Schokopuddingpulver selber machen: Rezepte, Zubereitung, Variationen und Profi-Tipps

Einführung

Schokopuddingpulver ist ein praktischer Helfer in der Küche, mit dem sich ein gleichmäßig sämiger, aromatischer Schokopudding schnell und zuverlässig zubereiten lässt. Für viele Hausmannskost-Köche ist selbst gemachtes Puddingpulver eine smarte Alternative zu gekauften Tütchen, da es eine kontrollierbare Zutatenliste bietet und zugleich die Zubereitung beschleunigt. Die Grundidee ist simpel: Trockenzutaten wie Speisestärke, Zucker und Kakaopulver werden im richtigen Verhältnis gemischt, gelagert und später mit Milch zu Pudding verarbeitet. Je nach Geschmack und Anspruch lassen sich Varianten mit Eigelb, Zartbitterschokolade oder speziellen Süßungsmitteln zubereiten. Im Folgenden werden die wichtigsten Methoden, Zutaten und Arbeitsschritte aus der verfügbaren Rezeptliteratur zusammengefasst, sodass Sie das Puddingpulver für 500 ml Milch passgenau herstellen und verarbeiten können.

Die Datenlage zeigt, dass selbstgemachtes Schokopuddingpulver tatsächlich mit nur wenigen Komponenten auskommt und sich sowohl für klassische Milch als auch für pflanzliche Alternativen eignet. Neben der einfachen Standardmischung bieten die Quellen auch Low-Carb-Varianten ohne Stärke und ohne Zucker sowie schokoladige Rezepturen mit geriebener Zartbitterschokolade. Diese Spannbreite ermöglicht es, das Pulver an unterschiedliche Ernährungswünsche und Geschmackspräferenzen anzupassen. Der vorliegende Ratgeber ist neutral und praxisorientiert strukturiert und möchte Ihnen mit klaren, schrittweisen Anleitungen und übersichtlichen Vergleichsdarstellungen zuverlässige Orientierung geben.

Was ist Schokopuddingpulver und welche Vorteile bietet es?

Schokopuddingpulver ist eine vorbereitete, trockene Mischung aus Bindemittel (typischerweise Speisestärke), Süßungsmitteln und Kakaopulver oder Schokolade. Es dient als Grundlage für die schnelle Zubereitung eines Schokopuddings, indem es die Konsistenz, den Geschmack und die Farbe gleichmäßig steuert. Der Hauptvorteil liegt in der Zeitersparnis: Die Trockenmischung kann im Voraus zubereitet, in luftdichten Gläsern gelagert und bei Bedarf zügig mit Milch verarbeitet werden. Wer Wert auf kontrollierte Inhaltsstoffe legt, profitiert zudem von der Möglichkeit, auf Zusatzstoffe zu verzichten und die Süße individuell anzupassen.

Aus Sicht der Küchenpraxis ist das Pulver vielseitig: Es eignet sich für normale Milch, aber auch für pflanzliche Alternativen wie Mandelmilch. Die trockene Form minimiert das Risiko, beim Andrühren Klumpen zu bekommen, sofern die Mischung gründlich mit einer kleineren Milchportion vorgezogen wird, bevor der Rest aufgekocht wird. Für Fans von besonders sämiger Konsistenz enthält die Literatur außerdem Hinweise zur Verwendung von Eigelb oder Schokolade. Die Aufbewahrung in sterilen, kühlen und trockenen Gefäßen sorgt für Haltbarkeit und verhindert Feuchtigkeitsaufnahme.

Grundzutaten und ihre Funktionen

Die Qualität des Puddings hängt von den verwendeten Zutaten und deren Verhältnissen ab. Aus den Quellen ergeben sich folgende Kernkomponenten:

