Vanillekipferl – Traditionelle Rezepte von Oma und ihre weihnachtliche Wirkung

Vanillekipferl zählen zu den ikonischen Plätzchen der Weihnachtszeit. Ihr Name leitet sich von ihrer charakteristischen Form ab, die einem halben Mond oder einem Kipferl (kleinem Hörnchen) ähnelt. Diese Kekse sind nicht nur Geschmacksexperten ein Begriff, sondern auch für Familien, bei denen sie seit Generationen als Teil der weihnachtlichen Tradition gebacken werden. In diesem Artikel wird ein tiefer Einblick in die Rezepte, Zubereitung und Hintergründe der Vanillekipferl gegeben, wobei besonderer Fokus auf traditionellen Rezepten liegt, die von Oma überliefert wurden.

Die Rezepte und Techniken, die in diesem Artikel beschrieben werden, basieren auf mehreren Quellen, die von Einzelpersönlichkeiten sowie traditionellen Backkunstwerken stammen. Die hier vorgestellten Rezepte und Tipps sind nicht nur für Hobbyköche, sondern auch für Familien geeignet, die ein Stück Weihnachtszauber mit in die heimische Küche bringen möchten.


Die Wurzeln der Vanillekipferl

Vanillekipferl haben eine reiche Geschichte, die eng mit der weihnachtlichen Tradition verbunden ist. Obwohl der genaue Ursprung der Kipferl nicht vollständig geklärt ist, gibt es einige Erzählungen, die sich um die Entstehung dieser Kekse drehen. Eine davon besagt, dass die Halbmondform der Kipferl auf die Feier des Sieges Wiens über die türkischen Belagerer im Jahr 1683 zurückgeht. Laut dieser Erzählung sollen die Wiener Bäcker damals als Dank für den Sieg Kipferl gebacken haben. Obwohl diese Geschichte nicht historisch belegt ist, tragen die Vanillekipferl bis heute ihre typische Form und sind ein fester Bestandteil der weihnachtlichen Backkunst.

Heute werden Vanillekipferl nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen anderen Ländern wie Deutschland, der Schweiz, Tschechien, Polen und Ungarn gebacken. In manchen Regionen werden sie auch als „Gipfel“ bezeichnet, was auf lokale Dialekte zurückgeht.


Traditionelle Rezepte – Vanillekipferl von Oma

Die Rezepte für Vanillekipferl variieren von Familie zu Familie. Oft werden sie als Geheimrezepten gehütet und von Generation zu Generation weitergegeben. Einige Rezepte enthalten Mandeln, andere Haselnüsse oder Walnüsse. Der Vanillezucker ist in den meisten Fällen ein unverzichtbares Zutat, doch es gibt auch Rezepte, die stattdessen frische Vanilleschoten verwenden.

Rezept 1: Vanillekipferl mit Mandeln

Zutaten:

  • 250 g Mehl
  • 200 g kalte Butter
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz

Für das Bestäuben:

  • 100 g Puderzucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung:

  1. Backofenvorbereitung: Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (oder 160 °C Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Teig herstellen: Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden. Mehl, gemahlene Mandeln, Puderzucker, Vanillezucker und Salz in eine große Rührschüssel geben und gut vermischen. Die Butterwürfel zur Mehlmischung geben und mit den Händen einarbeiten, bis ein krümeliger Teig entsteht. Dann schnell zu einem glatten Teig kneten.
  3. Teig ruhen lassen: Den fertigen Teig zu einer flachen Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Formen und backen: Den Teig in Folie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Den Backofen vorheizen und den Teig zu einer Rolle mit 4 cm Durchmesser formen. Die Rolle in 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese zu typischen Kipferl formen. Die Kipferl nicht zu eng auf das Backblech legen. Im Umluftherd bei 175 °C ca. 10–15 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
  5. Bestäuben: Die abgekühlten Kipferl mit einer Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker bestäuben.

Dieses Rezept ist besonders mürbe und zart, was es zu einem Favoriten unter Familien macht. Es ist ideal für Weihnachtsplätzchentische und wird oft in der Weihnachtszeit gebacken.

Rezept 2: Einfaches Vanillekipferl-Rezept

Zutaten:

  • 100 g Mehl
  • 80 g Butter
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 30 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Puderzucker nur zum Wenden

Zubereitung:

  1. Teig herstellen: Die Zutaten gut miteinander verkneten.
  2. Teig ruhen lassen: Anschließend den Teig in Folie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  3. Formen und backen: Den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen. Den Teig zu einer Rolle formen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Diese zu Kipferl formen und im Ofen ca. 10–15 Minuten backen.
  4. Wenden: Die Kipferl nach dem Abkühlen in Puderzucker wenden.

