Kürbisbrot nach Omas Rezept – ein herbstliches Klassikerrezept für den Backofen

Einführung

Kürbisbrot, auch als Kürbisstuten bekannt, ist ein herbstliches Klassikerrezept, das in vielen Familien Tradition hat. Es vereint die herbstliche Note des Kürbises mit dem Aroma frischer Hefe, cremiger Milch und einer feinen Krume. Besonders in der Herbst- und Winterzeit ist es ein beliebter Leckerbissen, der zum Frühstück oder zur Kaffeetafel serviert wird. Das Rezept, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, ist sowohl alltagstauglich als auch gelingsicher, was es zu einem unverzichtbaren Bestandteil vieler kochbegeisterter Haushalte macht.

Dieser Artikel stellt das traditionelle Kürbisbrotrezept einer Oma genauer vor und erklärt, wie der Teig hergestellt wird, welche Zutaten benötigt werden und welche Tipps und Tricks bei der Zubereitung hilfreich sind. Zudem wird ein glutenfreier Ansatz sowie ein Toastbrot-Variante, die auf Sauerteig basiert, vorgestellt. Auf diese Weise können auch Menschen mit speziellen Ernährungsvorgaben oder anderen Vorlieben das Rezept nach eigenem Geschmack anpassen.


Das Rezept: Omas Kürbisbrot aus Hefeteig

Das Rezept für Omas Kürbisbrot ist einfach in der Ausführung und verwendet nur grundlegende Zutaten. Es basiert auf einem Hefeteig, der mit Kürbispüree angereichert wird, um ein saftiges und aromatisches Brot zu erzeugen. Die Zutatenliste ist überschaubar und besteht aus Weizenmehl, Hokkaido-Kürbispüree, frischer Hefe, Milch, Zucker, Salz und Butter. Der Kürbis sorgt nicht nur für die charakteristische orange Farbe, sondern auch für die feine Süße und den feuchten Biss des Brotes.

Zutaten

Für das Kürbisbrot nach Omas Rezept werden folgende Zutaten benötigt:

  • 500 g Weizenmehl Type 550 oder 405
    Dieses Mehl bildet die Grundlage des Teiges. Es sorgt für eine schöne Krume und kann – falls gewünscht – teilweise durch Dinkelmehl ersetzt werden.

  • 300 g Hokkaido-Kürbispüree
    Hokkaido-Kürbis ist besonders geeignet, da er nicht geschält werden muss und eine intensiv orange Farbe besitzt. Das Püree wird schonend im Backofen gegart, um den Geschmack zu konzentrieren.

  • ¾ Würfel frische Hefe (knapp)
    Frische Hefe ist empfohlen, da sie den Teig besonders locker aufgehen lässt. Sie sollte nicht direkt mit Salz in Kontakt kommen, da dies die Hefewirkung hemmen kann.

  • 200 ml lauwarme Milch
    Die Milch sorgt für Feuchtigkeit und cremigen Geschmack.

  • 1 EL Zucker
    Der Zucker unterstützt die Hefewirkung und verleiht dem Brot eine leichte Süße. Wer es süßer mag, kann etwas mehr hinzufügen.

  • 1 TL Salz, leicht gehäuft
    Das Salz ist wichtig für die Geschmacksentwicklung und die Struktur des Teigs.

  • 40 g weiche Butter
    Die Butter verleiht dem Brot eine geschmeidige Konsistenz und eine feinporige Krume.

Kochutensilien

Für die Zubereitung werden folgende Utensilien benötigt:

  • 1 Schneidbrett
  • 1 Schüssel
  • 1 Schälmesser
  • 1 Messer
  • 1 Kastenform (30 cm)
  • 1 Waage
  • 1 Mixer oder Küchenmaschine

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Vorbereitung des Kürbispürees

  1. Kürbis entkernen und in Stücke schneiden:
    Den Hokkaido-Kürbis entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden.

  2. Im Backofen garen:
    Die Stücke locker in Alufolie wickeln und im vorgeheizten Backofen bei 170 °C etwa 30 Minuten garen. Danach das Kürbisfleisch pürieren. Überschüssiges Püree kann eingefroren werden, um es in Zukunft wieder verwenden zu können.

Vorbereitung des Hefeteigs

  1. Hefeteig anrühren:
    In eine Schüssel Mehl füllen und in der Mitte eine Vertiefung machen. Die frische Hefe zerkrümeln und mit dem Rohrzucker in die Vertiefung füllen. Einige Esslöffel lauwarme Milch hinzufügen und leicht mit etwas Mehl verrühren. Den Vorteig etwa 15–20 Minuten ruhen lassen, bis sich die Hefe verdoppelt hat.

