Omas Gänsebraten: Klassisches Rezept, Tipps zur Zubereitung und Garprobe

Der Gänsebraten ist ein klassisches Festtagsgericht, das vor allem an Weihnachten oder auf besonderen Anlässen auf den Tisch kommt. In vielen Familien ist er fest verankert und wird nach Generationen weitergegeben – oft als "Omas Gänsebraten". Dieser Artikel befasst sich mit dem traditionellen Rezept, den Zubereitungsschritten, der Füllung, der Garzeit und der Zubereitung der Sauce. Auf Basis der in den Quellen bereitgestellten Informationen werden die verschiedenen Ansätze vorgestellt und in ihrer Relevanz für die kochen-praktische Umsetzung erläutert.

Einführung

Der Gänsebraten wird in Deutschland traditionell zu Weihnachten serviert, doch auch an anderen Feiertagen oder bei besonderen Anlässen ist er ein beliebtes Gericht. Die Zubereitung erfordert etwas Zeit und Aufmerksamkeit, doch mit den richtigen Schritten und Tipps gelingt er auch dem geübten Hobbykoch. Im Folgenden werden die verschiedenen Rezeptvarianten, die Füllung, die Garzeit, sowie die Zubereitung der Sauce detailliert beschrieben.

Rezept für Omas Gänsebraten

Ein klassisches Rezept für Omas Gänsebraten basiert auf mehreren Quellen, die sich im Wesentlichen in den Grundzutaten und Schritten decken. Die folgende Version basiert auf den Angaben aus den Quellen [1], [4] und [5].

Zutaten

Für 6 Portionen benötigen Sie:

  • 1 Gans (ca. 5,5 kg)
  • 2 Birnen
  • 4 Äpfel
  • 200 g Backpflaumen
  • 150 ml Calvados
  • 150 ml Apfelsaft
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Bund Majoran (oder Beifuß, Thymian, Rosmarin)

Zubereitung

  1. Vorbereitung des Ofens und der Gans:
    Der Ofen wird auf ca. 160°C vorgeheizt. Die Gans wird innen und außen gründlich abgewaschen und mit Salz und Pfeffer eingerieben. Vor dem Füllen wird die Gans trocken getupft, um das Fett nicht zu verdrängen.

  2. Vorbereitung der Füllung:
    Äpfel und Birnen werden entkernt und in Stücke geschnitten. Die Backpflaumen werden ebenfalls kleingeschnitten. Alles wird mit Calvados und Apfelsaft vermengt und für 1 bis 2 Stunden ziehen gelassen. Danach wird die Gans mit der Füllung gefüllt und mit Nadeln oder Küchengarn geschlossen.

  3. Braten der Gans:
    Die Gans wird auf ein Rost in eine Fettpfanne gelegt, mit der Brustseite nach unten. Unter der Gans wird ein Auffanggefäß platziert, um den Bratensaft aufzufangen. Die Gans wird für ca. 7 Stunden im Ofen gebraten. In dieser Zeit wird sie mehrmals mit dem Bratensaft übergossen, um die Haut knusprig zu halten.

  4. Entfernen der Füllung und Zubereitung der Sauce:
    Sobald die Gans knusprig ist, wird sie aus dem Ofen genommen. Die Nadeln oder Fäden werden entfernt, und die Füllung wird herausgenommen. Der Bratensaft wird durch ein feines Sieb abgefiltert. Das übrige Fett wird in ein flaches Gefäß gegossen und die Fettaugen abgeschöpft. Anschließend wird der Bratensaft mit Speisestärke gebunden und nach Geschmack abgeschmeckt.

  5. Beilage:
    Klassisch passt dazu Rotkohl mit Klößen oder Kartoffeln.

Variante nach Thomas Sixt

Ein weiterer Ansatz stammt von Thomas Sixt (Quelle [2]). Seine Vorgehensweise ist etwas moderner und beinhaltet zusätzliche Schritte zur Saucezubereitung, die jedoch in ihrer Grundform den traditionellen Gänsebraten ergänzt.

