Klassische Engelsaugen nach Omas Rezept: Traditionelles Weihnachtsgebäck zum Nachbacken

Engelsaugen, auch bekannt als Husarenkrapfen, Kulleraugen oder Husarenkrapferl, sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Weihnachtsbäckerei in vielen deutschen Haushalten. Dieses traditionelle Gebäck, das durch seinen zarten Mürbeteig und die fruchtige Füllung besticht, wird seit Generationen nach bewährten Rezepten zubereitet. In diesem Artikel werden die Zutaten, die Zubereitung und die Tipps für die perfekte Ausführung der Engelsaugen nach Omas Rezept detailliert beschrieben. Ziel ist es, Lesern eine präzise und praxisnahe Anleitung zu geben, die traditionelle Backkunst zu Hause nachzuvollziehen.


Rezeptzutaten und Zubereitung

Die Zutaten für Engelsaugen sind einfach und alltäglich, wodurch das Rezept besonders attraktiv für Einsteiger und Familien ist. Die Mengen und die Art der Zutaten können je nach Rezept leicht variieren, doch einige Grundelemente bleiben konstant: Mehl, Butter, Eier, Zucker und Vanillezucker bilden die Basis des Teiges, während Johannisbeergelee oder andere Fruchtgelees die Füllung bilden. In den folgenden Abschnitten werden die verschiedenen Rezepte der Quellen analysiert und zusammengefasst.

Grundzutaten des Teiges

Die Rezepte enthalten meist folgende Grundzutaten:

  • Mehl: 200–250 g Mehl, oft Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl Type 630.
  • Butter: 150 g weiche Butter, idealerweise kalte, um den Teig nicht zu früh zu erwärmen.
  • Eier: 1–2 Eier oder Eigelbe, je nach Rezept.
  • Zucker: 60–100 g Puderzucker oder Kristallzucker, ergänzt um Vanillezucker.
  • Zitronenabrieb: In einigen Rezepten wird die Schale einer Bio-Zitrone untergemengt, um dem Teig ein frisches Aroma zu verleihen.
  • Salz: Eine Prise Salz zur Balance der Süße.

Zubereitung des Teiges

Die Zubereitung des Teiges folgt in allen Rezepten einem ähnlichen Schema:

  1. Die trockenen Zutaten (Mehl, Salz, Vanillezucker) werden in eine Schüssel gesiebt.
  2. Die flüssigen und festen Zutaten (Butter, Eier, Zucker, Zitronenabrieb) werden in kleine Stücke zerhackt und zu den trockenen Zutaten gegeben.
  3. Der Teig wird mit den Knethaken des Handrührgeräts oder per Hand zu einem glatten, geschmeidigen Teig verknetet.
  4. Der Teig wird in Frischhaltefolie gewickelt und mindestens 30 Minuten, oft über Nacht, im Kühlschrank ruhen gelassen, um eine bessere Formbarkeit zu ermöglichen.

Nach dem Kühlen wird der Teig in Kugeln geformt, auf Backbleche verteilt und mit einem Holzlöffel in der Mitte eine Vertiefung gedrückt, in die später die Füllung kommt.

Füllung und Bestäubung

Die Füllung ist ein essentieller Bestandteil der Engelsaugen und verleiht dem Gebäck seinen typischen Charakter. In den Rezepten wird vor allem Johannisbeergelee verwendet, das leicht erwärmt und in die Vertiefungen gefüllt wird. Alternativ können auch andere Fruchtgelees wie Himbeergelee oder Erdbeermarkelade verwendet werden. In einigen Fällen wird ein Schuss Alkohol (z. B. Amaretto oder Kirschwasser) zur Konfitüre hinzugefügt, um die Geschmackskomponente zu verfeinern.

