Eingelegte Bratmakrelen – Klassische Rezepte und Einlege-Techniken aus Norddeutschland und der ehemaligen DDR

Eingelegte Bratmakrelen, auch als Brathering bezeichnet, zählen zu den traditionellen Gerichten der norddeutschen Küche. Sie sind nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch eine praktische Speise, da sie sich gut vorbereiten und lagern lassen. In den bereitgestellten Quellen werden verschiedene Rezepte und Techniken beschrieben, die zeigen, wie man diese Delikatesse schmackhaft und haltbar macht. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Zusammenfassung der Methoden, Zutaten und Tipps, die aus den Materialien hervorgehen, und vermittelt so wertvolle Einblicke in die Zubereitung von eingelegten Bratmakrelen.

Einführung

Eingelegte Bratmakrelen sind ein Klassiker der norddeutschen Küchenkunst. Sie werden durch Braten und Einlegen in einer Mischung aus Essig, Brühe, Gewürzen und Zwiebeln hergestellt. Das Gericht ist besonders in der Oster- und Frühjahrszeit beliebt, da der Hering in dieser Zeit besonders frisch und in großen Mengen fangbar ist. In den bereitgestellten Quellen werden mehrere Rezepte und Techniken vorgestellt, die sich im Detail unterscheiden, aber alle das Ziel verfolgen, den Brathering aromatisch und schmackhaft zu machen.

Die Zubereitung beginnt mit der Auswahl frischer Heringe, die entweder auf dem Wochenmarkt, beim Fischhändler oder selbst gefangen werden können. Danach folgen mehrere Schritte wie Salzen, Paniereinreiben, Braten und schließlich das Einlegen in eine Marinade. In einigen Rezepten werden zusätzliche Zutaten wie Safran oder Süßstoff verwendet, um eine „süß-saure“ Variante herzustellen, die besonders in der ehemaligen DDR populär war.

Die Zubereitung von eingelegten Bratmakrelen

Die Zubereitung von eingelegten Bratmakrelen umfasst mehrere Schritte, die sorgfältig ausgeführt werden müssen, um den gewünschten Geschmack und die Haltbarkeit zu gewährleisten. Im Folgenden werden die einzelnen Phasen detailliert beschrieben.

Auswahl der Zutaten

Die Grundzutaten für eingelegte Bratmakrelen sind:

  • Brathering oder Makrelen: Je frischer, desto besser. Die Heringe sollten frisch und ohne Schuppen sein.
  • Salz und Pfeffer: Grundwürze, die dem Fisch Geschmack verleiht.
  • Mehl: Wird verwendet, um die Heringe zu paniieren und so eine knusprige Kruste zu erzeugen.
  • Butterschmalz oder Öl: Dient zum Braten und verleiht dem Fisch eine goldene Farbe.
  • Weinessig oder Essig (5 %): Wichtig für die Marinade, um den Fisch aromatisch zu machen und zu konservieren.
  • Fleischbrühe oder Gemüsebrühe: Gibt der Marinade Geschmack und ergänzt den Essig.
  • Lorbeerblätter, Pimentkörner, Nelken, Senfkörner: Würzen die Marinade und sorgen für eine typische Aromatik.
  • Zwiebeln: Wird mit in das Glas gelegt und verleiht dem Gericht eine pikante Note.
  • Zitrone: Wird zur Garnierung verwendet und sorgt für einen frischen Geschmack.

Diese Zutaten werden je nach Rezept variieren, wobei einige Rezepte zusätzliche Zutaten wie Safran oder Süßstoff enthalten können, um eine „süß-saure“ Variante herzustellen.

Vorbereitung der Heringe

Die ersten Schritte bei der Zubereitung von eingelegten Bratmakrelen beinhalten das Vorbereiten der Heringe. Die Fische müssen zuerst entlötet werden, das heißt, die Gräten entnommen. Danach werden sie innen und außen mit Salz und Pfeffer gewürzt. In einigen Rezepten wird empfohlen, die Heringe vor dem Braten in Mehl zu wenden, um eine knusprige Kruste zu erzeugen.

Einige Quellen erwähnen, dass es wichtig ist, die Heringe nicht zu lange braten zu lassen, da sie sonst leicht verbrennen. Der Bratvorgang sollte bis zur Goldbraunheit erfolgen. Nach dem Braten werden die Heringe in ein Glas gelegt, um sie später mit der Marinade zu überziehen.

Herstellung der Marinade

Die Marinade ist ein entscheidender Bestandteil des Rezepts. Sie wird aus Weinessig, Fleischbrühe, Lorbeerblättern, Pimentkörnern, Nelken, Senfkörnern und gelegentlich auch Salz, Pfeffer und Zwiebeln hergestellt. In einigen Rezepten wird auch Gemüsebrühe oder Süßstoff hinzugefügt, um eine „süß-saure“ Variante zu erzeugen.

