Omas Apfelstrudel – Rezept, Zubereitung und Tipps für den perfekten Genuss

Apfelstrudel ist nicht nur ein Klassiker der österreichischen Mehlspeisen, sondern auch eine kulinarische Tradition, die oft in der Kindheit oder in Erinnerungen an die Oma lebt. Das Rezept nach Omas Art verbindet nicht nur Geschmack und Tradition, sondern auch eine Mischung aus Liebe, Geduld und Können. In diesem Artikel wird ein detailliertes Rezept für Omas Apfelstrudel vorgestellt, ergänzt durch Tipps zur Zubereitung, Hintergrundinformationen zu Zutaten und Techniken sowie ein Überblick über die historischen Wurzeln und die Verbreitung des Strudels in der westlichen Küche.

Dank der zahlreichen Rezeptvarianten und Anmerkungen aus verschiedenen Quellen ist es möglich, ein authentisches und zugleich praxisnahes Rezept zusammenzustellen, das sowohl Anfängern als auch Profiköchen eine willkommene Anleitung für den Backofenabend bietet.

Rezept für Omas Apfelstrudel – Traditionelle Zutaten und Zubereitung

Zutaten für den Strudelteig

Um einen klassischen Strudelteig herzustellen, der für die traditionelle Wiener Art charakteristisch ist, werden folgende Zutaten benötigt:

  • 450 g Mehl (Type 550 oder doppelgriffiges Mehl)
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 2 EL neutrales Öl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 1/2 TL Salz
  • ca. 175 ml lauwarmes Wasser

Zutaten für die Apfelstrudelfüllung

Für die Füllung eignen sich vor allem mürbe Apfelsorten, die beim Backen nicht zu weich werden, aber auch saftig bleiben. In den Rezepten aus den Quellen werden unter anderem Elstar- und Braeburn-Äpfel empfohlen. Die Zutaten für die Füllung sind:

  • 1,5 kg Äpfel (z. B. Elstar)
  • 150 g Zucker
  • 2 1/2 Becher Sauerrahm
  • 200 g Butter
  • 200 g Rosinen (optional, je nach Geschmack)

Zutaten für den Guss

Der Guss verleiht dem Apfelstrudel den letzten Schliff und sorgt für eine cremige Note. Ein klassischer Guss besteht aus:

  • 1/2 Becher Sauerrahm
  • 100 ml Milch
  • 2 EL Zucker

Zutaten für die Form

Damit der Strudel während des Backens nicht anbrennt und gleichmäßig erhitzt wird, empfiehlt sich die Verwendung von Fett:

  • 50 g Butter
  • 3 EL neutrales Öl

Zubereitung des Omas Apfelstrudels

Vorbereitung des Strudelteigs

  1. Teig herstellen: In einer Rührschüssel das Mehl mit Salz vermischen. Ei, Eigelb, Öl und lauwarmes Wasser hinzufügen und mit den Knethaken eines Handrührgeräts zunächst auf niedrigster Stufe und dann auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Teig ruhen lassen: Die Teigkugel mit etwas Speiseöl bestreichen und in einen Topf legen. Mit einem Deckel verschließen und mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
  3. Teig ausrollen: Nach der Ruhezeit den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche so dünn wie möglich ausrollen. Oma empfiehlt, dass man eine Zeitung durchsehen können sollte, wenn der Teig dünn genug ist.

Zubereitung der Apfelstrudelfüllung

  1. Äpfel vorbereiten: Die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden.
  2. Mit Zutaten vermengen: Die Apfelscheiben mit Zucker, Zimt, Zitronensaft, Rum (optional) sowie Rosinen und Semmelbröseln vermengen. Die Butter kann entweder vorher geschmolzen werden oder direkt in die Masse gegeben werden.
  3. Füllung abschmecken: Nach Geschmack kann etwas Salz und Vanillezucker hinzugefügt werden, um die Süße etwas abzurunden.

Zusammenrollen des Strudels

  1. Teig mit Füllung belegen: Die Apfelstrudelfüllung wird im unteren Drittel des Teigs verteilt, wobei die Ränder (ca. 4–5 cm) frei bleiben.
  2. Strudel zusammenrollen: Mit einem Geschirrtuch kann der Teig vorsichtig aufgerollt werden. Zunächst die Seitenränder nach innen klappen, danach die Füllung nach oben rollen.
  3. Strudel bestreichen: Den Strudel mit Eigelb bestreichen und mit etwas Butter bepinseln.

Backen des Strudels

  1. Backofen vorheizen: Die Ofentemperatur auf 180 °C (Umluft: 160 °C) einstellen.
  2. Strudel auf Backpapier legen: Den Strudel auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei mittlerer Schiene ca. 40 Minuten backen.
  3. Nachbacken: Nach 20–25 Minuten mit etwas Butter bestreichen, damit die Oberfläche goldbraun und knusprig bleibt.

