Engelsaugen zählen zu den beliebtesten Weihnachtsplätzchen, die in vielen Haushalten in der Adventszeit gebacken werden. Sie sind nicht nur optisch ansprechend mit ihren Mulden und Füllungen, sondern auch geschmacklich vielfältig. Besonders Marzipan-Engelsaugen und Schoko-Engelsaugen haben sich in den letzten Jahren als festliche Klassiker etabliert. In diesem Artikel werden Rezepte, Zubereitungsweisen, Tipps zur Verfeinerung sowie Variationen für beide Varianten vorgestellt. Die Informationen basieren ausschließlich auf Rezepturen und Erfahrungsberichte aus vertrauenswürdigen Quellen.
Die Grundzüge der Engelsaugen
Engelsaugen sind kleine, runde Plätzchen, die typischerweise eine Mulde in der Mitte haben, in die Marmelade, Schokolade oder andere süße Füllungen gefüllt werden. Der Name stammt vermutlich von der Form der Mulde, die an ein Auge erinnert, das einem Engelsauge gleichen soll. Diese Plätzchen sind besonders bei Kindern beliebt, da sie nicht nur lecker, sondern auch optisch ansprechend sind.
Der Teig der Engelsaugen ist meist mürbe und kann mit verschiedenen Aromen und Nüssen verfeinert werden. Marzipan-Engelsaugen enthalten zumeist eine Mischung aus Marzipan und Zucker, während Schoko-Engelsaugen Schokolade als Grundlage haben. Beide Varianten können mit Marmelade, Schokolade oder anderen Füllungen kombiniert werden, was den Geschmack und die Konsistenz der Plätzchen beeinflusst.
Rezept für Marzipan-Engelsaugen mit Marmelade
Zutaten
Für etwa 20 Plätzchen:
- 100 g Marzipanrohmasse
- 40 g Puderzucker
- 50 g Dinkelmehl (Type 630)
- 50 g gemahlene Mandeln
- 1 Ei, Größe M
- Mark einer Vanilleschote
- Marmelade (z. B. Sauerkirschen oder Johannisbeeren)
Zubereitung
- Vorheizen: Den Ofen auf 160 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
- Teig zubereiten: Marzipan mit Puderzucker, Mehl, Mandeln, Ei und Vanillemark in einem Universalzerkleinerer vermengen. Alternativ kann der Teig in einer Küchenmaschine oder mit der Hand verknetet werden. Der Teig sollte geschmeidig und nicht zu klebrig sein.
- Formen: Aus dem Teig Portionen von etwa 20 g Teig nehmen und zu Kugeln formen.
- Mulde herstellen: Jede Kugel mit einem bemehlten Kochlöffelstiel leicht andrücken, um eine Mulde zu formen.
- Füllung einfüllen: Die Mulden mit etwas Marmelade füllen.
- Backen: Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und für etwa 13 Minuten backen. Sie sollten leicht goldbraun werden, aber innen weich bleiben.
- Abkühlen: Die Plätzchen nach dem Backen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
- Bestäuben: Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben, um eine festliche Präsentation zu erzielen.
Tipps zur Zubereitung
- Marzipan: Es ist wichtig, hochwertiges Marzipan zu verwenden, da es den Geschmack stark beeinflusst. Marzipanrohmasse eignet sich besser als bereits gefertigte Marzipankugeln, da sie sich leichter in den Teig integrieren lässt.
- Mehlart: Dinkelmehl verleiht den Plätzchen eine besondere Textur, kann aber durch Weizenmehl ersetzt werden.
- Nussalternative: Gemahlene Mandeln können durch Haselnüsse oder andere Nüsse ersetzt werden, um den Geschmack abzuwandeln.
- Marmelade: Es ist empfehlenswert, die Marmelade leicht zu erwärmen, damit sie sich besser in die Mulden füllt.
Rezept für Schoko-Engelsaugen
Zutaten
Für etwa 40 Plätzchen:
- 140 g zimmerwarme Butter in Stücken
- 60 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 2 Eigelb
- 250 g Mehl
- 40 g gemahlene Mandeln
- 80 g Stärke
- 100 g Marzipanrohmasse
- 2 EL Amarettolikör
- 4–5 EL Marmelade
- 2 EL Puderzucker
Zubereitung
- Vorheizen: Den Ofen auf 170 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
- Teig zubereiten: Mehl, Mandeln, Stärke, Salz, Vanillezucker und Zucker in einer Schüssel vermengen. Butter, Marzipan, Eigelb und Amarettolikör hinzufügen und rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
- Portionen formen: Den Teig in Portionen von etwa 20 g Teig teilen und zu Kugeln formen.
- Mulden herstellen: Mit einem Kochlöffelstiel vorsichtig eine Mulde in jede Kugel drücken.
- Füllung einfüllen: Die Marmelade erwärmen, bis sie flüssig ist, und in einen Spritzbeutel oder eine Dekorierflasche füllen. Die Mulden damit füllen.
- Backen: Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und für etwa 12–15 Minuten backen.
- Abkühlen: Die Plätzchen nach dem Backen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
- Bestäuben: Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
Tipps zur Zubereitung
- Butter: Es ist wichtig, die Butter vor der Zubereitung auf Zimmertemperatur zu bringen, damit sich der Teig leichter verarbeiten lässt.