Die Marinade wird in einem Topf aufgekocht und dann etwas abgekühlt, bis sie lauwarm ist. Danach wird sie über die gebratenen Heringe gegossen, wobei auch Zwiebelringe in das Glas gelegt werden. In einigen Fällen wird empfohlen, die Marinade nicht zu heiß zu sein, um den Fisch nicht zu überhitzen.

Einlegezeit und Haltbarkeit

Nachdem die Heringe mit der Marinade überzogen wurden, müssen sie mindestens 2 bis 3 Tage im Kühlschrank durchziehen, damit sich die Aromen entfalten können. In einigen Rezepten wird empfohlen, die Heringe bis zu 4 Tage ruhen zu lassen, um einen intensiveren Geschmack zu erzielen. Die Haltbarkeit der eingelegten Bratmakrelen liegt laut den bereitgestellten Quellen bei bis zu zwei Wochen, sofern sie in einem verschlossenen Gefäß im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Einige Rezeptvarianten erwähnen auch, dass die Heringe in einem Glas mit Glastopf oder Tonbehälter gelagert werden können, wobei es wichtig ist, dass das Glas gut verschlossen ist, um Oxidation zu verhindern. In einem Forum wird erwähnt, dass jemand ein 30-Liter-Fass verwendet hat, um viel davon mitzunehmen, was darauf hindeutet, dass die Haltbarkeit im großen Maßstab ebenfalls möglich ist.

Rezeptvarianten und Tipps

Die verschiedenen Quellen bieten mehrere Rezeptvarianten, die sich in Zutaten und Zubereitung unterscheiden. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Varianten und Tipps aus den Materialien zusammengefasst.

Eingelegte Bratmakrelen – Omas Rezept

Ein klassisches Rezept beschreibt die Zubereitung von eingelegten Bratmakrelen, wie sie von Omas Rezept abgeleitet ist. Die Zutaten umfassen:

  • 8 frische Heringe
  • 1 Zitrone
  • Salz und Pfeffer
  • 100 g Mehl
  • 2 EL Butterschmalz

Die Heringe werden innen und außen mit Salz und Pfeffer gewürzt, in Mehl gewendet und in Butterschmalz gebraten. Danach werden sie in ein Glas gelegt und mit einer Marinade aus Weinessig, Salz, Pfeffer, Zwiebeln und Gewürzen überzogen. Die Marinade wird aufgekocht, abgekühlt und über die Heringe gegossen. Danach ruhen die Heringe im Kühlschrank für 2 bis 3 Tage, bis sie aromatisch und weich sind.

Eingelegte Bratmakrelen aus der ehemaligen DDR

Ein weiteres Rezept stammt aus der ehemaligen DDR und stammt aus dem Jahr 1984. Es beschreibt die Zubereitung von eingelegten Bratmakrelen mit folgenden Zutaten:

  • 6 kleine Makrelen
  • Salz
  • Pfeffer
  • Mehl
  • 3 EL Öl
  • 1/4 Liter Weinessig
  • 1/4 Liter Fleischbrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 10 Pimentkörner
  • 3 Nelken
  • 1 Teelöffel Senfkörner
  • 1 Zwiebel

Die Heringe werden mit Salz und Pfeffer gewürzt, in Mehl gewendet und in erhitztem Öl gebraten. Danach wird die Marinade aus Weinessig, Fleischbrühe, Lorbeerblättern, Pimentkörnern, Nelken und Senfkörnern aufgekocht. Die Zwiebeln werden in Ringe geschnitten und mit den Heringen in ein Glas geschichtet. Danach wird die Marinade über die Heringe gegossen und im Kühlschrank für 2 bis 3 Tage ruhen gelassen. Die Heringe werden dann mit Pellkartoffeln, Butter und Salat serviert.

Süß-saure Variante

Ein Forum befasst sich mit einer „süß-sauren“ Variante der eingelegten Bratmakrelen. Die Zutaten umfassen:

  • 20 Brathering oder Makrelen
  • 1 Liter Essig (5 %)
  • 2 Liter Wasser
  • 4 Zwiebeln
  • 1 Zitrone
  • Mehl, Salz, Pfeffer
  • 1 Messerspitze Safran
  • 1 Päckchen Heringsgewürz
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • 2 EL Süßstoff
  • Öl zum Braten

Die Heringe werden mit Mehl, Salz, Pfeffer und Safran gewürzt und in Öl gebraten. Danach werden die Zwiebeln in Ringe geschnitten und mit den Heringen in einen Ton- oder Glastopf geschichtet. Die Marinade wird aus Essig, Wasser, Heringsgewürz, Gemüsebrühe und Süßstoff hergestellt, aufgekocht und abgekühlt. Danach wird sie über die Heringe gegossen, und die Heringe werden mit Zitronenscheiben garniert und im Kühlschrank für mindestens 4 Tage ruhen gelassen. Sie werden dann mit Bratkartoffeln und einem knackigen Salat serviert.