  • Speisestärke: dient als Bindemittel und sorgt für die andickende Wirkung. Sie wird zunächst in eine kleinere Milchportion eingerührt, während der Rest der Milch separat erhitzt wird.
  • Zucker: süßt den Pudding und trägt zur текстуреllen Balance bei. Die klassischen Rezepte nutzen Haushaltszucker.
  • Kakaopulver: liefert Schokoladenaroma und Farbe. Je nach Sorte variiert die Intensität; die Mischung sollte homogen erfolgen.
  • Zartbitterschokolade (optional): kann gerieben oder fein zerkleinert dem Pulver beigegeben werden, um eine tiefe Schokoladennote zu erzeugen.
  • Eigelb (optional): wird in manchen Rezepten für zusätzliche Sämigkeit und glänzende Oberfläche mit verarbeitet, indem es mit der Stärke-Mischung vor dem Erhitzen glattgerührt wird.
  • Vanilleextrakt (optional): rundet das Aroma ab, insbesondere in Vanille-orientierten Mischungen.
  • Salz (optional): intensiviert den Geschmack, wenn es in geringer Menge zur Trockenmischung hinzugefügt wird.
  • Süßungsmittel-Varianten: neben Zucker wird in zahnfreundlichen Ansätzen Xylit genannt; in Low-Carb-Rezepturen ohne Stärke werden alternative Bindemittel wie Xanthan, Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl eingesetzt.

Die Zutaten werden trocken vermischt, bevor sie mit Milch verarbeitet werden. Die Quellen weisen darauf hin, dass eine gleichmäßige Verteilung entscheidend ist, um Klumpen zu vermeiden.

Grundrezepte für Schokopuddingpulver

Die folgenden Zubereitungen stützen sich auf die in den Quellen beschriebenen Ansätze und sind für 500 ml Milch ausgelegt. Sie bieten eine Bandbreite von der einfachen Trockenmischung bis zur Low-Carb-Variante.

Einfache Trockenmischung aus Speisestärke, Zucker und Kakaopulver

Die klassische Trockenmischung setzt auf drei Komponenten: Speisestärke, Zucker und Kakaopulver. Die Zutaten werden in einer Schüssel gründlich vermengt, bis eine homogene Pulvermasse entsteht. Dieser Ansatz ist schnell, unkompliziert und vielseitig einsetzbar, da er mit Milch und pflanzlichen Alternativen funktioniert.

Zur praktischen Umsetzung empfiehlt die Literatur, das fertige Pulver in ein großes, sauberes Glas zu füllen, luftdicht zu verschließen und zu beschriften. So bleibt es trocken und einsatzbereit. Für die Verarbeitung wird ein kleiner Teil der Milch (z. B. ein Drittel) abgenommen, mit dem Pulver glatt eingerührt und anschließend der Rest der Milch zum Kochen gebracht. Die angerührte Mischung wird unter Rühren in die heiße Milch gegeben, kurz andicken gelassen und der fertige Pudding in Gläser oder Schüsseln gefüllt. Dieses Vorgehen minimiert die Klumpenbildung und sorgt für eine gleichmäßige Konsistenz.

Schokopuddingpulver mit geriebener Zartbitterschokolade

Eine aromatische Variante nutzt zusätzlich geriebene Zartbitterschokolade. Die Schokolade wird zunächst in kleine Stücke gebrochen und fein zerkleinert. Anschließend werden Stärke, Zucker und Kakaopulver hinzugefügt und alles gründlich vermischt. Die Schokolade verleiht dem Pulver eine dezente Bitternote und eine sämigere Textur beim Andicken.

Die Trockenmischung wird in sterile Gläser gefüllt und an einem kuhlen, trockenen Ort gelagert, um Feuchtigkeit zu vermeiden. Bei der Zubereitung wird die Mischung zunächst mit einem kleineren Teil der Milch glatt gerührt, während der Rest erhoben wird. Die heiße Milch wird dann unter stetigem Rühren mit der Pulvermischung verbunden, damit sich Schokolade und Stärke gleichmäßig verteilen. Die Literatur betont, dass die Temperatur, bei der Wasser zu kochen beginnt, je nach Höhenlage variieren kann. Um ein Überkochen zu vermeiden, sollten bei manuellen Rezepten Kochtemperaturen zwischen etwa 93 °C und 100 °C berücksichtigt und entsprechend angepasst werden.

Low-Carb-Variante ohne Stärke und ohne Zucker

Für eine zahnfreundliche und kohlenhydratarme Alternative bietet die Literatur ein Rezept, das auf klassische Stärke verzichtet. Anstelle von Speisestärke werden alternative Bindemittel eingesetzt, die eine sämige Konsistenz ohne Zucker ermöglichen. Die Quellen weisen darauf hin, dass die Konsistenz bei der Verwendung von Xanthan, Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl anders ausfallen kann als bei Stärke, was eine präzise Dosierung erfordert.

