Der Schokokuchen ist eine Klassiker der Kuchenszene und vereint die Süße der Schokolade mit der Kürze der Backkunst. Ob im Gugelhupfformat, als Kastenkuchen oder in der amerikanischen Version als Mud Cake – die Vielfalt an Rezepten und Zubereitungsweisen ist beeindruckend. In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte und Techniken vorgestellt, die sich auf die im Quellmaterial genannten Rezepte stützen. Die Rezepte zeigen, wie die Grundzutaten wie Butter, Eier, Zucker, Mehl, Kakao und Schokoladenraspeln miteinander kombiniert werden, um einen saftigen, leckeren Kuchen zu erzielen. Zudem werden Tipps und Tricks zur Zubereitung sowie zur Speicherung des Kuchens gegeben, um das Ergebnis optimal zu gestalten.
Grundzutaten und deren Bedeutung
Die Zutaten in den Rezepten sind weitgehend identisch und umfassen Butter, Eier, Zucker, Mehl, Kakao, Backpulver, Milch und Schokoladenraspeln. Einige Rezepte enthalten zudem zusätzliche Zutaten wie Salz, Vanillezucker, Stärkemehl oder Krokant. Die Butter sollte immer Zimmertemperatur haben, da sie sich dann besser aufschlagen lässt. Zucker und Salz sind notwendig, um die Geschmackskomponenten auszubalancieren. Eier tragen zur Konsistenz des Kuchenteigs bei, wobei sie ebenfalls Zimmertemperatur haben sollten.
Mehl und Backpulver sind die tragenden Bestandteile des Kuchenteigs. Typ 405 Mehl wird empfohlen, da es sich besonders gut für feine Kuchen eignet. Kakao, ungesüßt und aus der Backabteilung, sorgt für die typische Schokoladennote. In einigen Rezepten werden Schokoladenraspeln hinzugefügt, um den Kuchen zusätzlich schokoladig und saftig zu machen. Milch ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil, da sie den Teig verflüssigt und so die Konsistenz beeinflusst.
Rezept für einen klassischen Schokokuchen (Gugelhupf)
Ein klassisches Rezept für einen Schokokuchen im Gugelhupfformat stammt aus dem Rezept von Julia Nestle. Es wird empfohlen, die Zutaten in einer Küchenmaschine oder mit einem Handrührgerät zu schaumig zu schlagen. Die Butter, Zucker und Vanillezucker werden zunächst aufgeschlagen, wodurch die Masse luftig und cremig wird. Danach folgen die Eier, die einzeln untergerührt werden. Im Anschluss wird das Mehl mit Kakaopulver und Backpulver vermengt und abwechselnd mit der Milch untergerührt. Als besonderes Highlight enthält das Rezept kochendes Wasser, das in den Teig gegeben wird und den Kuchen besonders saftig macht. Nach dem Backen wird der Kuchen mit Schokoladenraspeln und einer Schokoglasur belegt.
Zutaten (für eine Gugelhupf-Form)
- 250 g weiche Butter oder Margarine
- 300 g Zucker
- 5 Päckchen Vanillezucker
- 4 Eier (Größe M)
- 300 g Mehl
- 70 g Kakaopulver
- 1 Päckchen Backpulver
- 125 ml Milch (Zimmertemperatur)
- 125 ml kochendes Wasser
- 250 g Schokoglasur
Zubereitung
- Backofenvorbereitung: Heiz den Backofen auf 160 Grad Umluft vor. Fette eine Gugelhupf-Form mit Margarine ein und streue Mehl darauf.
- Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen: Mische Butter, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel mit einem Handrührgerät auf mittlerer Stufe zu einer cremigen Masse.
- Eier unterrühren: Füge die Eier nacheinander hinzu und rühre jedes Ei einzeln unter, bis die Masse homogen ist.
