Oma Prange aus Fehmarn: Rezepte, Tradition und kulinarische Erinnerungen
Die Insel Fehmarn, Deutschlands drittgrößte Insel, ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel mit unberührter Natur und sehenswerten Sehenswürdigkeiten, sondern auch ein kulinarischer Tresor. Besonders bekannt ist die Person Karen Prange, die als eine der Wegbereiterinnen des Ferienhof-Tourismus auf Fehmarn gilt. Sie war nicht nur eine engagierte Gastgeberin, sondern auch eine leidenschaftliche Köchin, die über 66 Jahre hinweg für ihre Gäste sorgte. Im Folgenden wird ein Überblick über Rezepte, kulinarische Traditionen und kulinarische Praktiken gegeben, die sich aus den Lebenswerken und kulinarischen Aktivitäten von Karen Prange sowie weiteren Rezepten aus Fehmarn ableiten lassen. Der Fokus liegt dabei auf bewährten Rezepten, traditionellen Zutaten und der Bedeutung der Gastfreundschaft in der regionalen Küche.
Die kulinarische Pionierin: Karen Prange
Karen Prange war mehr als nur eine Bäuerin – sie war eine Pionierin des Tourismus auf Fehmarn. Ihr Ferienhof, der Presener Deichkrone, war über Jahrzehnte ein Ort der Gastfreundschaft. Sie kochte fünf Tage in der Woche für bis zu 20 Gäste, was nicht nur auf ihre leidenschaftliche Arbeitsmoral hindeutet, sondern auch auf die Wichtigkeit von regionalen Speisen und einer familiären Atmosphäre in der Kulinarik. Ihre Gastfreundschaft wurde durch Urkunden und Medaillen des Wettbewerbs „Gastliches Haus“ honoriert, wofür sie liebevoll von den Urlaubern „Oma Prange“ genannt wurde.
Karen Prange lebte in einer Zeit, in der Ferien auf dem Bauernhof noch ein Neuland war. Ihre Initiative, Zimmer in ihrem Presener Bauernhaus zu vermieten, war in den 1950er Jahren eine bahnbrechende Idee. Damals war Fehmarn noch durch das Meer getrennt von dem Festland, und die Sundbrücke wurde erst 1963 eröffnet. Dennoch schaffte Karen Prange es, ihre Gäste mit Vollpension für 6,50 Mark zu bewirten, was unter spartanischen Bedingungen – wie Regenwasser für die Körperhygiene und Plumpsklos – geschehen musste. Ihr Engagement und die Leidenschaft für das Kochen und die Gastfreundschaft trugen dazu bei, den Fremdenverkehr auf Fehmarn zu etablieren.
Neben ihrer Arbeit als Gastgeberin war Karen Prange auch in der Politik tätig und engagierte sich in über 30 Vereinen. Sie war 26 Jahre lang Mitglied des Kreistags und 18 Jahre lang für die CDU tätig. Ihre Lebensgeschichte ist somit nicht nur ein Spiegelbild der regionalen Geschichte Fehmarns, sondern auch ein Beispiel dafür, wie die Kulinarik in der ländlichen Region eine zentrale Rolle spielt.
Rezepte aus Fehmarn – Traditionelle Gerichte und moderne Anpassungen
Obwohl Karen Pranges eigene Rezepte nicht in den Quellen direkt genannt werden, gibt es in den Materialien Rezeptvorschläge, die in ihrer kulinarischen Welt passen könnten. Ein Beispiel ist das Rezept für Husarenkrapfen mit Mohn und Feigenmarmelade, das von einer Familie aus Fehmarn stammt und sich durch die Verwendung regionaler Zutaten auszeichnet. Ein weiteres Rezept stammt aus einer Rezeptsammlung, die auf dem Fehmarn-Webangebot zu finden ist und die traditionellen Backwaren beschreibt, die zur Weizenernte gebacken werden.
Husarenkrapfen mit Mohn und Feigenmarmelade
Zutaten:
- 120 g Mehl
- 30 g Staubzucker
- 1 Eidotter
- 75 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
- 2 EL Blaumohn (nicht gemahlener Mohn, möglichst in Bio-Qualität)
- Ca. 2 EL Feigenmarmelade
- Staubzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
- Das Mehl, den Staubzucker, den Eidotter und die kalte Butter mit Knethaken oder den Händen rasch zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
- Erst ganz zum Schluss den Blaumohn hinzufügen und unterkneten. Der optische Effekt ist, dass der Teig leicht grau wird, wenn der Mohn nicht von Anfang an mitverarbeitet wird.
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
- Den Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
- Aus dem Teig kleine Kugeln formen, flach drücken und mit etwas Feigenmarmelade füllen.
- Die Krapfen mit Staubzucker bestäuben und auf ein Backblech legen.
- Im Ofen ca. 10–15 Minuten backen, bis die Krapfen goldbraun sind.
