Marmeladenkekse: Traditionelle Rezepte für Familienbacken
Marmeladenkekse stellen eine einfache und bewährte Variante des Mürbeteigs dar, die in mehreren Rezepturen als grundlegende Plätzchen beschrieben wird. Sie eignen sich für verschiedene Anlässe wie Weihnachten, Valentinstag oder spontane Naschereien und lassen sich gut lagern. Die Zubereitung basiert auf einer Kombination aus Mehl, Butter, Zucker und Ei, ergänzt durch Marmelade als Füllung. Der Teig wird geknetet, gekühlt, ausgerollt oder zu Kugeln geformt und mit Marmelade gefüllt, bevor er gebacken wird. Verschiedene Quellen betonen die Kälte des Teigs für eine gute Formstabilität und empfehlen Marmeladen ohne Stücke oder pürierte Varianten. Diese Kekse sind vielseitig anpassbar, etwa durch Zitronenabrieb, Mandeln oder vegane Alternativen, und eignen sich für das Backen mit Kindern.
Grundzutaten für den Mürbeteig
Die Basis für Marmeladenkekse bildet ein klassischer Mürbeteig, dessen Zutaten in den beschriebenen Rezepten variieren, aber grundlegende Komponenten teilen. Häufig genannte Mengen lauten: 250 g Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630), 125 g bis 150 g Butter, 75 g bis 100 g Zucker (Rohrzucker, Puderzucker oder mit Vanillezucker), 1 Ei oder 3 Eigelb, 1 Prise Salz und 1 Packung Vanillezucker oder Vanille-Extrakt. In einer Variante kommen 225 g ungesalzene Butter bei Zimmertemperatur und 100 g Puderzucker zum Einsatz. Gemahlene Mandeln werden in manchen Rezepten als Teigbestandteil erwähnt, ohne genaue Menge.
Butter sollte kalt oder weich bei Zimmertemperatur sein, je nach Rezept. Kalte Butter in Stückchen wird in eine Mulde des Mehlhaufens gegeben, während weiche Butter direkt mit den anderen Zutaten verknetet wird. Für die Füllung dienen 150 g bis 200 g Marmelade oder Konfitüre nach Wahl, idealerweise ohne Stücke, wie Himbeere, Erdbeere, Aprikose, Kirsch oder Waldfrucht. Zusätzlich können 50 g blanchierte, gehackte Mandeln zum Dekorieren verwendet werden. Puderzucker dient der Bestäubung nach dem Abkühlen.
| Zutat | Häufige Menge (Beispiel [1]) | Variationen aus anderen Quellen |
|---|---|---|
| Mehl | 250 g | Weizen 405 oder Dinkel 630 [6] |
| Butter | 125 g | 150 g kalt [6], 225 g weich [5] |
| Zucker | 75 g + Vanillezucker | 100 g Puderzucker [2], 100 g Rohrzucker [6] |
| Ei/Eigelb | 1 Ei | 3 Eigelb [6] |
| Marmelade | 200 g | 150 g ohne Stücke [2] |
| Sonstiges | Zitronenabrieb (1 TL), Salz | Mandeln gehackt 50 g [2], Backpulver 1 TL [6] |
Diese Tabelle fasst die zentralen Zutaten zusammen und zeigt Abweichungen, die auf unterschiedliche Rezepttraditionen hinweisen.
Teigzubereitungsschritte
Die Teigzubereitung beginnt mit dem Vermischen der trockenen Zutaten. Mehl wird in eine Schüssel gegeben, mit Backpulver, Salz und Zucker vermengt, wobei eine Mulde geformt wird. Butterstücke, Ei oder Eigelb sowie Vanillezucker werden hinzugefügt und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verknetet. In einer Variante siebt man Mehl und Puderzucker, fügt Ei, Butter, Vanille-Extrakt und Salz hinzu und knetet homogen. Der Teig wird zu einer Kugel geformt, in Frischhaltefolie gewickelt und mindestens 30 Minuten bis eine Stunde gekühlt, damit er fest wird.
