Schokoladenpudding ist ein Klassiker der deutschen und internationalen Küche mit weitreichenden kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten. Viel mehr als eine billige Süßigkeit aus dem Backwarenladen: Wenn Schokopudding selbst zubereitet wird, entfaltet sich ein Geschmacksspiel, das von der Qualität der Schokolade, dem Kakaogehalt und der Zubereitungsmethode beeinflusst wird. Egal ob als eigenständiges Dessert, als Füllung für Kuchen oder im frischen Zustand als schokoladige Créme brûlée-Variante – selbstgemachte Schokopuddinge überzeugen durch ihre cremige Textur und ihre authentischen Aromen.
In der folgenden Übersicht werden Rezepte für Schokoladenpudding vorgestellt, die sich in ihrer Zubereitungsweise sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Köche eignen. Dabei steht nicht nur die einfache Herstellung im Vordergrund, sondern auch die Möglichkeit, individuelle Geschmacksrichtungen und kreative Anwendungsideen zu entdecken.
Schokoladenpudding mit echter Schokolade – ein Klassiker
Eines der grundlegendsten und bewährtesten Rezepte für Schokoladenpudding stammt aus Source [2], wo ein Schokopudding von "Oma" abgedruckt ist. Die Zutatenliste besteht aus:
- 100 g Zartbitterschokolade
- 1 Eigelb (Gr. M)
- 1 Prise Salz
- 2 EL Zucker
- 30 g Speisestärke
- 10 EL Milch
- Plus 400 ml Milch
Die Zubereitung erfolgt schrittweise:
- Zubereitung der Grundmischung: Zunächst wird die fein gehackte Zartbitterschokolade vorbereitet, um sie später in der Milch zu schmelzen.
- Puddingbase herstellen: In einer Schüssel werden 2 EL Zucker, Speisestärke und 6 EL Milch vermischt, um eine glatte Konsistenz zu erreichen.
- Milch aufkochen: 400 ml Milch mit einer Prise Salz aufkochen, dann die angerührte Stärkekombination unterrühren und erneut aufkochen lassen.
- Kühlung mit Eigelb: Das ausgedörrte und leicht erwärmte Eigelb (mit 4 EL Milch verquirlt) wird unter die angedickte Milch-Masse gerührt.
- Schokoladenzugabe: Die gehackte Zartbitterschokolade wird ebenfalls untergerührt, bis sie vollständig geschmolzen ist.
- Abkühlung und Auskühlung: Der Pudding wird in Schälechsen oder großen Schüsseln gefüllt und abgekühlt.
Dieses Rezept ist typisch für die traditionelle Herstellung und eignet sich besonders gut als Grundlage für Dessertbuffets oder Familienabende. Der Name des Puddings – „Schokopudding wie von Oma“ – deutet bereits auf die Herkunft und Seriosität des Rezepts hin. Immerhin wird nur echte Zartbitterschokolade und keine Fertigprodukte verwendet.
Nährwerttechnisch ist das Gericht mit etwa 277 kcal pro Portion und einer Kombination aus 31 g Kohlenhydraten, 7 g Eiweiß und 14 g Fett nicht gerade low-cal, bietet aber dafür satte Schokoladengeschmack ohne Kompromisse.
Um die Bildung von einem Puddingfilm auf der Oberfläche zu vermeiden, empfiehlt Source [2], entweder mit etwas Zucker überstäuben oder eine Dichtschicht aus Frischhaltefolie auf den Pudding zu legen. Diese kleine Vorbereitung sorgt für ein optisch ansprechendes und gleichzeitig schmackhaftes Dessert.
Sahne- und Stärke-basierte Variationen
Source [5] bietet ein weiteres, detaillierteres und gleichzeitig recht komplexes Rezept, das sich besonders gut für größere Familien oder Partys eignet:
- 170 g hochwertige Zartbitterschokolade (60 – 80 % Kakaogehalt)
- 700 ml Vollmilch
- 120 ml Sahne
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt
- 125 g Zucker
- 30 g Speisestärke
- 6 Eigelb (Größe L) bei Raumtemperatur
Zur Zubereitung werden in diesem Fall mehrere Schritte abgeleitet:
- Schokolade zerhacken: Zunächst wird die Schokolade fein gehackt und beiseite gestellt.