Tipps und Tricks

In einigen der Quellen werden Tipps und Tricks erwähnt, die die Zubereitung von eingelegten Bratmakrelen erleichtern oder verbessern können. Einige der wichtigsten Tipps sind:

  • Frische Heringe: Je frischer die Heringe, desto besser der Geschmack. Wenn möglich, sollten sie frisch gefangen oder von einem Fischhändler erworben werden.
  • Gräten weichen: Durch die Einlegung in Essig und Brühe werden die Gräten weicher und können besser verzehrt werden.
  • Kühlung: Die Einlegezeit im Kühlschrank ist entscheidend, damit sich die Aromen entfalten und die Heringe weicher werden.
  • Haltbarkeit: Bei richtiger Lagerung in einem verschlossenen Gefäß im Kühlschrank können die Heringe bis zu zwei Wochen haltbar sein.
  • Beilage: Eingelegte Bratmakrelen passen gut zu Bratkartoffeln, Kartoffelsalat mit Mayonnaise, Kartoffelpüreem, Brötchen oder Remoulade.

Zusammenfassung der Rezepte

Im Folgenden ist eine Tabelle zusammengestellt, die die verschiedenen Rezepte und ihre Zutaten sowie Zubereitungsschritte gegenüberstellt:

Rezept Heringe Zutaten Zubereitung Einlegezeit Haltbarkeit
Omas Rezept 8 frische Heringe Salz, Pfeffer, Mehl, Butterschmalz, Weinessig, Zwiebeln Heringe salzen, paniern, braten, Marinade herstellen und über die Heringe gießen 2–3 Tage 2 Wochen
DDR-Rezept (1984) 6 kleine Makrelen Salz, Pfeffer, Mehl, Öl, Weinessig, Fleischbrühe, Lorbeerblätter, Pimentkörner, Nelken, Senfkörner, Zwiebel Heringe salzen, paniern, braten, Marinade herstellen und über die Heringe gießen 2–3 Tage 2 Wochen
Süß-saure Variante 20 Bratheringe oder Makrelen Salz, Pfeffer, Mehl, Öl, Essig, Wasser, Zwiebeln, Zitrone, Safran, Heringsgewürz, Gemüsebrühe, Süßstoff Heringe salzen, paniern, braten, Marinade herstellen und über die Heringe gießen 4 Tage 2 Wochen

Eingelegte Bratmakrelen – Rezept nach Omas Rezept

Hier folgt ein detailliertes Rezept für eingelegte Bratmakrelen, basierend auf dem Omas Rezept:

Zutaten

  • 8 frische Heringe
  • 1 Zitrone
  • Salz und Pfeffer
  • 100 g Mehl
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1/4 Liter Weinessig
  • 1 Zwiebel

Zubereitung

  1. Vorbereitung der Heringe:
    Entlote die Heringe und entferne die Schuppen. Würze sie innen und außen mit Salz und Pfeffer.

  2. Paniere die Heringe:
    Wende die Heringe in Mehl, sodass sie gleichmäßig belegt sind.

  3. Braten der Heringe:
    Erwärme das Butterschmalz in einer Pfanne. Brate die Heringe von beiden Seiten goldbraun. Achte darauf, dass sie nicht verbrennen.

  4. Herstellung der Marinade:
    In einer kleinen Schüssel vermische Weinessig mit Salz, Pfeffer und Schalen der Zitrone. Du kannst auch etwas Zwiebeln hinzufügen, um die Marinade pikant zu machen.

  5. Einlegen der Heringe:
    Lege die gebratenen Heringe in ein Glas oder ein Gefäß. Schneide die Zwiebel in Ringe und lege sie zwischen die Heringe. Gieße die Marinade über die Heringe und stelle das Glas in den Kühlschrank.

  6. Einlegezeit:
    Lass die Heringe im Kühlschrank für 2 bis 3 Tage ruhen, bis sie aromatisch und weich sind.

  7. Servieren:
    Die eingelegten Bratmakrelen können mit Bratkartoffeln, Kartoffelsalat mit Mayonnaise oder frisch gebackenen Brötchen serviert werden.

Schlussfolgerung

Eingelegte Bratmakrelen sind ein Klassiker der norddeutschen Küche, der sowohl schmackhaft als auch praktisch ist. Sie lassen sich gut vorbereiten, lagern und zu verschiedenen Beilagen servieren. In den bereitgestellten Quellen werden mehrere Rezepte und Techniken beschrieben, die je nach Vorlieben und Zutaten variiert werden können. Ob man sich für ein klassisches Omas Rezept entscheidet oder eine „süß-saure“ Variante aus der ehemaligen DDR probiert – die Zubereitung ist einfach und die Ergebnisse sind köstlich. Mit den richtigen Tipps und einer sorgfältigen Einlegezeit kann man die Heringe aromatisch und weich machen, sodass sie perfekt zu jedem norddeutschen Gericht passen.

Quellen

  1. Brathering einlegen – Rezept von tastybits.de
  2. Eingelegte Bratmakrelen – Rezept aus der DDR
  3. Eingelegte Makrelenfilets – Diskussion im Norwegen-Angelforum

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