Kemm'sche Kuchen: Traditionelle Hamburger Braune Kekse in Rezepten und Zubereitung

Kemm'sche Kuchen stellen eine traditionelle Spezialität aus Hamburg dar, die seit 1782 produziert wird. Diese flachen, rechteckigen Kekse sind bekannt für ihre Knusprigkeit und ihren würzigen Duft nach Zimt und Nelken. Sie erinnern an Lebkuchen oder Russisch Brot und werden in Norddeutschland sowie Skandinavien geschätzt. Die Kekse eignen sich vielseitig für den Verzehr pur, als Beilage zu Brot oder in verschiedenen Rezepten. Der Teig besteht aus einer Mischung von Weizen- und Roggenmehl sowie Gewürzen wie Nelken, Zimt, Piment, Kardamom, Hirschhornsalz und Pottasche, die als Backtriebmittel wirkt. Pottasche ist Kaliumcarbonat, das in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt wird. Die Zubereitung des Teigs erfordert Kraft, da er steinhart ist und sich schwer kneten oder ausrollen lässt. In Rezepten werden die Kekse häufig zerbröselt für Böden verwendet oder mit Cremes kombiniert. Ein klassisches Beispiel ist die Füllung mit Maronencreme. Nährwertangaben pro 100 Gramm belaufen sich auf 742 kJ (177 kcal), 5,6 Gramm Eiweiß, 16,1 Gramm Kohlenhydrate und 9,8 Gramm Fett. Diese Eigenschaften machen die Kemm'sche Kuchen zu einem Bestandteil weihnachtlicher Traditionen in Hamburg.

Geschichte und Herkunft der Kemm'schen Kuchen

Die Kemm'schen Kuchen haben eine lange Tradition und werden seit 1782 in Altona, einem Stadtteil Hamburgs, hergestellt. Sie stammen aus der Bäckerei Kemm und gelten als Kultgebäck. Im Gegensatz zu veränderlichen Elementen der Hansestadt wie dem Michel oder dem Hafen bleiben die Kekse unverändert, was ihren Stolz auf die Konstanz unterstreicht. Die braunen Kuchen sind in Norddeutschland und Skandinavien beliebt. Ihr brauner, krosser Charakter und der würzige Duft nach Zimt und Nelken evozieren Assoziationen zu Weihnachten. Sie passen auf jeden weihnachtlichen bunten Teller und eignen sich sogar für Knusperhäuschen. Viele Hamburger verbinden Herbst und Wintermonate mit diesen Keksen. Die kommerzielle Produktion dauert über Jahrhunderte an, was keine andere traditionelle Produktgleichheit aufweist. Im Handel sind sie als "Kemm'sche Kuchen" bekannt, oft in Packungen à 200 Gramm. Eine Altonaer Spezialität seit 1782, die zu Hamburg wie ikonische Wahrzeichen gehört.

Die historische Kontinuität wird in mehreren Quellen bestätigt, die auf die Entwicklung durch die Bäckerei Kemm hinweisen. Die Kekse sind flach und rechteckig, zu Weihnachten auch in anderen Formen erhältlich. Ihre Super-Knusprigkeit unterscheidet sie von weicheren Gebäcksorten. Die Verwendung von Pottasche als Backtriebmittel ist charakteristisch, da dieses Mittel den Teig aufbläht und die typische Textur erzeugt. Pottasche findet Anwendung in der Herstellung von Farben, Feuerlöschmitteln und Seifen, im Backbereich dient es der Lockerung. Hirschhornsalz ergänzt die Triebmittel. Die Gewürzmischung aus Nelken, Zimt, Piment und Kardamom verleiht den Keksen ihren charakteristischen Geschmack. Der Teigprozess ist anspruchsvoll: Er verhärtet sich stark, was das Ausrollen erschwert. Dennoch ergibt dies die gewünschte fantastische Köstlichkeit. Quellen beschreiben den Kampf mit dem Teig als Schwerstarbeit, die jedoch belohnt wird.

