Omas Zimtwaffeln – Traditionelles Rezept mit modernen Anpassungen

Die Zimtwaffeln sind ein weihnachtliches Highlight in vielen deutschen Haushalten, besonders im Saarland und in der Pfalz. Diese knusprigen, quadratischen Waffeln mit zimtigem Aroma tragen nicht nur Geschmack, sondern auch Erinnerungen an Kindheit und Weihnachtszeit. In den folgenden Abschnitten wird das Rezept für Omas Zimtwaffeln detailliert vorgestellt – sowohl in der traditionellen Form als auch in veganen und modernisierten Varianten. Zudem werden Tipps zur Zubereitung, zur Wahl der Zutaten und zur Aufbewahrung gegeben.


Was sind Zimtwaffeln?

Zimtwaffeln sind ein traditionelles Weihnachtsgebäck, das sich durch seine quadratische Form, den zimtigen Geschmack und die typischen Muster auf dem Waffelstempel auszeichnet. Im Gegensatz zu klassischen Waffeln hat der Teig einen festen, buttrigen Charakter und wird in Kugeln geformt, die in einem speziellen Waffeleisen gebacken werden. Besonders in der Region um das Saarland und in der Pfalz werden diese Waffeln von Generation zu Generation weitergegeben und sind in der Weihnachtszeit nicht wegzudenken.

Die Zutatenliste ist einfach, aber das Aroma hängt stark von der Qualität der verwendeten Zimtsorte ab. Experten empfehlen, Ceylon-Zimt (auch bekannt als „reiner Zimt“) zu verwenden, da dieser weniger Cumarin enthält, was gesundheitlich vorteilhaft ist. Der Cassia-Zimt, der oft günstiger ist, enthält mehr Cumarin, der in großen Mengen leberschädlich sein kann.


Traditionelles Rezept für Zimtwaffeln

Das Grundrezept für Omas Zimtwaffeln wird in mehreren Quellen fast identisch beschrieben. Die Zutaten sind einfach und lassen sich gut zu Hause zubereiten. Die folgenden Mengen reichen für eine größere Menge Waffeln, ideal für Weihnachtsplätzchenteller oder Familienfeiern.

Zutaten:

  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier
  • 500 g Mehl
  • 50 g Zimt (am besten Ceylon-Zimt)
  • 1 Päckchen Vanillezucker (optional)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Nelken (optional)

Zubereitung:

  1. Vorbereitung des Teigs:
    Butter, Zucker, Eier und Vanillezucker in eine Rührschüssel geben und mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine schaumig rühren. Nach und nach das Mehl sowie den Zimt dazugeben und gut unterrühren, bis ein homogener, fester Teig entsteht.

  2. Ruhezeit:
    Der Teig sollte über Nacht oder mindestens einige Stunden im Kühlschrank ruhen. Dies ermöglicht ein besseres Zusammenhalten des Teigs und eine gleichmäßige Verteilung der Aromen.

  3. Formen der Kugeln:
    Den Teig nach der Ruhezeit noch einmal durchkneten, um eventuelle Klumpen zu entfernen. Anschließend kleine Kugeln formen – idealerweise mit einem Gewicht von etwa 12 bis 15 Gramm pro Kugel, abhängig von der Größe des Waffeleisens.

  4. Backen der Zimtwaffeln:
    Das Waffeleisen vorheizen und die Kugeln nacheinander hineinlegen. Die Waffeln sollten goldbraun werden, was etwa 2–3 Minuten dauert. Nach dem Backen sollten sie direkt auf eine schnittfeste Unterlage gelegt werden, damit sie nicht anbacken oder brechen.

  5. Schneiden und Servieren:
    Die frisch gebackenen Waffeln entlang der Nahtstellen in kleine Quadrate schneiden. Sie können so direkt serviert werden oder in einer luftdichten Dose aufbewahrt werden.


Variante: Vegane Zimtwaffeln

Für eine vegane Variante des Rezeptes werden die Eier durch pflanzliche Alternativen ersetzt. Eine gängige Option ist Hafermilch oder andere pflanzliche Milchsorten, die im Rezept eingesetzt werden können. In einigen Rezepten wird auch Eiweißpulver oder ein Ersatzmittel wie 100 ml Hafermilch als Ei-Ersatz verwendet.

Zutaten (vegan):

  • 500 g Mehl
  • 500 g Zucker (weiß oder braun)
  • 250 g (vegane) Butter
  • 40 g Zimt
  • 150 ml Hafermilch oder pflanzliche Milch
  • 1 Päckchen Vanillezucker (optional)

Zubereitung:

Die Zubereitung ist im Wesentlichen identisch mit der traditionellen Variante. Eier werden durch Hafermilch ersetzt, und die restliche Prozedur bleibt gleich. Bei der veganen Variante ist es wichtig, dass die Milch kalt ist, damit der Teig nicht zu flüssig wird.

Ein Tipp aus einer Quelle lautet, dass bei der Verwendung von braunem Zucker etwas weniger Zucker genügen kann, da dieser bereits eine leicht süßere Note hat. Es ist jedoch individuell, wie süß die Waffeln sein sollen.


Modernisierte Rezeptvarianten

Einige Quellen beschreiben auch abgewandelte Versionen des Zimtwaffeln-Rezepts, die zusätzliche Aromen oder Texturen hinzufügen. So wird beispielsweise Zimtbrötchengewürz oder Lebkuchengewürz in den Teig gemischt, um eine abwechslungsreichere Geschmackskomponente zu erzielen.