Zutaten

  • 1 Gans (3,5–5 kg)
  • 4 Zwiebeln
  • 3 Äpfel
  • 1 Bund Beifuß (alternativ Thymian, Rosmarin oder Majoran)
  • 15–20 Prisen Salz
  • 8–10 Prisen Pfeffer
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 500 ml Kalbsfond
  • 1000 ml Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 1 rohe Kartoffel (fein gerieben, zur Bindung der Sauce)
  • 60 g kalte Butter
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

  1. Füllung:
    Die Zwiebeln werden fein gewürfelt, die Äpfel in kleine Stücke geschnitten und mit dem Beifuß gemischt. Die Gans wird mit Salz und Pfeffer eingerieben und mit der Füllung gefüllt.

  2. Braten:
    Die Gans wird auf einem Rost in eine Fettpfanne gelegt und im Ofen bei 170°C (Heißluft) für 2–2,5 Stunden gebraten. In dieser Zeit wird sie mehrmals mit dem Bratensaft übergossen. Nach 1,5 Stunden wird die Gans mit der Brust nach oben gelegt und erneut 1,5 Stunden gegart.

  3. Soße:
    Die Füllung, die Gänseknochen, das Bratenfett und die Bratenrückstände werden in einen Topf gegeben. Kalbsfond und Brühe werden hinzugefügt, alles wird langsam aufgekocht und 3–4 Stunden leicht siedend geköchelt. Anschließend wird die Soße mit kalter Butter degraissiert und fein geriebene Kartoffeln hinzugefügt, um die Sauce zu binden.

Gärung und Garprobe

Ein entscheidender Schritt bei der Zubereitung des Gänsebratens ist die Garprobe. In Quelle [5] wird detailliert beschrieben, wie man feststellen kann, ob die Gans durchgegart ist.

Wie erkenne ich, dass die Gans fertig ist?

  • Garprobe mit Gabel oder Holzspieß:
    Steche die Gabel oder den Spieß in die Keule. Wenn der Fleischsaft klar und nicht rötlich ist, ist die Gans fertig.

  • Fleischthermometer:
    Der ideale Gargrad liegt bei einer Kerntemperatur von 80–85°C. Für einen weicheren, rosa-garnierten Gänsebraten reicht bereits eine Temperatur von 75–80°C.

  • Fleischkonsistenz:
    Das Fleisch sollte weich und leicht vom Knochen lösen. Bei einer Garprobe mit dem Löffel oder der Gabel sollte sich das Fleisch problemlos ablösen.

Tipps zur Zubereitung

Einige allgemeine Tipps, die sich aus den Quellen ableiten, können helfen, den Gänsebraten perfekt zu zubereiten:

1. Vorbereitung der Gans

  • Die Gans sollte gut ausgenommen sein. Oft sind die Innereien wie Leber, Herz, Magen und Hals in einem Beutel dabei.
  • Vor dem Braten wird die Gans gewaschen, getrocknet und mit Salz und Pfeffer eingerieben.
  • Bei Bedarf kann die Gans mit Küchengarn oder Fäden fixiert werden, um sie während des Bratens zu stabilisieren.

2. Füllung und Füllungstechnik

  • Die Füllung sollte aus frischen Früchten wie Äpfeln, Birnen oder Marillen bestehen. In manchen Rezepten kommen auch Zwiebeln, Karotten oder Knoblauch hinzu.
  • Die Füllung wird in die Gans gefüllt und mit Nadeln oder Fäden fixiert.
  • Einige Rezepte empfehlen, die Füllung mit Alkohol wie Calvados oder Apfelsaft zu vermengen, um Aroma und Geschmack zu intensivieren.