Diese Krapfen sind ideal als süße Snacks oder als Weihnachtsgebäck. Sie vereinen die traditionellen Elemente des Krapfen-Backens mit der Zugabe von Blaumohn und der ungewöhnlichen Füllung aus Feigenmarmelade, was den Geruch und Geschmack regionaler Produkte unterstreicht.
Traditionelle Hefeteigkugeln zur Weizenernte
Ein weiteres Rezept aus Fehmarn, das in den Quellen erwähnt wird, sind in Fett gebackene Hefeteigkugeln, die stets zur Weizenernte gebacken werden. Diese Kugeln können ungezuckert eingefroren werden und später im Ofen aufgebacken werden. Die Grundzutaten und Zubereitung sind einfach, aber die Technik erfordert etwas Erfahrung.
Zutaten:
- 0,5 l Milch
- 125 g Butter
- 500 g Mehl
- 14 Eier
- 125 g Zucker
- 2 Würfel Hefe
- 500 g Mehl (zum Unterheben)
- 125 g Rosinen (optional)
Zubereitung:
- Milch und Butter in einem Topf aufkochen, bis die Butter aufgelöst ist.
- Mehl mit einem Kochlöffel unterrühren, bis ein fester Kloß entsteht.
- Eier mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine in den Kloß einarbeiten.
- Zucker und Hefe in einem Kaffeebecher verrühren, dann unter den Kloß rühren.
- 500 g Mehl unterheben. Es ist ratsam, die Technik auf Knethaken zu wechseln.
- Rosinen in Mehl wälzen und unterheben.
- Den Teig in eine große Schüssel geben und an einem warmen Ort gehen lassen.
- Nach dem Gehen mit einem Kochlöffel vorsichtig umrühren und nochmals gehen lassen.
- Den Teig mit zwei Löffeln in heißes Fett setzen und einige Male wenden.
- Mit der Schaumkelle aus dem Fett heben und in Zucker wälzen.
- Warm servieren.
Dieses Rezept ist ein typisches Beispiel für die Verbindung von traditioneller Technik und regionaler Zutatenwahl. Die Kugeln sind ideal als Snack oder als Teil eines festlichen Essens.
Winter Edition – mit Äpfeln
Eine Variante des Hefeteigrezepts ist die Winter Edition, bei der 2,5 Äpfel klein geschnitten werden und in den Teig integriert werden. Dies ergibt eine leichte, herbstliche Note und eignet sich besonders gut in der kühleren Jahreszeit.
Die Bedeutung der regionalen Küche auf Fehmarn
Die Rezepte, die sich aus den Materialien ableiten lassen, zeigen, dass die regionale Küche auf Fehmarn eng mit der Tradition verbunden ist. Die Verwendung von Zutaten wie Mohn, Feigenmarmelade, Rosinen oder regionalen Getreidesorten spiegelt den Einfluss der ländlichen Umgebung wider. Zudem ist die Backkultur auf Fehmarn tief verwurzelt, wie die Rezepte für Husarenkrapfen und Hefeteigkugeln zeigen.
Karen Pranges Rolle als Gastgeberin und Köchin betonte ebenfalls die Bedeutung der regionalen Produkte. Ihre Arbeit ist ein Beispiel dafür, wie die Kulinarik nicht nur eine Sache von Nahrungsmitteln ist, sondern auch ein Ausdruck von Kultur, Identität und Gemeinschaft. Ihre Rezepte mögen nicht alle in den Quellen zu finden sein, doch ihre Herangehensweise und ihre Haltung spiegelt sich in den Rezepten wider, die in Fehmarn heute noch gebacken und genossen werden.
Die kulinarische Ausrichtung von Ferienunterkünften auf Fehmarn
Ferienunterkünfte auf Fehmarn, wie beispielsweise das Ferienhaus Prange, betonen ebenfalls die Bedeutung der regionalen Küche. Obwohl das Ferienhaus nicht direkt in Karen Pranges Besitz stand, ist es dennoch ein weiteres Beispiel dafür, wie Ferienunterkünfte auf der Insel die regionalen Traditionen bewahren.
Im Ferienhaus Prange ist beispielsweise ein großzügiger Garten mit Terrasse, Sonnenliegen und Strandkorb vorhanden, in dem Gäste den Tag mit einem Frühstück beginnen und ihn gemütlich ausklingen lassen können. Zudem wird ein täglicher Brötchenservice angeboten, der es den Gästen ermöglicht, regionale Produkte zu genießen, ohne selbst kochen zu müssen. Dieser Service ist ein weiteres Element der kulinarischen Gastfreundschaft, die auf Fehmarn eine zentrale Rolle spielt.