- Mehl, Kakao und Backpulver vermengen: In einer separaten Schüssel vermische Mehl, Kakaopulver und Backpulver. Diese Mischung gibst du abwechselnd mit der Milch unter die Eimasse, wobei du nicht zu lange rühren solltest, um die Konsistenz nicht zu sehr zu verändern.
- Kochendes Wasser hinzufügen: Zum Schluss fügst du das kochende Wasser hinzu und rührst den Teig kurz um, um die Zutaten zu verbinden.
- Teig in die Form füllen: Gieße den Teig in die vorbereitete Gugelhupf-Form und streiche die Oberfläche glatt.
- Backen: Stelle die Form auf die mittlere Schiene des Backofens und backe den Kuchen etwa 40–50 Minuten, bis ein Zahnstochentest zeigt, dass der Kuchen gar ist.
- Abkühlen und Stürzen: Nach dem Backen lässt du den Kuchen 10 Minuten abkühlen, bevor du ihn vorsichtig aus der Form stürzt. Nachdem er vollständig ausgekühlt ist, stülpst du die Form wieder über den Kuchen.
- Schokoglasur anwenden: Schmelze die Kuvertüre im Wasserbad und pinsel sie über den Kuchen, um ihn mit einer glänzenden Schokoladenschicht zu veredeln.
Rezept für Schokokuchen mit Birnen
Ein weiteres Rezept, das in einer Kastenform zubereitet wird, beinhaltet Birnen als besondere Füllung. Der Kuchen ist luftig und saftig und wird durch die Birnen in der Mitte besonders vielseitig. Die Zutaten für den Teig sind Butter, Zucker, Eier, Salz, Mehl, Stärkemehl, Backpulver, Kakao und Milch. Für die Füllung werden Birnen in Streifen geschnitten und zwischen zwei Schichten des Teigs eingearbeitet. Als Topping dient Kuvertüre, die in einem Wasserbad geschmolzen wird, und Krokant.
Zutaten (für eine Kastenform, 30 cm lang)
Für den Teig:
- 200 g zimmerwarme Butter
- 230 g Zucker
- 4 Eier
- 1 Prise Salz
- 240 g Mehl
- 60 g Stärkemehl (oder 60 g Mehl)
- 1 Päckchen Backpulver
- 40 g Kakao
- 150 ml Milch
Für die Füllung:
- 3 mittelgroße Birnen
Für die Glasur und Verzierung:
- 100–150 g Kuvertüre (zartbitter)
- 15 g Butter (oder Öl)
- eine Handvoll Krokant
Zubereitung
- Teig zubereiten: Die Butter mit Zucker und Salz in einer Schüssel aufschlagen, bis die Masse cremig ist. Danach die Eier einzeln unterrühren, bis sich die Konsistenz homogenisiert hat.
- Mehl, Stärkemehl, Backpulver und Kakao vermengen: Mische die trockenen Zutaten in einer separaten Schüssel und gib sie dann abwechselnd mit der Milch in die Eimasse, wobei du sanft unterrührst, um Mehlspitzen zu lassen.
- Backform vorbereiten: Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden, sodass das Papier an den Seiten etwas überlappt, um den Kuchen später einfacher herauszunehmen.
- Birnen in Streifen schneiden: Die Birnen halbieren, entkernen und in dünne Streifen schneiden.
- Teig füllen und Birnen einarbeiten: Etwa ein Drittel des Teigs in die Form geben, die Birnenstreifen darauf verteilen und den restlichen Teig darauf schichten. So entsteht eine Schichtung mit Teig und Birnen.
- Backen: Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) etwa 45–50 Minuten backen, bis der Zahnstochentest bestätigt, dass der Kuchen gar ist.
- Kuchen auskühlen lassen: Nach dem Backen lässt man den Kuchen vollständig abkühlen, bevor er aus der Form gelöst wird.
- Glasur zubereiten: Schmelze Kuvertüre mit etwas Butter in einem Wasserbad und gieße die Masse über den Kuchen.