- Milch und Sahnehaltung: Milch mit Sahne, Salz, Vanille sowie 50 g Zucker in einen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren erhitzen.
- Stärke-Zuckermischung: Die restlichen 75 g Zucker sowie Speisestärke in einer Schüssel gut mischen.
- Eigelbe unterheben: Die Eigelbe werden dann unter die Zucker-Stärke-Mischung gerührt. Dies verhindert das Entstehen von Klümpchen.
- Vermengung im Topf: Gleichmäßig Schluck um Schluck der Milch-Portion wird im Topf unter die Eigelb- und Stärkemischung gerührt.
- Zum Schmelzen zum Topf retour: Danach wird die gesamte Masse zurück in den Topf gegossen und erneut unter Rühren aufgekocht, um die Konsistenz zu perfektionieren.
Source [5] nennt auch eine Kaffeevariante, wobei noch 2 TL Instant-Espressopulver in die Mischung eingebracht werden können. Dies erfüllt den Pudding mit einem erzwungenen Kaffee-Geschmack, der bei Liebhabern der Kaffee-Note sicherlich beliebt ist.
Für diejenigen, die ihren Schokopudding noch cremiger genießen möchten, wird empfohlen, diesen nachdem Auskühlen mit einer Schlagsahne-Mischung aufzurüsten. Dies bietet den Pudding als zweimal variierenbaren Kuchen, der von Kindern genauso wie Erwachsenen geschätzt werden kann.
Einfache Zutaten, schnelle Zubereitung – Pudding auf Sallys Blog
Source [4] liefert eine weitere Herangehensweise, wie Schokoladenpudding hergestellt wird, wobei das Fokus liegt auf der minimalen Zutatenliste und der Eleganz in der Zubereitung:
- Kakao (Typ oder Menge konkreter nicht genannt, aber im Sinne der Einfachheit zu interpretieren)
- Zucker
- Speisestärke
- Milch (im Sinne des Gesamtverhältnisses vermutlich ca. 500 ml Milch)
- Optionale Zutat: Tonkapaste, die jedoch weggelassen werden kann
Die Vorgehensweise ist dabei wie in Source [2] angelegt:
- Verrühren eines Teils der Milch mit der Speisestärke, Zucker und Kakao, um eine cremige Mischung zu erzielen.
- Milch aufkochen und die angerührte Mischung unterheben.
- Der Pudding wird nach Wunsch durch Tonkapaste abgeschmeckt und über Nacht ausgekühlt.
Durch die optionale Zugabe der Tonkapaste kann der Pudding in einer Weise gestaltet werden, die nicht gängige Desserts durch ihre raffinierte Geschmackskomplexität überzeugt. Der Pudding ist außerdem gut mit einer Silikonform verarbeitbar und kann stürzen werden. Die Möglichkeit, Sahne unterzurühren, erwähnt Source [4] ebenfalls explizit.
Bei Source [4] handelt es sich um Rezepte, die von Sally selbst stammen, was ihre Glaubwürdigkeit in Sachen Koch- und Backexpertise stärkt. Da Sally's Blog als einer im deutschsprachigen Raum aktive Foodbloggerin gilt, ist deren Rezept zu einem hohen Grad vertrauenswürdig.
Rezept mit Schokoladencreme – von Franziska für Einfachkochen
Source [6] stammt aus der Redaktion von Einfachkochen.de und bietet damit einen weiteren Klassiker. Im Zentrum steht ein leicht abgewandeltes Verfahren:
- Stärke, Zucker und Kakaopulver werden mit den Eigelben sowie einem Teil der Milch vermischt.
- Restliche Milch wird in einem Topf, gemeinsam mit Sahne und Schokolade, erwärmt.
- Dies wird in mehreren Gängen unter die erarbeitete Creme-Mix-Mischung gerührt.
- Der fertige Pudding wird durchsiebt und leicht abgekühlt.
Ein großer Pluspunkt dieses Rezepts ist die klare Schritt-für-Schritt-Anleitung. Der Pudding kann optional mit Sahne veredelt werden, was ihm eine leichte konsistente Erhöhung verleiht. Wichtig ist, die Oberfläche mit Folie abzudecken, um die Hautbildung zu unterbinden.
