Lemon Curd Kekse verbinden einen buttrigen Mürbeteig mit einer fruchtig-säuerlichen Zitronencreme, die als Füllung dient. Diese Plätzchen zeichnen sich durch eine zarte, saftige Textur aus, eine leicht knusprige Kruste und ein charakteristisches rissiges Muster auf der Oberfläche aus. Die sonnengelbe Farbe der Füllung macht sie zu einem optischen Hingucker. Die Zubereitung basiert auf einem Engelsaugen-Grundteig, der mit Lemon Curd gefüllt wird. Lemon Curd selbst kann vorab hergestellt oder gekauft werden und dient traditionell als Brotaufstrich oder Tortenfüllung. Die Kekse eignen sich das ganze Jahr über, sind einfach mit gängigen Zutaten zuzubereiten und passen zu Kaffee, als Dessert oder Snack. Verschiedene Rezepte variieren in Mengenangaben und Schritten, wobei der Teig gekühlt wird, zu Kugeln geformt und mit einer Mulde für die Füllung versehen wird. Das Backen erfolgt bei 180 °C für 10 bis 12 Minuten.
Ursprung und Tradition von Lemon Curd
Lemon Curd hat seinen Ursprung in Großbritannien, wo es erstmals im 19. Jahrhundert auftauchte. Dort wurde es traditionell als Füllung für Torten und Gebäck sowie als Brotaufstrich verwendet. Ein klassischer Bestandteil des englischen Afternoon Tea ist Lemon Curd, das oft mit Scones und Clotted Cream serviert wird. Die Creme besteht aus Zitronensaft, Zucker, Eiern und Butter, die vorsichtig erhitzt und gerührt werden, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Fertigen Lemon Curd gibt es in gut sortierten Supermärkten oder englischen Läden. In den Keksen bringt die leicht säuerliche Frische der Zitronencreme eine erfrischende Note, die an Sommer und Urlaub erinnert.
Die Integration von Lemon Curd in Kekse wandelt den klassischen Brotaufstrich in eine Füllung um, die den Teig durchfeuchtet und für Saftigkeit sorgt. Dieses Konzept ähnelt Engelsaugen-Plätzchen, die traditionell mit Gelee gefüllt werden, hier jedoch mit Zitronencreme für eine fruchtigere Variante.
Zutaten für den Keksteig
Der Teig für Lemon Curd Kekse basiert auf Mürbeteigzutaten wie Mehl, Puderzucker, Butter, Eiern oder Eigelben und Zitronenabrieb. Die genauen Mengen variieren je nach Rezept, was Anpassungen an die gewünschte Menge ermöglicht. Eine Prise Salz rundet das Aroma ab. Die Butter sollte kalt oder weich sein, je nach Methode.
Hier eine Übersicht über Zutaten aus den verfügbaren Rezepten in Tabellenform:
| Rezeptquelle | Mehl (g) | Puderzucker (g) | Butter (g) | Eier/Eigelb | Zitrone (Schale) | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Variante 1 | 300 | 100 | 200 | 3 Eigelb | 1 Zitrone | Prise Salz |
| Variante 2 | 250 | 75 | 150 | 2 Eigelb | 1 Zitrone | - |
| Variante 3 | 400 | 150 | 250 | 1 Ei | - | 1 TL Vanilleextrakt, Prise Salz |
Diese Tabelle zeigt, dass für etwa 35 bis 50 Kekse 250 bis 400 g Mehl verwendet werden. Der Zitronenabrieb einer unbehandelten Bio-Zitrone ist essenziell für das Aroma. Vanillezucker oder -extrakt tritt in einer Variante auf. Die Füllung beträgt ca. 75 g Lemon Curd, kann aber angepasst werden.
Lemon Curd herstellen
Lemon Curd ist die zentrale Komponente und sollte vorab zubereitet werden, um vollständig abzukühlen. Es wird in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahrt.
Eine detaillierte Zubereitung aus den Angaben:
- Zutaten für Lemon Curd: 150 ml Zitronensaft (ca. 3 Zitronen), Zesten einer Bio-Zitrone, 175 g Zucker, 2 TL Vanillezucker, 40 g Butter, 4 Eier (Größe M).
Schritte:
Zitronensaft, Zesten, Zucker, Vanillezucker und Butter in einen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren erwärmen, bis es einmal kurz aufblubbert.
Die Eier verquirlen und durch ein Sieb in eine hitzebeständige Schüssel streichen.
Die heiße Zitronensaftmischung langsam in einem dünnen Strahl unter stetigem Rühren zur Eimasse gießen.
Die gesamte Masse durch ein Sieb zurück in den Topf gießen, Zesten abfangen.
Bei kleiner Flamme unter stetigem Rühren erwärmen, bis es cremig eindickt. Sofort in sterile Gläser abfüllen, verschließen und abkühlen lassen.
Alternative Methode: Zitronensaft erhitzen, bis fast kochend. Heißen Saft zu Eigelbmasse gießen, zurück in den Topf, bei mittlerer Hitze kochen und 1-2 Minuten köcheln lassen, bis es andickt. Durch Sieb gießen, Butter einrühren, abkühlen.
Das Ergebnis ist eine cremige, fruchtige Masse mit säuerlicher Note, die die Kekse saftig macht.
Teig zubereiten
Der Keksteig entsteht durch schnelles Kneten, um die Butter kalt zu halten und Mürbigkeit zu gewährleisten.