- Verzieren: Streue Krokant über die Schokoglasur, um den Kuchen optisch aufzuwerten.
Rezept für den American Chocolate Mud Cake
Ein weiteres Rezept, das sich aus dem amerikanischen Kuchenkunstbereich stammt, ist der Chocolate Mud Cake. Dieser Kuchen ist besonders schokoladig und saftig, was ihn zu einem Favoriten unter Schokoladenliebhabern macht. Zutaten wie Buttermilch, Speiseöl, Schokolade, Wasser, Mehl, Natron, Backpulver, Zucker, Vanille, Kakaopulver, Eier und Salz sind notwendig, um den Teig herzustellen. Der Kuchen wird im Ofen gebacken und anschließend mit Sahne und Schokoladenfüllung garniert.
Zutaten
Für den Kuchen:
- 240 ml Buttermilch (Zimmertemperatur)
- 120 ml neutrales Speiseöl
- 250 g Zartbitter-Kuvertüre
- 240 ml Wasser
- 240 g Mehl
- 2 Teelöffel Natron
- 1 Teelöffel Backpulver
- 230 g Zucker
- 2 Teelöffel Vanillepaste
- 60 g ungesüßtes Kakaopulver
- 2 Eier (Zimmertemperatur)
- 1 Prise Salz
Für die Füllung:
- 350 g Sahne
- 150 g Zartbitter-Kuvertüre
- 200 g Vollmilch-Kuvertüre
Zubereitung
- Schokoladenmasse herstellen: Schmelze Schokolade, Wasser und Kakaopulver in einem kleinen Topf auf kleiner Flamme, wobei du die Masse unter ständigem Rühren erwärmen musst. Die Masse darf nicht zu heiß werden.
- Mehl, Natron, Backpulver und Salz vermengen: In einer Schüssel mischst du Mehl, Natron, Backpulver und Salz, um die trockenen Zutaten vorzubereiten.
- Buttermilch, Speiseöl, Zucker, Vanille und Eier einrühren: In einer separaten Schüssel gibst du Buttermilch, Speiseöl, Zucker, Vanille und Eier ein und rührst alles zu einer homogenen Masse.
- Schokoladenmasse und trockene Zutaten unterrühren: Gib die Schokoladenmasse zu den feuchten Zutaten und rührst alles gut unter. Danach fügst du die trockenen Zutaten (Mehl, Natron, Backpulver und Salz) hinzu und mischst alles, bis der Teig gleichmäßig ist.
- Backform vorbereiten: Eine Springform mit Fett bestreichen und mit Mehl ausstreuen, um den Kuchen später leichter aus der Form zu stürzen.
- Teig in die Form füllen: Gieße den Teig in die vorbereitete Form und streiche die Oberfläche glatt.
- Backen: Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad (Umluft 150 Grad) etwa 30–40 Minuten backen. Prüfe mit dem Zahnstochentest, ob der Kuchen gar ist.
- Abkühlen lassen: Nach dem Backen lässt man den Kuchen abkühlen, bevor er aus der Form gelöst wird.
- Sahne schlagen: Schlag die Sahne mit einem Schneebesen oder Handrührgerät steif, bis sie eine glänzende Konsistenz hat.
- Schokoladenfüllung zubereiten: Schmelze die Kuvertüren in einem Wasserbad und koche sie leicht an, bis sie glatt und flüssig ist.
- Kuchen garnieren: Verziere den Kuchen mit der Schokoladenfüllung und Sahne, um ihn optisch und geschmacklich aufzuwerten.
Tipps für das perfekte Schokokuchen-Ergebnis
Um den Schokokuchen perfekt zu backen, sind einige Tipps und Tricks wichtig. Zunächst ist es entscheidend, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Dies gilt insbesondere für Butter, Eier und Milch, da sie sich besser aufschlagen und vermengen lassen. Zudem ist es wichtig, die Butter nicht zu sehr zu überarbeiten, da dies zu einem kompakteren Kuchen führen kann. Bei der Verwendung von kochendem Wasser, wie in dem Rezept von Julia Nestle, sollte man vorsichtig sein, um die Temperatur nicht zu hoch zu halten.