Das spezifische Low-Carb-Rezept nennt 85 g Butter (oder vegane Margarine), 500 ml Milch (oder eine Alternative wie Mandelmilch oder eine Mischung aus Wasser und Sahne) als Basis für die Zubereitung. Die Trockenmischung für das Puddingpulver selbst enthält die genannten Bindemittel und ist auf 500 ml Milch ausgelegt. Diese Variante eignet sich für glutenfreie, vegane und ketogene Ernährungsweisen, sofern die gewählten Milch- und Bindemittel-Optionen den jeweiligen Ansprüchen entsprechen. Die Zubereitung unterscheidet sich insofern, als dass die Bindung ohne Stärke erfolgt und der Fettanteil den Mundgefühl moduliert.

Zahnfreundliche Variante mit Xylit

In einer weiteren Alternative wird Xylit als Süßungsmittel eingesetzt. Die Trockenmischung besteht aus Speisestärke, Xylit und Kakaopulver. Diese Zusammenstellung richtet sich an Personen, die den Zuckeranteil reduzieren möchten, ohne auf die gewohnte sämige Konsistenz zu verzichten. Die Verarbeitung bleibt dieselbe: Ein Teil der Milch wird zum Andrühren der Trockenmischung verwendet, der Rest wird erhitzt und die Mischung unter Rühren hinzugefügt. Die Quellen geben an, dass die Mischung ausreichend für 500 ml Pflanzenmilch ist und sich ebenso mit Milch zubereiten lässt.

Zubereitungsarten für den Schokopudding

Die Verarbeitung des Pulvers zu fertigem Pudding erfolgt in klaren Schritten. Die verfügbaren Quellen beschreiben unterschiedliche Methoden, die je nach Küchenausstattung oder Vorlieben gewählt werden können.

Klassische Topf-Methode

Die klassische Zubereitung im Topf gliedert sich in folgende Arbeitsschritte: Zunächst wird ein kleinerer Teil der Milch abgenommen und erwärmt. Der Rest der Milch wird in einem separaten Topf erhitzt. Währenddessen wird die Trockenmischung mit der kühleren Milchportion glatt gerührt, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Sobald die Milch im Topf kocht, wird die angerührte Mischung unter kräftigem Rühren zugegeben. Durch die Hitze bindet die Stärke die Flüssigkeit, der Pudding dickt an und erhält seine finale Konsistenz. Dieser Ansatz ist transparent, zuverlässig und erfordert lediglich einen Herd und Rührutensilien.

Ein Tipp aus den Quellen betrifft die Verwendung von Eigelb: Wer den Pudding samtiger mag, rührt das Eigelb gemeinsam mit der Trockenmischung an, bevor die heiße Milch hinzugefügt wird. Diese Methode sorgt für eine glänzende Oberfläche und ein vollmundiges Mundgefühl. Für eine schokoladigere Note empfiehlt es sich, die Zartbitterschokolade erst im heißen, aber nicht mehr kochenden Pudding unterzurühren, damit sie schmilzt, ohne zu verbrennen.

Thermomix-/Cookit-Methode

Wer einen Thermomix oder Cookit nutzt, kann die Trockenmischung direkt im Gerät zubereiten. Die Zartbitterschokolade wird zunächst in etwa 3 cm große Stücke gebrochen und mit dem Universalmesser bei hoher Drehzahl kurz zerkleinert. Anschließend werden Speisestärke, Zucker und Kakaopulver eingewogen und alles bei mittlerer Drehzahl zu einer homogenen Mischung verarbeitet. Danach wird die Trockenmischung in sterile Gläser gefüllt und kühl, trocken gelagert.

Für die Zubereitung des Puddings wird ein kleiner Teil der Milch in den Topf gegeben und auf Temperatur gebracht, während die Trockenmischung mit dem restlichen kalten Milchanteil glatt angerührt wird. Nach dem Erhitzen wird die angerührte Mischung unter Rühren zugegeben und kurz andicken gelassen. Bei der Verwendung automatischer Programme ist es hilfreich, die Hinweise des Geräts zu beachten und gegebenenfalls Temperatur und Zeit leicht anzupassen, um ein Überkochen zu vermeiden. Die Quellen weisen darauf hin, dass die Kochtemperatur abhängig von der Höhe des Wohnorts variiert; eine Orientierung zwischen etwa 93 °C und 100 °C kann hier als Richtwert dienen, um die Kontrolle über den Garprozess zu behalten.