Mit dem Rezept von Franziska aus Source [6] ist es möglich, den Schokopudding besonders für Kinder abzuwickeln – nicht zuletzt, da Schokoladeschnitte aus dem Supermarkt bereits für Abwechslung sorgen können.
Schokopudding als Kuchenfüllung – Rezepte auf Einfachbacken.de
Source [1] stammt aus dem Bereich Einfachbacken.de und ist ein Rezept, das im sogenannten „Schokopudding Kuchen vom Blech“ verwendet wird. Dieses Rezept ist ein wenig ausgefallener und kreativer, da der Pudding nicht eigenständig serviert, sondern als Komponente eines Kuchens genutzt wird.
Ein Kuchen mit Schokopudding als Füllung wird aus folgenden Komponenten hergestellt:
Für den Teig (nicht ausführlich genannte Zutaten)
- Mehl
- Backpulver
- Zucker
- Salz
- Butter (weich)
- Eier
- Milch
Für die Creme (Pudding)
- Puddingpulver
- Zucker
- 100 ml Milch (als Ansatz)
- restliche Milch: ca. 1250 ml
- Für die Schokoglasur
- Schokolade
- Butter, Salz, Zucker (spezifiziert wird nichts mehr)
- Zubehör: Rührschüssel, Handrührgerät, Backblech, verstellbarer Backrahmen, Tortenheber, etc.
Die Herstellungsschritte umfassen:
- Backofenvorbereitung: Der Ofen wird auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) oder 160 Grad (Umluft) vorheizt. Ein Backrahmen wird auf das Backblech gestellt.
- Teig zubereiten: Mehl, Backpulver, Zucker und Salz werden mit weicher Butter, Eiern und Milch mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verarbeitet.
- Puddingcreme herstellen: Puddingpulver mit 100 ml Milch, Zucker und etwas Rühren zu einer glatten Konsistenz bringen. Die restlichen 1250 ml Milch aufkochen und dann den Puddingmix einrühren und für 1 Minute köcheln.
- Montage: Der Teig wird auf das Backblech gesetzt und etwa 35 Minuten in den Ofen eingestellt, wobei die Puddingcreme abgedeckt und etwas abgekühlt wird.
- Abschluss mit Schokoglasur: Nach dem Backen und Auskühlen erfolgt die Abdeckung mit Schokoglasur.
Dieses Rezept verbindet die cremige Textur des Puddings mit dem saftigen Charakter eines Kuchenteils. Besonders eignet sich dies für Desserts an besonderen Anlässen oder für Kuchenbuffets, wo Konsistenz und Geschmack priorisiert werden.
Geschmacksvarianten und kreative Einsatzmöglichkeiten
Die Vielzahl der Rezepte ist nicht zuletzt ein Zeichen für das erstaunliche Potenzial von Schokopudding. Der Pudding kann nicht allein als Dessert serviert werden, sondern auch weiteren kulinarischen Gestaltungen unterzogen werden. Source [3] sorgt dafür, dass Schokopudding nicht bloß als Kindheitsleckerbissen erscheint, sondern als integraler Bestandteil raffinierter Dessertkreationen.
Die folgenden Ideen sind aus Source [3], die zeigen, welche Einsatzmöglichkeiten Schokopudding bietet:
- Schwarzwälderkirsch-Schlemmerbecher: Eine Kombination aus Kirschen, Schlagsahne und Pudding-Creme.
- Marmorpudding: Ein Muster aus verschiedenfarbigen, vermissten Puddings. Bei Schokoladenpudding würde dies beispielsweise mit Erdbeere oder Vanille kombiniert.
- Dobostorte: Schokopudding als ein Schicht in einer klassischen ungarischen Torte.
- Raffinierter Gourmet-Schokoladenpudding: Dieses Rezept ist besonders einfach und eignet sich gut für Gäste, die Dessert in rustikaler Form genießen möchten.
- Marinierte Erdbeeren mit Schokopudding: Ein Rezept, das süße Früchte und Schokoladigkeits-Erlebnisse kombiniert.
- Kirsch-Schoko-Pudding: Für Kinder und Familienabende ideal, durch die Kombination aus Zartbitter-Aroma und leckerer Frucht.
