhälfte gesetzt, bevor alles auf Backpapier trocknet.
Die Anzahl der Plätzchen hängt von der Ausstechergröße und Teigdicke ab; der Teig kann mehrmals ausgerollt werden. Diese Kekse gelten als heimlicher Star auf Plätzchentellern aufgrund ihrer knackigen Haube und zarten Textur. Ähnliche Varianten wie Marmeladen-Plätzchen mit roter Johannisbeermarmelade unterstreichen die Vielseitigkeit des Mürbeteigs mit Marmelade und Puderzucker.
| Zutat | Beschreibung | Hinweis |
|---|---|---|
| Walnussmürbeteig | Basis für zwei Kekse pro Plätzchen | Mit Kardamom und Bittermandel würzen |
| Johannisbeergelee / Aprikosenmarmelade | Fruchtige Füllung | Auf Unterseite streichen |
| Marzipan | Mit Puderzucker verkneten | Dünn ausrollen und ausstechen |
| Schokoladenglasur | Zum Eintauchen | Im Wasserbad erhitzen |
| Walnusskernhälfte | Dekoration | Auf feuchte Schokolade setzen |
Dieses Rezept eignet sich für die Weihnachtszeit und verbindet Nostalgie mit Praktikabilität.
Haferflockenplätzchen und weitere Omas Klassiker
Neben Walnussplätzchen umfassen Omas Rezepte eine Bandbreite an Plätzchen, die einfach zuzubereiten sind. Haferflockenplätzchen sind kernig, goldbraun und erfordern kein Mehl, was sie für glutenfreie Varianten geeignet macht, wenn glutenfreie Haferflocken verwendet werden. Sie sind ideal für schnelles Backen.
Schokoladen Spritzgebäck wird fein und mürbe hergestellt, gefüllt mit Konfitüre oder Schokocreme. Es kann mit einem Fleischwolf oder Spritzbeutel geformt werden und gehört zu den jährlichen Weihnachtskeksen. Vanillekipferl duften nach Vanille und zerfallen im Mund, was sie zu einem Inbegriff von Weihnachten macht.
Nougat Tuffs bestehen aus zartem Spritzteig mit cremigem Nougat oder Nutella und wirken professionell, obwohl die Zubereitung unkompliziert ist. Marzipan Heidesand ergänzt den Mürbeteig mit Marzipan für eine zarte, aromatische Konsistenz. Einfache Butterplätzchen benötigen nur Butter, Zucker und Mehl, werden ausgerollt, ausgestochen und mit Zuckerguss verziert.
Norddeutsche Schmalznüsse sind weich, vanillig oder schokoladig und werden in großen Mengen gebacken. Schneeflöckchen mit Puddingpulver sind blitzschnell gemacht, weich und mit Puderzucker bestäubt, um einen glitzernden Effekt zu erzeugen. Schweizer Nusstaler zergehen auf der Zunge und sind bodenständig.
Diese Rezepte teilen Merkmale wie Zartheit, einfache Zutaten und weihnachtliche Aromen, die auf Tradition basieren.
Rumkugeln aus Keksresten: Eine einfache Verwertungsmethode
Die Herstellung von Rumkugeln aus Keksresten ist eine der direktesten Wege, ungenießbare Kekse zu verwerten. Geeignet sind Kekse, die nicht mehr knusprig sind. Die Kekse werden zunächst zerkleinert, entweder mit einem Hochleistungsmixer oder bei trockenen Exemplaren mit einem Nudelholz unter einem sauberen Stofftuch.
Die Krümel werden mit Margarine, Zucker, Kakao und Rum zu einer formbaren Masse verknetet. Bei zu fester Konsistenz kann ein Schluck Wasser hinzugefügt werden. Feuchte Hände erleichtern das Formen von Kugeln, die anschließend in Kakao, gemahlenen Nüssen, Kokosflocken oder Schokostreuseln gewälzt werden. Die Rumkugeln kühlen eine Stunde, um fest zu werden.
Diese Methode experimentiert mit verschiedenen Kekssorten und erzeugt immer leicht variierende Geschmäcker. Sie vermeidet Wegwerfen und schafft haltbare Süßigkeiten.
| Schritt | Beschreibung |
|---|---|
| 1. Zerkleinern | Mixer oder Nudelholz mit Tuch verwenden |
| 2. Verkneten | Mit Margarine, Zucker, Kakao, Rum mischen; ggf. Wasser |
| 3. Formen | Mit feuchten Händen Kugeln formen |
| 4. Wälzen | In Kakao, Nüssen, Kokos oder Streuseln |
| 5. Kühlen | 1 Stunde kalt stellen |
Chocolate & Cookie Bark: Schnelle Schokoladenverwertung
Chocolate & Cookie Bark kombiniert Schokolade mit zerbrochenen Plätzchen oder Keksen, ideal für trockene, knusprige Reste. Die Schokolade wird geschmolzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder Tablett gegeben. Kekse werden in nicht zu kleine Stücke zerbrochen und über die Schokolade gestreut.
Dieses Dreamteam verlängert die Haltbarkeit der Kekse erheblich, obwohl es in der Praxis schnell verzehrt wird. Die Zubereitung ist extrem einfach und zeitsparend. Kekse können alternativ zwei bis drei Monate eingefroren werden, um später verwendet zu werden.
Weitere kreative Verwertungsideen für Keksreste
Keksreste eignen sich für Crumble-Rezepte, bei denen Mehl und Haferflocken durch zerbröselte Kekse ersetzt werden. Geeignet sind Butterkekse, Spekulatius, Cookies oder Plätzchen. Aus Lebkuchen entstehen Desserts, Tortenböden, Trüffel oder Soßen. Spekulatius passt zu Schichtdesserts mit Äpfeln (auch mit Schoko-Doppelkeksen möglich), Spekulatius-Tiramisu oder abgewandeltem Apfelstrudel, wo Kekse statt Rosinen verwendet werden. Ähnlich bei Kaiserschmarrn oder Schoko-Crossies.
Diese Ideen erlauben Experimente mit Marmeladenkeksen oder anderen Sorten und variieren je nach verfügbaren Resten.
Tipps zur Vermeidung von Keksresten und richtige Lagerung
Um Keksreste zu minimieren, nur so viele backen oder kaufen, wie verzehrt oder verschenkt werden können. Richtige Lagerung hält Plätzchen länger frisch; detaillierte Tipps finden sich in Beiträgen zu Weihnachtsgebäck. Bio-Zutaten werden empfohlen, da Gebäck oft tierische Komponenten enthält; vegane Varianten vermeiden Tierleid. Fair gehandelte Schokolade ist vorzuziehen.
Kekse, die zu hart oder weich sind, wie Zimtsterne oder Butterplätzchen nach den Feiertagen, lassen sich durch Verwertung einem neuen Leben zuführen.
Schlussfolgerung
Die Verwertung von Keksresten durch Rezepte wie Omas Walnussplätzchen, Rumkugeln, Chocolate & Cookie Bark und Crumbles minimiert Abfall und schafft leckere Alternativen. Traditionelle Elemente wie Mürbeteig, Marmelade, Schokolade und Nüsse dominieren, ergänzt um einfache Techniken wie Zerkleinern, Verkneten oder Schmelzen. Diese Methoden sind schnell, erfordern geringe Aufwände und passen zu weihnachtlichen Traditionen. Die Signifikanz liegt in der Praktikabilität und Kreativität, die aus Resten neue Produkte macht, unterstützt durch Lagerungstipps zur Frischeerhaltung.