  2. Restliche Zutaten unterarbeiten:
    Mit der Küchenmaschine oder einem Mixer die restliche lauwarme Milch, weiche Butter und das Kürbispüree unter den Teig rühren. Danach den Teig einige Minuten kneten, bis er sich geschmeidig und elastisch anfühlt.

  3. Teig ruhen lassen:
    Den Teig mit einem Tuch abdecken und etwa 20 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit entwickelt er sich weiter und wird lockerer.

Backen des Kürbisbrotes

  1. Kastenform vorbereiten:
    Die 30 cm Kastenform gut ausfetten, um das Brot nach dem Backen leichter entfernen zu können.

  2. Teig einfüllen und weiter gehen lassen:
    Den Teig in die Form füllen, abdecken und nochmal etwa 40–60 Minuten gehen lassen, bis er sich fast verdoppelt hat.

  3. Einschneiden und Backen:
    Mit einem scharfen Messer mehrere Schnitte in die Oberfläche des Teiges machen. Den Backofen auf 170 °C vorheizen. Das Brot für ca. 40–45 Minuten backen. Um die Krume saftig zu halten, kann eine Schale mit Wasser in den Ofen gestellt werden, um Feuchtigkeit zu erzeugen.

  4. Abkühlen lassen:
    Nach dem Backen das Kürbisbrot im Ofen auf der Stufe „Abkühlen“ lassen oder es auf ein Gitter stellen, damit es nicht zu weich wird.


Tipps und Tricks für ein gelungenes Kürbisbrot

  • Verwenden Sie frische Hefe:
    Frische Hefe sorgt für eine optimale Aufgangskraft und eine luftigere Krume als Trockenhefe. Achten Sie darauf, dass die Hefe nicht mit Salz in Kontakt kommt, da dies die Hefewirkung hemmen kann.

  • Kürbis schonend garen:
    Hokkaido-Kürbis ist ideal für dieses Rezept, da er nicht geschält werden muss. Der Backofen-Garvorgang konzentriert den Geschmack des Kürbises, was dem Brot eine intensivere Note verleiht.

  • Butter weich werden lassen:
    Die Butter sollte nicht zu heiß, sondern weich sein, damit sie sich leichter unter den Teig arbeiten lässt. Schmelzen Sie sie nicht, da dies den Teig zu feucht werden lassen könnte.

  • Zutaten abwiegen:
    Verwenden Sie eine Küchenwaage, um alle Zutaten exakt abzuwiegen. Dies hilft, die Konsistenz des Teigs und das Backergebnis zu optimieren.

  • Zurückhaltung beim Zucker:
    Der Zucker ist hauptsächlich zur Aktivierung der Hefe gedacht. Wer das Brot süßer mag, kann etwas mehr hinzufügen. Omas Rezept enthält nur einen gehäuften Esslöffel, was aber ausreichend ist.

  • Kürbisbrot servieren:
    Das Kürbisbrot schmeckt pur, mit Butter oder auch mit süßem Aufstrich. Besonders lecker ist es noch warm aus dem Ofen.


Glutenfreie Variante: Kürbisbrot für den Alltag

Für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit kann das Kürbisbrot ebenfalls gebacken werden. Die Grundzutaten wie Hokkaido-Kürbis, Butter, Milch, Zucker und Salz sind glutenfrei. Allerdings muss das Mehl durch ein glutenfreies Rezept ersetzt werden. Ein Rezept auf Basis glutenfreier Mehlmischung und Hefeteig kann genauso saftig und aromatisch sein wie das traditionelle Rezept.

Ein Beispiel ist ein Rezept, das auf dem Oma-Rezept basiert, jedoch mit glutenfreien Mehlmischungen und einigen Anpassungen im Hefeteig gearbeitet wird. Der Kürbis sorgt zusätzlich für Saftigkeit und Geschmack, was bei glutenfreiem Brot oft ein Problem darstellt, da glutenfreies Mehl weniger Feuchtigkeit bindet.

Vorteile glutenfreier Kürbisbrot

  • Saftigkeit durch Kürbis:
    Der Kürbis sorgt für eine feine, cremige Konsistenz, die glutenfreies Brot oft vermissen lässt.

  • Herbstliche Farbe:
    Das orange Kürbispüree verleiht dem Brot eine unverwechselbare Farbe und eine natürliche Süße.