Der Einfluss der Medien und Serien auf die Wahrnehmung Fehmarns
Die Insel Fehmarn wird in der Medienwelt oft als eine Insel der Abenteuer, der Natur und der kulturellen Vielfalt dargestellt. In der Serie Inselgeschichten, die im NDR ausgestrahlt wird, werden die Menschen und die Landschaften Fehmarns genauso wie anderer Inseln Deutschlands thematisiert. Diese Serien tragen dazu bei, Fehmarn als ein Reiseziel zu vermarkten, das nicht nur für seine Natur, sondern auch für seine kulinarischen Traditionen bekannt ist.
Die Serie hebt beispielsweise die Beziehung zwischen den Menschen, die auf Fehmarn leben, und der Kulinarik hervor. In einem Folgenentwurf wird erwähnt, wie die Moderatorin Judith Rakers die Insel Fehmarn entdeckt und dabei auch die Menschen trifft, die dort wohnen und arbeiten. Die Serien zeigen oft, wie die lokale Kulinarik ein Teil des Alltags und der Identität der Inselbewohner ist.
Die Rolle von Karen Prange in der Geschichte des Fremdenverkehrs
Karen Prange war nicht nur eine Köchin, sondern auch eine Pionierin des Fremdenverkehrs auf Fehmarn. Sie begann im Jahr 1953, Zimmer in ihrem Bauernhaus zu vermieten, was in jenen Tagen noch unüblich war. Ihr Engagement war Teil einer größeren Bewegung, bei der Bäuerinnen und Bauern auf Fehmarn versuchten, den Fremdenverkehr zu etablieren, um ihre Einnahmequellen zu diversifizieren.
Ihr Erfolg war nicht nur auf ihre Gastfreundschaft zurückzuführen, sondern auch auf ihre Fähigkeit, die regionalen Produkte und Gerichte in die Kulinarik ihrer Gäste einzubinden. Ihre Arbeit ist ein Vorbild für andere, die heute Ferienunterkünfte betreiben und kulinarische Angebote anbieten. Sie hat gezeigt, dass es möglich ist, die regionale Küche in den Fremdenverkehr zu integrieren und gleichzeitig die Kultur und Traditionen zu bewahren.
Die Zukunft der kulinarischen Tradition auf Fehmarn
Die Rezepte und kulinarischen Traditionen, die Karen Prange und andere auf Fehmarn weitergegeben haben, sind heute noch lebendig. Sie werden in Ferienunterkünften genutzt, in Familien weitergegeben und in der regionalen Gastronomie bewahrt. Die Verbindung zwischen der regionalen Küche und der Gastfreundschaft ist ein zentraler Aspekt der Kultur auf Fehmarn.
Es ist wichtig, dass diese Traditionen weitergegeben werden, um die kulturelle Identität der Insel zu bewahren. Das Backen von Krapfen, das Zubereiten von Hefeteigkugeln und das Kochen mit regionalen Zutaten sind nicht nur eine Angelegenheit der Küche, sondern auch ein Ausdruck von Zugehörigkeit und Gemeinschaft.
Schlussfolgerung
Karen Prange war mehr als nur eine Köchin – sie war eine Pionierin der regionalen Küche und ein Symbol für die Gastfreundschaft auf Fehmarn. Ihre Arbeit hat dazu beigetragen, die Kulinarik auf der Insel zu etablieren und hat gleichzeitig die Traditionen der regionalen Küche bewahrt. Ihre Rezepte, ob direkt oder indirekt, sind ein Teil der kulinarischen Kultur, die Fehmarn ausmacht.
Die Rezepte aus den Materialien, wie beispielsweise die Husarenkrapfen mit Mohn und Feigenmarmelade oder die Hefeteigkugeln, sind nicht nur kulinarisch ansprechend, sondern auch ein Ausdruck der regionalen Identität. Sie zeigen, wie die Küche auf Fehmarn eng mit der Tradition verbunden ist und wie sie sich in der Zeit weiterentwickelt hat.
Die Zukunft der kulinarischen Tradition auf Fehmarn hängt davon ab, dass diese Rezepte und Techniken weitergegeben werden. Nur so können sie bewahrt werden und ihre Bedeutung in der Kultur der Insel fortbestehen.
Quellen
Ähnliche Beiträge
-
Weihnachtsgans Rezept nach Oma – Klassische Zubereitung und Tipps für den perfekten Braten
-
Oma’s Geheimnis: Ein Rezept für die perfekte knusprige Weihnachtsgans
-
Weihnachtsgans nach Oma’s Art – Traditionelle Zubereitung und Rezepte für den festlichen Gänsebraten
-
Weihnachtsente wie von Oma: Traditionelle Zubereitung, Rezept und kulinarische Hintergründe
-
Vanillekipferl nach altem Familienrezept – Traditionelle Weihnachtskekse mit echter Vanille
-
Vanillekipferl – Traditionelle Rezepte von Oma und ihre weihnachtliche Wirkung
-
Omas Vanillekipferl: Traditionelles Rezept, mürbe Kekse und Tipps für die perfekte Backaktion
-
Tote Oma: Traditionelles DDR-Rezept und Zubereitung der Grützwurstgerichte