Klassischer Rinder-Schmorbraten nach Omas Rezept: Traditionelle Zubereitung und Tipps für die perfekte Soße

Der Rinder-Schmorbraten zählt zu den kulinarischen Klassikern, die vor allem in Familienkreisen und festlichen Anlässen auf den Tisch kommen. Besonders in der Weihnachtszeit und an Sonntagen ist er ein unverzichtbarer Teil vieler Speisekarten. Nach Omas Rezept zubereitet, ist dieser Braten nicht nur herzhaft und aromatisch, sondern auch eine Hommage an die traditionelle Kochkunst. Die folgende Artikelserie basiert auf mehreren authentischen Rezepten, die von Metzgern, Hobbyköchen und traditionellen Köchen weitergegeben wurden. Hier werden Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Würzmischungen, Zubereitungsmethoden und Tipps zur optimalen Soße vorgestellt, um den Schmorbraten wie in den alten Zeiten zu zubereiten.

Einkauf und Vorbereitung des Fleisches

Die Grundlage für einen gelungenen Rinder-Schmorbraten ist eine gute Fleischauswahl. In mehreren Quellen wird empfohlen, ein flaches Stück von der Rinderschulter (auch Schaufelbug genannt) zu verwenden. Dieses Stück ist besonders geeignet, da es sich nach dem Schmoren gut in gleichmäßige Scheiben schneiden lässt. Alternativ kann auch ein Stück aus der Oberschale oder der Kugel vom Rind verwendet werden. Ein typisches Rezept beinhaltet ca. 2,5 kg Rohgewicht, um nach dem Schmoren und dem Bratverlust noch eine genügend große Portion auf dem Teller zu haben.

Ein Tipp, der in mehreren Quellen erwähnt wird, ist, das Fleisch bereits bratfertig parieren zu lassen. Dies erspart dem Hobbykoch die Arbeit, das Fleisch selbst zu schneiden und zu bereiten, und sorgt zudem für eine gleichmäßige Form, die sich gut für die Schmorvorgänge eignet.

Vorbereitung der Würzmischung

Eine zentrale Komponente des Rinder-Schmorbratens nach Omas Art ist die selbst hergestellte Würzmischung, die mindestens 2 Tage vor der Zubereitung zubereitet werden sollte. In den Rezepten wird oft empfohlen, grobe Gewürze wie Pimentkörner, Wacholderbeeren, rote Pfefferbeeren, Pfefferkörner und Knoblauch mit einem Mörser oder einer Kaffeemühle mit Schlagwerk zerkleinert zu werden. Anschließend werden diese mit Majoran, Thymian, Rosmarin, Salz und Zucker vermengt.

Diese Mischung wird später in die Soße integriert und verleiht dem Braten seine typische, aromatische Note. Ein weiterer Tipp ist, die Würzmischung in ein Glas zu füllen und kaltzustellen, damit sie sich optimal entfalten kann. Diese Vorbereitung ist ein Schritt, den viele traditionelle Köche nicht unterschätzen, da sie einen wesentlichen Einfluss auf das Endergebnis hat.

Vorbereitung des Bratgemüses

Ein weiterer Schritt, der in mehreren Rezepten erwähnt wird, ist das Vorbereiten des Brat- oder Schmorgemüses. In einem der Rezepte wird empfohlen, das Gemüse bereits 2 Tage vor der Zubereitung zu schneiden. Dieses besteht in der Regel aus Zwiebeln, Möhren, Lauch, Sellerie, Knoblauch und kann nach Wunsch um Karotten oder Spargel ergänzt werden.

Das Gemüse wird gründlich abgewaschen, geschält und in 2 bis 3 Zentimeter große Stücke geschnitten. Dies hat den Vorteil, dass es sich beim Schmoren gut in der Soße integrieren lässt und den Braten zusätzlich mit Aromen versorgt. Einige Quellen erwähnen, dass das Gemüse nicht unbedingt geschält werden muss, was Zeit spart und zudem den natürlichen Geschmack bewahrt.

Beizen des Fleisches

Ein weiteres charakteristisches Element des Rinder-Schmorbratens nach Omas Art ist das Beizen des Fleisches. In einem Rezept wird empfohlen, das Fleisch 3–4 Tage lang in eine Beize einzulegen. Diese wird aus Wurzelgemüse, Rotwein und Balsamico zubereitet. Der Rotwein, der dafür verwendet wird, sollte trocken sein – beispielsweise ein Burgunder oder Rioja.

Die Rioja-Weine haben aufgrund der Fassreifung eine besondere Aromenvielfalt, die der Soße zugutekommt. Der Balsamico sorgt für eine dunkle Farbe und eine ausgewogene Säure, die dem Braten eine leichte Tiefe verleiht. In der Beize ist zudem Kalbsfond enthalten, der dem Fleisch zusätzliche Aromen verleiht. Nach dem Beizen wird das Fleisch gewaschen, um eventuelle überschüssige Säure oder Salz zu entfernen.

Anbraten des Fleisches und des Gemüses

Nachdem das Fleisch beizgelegt und das Gemüse vorbereitet wurde, kann mit dem eigentlichen Bratvorgang begonnen werden. In den Rezepten wird oft Butterschmalz oder Rapsöl empfohlen, um das Fleisch zu braten. Es ist wichtig, dass das Fett gut erhitzt ist, damit das Fleisch nicht anbrennt. Es wird empfohlen, das Fleisch von allen Seiten kräftig anzubraten, bis eine goldbraune Kruste entsteht.

Anschließend wird das Fleisch aus dem Bräter genommen, und das vorbereitete Bratgemüse wird in das Fett gegeben. Es wird kurz angebraten, bis es eine goldbraune Farbe annimmt. Danach wird Tomatenmark hinzugefügt, was der Soße eine leckere Grundlage verleiht.