Beispiel: Zimtwaffeln mit Gewürzabmischung

  • 50 g Zimt
  • 30 g Zimtbrötchengewürz oder Lebkuchengewürz

Diese Mischung kann in den Teig eingearbeitet werden, um eine weitere Geschmacksnote hinzuzufügen. Dies ist besonders bei Kindern beliebt, da die Waffeln dadurch etwas intensiver und vielschichtiger schmecken.

Ein weiterer Tipp ist die Verwendung von Gewürzmischungen wie Spekulatiusgewürz, die ebenfalls eine wärmere, würzige Note erzeugen. Das Mischverhältnis kann je nach Geschmack variiert werden.


Tipp: Geschichtete Zimtwaffeln

Ein weiteres Rezept, das die Zimtwaffeln auf eine andere Ebene hebt, sind geschichtete Zimtwaffeln. Hierbei werden die Waffeln mit Sahne oder Marmelade geschichtet, um eine cremige Konsistenz und zusätzliche Aromen zu erzeugen.

Zutaten:

  • 200 g Schlagsahne
  • 125 g gesiebtes Mehl
  • 125 g kalte Butter
  • 125 g Preiselbeermarmelade
  • 125 g Zucker
  • 4 Eier
  • 1 TL Rum
  • 1 gestr. TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • etwas Puderzucker zum Verzieren

Zubereitung:

  1. Teig zubereiten:
    Butter und Zucker schaumig rühren, dann das Mehl und die Eier nach und nach unterrühren. Zimt, Salz und Rum untermischen. Den Teig zehn Minuten ruhen lassen.

  2. Sahne steif schlagen:
    Die Schlagsahne getrennt steif schlagen und beiseite stellen.

  3. Waffeln backen:
    Waffeleisen vorheizen, mit etwas Öl einfetten. Je eine Suppenkelle Teig auf das Eisen geben, zusammenklappen und die Waffeln goldbraun backen. Auskühlen lassen.

  4. Schichten bilden:
    Die Waffeln abwechselnd mit Preiselbeermarmelade und Sahne auf einem Teller schichten, mit Puderzucker bestäuben und servieren.

Diese Variante ist besonders bei festlichen Anlässen wie dem Adventskaffee oder Weihnachtsfeiern beliebt und bringt eine fruchtige Note in das traditionelle Rezept.


Tipps zur Zubereitung und Aufbewahrung

Einige praktische Tipps können die Zubereitung und Aufbewahrung der Zimtwaffeln optimieren:

  • Teig ruhen lassen: Der Teig sollte immer im Kühlschrank ruhen, damit er sich besser formen lässt und die Aromen sich entfalten können.
  • Waffeleisen prüfen: Ein gutes Waffeleisen ist entscheidend für die Konsistenz der Waffeln. Ideal sind Geräte mit Antihaft-Beschichtung und einem festen Schließmechanismus. Ein Gusseisen-Waffeleisen kann ebenfalls gute Ergebnisse liefern.
  • Zimtqualität: Ceylon-Zimt wird empfohlen, da er weniger Cumarin enthält. Dies ist besonders für Zimt-Vielesser wichtig.
  • Aufbewahrung: Die fertig gebackenen Waffeln sollten in einer luftdichten Dose aufbewahrt werden, um sie frisch zu halten. Sie können auch luftdicht eingepackt werden und bei Zimmertemperatur bis zu einem Tag aufbewahrt werden.

Ein weiterer Tipp ist, das Waffeleisen nach der Nutzung gleich wieder wegzuräumen, da die Dose schnell leer sein kann.


Nährwerte

Die Zimtwaffeln sind zwar süß, aber in Maßen genießbar. Die Nährwerte pro Stück sind relativ gering, da die Waffeln dünn und kross sind.

Nährwert Menge
Kalorien 76 kcal
Eiweiß 1 g
Fett 4 g
Kohlenhydrate 10 g

Diese Werte können je nach Rezept variieren, insbesondere wenn zusätzliche Zutaten wie Sahne oder Marmelade hinzugefügt werden.


Fazit

Zimtwaffeln sind ein unverzichtbares Element der Weihnachtszeit in vielen Haushalten. Das Rezept wird von Generation zu Generation weitergegeben und kann individuell angeschaut werden. Ob traditionell mit Butter und Eiern, vegan mit pflanzlichen Zutaten oder modernisiert mit Gewürzmischungen – die Waffeln sind immer ein Genuss.

Die Zubereitung ist einfach, aber einige Details, wie die Qualität des Zimts oder die Wahl des Waffeleisens, sind entscheidend für das Ergebnis. Wer das Rezept nachbastelt, sollte nicht vergessen, dass die Ruhezeit des Teigs eine wichtige Rolle spielt und die Waffeln erst nach dem Backen serviert werden sollten, um ihre Konsistenz zu bewahren.

Egal ob für den Weihnachtsplätzchenteller oder für eine festliche Tafel – Omas Zimtwaffeln sind ein Rezept mit Tradition, das sich auch heute noch in vielen Küchen wiederfindet.


Quellen

  1. Omas (vegane) Zimtwaffeln
  2. Omas Zimtwaffeln
  3. Meine Lieblingsplätzchen: Zimtwaffeln
  4. Geschichtete Zimtwaffeln
  5. Saarländische Zimtwaffeln
  6. Zimtwaffeln backen – So gelingt das Traditiongebäck

Ähnliche Beiträge