Bei Zimmertemperatur leicht aufwärmen lassen, falls nötig. Optionale Ergänzungen umfassen 0,5 bis 1 Teelöffel geriebene Zitronenschale. Der kalte, feste Teig lässt sich besser verarbeiten und behält beim Ausrollen oder Formen seine Form. Dies verhindert, dass die Kekse im Ofen auslaufen.
Ausformen der Kekse
Zwei Hauptmethoden dominieren: Ausstechen und Kugelformen.
Beim Ausstechen wird der Teig auf bemehlter Fläche oder Silikonmatte 0,4 bis 0,5 cm dick ausgerollt. Kreise, Herzen oder Blumenformen werden ausgestochen. Aus der Hälfte der Kreise wird zusätzlich ein Herz herausgestochen. Die Formen mit Abstand auf mit Backpapier belegtes Blech verteilen. Bei zu warmer Konsistenz den Teig 5 Minuten kühlen.
Alternativ walnussgroße Kugeln (ca. 2 cm Durchmesser) rollen, Mulde mit Daumen, Finger oder Kochlöffelrückseite eindrücken. Diese Methode eignet sich für gefüllte Kekse ohne Ausstecher. Unregelmäßigkeiten lassen sich mit Dekoration kaschieren.
Füllung und Dekoration mit Marmelade
Die Marmelade wird nach dem Formen oder Backen hinzugefügt. Bei Ausstechern kühlen die Kekse vollständig ab, dann werden runde und Herzkekse mit Marmelade zusammenkleben. Himbeerkonfitüre wird empfohlen, aber jede Sorte passt.
Bei Kugeln oder vor dem Backen die Mulde mit Marmelade füllen. Marmelade in Spritzflasche füllen und vom Rand zur Mitte spritzen, um Überlaufen zu vermeiden. Menge kontrollieren, da zu viel Marmelade im Ofen ausläuft. Danach gehackte Mandeln leicht andrücken, was dekorativ wirkt und Unebenheiten ausgleicht. Namen, Herzen oder Sterne aufmalen mit Spritzflasche.
Marmelade ohne Stücke oder fein püriert eignet sich am besten, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Sorten wie Kirschmarmelade erzeugen Farbvariationen.
Backprozess und Abkühlung
Den Ofen auf 175-180 °C Ober-/Unterhitze oder Umluft vorheizen. Bleche mit Backpapier auslegen. Kekse je nach Größe 8-10 Minuten bis 12-15 Minuten backen, bis Ränder goldbraun sind. Kleinere Kekse brauchen weniger Zeit. Nach dem Backen einige Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf Gitter vollständig erkalten. Dies verhindert Verformung.
Füllung nach dem Backen verhindert Auslaufen, während vor dem Backen saftige Zentren entstehen. Außen knusprig, innen weich.
Variationen und Anpassungen
Mandelkekse integrieren gemahlene Mandeln in den Teig für Nussigkeit. Mandeln gehackt obendrauf verstärken den Effekt.
Vegane Adaption ersetzt Butter durch vegane Butter oder Margarine (letztere ergibt weicheren Teig) und Ei durch 60 ml pflanzliche Milch wie Mandelmilch oder Hafermilch. Dies ermöglicht breite Nutzung.
Zitronenabrieb sorgt für Frische. Backpulver in manchen Rezepten lockert den Teig leicht. Unterschiedliche Marmeladensorten erzeugen Vielfalt.
Diese Kekse eignen sich für Kinderbacken: Teig kneten, Mulden drücken, Füllen. Traditionell mit Schürze für Kinder.
Praktische Tipps und Tricks
Teigkühlung ist entscheidend: Zu warmer Teig lässt sich schwer ausstechen; auf Silikonmatte rollen und kühlen. Marmelade sparsam dosieren. Nach Backen auf Gitter kühlen für Knusprigkeit.