- Mehl und Stärke: Die Kombination aus Mehl und Stärke sorgt für eine mürbe Textur der Plätzchen. Beides kann in gewissem Maße ersetzt werden, z. B. durch Weizen- oder Haferflocken.
- Amarettolikör: Der Alkohol verleiht den Plätzchen eine feine Note und kann durch andere Aromen wie Zitronenabrieb oder Vanille ersetzt werden.
- Marmelade: Es ist empfehlenswert, die Marmelade leicht zu erwärmen, damit sie sich besser in die Mulden füllt.
Variationen und Kreativität im Backen
Engelsaugen sind vielseitig und können je nach Geschmack und Vorliebe angepasst werden. Die Quellen liefern eine Vielzahl von Vorschlägen, die den Geschmack und die Konsistenz der Plätzchen verändern können.
Marzipan-Engelsaugen
Nussige Variante
- Gemahlene Mandeln können durch andere Nüsse wie Haselnüsse, Walnüsse oder Pistazien ersetzt werden.
- Die Nüsse können auch roh oder blanchiert verwendet werden, um unterschiedliche Aromen und Texturen zu erzielen.
Fruchtige Variante
- Anstelle von Johannisbeergelee kann auch Himbeer-, Aprikosen- oder Orangenmarmelade verwendet werden.
- Dies verändert den Geschmack und passt sich besser zu verschiedenen Getränken wie Kaffee oder Glühwein.
Schokoladen-Variante
- Dem Teig können Schokoladenstückchen oder Kakaopulver zugefügt werden.
- Die Plätzchen können nach dem Backen in geschmolzene Schokolade getaucht werden, um eine zusätzliche Schokoladenschicht zu erzeugen.
Gewürz-Variante
- Der Teig kann mit Zimt, Lebkuchengewürz oder anderen weihnachtlichen Gewürzen verfeinert werden.
- Dies gibt den Plätzchen eine festliche Note und eignet sich besonders gut für die Adventszeit.
Schoko-Engelsaugen
Nussige Variante
- Gemahlene Mandeln können durch Haselnüsse oder Walnüsse ersetzt werden.
- Alternativ können Nüsse in den Teig gemengt werden, um eine nussige Textur zu erzeugen.
Fruchtige Variante
- Statt Marmelade kann auch fruchtige Schokolade als Füllung verwendet werden.
- Alternativ können die Mulden mit Fruchtkonfitüre gefüllt werden, um den Geschmack abzuwandeln.
Schokoladen-Variante
- Der Teig kann mit Schokoladenstückchen oder Kakaopulver angereichert werden.
- Schokoladen-Engelsaugen können auch mit einer Schicht Schokolade überzogen werden, um eine zusätzliche Schokoladennote zu erzielen.
Gewürz-Variante
- Der Teig kann mit Zimt, Lebkuchengewürz oder Vanille verfeinert werden.
- Dies verändert den Geschmack und passt sich besser zu verschiedenen Getränken wie Kaffee oder Glühwein.
Kombinationen und Servierempfehlungen
Engelsaugen eignen sich nicht nur als alleinstehendes Backwerk, sondern auch als Teil einer festlichen Plätzchenplatte oder als Begleiter zu Getränken wie Kaffee oder Glühwein. Sie können auch als Geschenke in einer Keksdose verpackt werden.
Kombinationen mit Getränken
- Kaffee: Die leichte Bitterkeit des Kaffees ergänzt die Süße der Plätzchen perfekt und balanciert den Geschmack.
- Glühwein: Die würzige Wärme des Glühweins passt besonders gut zu den nussigen und fruchtigen Varianten der Engelsaugen.
- Tee: Ein milder, süßer Tee wie Vanille- oder Zitronentee ergänzt die Geschmacksskala der Plätzchen.
Kombinationen mit anderen Plätzchen
- Vanillekipferl: Ein Klassiker der Weihnachtsbäckerei, der gut mit Engelsaugen kombiniert wird.
- Spekulatius: Die nussige Note passt gut zu den nussigen Engelsaugen.
- Linzer Augen: Ein weiterer Klassiker, der sich gut auf einer Plätzchenplatte ergänzt.
Kombinationen als Geschenke
- Verpackung: Engelsaugen eignen sich hervorragend als Geschenke, da sie in einer hübschen Keksdose oder einem Geschenkbeutel verpackt werden können.
- Präsentation: Sie können in einer Schale oder auf einem Teller serviert werden, um sie optisch ansprechend zu präsentieren.
- Personalisierung: Die Plätzchen können mit einer persönlichen Nachricht oder einem Etikett versehen werden, um sie zu einem individuellen Geschenk zu machen.
Schlußfolgerung
Engelsaugen sind mehr als nur ein Rezept – sie sind ein festlicher Klassiker der Weihnachtsbäckerei, der in vielen Haushalten in der Adventszeit gebacken wird. Marzipan-Engelsaugen und Schoko-Engelsaugen sind zwei beliebte Varianten, die sich in Geschmack, Textur und Aromen unterscheiden. Beide können mit Marmelade, Schokolade oder anderen Füllungen kombiniert werden, um den Geschmack abzuwandeln. Die Rezepte sind einfach zu zubereiten und eignen sich besonders gut für das Backen mit Kindern. Mit den richtigen Zutaten und Tipps können Engelsaugen zu einem unvergesslichen Genuss im Advent werden.