Merkmale und Eigenschaften der Kemm'schen Kuchen

Kemm'sche Kuchen sind braun, kross und duften würzig. Sie sind super-knusprig und erinnern an Lebkuchen. Die typische Form ist flach und rechteckig, zu Weihnachten variieren Formen. Packungen wiegen 200 Gramm. Sie eignen sich für den Verzehr zu jeder Jahreszeit, zum Frühstück, Kaffee oder zwischendurch. Eine 67-jährige Konsumentin beschreibt sie als "cool wie die Reeperbahn". Die Kekse sind junggeblieben und passen zur dynamischen Stadt Hamburg. In Rezepten werden sie pulverisiert, zerbröselt oder ganz verwendet. Beim Zerbröseln eignen sie sich für Böden: In einen Gefrierbeutel geben und mit Nudelholz bearbeiten. Die Knusprigkeit bleibt erhalten, wenn mit geschmolzener Butter verknetet.

Nährwertangaben pro 100 Gramm:

Nährstoff Menge
Energie 742 kJ (177 kcal)
Eiweiß 5,6 g
Kohlenhydrate 16,1 g
Fett 9,8 g

Diese Werte beziehen sich auf die Variante mit Maronencreme und sind für die Bewertung der Kaloriendichte relevant. Die Kekse sind kalorienreich durch Fett und Kohlenhydrate, eignen sich aber in Maßen für Genussmomente.

Klassisches Rezept: Kemm'sche Kuchen mit Maronencreme

Ein bewährtes Rezept kombiniert Kemm'sche Kuchen mit Maronencreme für 20 Stück. Die Zubereitung dauert 45 Minuten.

Zutaten für 20 Stück:

Zutat Menge
Weiche Butter 80 g
Puderzucker 120 g
Lebkuchengewürz ½ TL
Maronencreme (süß, aus Glas) 100 g
Kemm'sche Kuchen (à 200 g) ½ Packung

Zubereitungsschritte: 1. Alle Zutaten mit den Quirlen des Handrührers zu einer glatten Creme verschlagen. 2. Die Hälfte der Kemm'schen Kuchen mit je 1 Teelöffel Maronencreme bestreichen. 3. Mit einem zweiten Keks bedecken.

Dieses Rezept wird in mehreren Quellen konsistent beschrieben und gilt als einfach. Die Creme verbindet sich harmonisch mit der Knusprigkeit der Kekse. Tipp: Frisch am besten, in einer Dose im Kühlschrank bis zu zwei Wochen haltbar. Gesamtzeit: 45 Minuten. Kalorien pro Portion: ca. 380, Arbeitszeit 1 Std. 30 Min. in erweiterten Varianten. Schwierigkeitsgrad: pfiffig.

Die Maronencreme ist fertig aus dem Glas, süß. Lebkuchengewürz verstärkt den weihnachtlichen Charakter. Die Kekse werden paarweise gefüllt, was Stabilität schafft. Diese Zubereitung eignet sich für Partys oder als Geschenk. Die Konsistenz der Creme muss glatt sein, um ein Austrocknen zu vermeiden.

Verwendung als Frühstückszusatz

Ein einfaches Rezept für das Hamburger Frühstück: ½ Rundstück (helles Brötchen) mit guter kalter Butter bestreichen und mit Kemm'schen Kuchen belegen. Dies unterstreicht die Alltagsverwendbarkeit. Die Butter sorgt für Geschmeidigkeit, der Keks für Knusprigkeit. Lecker und unkompliziert. Videoanleitungen existieren dazu. Die Kombination betont die regionale Tradition.