Nach dem Backen werden die Engelsaugen mit Puderzucker bestäubt, was nicht nur optisch ansprechend ist, sondern auch eine leichte Süße hinzufügt. Einige Rezepte empfehlen, die Kekse nach dem Backen in eine Keksdose zu legen und ein paar Tage durchziehen zu lassen, damit sich die Aromen entfalten und die Kekse noch mürber werden.


Tipps und Tricks für perfekte Engelsaugen

Um die Engelsaugen optimal zu backen und zu füllen, gibt es einige wichtige Tipps, die in den Quellen erwähnt werden:

1. Kaltstellen vor dem Backen

Es wird empfohlen, die Teigkugeln vor dem Backen für ca. 15–30 Minuten kaltzustellen, damit sie beim Backen nicht auseinanderlaufen. Dies verhindert, dass sich die Form der Kekse verfälscht oder die Füllung nach außen drückt.

2. Gleichmäßige Füllung

Die Füllung sollte vor dem Backen gleichmäßig in die Vertiefungen gefüllt werden. Alternativ kann die Füllung auch nach dem Backen in die Mulden gegeben werden, was jedoch mehr Vorsicht beim Stapeln der Kekse erfordert, da die Füllung sonst verschmieren kann.

3. Backzeit und Temperatur

Die Backzeit und -temperatur hängen von der Ofenart ab. In den Rezepten wird eine Temperatur von 180–200°C empfohlen, wobei die Backzeit etwa 12–15 Minuten beträgt. Wichtig ist, die Kekse nicht zu dunkel zu backen, da sie optimalerweise hell bleiben sollten. Die Kekse sollten leicht goldbraun werden, ohne an Farbe zu verlieren oder zu verbrennen.

4. Lagerung und Haltbarkeit

Die Engelsaugen können in einer Keksdose aufbewahrt werden, idealerweise an einem kühlen, trockenen Ort. Sie sind mehrere Wochen haltbar, wobei sie nach ein paar Tagen im Kühlschrank besonders mürbe und aromatisch werden.


Rezeptvariationen und Alternativen

Obwohl das klassische Rezept für Engelsaugen auf Johannisbeergelee zurückgreift, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Füllung und den Teig abzuwandeln:

1. Andere Gelees und Marmeladen

Statt Johannisbeergelee können auch andere Fruchtgelees verwendet werden, z. B. Himbeergelee, Erdbeergelee oder Traube-Gelee. Einige Rezepte empfehlen zudem, die Konfitüre mit einem Schuss Alkohol (z. B. Amaretto, Kirschwasser oder Brandy) zu veredeln.

2. Nuss- oder Schokofüllung

Als Alternative zur klassischen Fruchtgelee-Füllung können Engelsaugen auch mit Nüssen (z. B. Haselnüsse oder Walnüsse) oder Schokoladenfüllung ausgestattet werden. In einigen Rezepten wird sogar Erdnussbutter als Füllung verwendet, was eine ungewöhnliche, aber durchaus leckere Kombination ergibt.

3. Weitere Teigzusätze

Einige Rezepte enthalten zusätzliche Aromen wie Zimt, Nelke oder gemahlene Haselnüsse, die dem Teig ein nussiges oder warmes Aroma verleihen. Diese Aromen sind besonders gut für weihnachtliche Backaktionen geeignet, da sie den Keksen einen zusätzlichen Geschmack und eine optische Wirkung verleihen.


Rezept im Überblick

Das folgende Rezept fasst die wichtigsten Zutaten und Schritte aus den Quellen zusammen. Es basiert auf mehreren traditionellen Rezepten und ist leicht anpassbar.