Schmoren und Soßenkochung

Nach dem Anbraten wird der Rotwein in mehreren Portionen in den Bräter gegossen und kurz eingebraten. Danach wird das Fleisch wieder in den Bräter zurückgelegt und mit Wasser oder Brühe bedeckt. In einem der Rezepte wird empfohlen, Omas Soßengewürz hinzuzugeben. Dieses ist eine spezielle Mischung, die dem Braten die typische Aromatik verleiht.

Der Braten wird dann etwa 3 Stunden langsam geschmort, bis er butterzart ist. Der Ofen sollte auf 160 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizt sein. Während des Schmorens wird der Braten etwa jede Stunde gewendet, um eine gleichmäßige Garung zu gewährleisten.

Nach Ablauf der Schmorzeit wird das Fleisch vorsichtig aus dem Bräter genommen und warmgehalten. In der Zwischenzeit wird die Soße aus dem Bratenfond hergestellt. Dazu wird der Fond durch ein Sieb in einen Topf gegossen. Ist die Menge an Sauce nicht ausreichend, kann etwas Rinderbrühe hinzugefügt werden.

Die Sauce wird dann mit Salz, Pfeffer und etwas Senf abgeschmeckt. Falls gewünscht, kann auch eine Prise Zucker oder Marmelade hinzugefügt werden, um die Aromen zu balancieren. Bei Bedarf kann die Sauce mit Speisestärke gebunden werden. Dazu wird die Stärke in Wasser gelöst und kurz in die Sauce eingekocht. Alternativ kann die Sauce auch durch Reduzieren eingedickt werden, bis sie die gewünschte Konsistenz hat.

Servieren des Rinderbratens

Nachdem die Sauce fertig ist, wird der Rinderbraten in dünne Scheiben geschnitten und auf Teller gelegt. Die Sauce wird darauf gegeben, und der Braten wird heiß serviert.

Zur Beilage passen Rosmarinkartoffeln, Kartoffelpüree, Rotkohl, Spätzle oder Kartoffelklöße. In einem der Rezepte wird empfohlen, Spätzle und Wurzelgemüse dazu zu servieren. In anderen Rezepten wird auch Meerrettich auf Brot erwähnt, was besonders als Resteverwertung interessant ist. Der Braten kann in der Soße am nächsten Tag nochmals aufgewärmt werden, was zu einer besonders leckeren Mahlzeit führt.

Tipps zur optimalen Zubereitung

Ein weiteres wichtiges Element in der Zubereitung des Rinderbratens ist die Garzeit, die je nach Wunsch angepasst werden kann. Ein zarter Braten wird durch eine längere Schmorzeit erzielt, während ein kompakter Braten durch eine kürzere Schmorzeit entsteht. Es ist wichtig, die Garzeit individuell zu wählen, um den gewünschten Geschmack zu erzielen.

Ein weiterer Tipp, der in mehreren Quellen erwähnt wird, ist, das Fleisch vor dem Schmoren gut zu trocknen, damit es sich nicht anbrennt. Zudem wird empfohlen, die Soße nach der Schmorzeit nochmals zu passieren, um unerwünschte Schmorreste zu entfernen.

Qualität des Rindfleisches

Ein weiterer Aspekt, der in mehreren Rezepten erwähnt wird, ist die Qualität des Rindfleisches. Es wird empfohlen, auf Biofleisch zurückzugreifen, das regional und saisonal angepasst ist. Einige Quellen empfehlen sogar, das Fleisch direkt bei einem ortsansässigen Metzger zu bestellen, der das Stück bratfertig pariert. Dies hat den Vorteil, dass das Fleisch bereits in der richtigen Form vorliegt und somit Zeit beim Vorbereiten gespart wird.

Nährwert und gesunde Variante

In Bezug auf den Nährwert ist der Rinderbraten ein kohlenhydratreiches Gericht, das aufgrund des Schmorens mit Rotwein und Soße eine moderate bis hohe Kalorienzahl aufweist. Die genaue Menge hängt von der Portionsgröße, der Soße und den Beilagen ab.

Für eine gesündere Variante kann beispielsweise dunkler Traubensaft statt Rotwein verwendet werden. Zudem kann auf Speisestärke verzichtet werden, um die Soße ohne Bindemittel einzudicken. Alternativ kann die Soße einfach durch Reduzieren verdickt werden, was den Nährwert geringer hält.

Fazit

Der Rinderbraten nach Omas Rezept ist ein kulinarischer Klassiker, der mit der richtigen Zubereitung und den passenden Zutaten zu einem besonderen Erlebnis wird. Ob in der Weihnachtszeit, an Sonntagen oder einfach für eine gemütliche Mahlzeit – der Schmorbraten eignet sich hervorragend, um Familien oder Freunde zu begeistern.

Durch die Vorbereitung der Würzmischung, das Beizen des Fleisches und die sorgfältige Schmorzeit entsteht ein Braten, der nicht nur herzhaft und saftig ist, sondern auch in der Soße und im Aroma überzeugt. Mit den richtigen Beilagen und Tipps zur optimalen Zubereitung kann der Rinderbraten wie bei Oma gelingen und bleibt ein wahrer Genuss auf dem Teller.

Quellen

  1. Rinderschmorbraten "Wie bei Oma"
  2. Rinderbraten Rezept von der Oma
  3. Rinderbraten nach Omas Art
  4. Rinderschmorbraten mit Omas Soßengewürz
  5. Rinderbraten-Rezept
  6. Rinderbraten-Rezept von Emmi kochte einfach

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