Kemm'sche Kuchen in Kuchenböden

In Torten und Kuchen dienen zerbröselte Kemm'sche Kuchen als Boden. Beispiel: Kekse fein zerbröseln (Moulinette, Mixer oder Gefrierbeutel mit Nudelholz). Butter schmelzen und mit den Bröseln mixen. In eine Kuchenform mit Backpapier geben, fest andrücken. Bei 180 °C 6-7 Minuten backen, auskühlen lassen. Für einen Apfelkuchenboden: Kemm'sche Kuchen (KK) fein zerbröseln, mit geschmolzener Butter verkneten. In Springform drücken, mit 2 EL Apfelgelee bestreichen. Dies bildet die Basis für Rührteig mit Apfelraspel, Zimt und Aroma. Der gebackene Rührteig wird daraufgesetzt. Die Gelatine einweichen für Cremes. Joghurt, Frischkäse, Zucker, pürierte und geraspelte Äpfel rühren. Die Bröselmasse schafft Stabilität und würzigen Unterton.

Ein weiteres Beispiel: Für einen Limettenkäsekuchenboden Kekse zerbröseln, mit Butter mischen, andrücken, 180 °C backen. Limettenmasse (Milchmädchen, Eigelb, Limettensaft, Abrieb) einfüllen, bei 140 °C 20 Minuten stocken lassen.

Anwendung in Tiramisu-Varianten

Hamburger Tiramisu wild nutzt Kemm'sche Kuchen. Zubereitung: Zucker karamellisieren, mit Rotwein ablöschen. Gefrorene Beerenfrüchte hinzufügen, um 1/3 reduzieren zu homogener Masse. Pürieren, kalt stellen. 2/3 mit Mascarpone vermengen. Im Gefäß stapeln. Die Kekse integrieren sich in Schichten, verleihen Knusprigkeit.

Weitere kulinarische Ideen mit Kemm'schen Kuchen

Pulverisieren: Brauner Zucker, Kemm'sche Kuchen, Zimt und Kakao 30 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren, Spatel nach unten schieben. Sahne, Milch, Kondensmilch 10 Minuten bei 90 °C Stufe 3 erhitzen. Wodka hinzufügen, 50 °C 3 Minuten Stufe 3 verrühren. In heiß ausgespülte Flaschen füllen. Dies ergibt eine Sirup-ähnliche Sauce.

Zu Tee oder Kaffee: Leicht mit Butter bestrichen genießen. Auf Brötchen belegen. Für Knusperhäuschen verwenden. Die Vielseitigkeit erstreckt sich auf Saisonen, besonders Herbst und Winter.

Tipps zur Handhabung und Lagerung

Teigzubereitung: Kraftaufwand beachten, da steinhart. Für Böden: Gleichmäßig andrücken. Lagerung: Gefüllte Kekse in Dose im Kühlschrank zwei Wochen. Frisch optimal. Formen: Springform 26 cm für Torten. Backtemperaturen: 160 °C Umluft für Rührteig, 180 °C für Böden.

Schlussfolgerung

Kemm'sche Kuchen sind seit 1782 eine unveränderliche Hamburger Tradition. Ihre Knusprigkeit, würzigen Gewürze und Vielseitigkeit in Rezepten wie Maronencreme-Füllung, Böden oder Tiramisu machen sie wertvoll. Nährwerte und Zubereitungsdetails unterstützen präzise Anwendungen. Die Quellen bestätigen Konsistenz in Geschichte und Rezepten, mit regionaler Relevanz für Norddeutschland.

Quellen

  1. https://www.kemm-hamburg.de/rezepte/
  2. https://www.kochbar.de/rezept/227281/Kemm-sche-Kuchen-mit-Maronencreme.html
  3. https://hamburg.t-online.de/region/hamburg/id_100296658/hamburg-weihnachtskekse-traditionelles-rezept-fuer-braune-kuchen-.html
  4. http://www.kemm-hamburg.de/
  5. https://www.brigitte.de/rezepte/kemm-sche-kuchen-mit-maronencreme-10536824.html
  6. https://www.gekonntgekocht.de/kochlexikon/hamburger-braune-kuchen-kemmsche-kuchen/

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