Guss und Servieren

  1. Guss herstellen: Sauerrahm, Milch und Zucker in einem kleinen Topf erwärmen und gut vermengen.
  2. Strudel servieren: Den Strudel mit Vanillesauce oder dem Guss servieren. Optional kann er vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestäubt werden.

Tipps und Tricks für den perfekten Apfelstrudel

1. Qualität des Strudelteigs

Der Strudelteig ist der Schlüssel zum Erfolg. Ein selbstgemachter Strudelteig ist nicht nur leckerer, sondern auch vielseitig einsetzbar – beispielsweise für herzhafte Varianten wie Gemüsestrudel. Einige Quellen empfehlen, den Teig bereits am Vortag herzustellen und im Kühlschrank zu ruhen lassen. Dies erleichtert das Ausrollen, da der Teig sich dann leichter verarbeiten lässt.

2. Butter – das Geheimnis der Konsistenz

Die Butter ist ein entscheidender Bestandteil der Füllung und des Gusses. Sie sorgt nicht nur für Geschmack, sondern auch für eine cremige Textur, die den Strudel besonders weich und saftig macht. In einigen Rezepten wird empfohlen, die Butter vorher zu schmelzen, damit sie sich besser in die Apfelmasse integrieren kann.

3. Apfelsorten auswählen

Die Wahl der Apfelsorte ist entscheidend für den Geschmack und die Konsistenz des Strudels. Mürbe Sorten wie Elstar, Braeburn oder Granny Smith sind ideal, da sie beim Backen nicht zu weich werden. Wenn keine frischen Äpfel zur Verfügung stehen, kann auch eine Kombination aus verschiedenen Sorten verwendet werden.

4. Rosinen – optional, aber empfohlen

Rosinen verleihen dem Strudel eine zusätzliche Süße und einen leichten Schokoladen-Geschmack. Sie sind ein traditionelles Rezeptbestandteil, können aber auch weggelassen werden, wenn der Geschmack nicht gewünscht ist. Alternativ können andere Trockenfrüchte wie getrocknete Aprikosen oder Nüsse hinzugefügt werden.

5. Zutaten für die Form

Die Form des Strudels – also das Backblech – sollte vor dem Backen gut mit Butter und Öl bestrichen werden, um ein Anbrennen und ein Verkanten des Strudels zu verhindern. Einige Rezeptquellen empfehlen, Backpapier zu verwenden, um die Reinigung zu erleichtern.

6. Strudel aufbewahren und einfrieren

Ein frisch gebackener Apfelstrudel schmeckt am besten am Tag der Zubereitung. Wenn er nicht sofort gegessen wird, kann er in einer Dose aufbewahrt werden, damit er nicht trocken wird. Der Strudelteig lässt sich hervorragend einfrieren: Nach dem Kneten einfach etwas flach drücken, mit Öl bestreichen und in einem Gefrierbeutel aufbewahren. Beim nächsten Backtag kann er wieder aufgetaut und verarbeitet werden.

Hintergrund: Die Geschichte des Apfelstrudels

Ursprünge in der österreichischen Mehlspeisentradition

Der Apfelstrudel hat seinen Ursprung in der österreichischen Mehlspeisentradition und wird oft als nationale Speise Österreichs angesehen. Die Bezeichnung „Strudel“ bezieht sich auf die Form des Gebäcks, das durch das Rollen des dünnen Teigs entsteht. Obwohl der Strudel heute stark mit der österreichischen Küche verbunden ist, gibt es historische Hinweise darauf, dass er auch in anderen Teilen Europas, insbesondere in Ungarn und der Schweiz, verbreitet war.

Rezeptentwicklung im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert entstand eine Vielzahl von Rezepten für Apfelstrudel, die sich in den Zutaten und Zubereitungsweisen unterscheiden. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Rezept für den Apfelstrudel nach Omas Art populär, wobei es oft eine Mischung aus traditionellen und modernisierten Techniken beinhaltete. In einigen Rezeptquellen wird erwähnt, dass das Strudelteigrezept aus dem Buch „Die Wiener Mehlspeise“ aus den 1960er Jahren stammt. Diese Rezeptentwicklung spiegelt die Evolution der Mehlspeisentradition in der westlichen Küche wider.

Apfelstrudel in der heimischen Küche

In der heimischen Küche, insbesondere in Deutschland, ist Apfelstrudel eine beliebte Süßspeise, die oft mit der Erinnerung an die Oma oder an Familienfeiern verbunden ist. In einigen Haushalten wird der Strudel traditionell mit Blätterteig hergestellt, was zwar schneller und einfacher ist, aber den typischen Geschmack des Strudelteigs verändert. Dennoch ist ein selbstgemachter Strudelteig oft die bessere Alternative, da er die saftige Füllung besser aufnehmen kann und beim Backen nicht so stark aufgeht.