3. Brattechnik

  • Die Gans wird auf einem Rost in eine Fettpfanne gelegt. Unter der Gans wird ein Auffanggefäß platziert, um den Bratensaft aufzufangen.
  • Der Ofen sollte auf ca. 160–170°C vorgeheizt werden.
  • Wichtig ist es, die Gans mehrmals mit dem Bratensaft zu übergießen, damit die Haut knusprig wird.
  • Bei Bedarf kann etwas Wasser in die Fettpfanne gegossen werden, um das Fett nicht verbrennen zu lassen. Dies vermeidet Qualm und scharfen Geruch und macht die Gans saftiger.

4. Sauce

  • Die Sauce wird aus dem Bratensaft, den Knochen, dem Fett und den Füllungsresten hergestellt.
  • In manchen Rezepten wird kalter Kalbsfond oder Hühnerbrühe hinzugefügt, um die Sauce aufzudicken.
  • Nach dem Abschöpfen des Fetts wird die Sauce mit Speisestärke gebunden und abschließend mit Butter degraissiert.

5. Ruhenlassen

  • Nachdem die Gans aus dem Ofen genommen wurde, sollte sie einige Zeit ruhen lassen, damit das Fleisch sich entspannt und nicht trocken wird.
  • Währenddessen kann die Sauce weiterkochen oder abgeschmeckt werden.

Nährwertanalyse

Die Nährwerte des Gänsebratens können je nach Zubereitungsart variieren. In Quelle [5] wird eine Nährwertanalyse für eine Portion Gänsebraten angegeben:

  • Kalorien: 1202 kcal
  • Eiweiß: 53 g
  • Fett: 104 g
  • Kohlenhydrate: 17 g

Ein weiteres Rezept (Quelle [3]) gibt folgende Nährwerte pro Portion an:

  • Kalorien: 1993 kcal
  • Eiweiß: 82 g
  • Fett: 160 g
  • Kohlenhydrate: 41 g

Die Unterschiede ergeben sich vor allem aus dem Fettgehalt der Gans und der zusätzlichen Füllung. Der Gänsebraten ist daher ein fettreiches Gericht, das besonders in Kombination mit Beilagen wie Rotkohl oder Kartoffeln eine nahrhafte Mahlzeit darstellt.

Beilagen zum Gänsebraten

Der Gänsebraten wird traditionell mit Rotkohl und Klößen serviert. In Quelle [1] wird diese Kombination ausdrücklich empfohlen. Andere Beilagen, die ebenfalls gut passen, sind:

  • Rotkohl: Ein weiteres klassisches Gericht, das oft mit Gänsebraten serviert wird.
  • Kartoffeln: Gekochte, gebratene oder Kartoffelpüre.
  • Morcheln oder Pilze: Diese können als Beilage oder als Teil der Füllung verwendet werden.
  • Weißbrot oder Semmel: Ein gutes Gegenstück zum fettreichen Gänsebraten.
  • Früchte: Äpfel oder Birnen passen gut zur Gans und ergänzen das Aroma.

Zusammenfassung

Der Gänsebraten ist ein klassisches Festtagsgericht, das in vielen Familien nach Omas Rezept zubereitet wird. Die Zubereitung erfordert etwas Zeit und Aufmerksamkeit, doch mit den richtigen Schritten und Tipps gelingt er auch dem geübten Hobbykoch. Die Rezeptvarianten aus den Quellen zeigen, dass es verschiedene Herangehensweisen gibt, die sich jedoch in den Grundprinzipien decken: Die Gans wird gefüllt, gebraten und mit einer knusprigen Haut serviert. Die Sauce wird aus dem Bratensaft, den Knochen und dem Fett hergestellt und nach Geschmack abgeschmeckt. Ein entscheidender Schritt ist die Garprobe, um sicherzustellen, dass die Gans durchgegart ist. Mit der richtigen Zubereitung und den passenden Beilagen kann der Gänsebraten eine köstliche Mahlzeit auf dem Tisch bereitstellen.

Quellen

  1. Omas Gänsebraten
  2. Gänsebraten nach Thomas Sixt
  3. Gänsebraten-Rezepte – so wird’s knusprig & saftig
  4. Martins Gans nach Omas Rezept
  5. Gänsebraten – So geht’s Schritt für Schritt

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