Lagerung: Vollständig abgekühlt in Dose aufbewahren, halten sich lange als Grundnahrungsmittel. In Keksdose für Vorrat.
Backbleche vorbereiten, Abstände einhalten. Puderzucker nach Abkühlen bestäuben.
Detailliertes Rezeptbeispiel: Mürbeteig-Ausstecher mit Marmelade
Basierend auf einer konsistenten Rezeptur:
Zutaten für den Teig (ca. 40 Kekse): - 250 g Mehl - 75 g Zucker - 1 Pck. Vanillezucker - 1 Prise Salz - 125 g Butter - 1 TL Zitronenabrieb - 1 Ei
Zum Füllen und Bestreuen: - 200 g Marmelade (z. B. Himbeere) - Puderzucker
Zubereitung: 1. Alle Teigzutaten in Schüssel geben, zu glattem Teig verkneten. Abdecken, 30 Minuten kühlen. 2. Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bleche mit Backpapier belegen. 3. Teig 0,5 cm dick ausrollen. Kreise ausstechen, Hälfte mit Herz ausstechen. Auf Bleche verteilen. 4. Blechweise 8-10 Minuten backen. Vollständig auskühlen. 5. Runde mit Herz kekse mit Marmelade zusammenkleben. Mit Puderzucker bestäuben.
Dieses Rezept ist einfach und ertragreich.
Weitere Rezeptvariation: Gefüllte Kugeln mit Mandeln
Zutaten: - 250 g Mehl - 1 TL Backpulver - 100 g Rohrzucker - 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker - 1 Prise Salz - 3 Eigelb - 150 g kalte Butter - Marmelade (fein püriert) - Optional: 50 g gehackte Mandeln
Zubereitung: 1. Mehl mit Backpulver, Salz mischen, Mulde formen. Butterstücke, Eigelb, Zucker, Vanillezucker hinzufügen, verkneten. Kugel formen, 1 Stunde kühlen. 2. Ofen 175-180 °C Umluft vorheizen. Blech belegen. 3. Teigkugeln (2 cm Ø) rollen, Mulde drücken. Marmelade einfüllen, Mandeln draufdrücken. 4. 12-15 Minuten backen, bis Ränder goldbraun. Auf Blech abkühlen, dann Gitter.
Diese Variante ist fix und für Anfänger geeignet.
Lagerung und Haltbarkeit
Vollständig abgekühlt auf Kuchenrost trocknen, dann in Dose. Sie halten sich lange, ideal für Vorrat. Marmelade kann auslaufen, daher trocken lagern.
Anwendungstipps für Familien
Kekse für spontane Besuche oder Nachmittage. Kinder helfen beim Kneten, Formen, Füllen. Dekorieren mit Namen fördert Kreativität. Verschiedene Marmeladen für Farbenspiel.
Potenzielle Herausforderungen und Lösungen
Zu viel Marmelade führt zu Überlaufen: Sparsam spritzen. Weicher Teig: Länger kühlen. Unebene Füllung: Mit Mandeln kaschieren. Margarine in veganer Variante macht Teig weicher: Vegane Butter bevorzugen.
Vergleich der Methoden
Ausstechen ergibt gleichmäßige Paare, Kugeln sind schneller ohne Ausstecher. Vorheriges Füllen saftig, nachher sicherer gegen Auslaufen.
Durch diese Vielfalt passen Marmeladenkekse zu jedem Haushalt.
Schlussfolgerung
Marmeladenkekse aus Mürbeteig sind durch ihre einfache Zubereitung, anpassbare Zutaten und gute Lagerfähigkeit von Bedeutung. Die beschriebenen Methoden – Ausstechen mit Kleben oder Muldenformen mit Füllung – ermöglichen Variationen wie Mandeln oder vegane Optionen. Kühllaufzeiten und präzise Marmeladendosierung gewährleisten Erfolg. Sie dienen als vielseitige Plätzchen für Familie und Anlässe.
Quellen
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