Ausführliche Schritte basierend auf den Varianten:
Mehl, Puderzucker, Salz und Zitronenschale in einer Schüssel mischen.
Butter (kalt in Würfeln oder weich) und Eigelb oder Ei hinzufügen.
Mit Händen, Knethaken oder Food Processor verkneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Vermeide Überkneten, um Weichheit zu erhalten.
Teig zu einer Kugel oder Schlange formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühlen. Dies erleichtert das Portionieren und verhindert Weichwerden.
In einer Variante wird der Teig auf 3 mm ausgerollt, was eine dünnere Textur ergibt. Die Kühlung ist in allen Rezepten empfohlen.
Kekse formen und füllen
Nach dem Kühlen den Teig portionieren:
Backblech mit Backpapier belegen.
Teig in kleine Kugeln rollen (Größe für ca. 50 Stück bei 250 g Mehl).
Mit Daumen oder Holzlöffel eine Mulde in jede Kugel drücken. Diese werden als Thumbprint Cookies bezeichnet.
Fülloptionen:
Vor dem Backen füllen: Mulde mit Lemon Curd füllen. Nach Abkühlen besser lagerbar in Dosen, da keine Haftung.
Nach dem Backen füllen: Kekse backen, abkühlen lassen, dann füllen. Ideal für sofortigen Verzehr, da die Füllung frisch bleibt.
Beide Methoden funktionieren. Nach dem Backen mit Puderzucker bestreuen für optischen Effekt.
Backprozess
Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder Umluft vorheizen. Kekse 10-12 Minuten backen, bis leicht gebräunt und das Muster rissig wird. Nicht zu lange backen, um Zartheit zu erhalten. Auf Gitter abkühlen lassen.
Das Backen erzeugt eine knusprige Kruste, während der Kern saftig bleibt durch die Füllung.
Textur und Geschmackseigenschaften
Die Kekse sind zart, weich, saftig, cremig und fruchtig. Sie zergehen auf der Zunge, ergänzt durch die knusprige Kruste und das aromatische Lemon Curd. Die Zitronennote ist erfrischend säuerlich-süß. Optisch heben sie sich durch gelbe Füllung und rissiges Muster ab. Geeignet für Sommer, aber ganzjährig.
Lagerung und Aufbewahrung
Abgekühlte Kekse in Dosen stapeln, besonders bei Vor-Füllung. Nach-Füllung-Kekse nicht stapeln, da Füllung haftet. Lemon Curd im Voraus kühlen.
Variationen der Rezepte
Die Rezepte unterscheiden sich in Mengen und Feinheiten:
Variante 1 (für 2 Bleche): 300 g Mehl, 100 g Puderzucker, 1 Prise Salz, Schale 1 Zitrone, 3 Eigelb, 200 g Butter. Teig mischen, kühlen, Kugeln mit Loch füllen, 10-12 Min. backen.
Variante 2 (ca. 50 Stück): 250 g Mehl, 75 g Puderzucker, Schale 1 Zitrone, 150 g kalte Butter, 2 Eigelb. Food Processor verwenden, Teig zu Schlange formen, kühlen 30 Min., Mulde drücken.
Variante 3 (35 Stück): 400 g Mehl, Prise Salz, 150 g Puderzucker, 1 TL Vanilleextrakt, 1 Ei, 250 g weiche Butter. Teig kneten, 30 Min. kühlen, ausrollen auf 3 mm.
Tipps: Viel Zitronenabrieb für Aroma, Puderzucker nach Abkühlen. Umluft erfordert ggf. kein Vorheizen.
Vollständiges Rezeptbeispiel
Zutaten für ca. 50 Lemon Curd Kekse:
Teig:
250 g Weizenmehl
75 g Puderzucker
Geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
150 g kalte Butter in Würfeln
2 Eigelb (Gr. M)
Füllung:
- Ca. 75 g Lemon Curd (selbstgemacht oder gekauft)
Zum Bestreuen:
- Puderzucker
Zubereitung:
Mehl, Puderzucker, Zitronenschale und Butterwürfel mit Food Processor oder Händen verkneten.
Eigelbe einarbeiten, zu glattem Teig formen, in Folie 30 Min. kühlen.
Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen, Blech mit Papier belegen.
Teig zu Kugeln rollen, Mulde drücken, optional füllen.
10-12 Min. backen, abkühlen, füllen falls nachgebacken, mit Puderzucker bestreuen.
Dieses Rezept kombiniert Elemente der Quellen für Einfachheit.
Praktische Tipps für den Erfolg
Bio-Zitronen mit unbehandelter Schale verwenden.
Butter kalt halten für mürbigen Teig.
Lemon Curd vollständig abkühlen lassen.
Teig nicht überkneten.
Nach Abkühlen Puderzucker streuen.
Diese Maßnahmen sorgen für konsistente Ergebnisse.
Anwendung und Serviervorschläge
Die Kekse passen zum Kaffee, als Dessert oder Snack. Ihre Sommerfrische macht sie vielseitig. Kombination mit anderen Zitronenrezepten möglich.
Schlussfolgerung
Lemon Curd Kekse bieten eine Kombination aus zartem Mürbeteig und cremiger Zitronenfüllung, die durch einfache Zutaten und Schritte entsteht. Die Variationen in Mengen und Methoden erlauben Anpassungen, wobei Kühlung, präzises Formen und Backen bei 180 °C zentral sind. Die Tradition aus Großbritannien unterstreicht die Relevanz der Creme. Die Plätzchen überzeugen durch Textur, Aroma und Optik und eignen sich ganzjährig.