Milchersatz-Varianten

Die klassischen Rezepte funktionieren auch mit pflanzlicher Milch. Mandelmilch, Hafermilch oder Sojamilch lassen sich als Alternative zur Kuhmilch nutzen. Für Low-Carb- oder fettreduzierte Ansätze empfiehlt die Literatur auch Mischungen aus Wasser und Sahne im Verhältnis 1:1, um die Cremigkeit zu unterstützen, ohne den Kohlenhydratanteil zu stark zu erhöhen. Wichtig ist, dass die Trockenmischung zunächst in einer kleineren Portion der gewählten Flüssigkeit glatt angerührt wird, bevor die heiße Flüssigkeit zugegeben wird, um Klumpen zu vermeiden.

Zubereitungs-Tipps für gleichmäßige Konsistenz

Eine gleichmäßige, sämige Konsistenz ist das Ziel jedes Puddings. Aus den Quellen ergeben sich einige praxisnahe Hinweise, die sich bewährt haben:

  • Trockene Zutaten gründlich vermischen: Bevor Flüssigkeit zugegeben wird, sollten Speisestärke, Zucker und Kakaopulver so lange vermengt werden, bis keine sichtbaren Klumpen oder Streifen mehr vorhanden sind.
  • Andrühren mit kühler Milch: Die Trockenmischung wird zunächst mit einem kleineren, kühleren Milchanteil glatt gerührt. Diese so genannte Slurry-Technik verhindert die Bildung von Stärkeklumpen, die durch direktes Einrühren in kochende Milch entstehen können.
  • Unter stetigem Rühren aufkochen: Nachdem die angerührte Mischung zur heißen Milch gegeben wurde, sollte kontinuierlich gerührt werden, damit die Hitze gleichmäßig verteilt wird und die Stärke gleichmäßig andickt.
  • Eigelb und Schokolade gezielt einsetzen: Eigelb sorgt für Sämigkeit und Glanz; Zartbitterschokolade bringt Tiefe und eine dezente Bitterkeit. Beide Zutaten sollten behutsam und gegen Ende des Garprozesses zugegeben werden, um Überhitzung zu vermeiden.
  • Temperaturkontrolle: Abhängig von der Höhenlage siedet Wasser bei etwas niedrigeren Temperaturen. Wer manuell kocht, kann sich an einem Temperaturfenster zwischen etwa 93 °C und 100 °C orientieren, um Überkochen zu vermeiden und die Bindung zu kontrollieren.

Zutatenvergleich und Rezeptvarianten

Um die unterschiedlichen Ansätze aus den Quellen klar zu strukturieren, bietet sich eine Übersicht über Zutaten, Mengen, Süßungsmittel, Besonderheiten und Portionsgrößen an. Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Informationen zusammen und dient als praktische Entscheidungshilfe.

Rezept Zutaten (für 500 ml Milch) Süßungsmittel Besonderheiten Geeignet für
Klassische Trockenmischung (gutekueche) Speisestärke, Xylit (zahnfreundlich), Kakaopulver Xylit Mischung reicht für 500 ml Pflanzenmilch; Trockenmischung mit kleiner Milchportion anrühren, Rest aufkochen Vegan, zahnfreundlich, pflanzliche Milch
Schokopuddingpulver mit Zartbitterschokolade (simply-cookit) Zartbitterschokolade (zerkleinert), Speisestärke, Zucker, Kakaopulver Zucker Pulver bei Stufe 18 30 Sek. zerkleinern, dann Stufe 8 30 Sek. mischen; in sterile Gläser füllen; kühl, trocken lagern Alle Milchsorten, klassische Süße
Schoko-Pudding mit Eigelb (einfachbacken) 2/3 Milch erwärmen; Rest: Zucker, Eigelb, Speisestärke, Kakaopulver; Salz, Vanilleextrakt; Zartbitterkuvertüre im heißen Pudding schmelzen Zucker Eigelb für Sämigkeit, Kuvertüre zum Schmelzen im heißen Pudding Sämiger Klassiker, reichhaltige Konsistenz
Low-Carb-Schokopuddingpulver ohne Stärke (staupitopia) Butter/Margarine, Milch/Mandelmilch/Wasser-Sahne; Pulver mit alternativen Bindemitteln Keine Eignet sich für glutenfrei, vegan, ketogen Low-Carb, ketogen, glutenfrei
Puddingpulver mit Vanille oder Kakao (simply-yummy) Speisestärke, Zucker, Vanille oder Kakaopulver Zucker Drei Zutaten genügen; in Schraubglas luftdicht lagern Klassischer Hausgebrauch, schnelle Zubereitung

Diese Übersicht zeigt die Vielfalt der Ansätze. Während die klassische Trockenmischung mit Xylit auf zahnfreundliche Zubereitung setzt, fügt die Cookit-Variante geriebene Zartbitterschokolade hinzu und betont die Vorteile einer gründlichen Trockenmischung. Die Eigelb-Methode aus einfachen Backen sorgt für eine sämig-glänzende Textur, während das Low-Carb-Rezept ohne Stärke alternative Bindemittel nutzt und so an unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten angepasst werden kann.