  • Mehrfach verwendbar:
    Glutenfreies Kürbisbrot schmeckt pur, mit Butter oder auch mit herzhaften Aufschnitten. Es ist ein Allrounder in der Kantine oder im Haushalt.


Kürbis-Toastbrot aus Sauerteig

Ein weiteres interessantes Rezept ist das Kürbis-Toastbrot aus Sauerteig. Es basiert auf einem aktiven Anstellgut und enthält Kürbispüree sowie zarte Aromen wie Kurkuma. Es ist besonders weich und eignet sich hervorragend für Toasts oder Grilled Cheese.

Zutaten

  • 60 g aktives Anstellgut
  • 180 g Bread Flour (Weizenmehl mit hohem Proteingehalt)
  • 25 g Zucker
  • 85 g Wasser
  • 75 g Milch
  • 15 g Bassinage (Fermentierte Flüssigkeit)
  • 50 g Sahne
  • 200 g weich gebackener Hokkaido-Kürbis
  • 1 Prise Kurkuma
  • 10 g Salz
  • 15 g Zucker
  • 320 g Bread Flour
  • 30 g Butter

Zubereitung

  1. Anstellgut und Mehl vermengen:
    AM VORABEND alle Zutaten gründlich mischen und bei 26 °C für 8 Stunden reifen lassen. Ziel ist eine Verdreifachung des Sauerteigvolumens. Bei Raumtemperatur kann dies bis zu 12 Stunden dauern.

  2. Püreemasse herstellen:
    AM BACKTAG Milch, Sahne, weich gebackenen Hokkaido und eine Prise Kurkuma mit dem Stabmixer pürieren. Die Masse in die Küchenmaschine umfüllen.

  3. Weitere Zutaten unterarbeiten:
    Salz, Zucker, Butter und restliches Mehl unterarbeiten. Den Teig etwa 2 Stunden ruhen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

  4. Backen:
    Den Backofen auf 180 °C vorheizen und das Toastbrot für 35–40 Minuten backen. Beim Einschieben etwas Dampf erzeugen, um eine perfekte Kruste zu erzeugen.

  5. Abkühlen lassen:
    Das Toastbrot auf einem Gitter abkühlen lassen, damit es seine Form behält und nicht zu weich wird.


Kürbisbrot in der Herbstküche

Kürbisbrot hat sich als fester Bestandteil der Herbstküche etabliert. Es passt nicht nur zum Frühstück oder zur Kaffeetafel, sondern auch zu herbstlichen Speisen wie Kürbissuppe, gebratenem Hähnchen oder vegetarischen Gerichten. Seine warme, süßliche Note passt perfekt in die Stimmung der Herbst- und Winterzeit.

Traditionelle Herstellung

In vielen Familien hat das Kürbisbrot eine lange Tradition. Es wird oft in der Kastenform gebacken und schmeckt besonders gut mit Butter oder Marmelade. Omas Rezept ist ein Beispiel für ein traditionelles Rezept, das in der Familie weitergegeben wird. Es vereint Einfachheit, Geschmack und Herbstatmosphäre.

Kreative Anpassungen

Moderne Foodblogger und Köche haben Omas Kürbisbrot in kreative Varianten weiterentwickelt. So gibt es jetzt auch glutenfreie, vegane oder Toastbrot- und Grilled Cheese-Varianten. Die Grundzutaten bleiben jedoch fast immer gleich: Kürbis, Mehl, Milch, Hefe, Zucker, Salz und Butter.


Schlussfolgerung

Kürbisbrot nach Omas Rezept ist ein herbstliches Klassikerrezept, das in vielen Haushalten Tradition hat. Es vereint die warmen Aromen von Kürbis, Hefe und Butter mit einer saftigen Krume und einer cremigen Konsistenz. Die einfache Zubereitung und die wenigen Zutaten machen es zu einem alltagstauglichen Rezept, das sich auch für Anfänger eignet.

Durch kleine Anpassungen kann das Rezept auch für glutenfreie oder spezielle Ernährungsvorgaben angepasst werden. Zudem gibt es kreative Varianten wie Kürbis-Toastbrot oder Grilled Cheese, die die Kürbisbrot-Tradition in die moderne Herbstküche übertragen.

Egal ob pur, mit Butter oder als Teil eines herzhaften Toasts – Kürbisbrot ist ein unverzichtbarer Teil der Herbstküche und ein wahrer Genuss im Herbst.


Quellen

  1. Saftiger Kürbisstuten wie von Oma – Kochen aus Liebe
  2. Glutenfreies Kürbisbrot – Allerlei glutenfrei
  3. Kürbis-Toastbrot – Food by Jos

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