All diese Kreationen teilen sich eines: sie erweitern das traditionelle Image des Puddings hinaus zu modernen und gestalteten Dessertobjekten. In diesem Sinne kann Schokopudding nicht nur abendlicher Genuss sondern auch Gegenstand kreativer Gestaltung sein.
So viel Pudding, wie die Qualität der Schokolade
Ein weiteres Merkmal, das sich aus den Rezepten, vor allem aus Source [5], zieht, ist, wie sehr der Geschmack und die Qualität des Schokoladenpuddings von der Wahl der Schokolade abhängt. Es wird empfohlen, sich für eine hochwertige Zartbitterschokolade mit einem Kakaoanteil von 60 bis 80 % zu entscheiden. Je nach individuellem Geschmack und Vorliebe kann zwischen einer milderen (70 %) und einer intensiveren (80 %) Variante ausgewählt werden.
Source [5] empfiehlt, Schokoladenpudding mit Sahne aufzurüsten, um die Textur cremiger und lockerer zu gestalten. Dies ermöglicht nicht nur eine individuelle Gestaltung der Rezepturen, sondern auch die Anpassung an unterschiedliche kulinarische Erwartungen, inklusive derjenigen mit verfeinerten Vorlieben.
Praxis-Tipps zur Herstellung von Schokoladenpudding
Um die Herstellung erfolgreicher und gleichzeitig stressfrei zu gestalten, folgen einige zusätzliche Ratschläge:
- Verwende stets frische Zutaten: Speisestärke sollte nicht zu lange lagern, da sie Klumpen bilden kann. Zucker sollte trocken sein, um keine Verstopfung im Schneebesen zu verursachen.
- Unterhitze verwenden: Vor allem bei Puddings, in denen Milch zugefuigt wird, ist eine gleichmäßige Temperatur wichtig. Zu hohe Hitze kann die Konsistenz des Eigelbes beeinflussen.
- Temperaturkontrolle bei Milch aufkochen: Je länger die Milch aufkocht, desto mehr könnte Eiweiß die Oberfläche bilden. Eine schnelle, mittlere Hitze ist daher empfehlenswert.
- Klümpchen vermeiden: Eigelb oder Eiweiß sollten nicht ohne Vorbehandlung direkt in dicke Milch-Mischungen gerührt werden, um unerwünschte Klumpenbildung zu vermeiden.
- Kühlung als wichtiges Element: Selbstgemachter Schokopudding kann zwar warm serviert werden, hat aber seine Texturentfaltung erst nach einer kurzen Auskühlphase im Kühlschrank.
- Die Puddingscheibe vermeiden durch Folie: Wie in den meisten Rezepten erwähnt, sollte die Oberfläche mit Frischhaltefolie oder etwas Puderzucker abgedeckt werden, um den Film zu vermeiden.
Durchgängig betonen die einzelnen Rezepte, wie wichtig es ist, die Schokoladenpuddings nicht nur gut zuzubereiten, sondern auch richtig abzukühlen. Dies ist insbesondere bei Partys oder Buffets entscheidend, da die Konsistenz im Kühlschrank perfekt ausgebildet wird.
Schlussfolgerung
Schokoladenpudding bietet eine unvergleichliche Vielfalt an Zubereitungsweisen, schmeckt nicht nur köstlich, sondern ist zudem einfach in der Herstellung. Egal ob die klassische Variante aus echter Schokolade, die modernisierte Cremeveredelung mit Sahne oder der Einsatz als Schokopudding-Kuchen – jedes Rezept bringt seine spezielle Note ein.
Die aus den Quellen abgeleiteten Rezepturen zeigen, wie vielseitig Schokopudding eingesetzt werden kann. Er ist eine willkommene Erweiterung zu jeder Gelegenheit, besonders wenn eine frische oder kühle Dessertkreation erwünscht ist.
Die Vielfalt an Geschmacksrichtungen, die Möglichkeit, individuelle Zugaben vorzunehmen (wie Kaffee, Kirschen oder Tonka) und die einfache Anwendung bei Festessen oder an einfachen Tagen machen Schokopudding zu einer festen Größe in deutscher und internationaler Küche.
Egal ob für Zuhause, für Gäste oder für das tägliche Abendessen – Schokoladenpudding ist ein Dessert, das nach jeder Herstellung mit Genuss und Freude serviert wird.