Dieses Rezept ist besonders praktisch, da es mit wenigen Zutaten auskommt. Es eignet sich gut für Familien, die nicht unbedingt viel Zeit haben, aber trotzdem leckere Kipferl backen möchten.


Vanillekipferl ohne Mandeln – Ein Ersatz?

Nicht alle Rezepte enthalten Mandeln. Es gibt auch Rezepte, die Haselnüsse, Walnüsse oder gar keine Nüsse enthalten. In diesen Fällen kann die Konsistenz des Teigs anders ausfallen, was besonders wichtig ist, da Vanillekipferl ohne Eier gebacken werden.

Einige Bäcker und Backfreunde entscheiden sich bewusst gegen Mandeln, entweder aus Allergiegründen oder aufgrund der Konsistenz. In diesen Fällen wird oft Haselnussmehl oder Walnussmehl als Ersatz genutzt, um den Teig fest zu halten. Es ist wichtig, dass der Teig eine feste Konsistenz hat, damit die Kipferl beim Backen nicht auseinanderfallen.


Vanillekipferl-Rezept ohne Eier

Ein weiteres charakteristisches Merkmal des Vanillekipferl-Rezeptes ist die Tatsache, dass es in der Regel ohne Eier gebacken wird. Zwar ähnelt der Teig einem Mürbeteig, der normalerweise Eier enthält, doch das Besondere an Vanillekipferl ist, dass sie ohne Ei gebacken werden. Dies ist besonders bei Familien beliebt, die auf Eier verzichten oder aus Allergiegründen darauf achten müssen.


Tipps zur Zubereitung von Vanillekipferl

  1. Verwendung von kalter Butter: Es ist wichtig, kalte Butter für die Zubereitung des Teigs zu verwenden. Dies hilft dabei, dass der Teig nicht zu weich wird.
  2. Teig nicht zu lange kneten: Der Teig sollte nicht zu lange bearbeitet werden, damit er seine Mürbheit behält.
  3. Ruhen lassen: Der Teig sollte mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, damit er fester wird und sich leichter verarbeiten lässt.
  4. Backzeit überwachen: Vanillekipferl backen schnell, deshalb ist es wichtig, sie nicht zu lange im Ofen zu lassen, um sie nicht zu verbrennen.
  5. Bestäuben nach dem Abkühlen: Um den Puderzucker gleichmäßig zu verteilen, sollten die Kipferl nach dem Abkühlen bestäubt werden. Alternativ können sie auch in der Mischung gewendet werden.

Vanillekipferl – Eine weihnachtliche Tradition

Vanillekipferl sind nicht nur lecker, sondern auch ein Symbol für die Weihnachtszeit. Sie verbinden Generationen miteinander und sind oft ein fester Bestandteil des weihnachtlichen Backens in vielen Familien. Es gibt viele Varianten des Rezeptes, aber die Grundzutaten – Mehl, Butter, Mandeln und Vanillezucker – sind bei den meisten Rezepten gleich.

In einigen Familien wird das Rezept von Oma überliefert, was es zu einem wahren Kulturgut macht. Diese Rezepte sind nicht nur kulinarisch wertvoll, sondern tragen auch die Erinnerungen an weihnachtliche Stunden mit sich.


Schlussfolgerung

Vanillekipferl sind mehr als nur ein Plätzchen – sie sind eine weihnachtliche Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Rezepte, die von Oma überliefert wurden, tragen die Erinnerungen an die Weihnachtszeit mit sich und sind ein wertvoller Bestandteil der weihnachtlichen Backkunst. Die Zubereitung ist einfach, aber die Ergebnisse sind beeindruckend, besonders wenn der Teig richtig zubereitet und die Kipferl gut geformt werden. Egal ob mit Mandeln, Haselnüssen oder ohne Nüsse – Vanillekipferl sind ein unverzichtbarer Bestandteil der weihnachtlichen Backkunst.


Quellen

  1. Vanillekipferl nach altbewährtem Rezept
  2. Vanillekipferl wie von Oma
  3. Omas Vanillekipferl
  4. Vanillekipferl wie bei Oma
  5. Vanillekipferl – großes Theater um kleine Kekse

Ähnliche Beiträge