Variationsmöglichkeiten: Vom traditionellen bis zum veganen Apfelstrudel

Klassische Rezeptvarianten

Die klassische Version des Apfelstrudels beinhaltet Butter, Zucker, Rosinen, Zimt und Zitronensaft. In einigen Rezepten wird auch Rum oder Vanillezucker hinzugefügt, um eine zusätzliche Aromenvielfalt zu erzielen. Die Verwendung von Mandeln oder Nüssen ist ebenfalls üblich und verleiht dem Strudel eine nussige Note.

Herzhafte Varianten

Obwohl der Apfelstrudel traditionell eine Süßspeise ist, gibt es auch herzhafte Varianten, die beispielsweise aus Gemüse wie Spinat, Kartoffeln oder Pilzen bestehen. Der Strudelteig, der ohne Zucker hergestellt wird, eignet sich besonders gut für solche Varianten. In einigen Rezeptquellen wird erwähnt, dass der Strudelteig auch mit Schmand oder Eierlikör kombiniert werden kann, um eine cremige Konsistenz zu erzielen.

Vegane Variante

Für eine vegane Version des Apfelstrudels können die Eier und Butter durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden. Einige Rezeptquellen empfehlen, den Strudelteig ohne Ei herzustellen und stattdessen Apfelessig oder Zitronensaft hinzuzufügen, um das Rezept zu stabilisieren. Die Butter kann durch pflanzliche Margarine ersetzt werden, und der Zucker kann durch Stevia oder Agave-Sirup ersetzt werden, um eine natürliche Süße zu erzielen.

Nutritional Aspekte: Was steckt im Apfelstrudel?

Kalorien und Makronährstoffe

Ein Apfelstrudel ist eine energiereiche Süßspeise, die vor allem aus Kohlenhydraten und Fett besteht. Ein Stück (ca. 100 g) Apfelstrudel enthält etwa 300–400 Kalorien, von denen etwa 20–25 % aus Fett, 50–60 % aus Kohlenhydraten und 10–15 % aus Eiweiß bestehen. Die genauen Werte können je nach Rezept und Zubereitungsart variieren.

Apfelstrudel und die Diät

Obwohl der Apfelstrudel nicht unbedingt als Diätessen gilt, kann er in geringen Mengen in eine ausgewogene Ernährung integriert werden. In einigen Rezeptquellen wird erwähnt, dass der Strudelteig auch ohne Zucker hergestellt werden kann, was die Kalorienanzahl reduziert. Zudem kann die Füllung ohne Rosinen oder Zucker zubereitet werden, um die Süße zu verringern.

Alternativen für Diabetiker

Für Diabetiker kann der Apfelstrudel mit einer Zuckerersatzstoff-Kombination zubereitet werden, z. B. mit Stevia, Agave-Sirup oder Erythrit. Auch die Butter kann durch eine pflanzliche Margarine ersetzt werden, die weniger gesättigte Fette enthält. Einige Rezeptquellen empfehlen, die Füllung mit Schmand oder Joghurt zu kombinieren, um den Zuckergehalt zu reduzieren.

Fazit: Der Apfelstrudel – Tradition, Geschmack und Freude

Der Apfelstrudel nach Omas Art ist mehr als nur ein Dessert – es ist ein kulinarisches Erbe, das in der westlichen Küche eine besondere Stellung einnimmt. Er vereint die Tradition des Strudelteigs mit der Süße der Äpfel und der Kreativität der Füllung. Ob mit Rosinen oder ohne, mit Zimt oder Vanille, mit Butter oder Schmand – der Apfelstrudel ist eine willkommene Abwechslung in der heimischen Küche.

Mit einem selbstgemachten Strudelteig und einer frischen Apfelstrudelfüllung gelingt der Strudel nicht nur an Weihnachten oder an Sonntagen, sondern auch an regnerischen Herbsttagen. Er ist eine Mahnung daran, dass Backen nicht nur eine Technik ist, sondern auch eine Form der Freude, die man teilen kann – mit der Familie, mit Freunden oder einfach mit sich selbst.

Der Apfelstrudel ist somit ein Rezept, das nicht nur den Gaumen, sondern auch die Seele erfreut. Und das, ob mit oder ohne die Oma an der Backstation.

Quellen

  1. Alps Magazine – Apfelstrudelrezept nach Omas Art
  2. Backenmachtglücklich – Apfelstrudel mit Strudelteig
  3. Einfachbacken – Apfelstrudel Wiener Art
  4. Oma kocht – Klassischer Apfelstrudel mit Vanillesosse
  5. Vegan und lecker – Omas Apfelstrudel

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