Ein weiterer Tipp ist, die Backform gut zu fetten und mit Mehl auszustreuen, damit der Kuchen sich leichter stürzen lässt. Bei der Zubereitung des Teigs sollte man nicht zu kräftig rühren, um die Mehlspitzen sichtbar zu lassen, was zu einem luftigeren Kuchen führt. Bei der Verwendung von Schokoladenraspeln oder Füllungen ist es wichtig, sie erst nach dem Backen hinzuzufügen, um die Konsistenz des Kuchens nicht zu beeinflussen.
Zusätzlich sollte der Kuchen nach dem Backen ausreichend abkühlen, bevor er aus der Form genommen wird. Ein schnelles Stürzen kann dazu führen, dass der Kuchen zerbricht oder sich ungleichmäßig abkühlt. Bei der Verwendung von Schokoladenglasur ist es wichtig, dass der Kuchen vollständig abgekühlt ist, damit die Glasur sich richtig ansetzt und nicht verschmiert.
Nährwerte und Portionsgrößen
Die Nährwerte der Schokokuchen variieren je nach Rezept und Zutaten. Im Allgemeinen sind Schokokuchen kalorienreich, da sie fett- und zuckerreiche Zutaten enthalten. Ein typischer Schokokuchen mit 12 Portionen hat etwa 300 kcal pro Portion, wobei die Hauptbestandteile Fett (etwa 21 g), Kohlenhydrate (23 g) und Eiweiß (5 g) sind. Bei der Zubereitung ist es wichtig, die Portionsgrößen zu beachten, um den Kuchen fair zu verteilen und die Nährwerte zu berücksichtigen.
Einige Rezepte enthalten zusätzliche Zutaten wie Krokant, Schokoladenraspeln oder Sahne, die den Kaloriengehalt weiter erhöhen können. Bei der Zubereitung sollte man darauf achten, die Zutaten in Maßen zu verwenden, um den Kuchen nicht zu fettig oder zuckerreich zu machen. Zudem kann man die Menge an Zucker oder Fett reduzieren, um den Kuchen gesünder zu gestalten, ohne den Geschmack zu sehr zu beeinflussen.
Speicherung und Aufbewahrung
Um den Schokokuchen frisch zu halten, sollte man ihn an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren. Ein Kuchen in der Gugelhupf- oder Kastenform hält sich etwa 3–4 Tage, wenn er in einem luftdichten Behälter aufbewahrt wird. Bei der Verwendung von Schokoladenglasur oder Sahne ist es wichtig, den Kuchen im Kühlschrank aufzubewahren, da diese Zutaten sich schnell verderben können.
Ein weiterer Tipp ist, den Kuchen vor dem Servieren aus dem Kühlschrank zu nehmen und einige Minuten auf Zimmertemperatur zu bringen, damit er nicht zu kalt serviert wird. Bei der Aufbewahrung im Kühlschrank sollte man darauf achten, dass der Kuchen nicht mit anderen Gerüchen in Berührung kommt, da er sonst schnell den Geschmack verlieren kann.
Fazit
Der Schokokuchen ist eine Klassik der Kuchenwelt und vereint die Süße der Schokolade mit der Kürze der Backkunst. Durch die verschiedenen Rezepte und Techniken ist es möglich, einen saftigen, leckeren Kuchen zu backen, der sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugt. Ob im Gugelhupfformat, als Kastenkuchen oder im amerikanischen Mud Cake-Format – die Vielfalt an Rezepten und Zubereitungsweisen ist beeindruckend. Mit den richtigen Zutaten, Tipps und Tricks kann man den perfekten Schokokuchen backen, der bei der Familie und Freunden gut ankommt.