Zutaten

  • 250 g Mehl (Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl Type 630)
  • 150 g weiche Butter (kalte Butter ist ideal)
  • 2 Eigelb (Größe M)
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Schale einer Bio-Zitrone (optional)
  • 150 g Johannisbeergelee (oder andere Fruchtgelees)
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Teig herstellen:

    • Mehl, Salz, Vanillezucker und Zitronenabrieb (wenn verwendet) in eine Schüssel geben.
    • Die Butter in kleine Stücke schneiden und zu den trockenen Zutaten geben.
    • Eigelb und Puderzucker hinzufügen.
    • Mit den Knethaken des Handrührgeräts oder per Hand zu einem glatten Teig kneten.
    • Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  2. Teig formen und backen:

    • Den Teig in walnussgroße Kugeln formen.
    • Auf Backbleche mit Backpapier setzen.
    • Mit einem Holzlöffelstiel in der Mitte eine Vertiefung drücken.
    • Die Kugeln für 15 Minuten kaltstellen.
    • Den Backofen auf 180–200°C (Ober-/Unterhitze oder Umluft) vorheizen.
    • Die Kekse ca. 12–15 Minuten backen.
    • Die Kekse auf einem Gitter abkühlen lassen.
  3. Füllung hinzufügen:

    • Das Johannisbeergelee leicht erwärmen und mit einem Teelöffel oder Spritzbeutel in die Vertiefungen füllen.
    • Alternativ kann die Füllung auch nach dem Backen in die Mulden gegeben werden.
  4. Bestäuben und lagern:

    • Die abgekühlten Kekse mit Puderzucker bestäuben.
    • In einer Keksdose aufbewahren, damit sich die Aromen entfalten können.

Vorteile und Anwendungsbereiche

Engelsaugen sind nicht nur ein beliebtes Weihnachtsgebäck, sondern auch ein vielseitig einsetzbares Gebäck, das in verschiedenen Situationen zum Einsatz kommen kann. Einige Vorteile und Anwendungsbereiche sind:

1. Ideal für die Weihnachtszeit

Engelsaugen sind ein Klassiker zur Weihnachtszeit und werden oft zusammen mit anderen Plätzchen auf den Plätzchenteller gelegt. Sie eignen sich hervorragend für den Adventskaffee, die Weihnachtsfeier oder als Geschenk in einer Schachtel.

2. Kinderfreundliche Backaktion

Die Zubereitung der Engelsaugen ist einfach genug, um auch Kindern ermöglicht zu werden. Sie können helfen, die Teigkugeln zu formen, die Vertiefungen zu drücken und die Füllung zu verteilen. Dies macht die Backaktion nicht nur lehrreich, sondern auch spaßig und aktivierend.

3. Einfache Zutaten und Zubereitung

Engelsaugen benötigen keine seltene oder teure Zutaten, was sie besonders attraktiv für Haushalte mit begrenztem Budget macht. Die Zubereitung ist zudem unkompliziert und erfordert keine besondere Backerfahrung.

4. Langlebig und aromatisch

Die Kekse haben eine relativ lange Haltbarkeit und entfalten nach ein paar Tagen im Kühlschrank ihr volles Aroma. Sie eignen sich daher gut als Vorratsbackware oder als Geschenk, das über mehrere Tage genossen werden kann.


Fazit

Engelsaugen nach Omas Rezept sind ein wunderbares Beispiel für traditionelle Backkunst, die bis heute in vielen Haushalten praktiziert wird. Mit einfachen Zutaten und klar strukturierten Schritten können diese Kekse zu Hause einfach nachgebacken werden. Die Kombination aus zartem Mürbeteig und fruchtiger Füllung macht sie zu einem unverzichtbaren Teil der Weihnachtsbäckerei. Ob als Geschenk, Nascherei oder als Teil eines weihnachtlichen Plätzchentellers – Engelsaugen sind ein unverzichtbarer Genuss, der sich jedes Jahr erneut beweist.


Quellen

  1. Engelsaugen nach Omas Rezept
  2. Rezept für Engelsaugen von Oma
  3. Engelsaugen nach Omas bestem Rezept
  4. Husarenkrapfen nach Omas Rezept
  5. Rezept: Engelsaugen
  6. Klassische Engelsaugen – Husarenkrapfen

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