Variationen für Geschmack und Konsistenz

Die Grundrezepte lassen sich gezielt variieren, um den gewünschten Geschmack und die Textur zu erreichen:

  • Mehr Schokolade: Neben Kakaopulver kann geriebene Zartbitterschokolade bereits im Pulver enthalten sein. Wer den Schokoladengeschmack intensivieren möchte, rührt zusätzlich Kuvertüre direkt im heißen Pudding unter, bis sie geschmolzen ist.
  • Sämiger mit Eigelb: Die Zugabe von Eigelb zur Trockenmischung verbessert die Sämigkeit und gibt dem Pudding eine glänzende Oberfläche. Wichtig ist, das Eigelb nicht zu stark zu erhitzen, damit es nicht stockt.
  • Leicht salzig: Eine Prise Salz verstärkt die Schokoladennote, ohne dass sie dominierend wird. In den Rezepten wird Salz als optionale Zutat genannt.
  • Vanille-Feinheiten: Ein Spritzer Vanilleextrakt rundet das Aroma ab und harmoniert besonders gut mit Milchschokolade. Bei Vanillefans kann ein Teil des Kakaopulvers durch Vanillearoma ersetzt werden.
  • Fettreduziert oder fettreich: Für leichte Varianten wird fettarme Milch genutzt; für extra Cremigkeit empfiehlt sich eine Mischung aus Wasser und Sahne. Die Low-Carb-Variante nutzt Butter oder Margarine, um Mundgefühl und Bindung zu optimieren.

Low-Carb- und Alternativen ohne Zucker

Wer Zucker reduzieren möchte, findet in den Quellen zwei Wege: Xylit als Süßungsmittel und Alternativen ohne Stärke mit entsprechenden Bindemitteln.

  • Xylit: In zahnfreundlichen Rezepten wird Xylit als Zuckerersatz verwendet. Xylit ist ein Zuckeralkohol und bietet eine kühlende Süße. Die Mischung reicht laut Quelle für 500 ml Pflanzenmilch und wird genauso verarbeitet wie die klassische Trockenmischung.
  • Ohne Stärke: Das Low-Carb-Rezept verzichtet komplett auf Speisestärke und nutzt alternative Bindemittel wie Xanthan, Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl. Diese haben andere rheologische Eigenschaften, weshalb die Dosierung sorgfältig erfolgen sollte. Der Zusatz von Butter oder Margarine gibt dem Pudding Fett und trägt zur Cremigkeit bei.

Die Low-Carb-Variante ist für glutenfreie, vegane und ketogene Ernährungsweisen geeignet, vorausgesetzt die übrigen Zutaten passen zur jeweiligen Diät. Wer pflanzliche Milch bevorzugt, kann Mandelmilch einsetzen; für eine besonders sämige Textur ist eine 1:1-Mischung aus Wasser und Sahne möglich.

Konsistenz und Dickung: Was ist zu beachten?

Die Bindung eines Puddings ist ein physikalischer Prozess, bei dem die Stärke in der heißen Flüssigkeit quellt und eine gelartige Matrix bildet. In Rezepten ohne Stärke übernehmen andere Geliermittel diese Rolle, die anders auf Temperatur und Rühren reagieren. Deshalb ist es wichtig, die folgenden Punkte zu beachten:

  • Gleichmäßige Wärmeverteilung: Stetiges Rühren während des Erhitzens verhindert Hotspots und sorgt dafür, dass die Bindung homogen stattfindet.
  • Temperaturfenster: Die Kochtemperatur variiert je nach Höhenlage. Eine Orientierung zwischen etwa 93 °C und 100 °C hilft, ein Überkochen zu vermeiden und die gewünschte Andickung zu erreichen.
  • Andrührtechnik: Die Trockenmischung sollte erst mit einer kleinen, kühleren Milchportion glatt gerührt werden, bevor sie in die heiße Milch gegeben wird. Diese Technik minimiert Klumpenbildung.
  • Nach dem Andicken: Sobald der Pudding die gewünschte Konsistenz erreicht hat, sollte er vom Herd genommen und in Förmchen oder Gläser gefüllt werden. Wer Kuvertüre verwendet, rührt sie im noch heißen Pudding unter, bis sie vollständig geschmolzen ist.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Damit das selbstgemachte Schokopuddingpulver lange verwendbar bleibt, ist die richtige Lagerung entscheidend. Die Quellen geben folgende Hinweise:

  • Sterile Gläser: Trockenes Einfüllen in sterile, luftdicht verschließbare Gläser verhindert Feuchtigkeitsaufnahme und Fremdgerüche.
  • Beschriftung: Eine klare Beschriftung mit Inhalt und Datum erleichtert die Verwendung und Inventur.
  • Kühler, trockener Ort: Die Gläser sollten kühl und trocken gelagert werden, um die Qualität der Trockenmischung zu erhalten.

Ein praktischer Nebeneffekt ist die Geschenketauglichkeit: Mit einem hübschen Etikett wird das selbst gemachte Puddingpulver zu einem netten Mitbringsel für Lieben, die gerne backen oder kochen.

Fehlervermeidung und häufige Herausforderungen

Die gängigsten Probleme beim Puddingkochen sind Klumpen, ungleichmäßige Konsistenz und Überhitzen. Mit den folgenden Maßnahmen lassen sie sich vermeiden:

  • Gründliches Trockenmischen: Eine homogene Pulvermasse verhindert spätere Klumpen. Wer ein Gerät nutzt, kann die Trockenmischung zunächst bei mittlerer Drehzahl vermengen.
  • Andrühren mit kalter Milch: Das Einrühren der Trockenmischung in einen kleineren Milchanteil vor dem Aufkochen ist der sicherste Weg zu einer glatten Konsistenz.
  • Langsames Erhitzen und kontinuierliches Rühren: Plötzliche Hitze und stehende Flüssigkeit begünstigen ungleichmäßige Andickung. Stetiges Rühren verteilt die Wärme und aktiviert die Stärke gleichmäßig.
  • Temperatur im Blick behalten: Eine leichte Reduktion der Kochtemperatur in höheren Lagen reduziert das Risiko des Überkochens. Die Quellen geben einen Richtwert von 93 °C bis 100 °C.
  • Eigelb behutsam hinzufügen: Wer Eigelb verwendet, sollte es mit der Trockenmischung anrühren und die heiße Milch langsam zugeben, damit das Ei nicht stockt.
  • Schokolade im heißen Pudding schmelzen: Kuvertüre wird idealerweise im fertig gekochten, heißen Pudding untergerührt, bis sie geschmolzen ist. Zu frühes oder zu langes Erhitzen kann die Schokolade verbrennen oder ausflocken.

Schlussfolgerung

Selbstgemachtes Schokopuddingpulver vereinfacht die Küchenarbeit und gibt Ihnen die Kontrolle über Zutaten, Süße und Konsistenz. Die vorliegenden Rezepte decken ein breites Spektrum ab: von der schnellen Trockenmischung mit Speisestärke, Zucker und Kakaopulver über schokoladige Varianten mit geriebener Zartbitterschokolade bis hin zu zahnfreundlichen Ansätzen mit Xylit und Low-Carb-Rezepten ohne Stärke. Die richtige Andrührtechnik, kontrolliertes Erhitzen und die passende Lagerung sichern eine sämige, aromatische Textur. Ob mit Eigelb für zusätzliche Sämigkeit, mit Kuvertüre für intensive Schokoladennote oder mit alternativen Bindemitteln für kohlenhydratarme Ernährung – das selbst gemachte Puddingpulver ist ein flexibler Baustein, der Ihre Dessertküche bereichert und jederzeit einsatzbereit ist.

Quellen

  1. Grundrezept für Schokopuddingpulver
  2. Schoko-Puddingpulver – Simply Cookit
  3. Schoko-Pudding selber machen – Einfach Backen
  4. Schoko-Puddingpulver Rezept (Low Carb, zuckerfrei) – Staupitopia Zuckerfrei
  5. Puddingpulver selber machen – Simply Yummy
  6. Schoko Pudding Pulver Rezepte – Chefkoch

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