Omas Zitronenschnitten: Ein Rezept für den unvergesslichen Kaffeetisch

Der Kaffeetisch ist mehr als nur ein Ort zum Trinken – er ist der Ort, an dem sich Familien zusammenfinden, Erinnerungen geteilt werden und manchmal sogar die Zeit stehen bleibt. Eine zentrale Rolle bei diesem Ritual spielt oft der Kuchen. Besonders in der deutschen und österreichischen Kuchenkultur hat sich ein Rezept über Generationen bewährt: Omas Zitronenschnitten. Diese Köstlichkeit ist nicht nur ein Klassiker, sondern auch ein Symbol für Gastfreundschaft, Liebe und die unvergessliche Handwerksamkeit, die Omas mit ihren Rezepten verbinden.

Die Zitronenschnitten sind ein Blechkuchen, der sich durch seine fruchtige Note, seine saftige Füllung und den zuckergussbedeckten Belag auszeichnet. Sie sind bei Festen, Geburtstagen und Kaffeekränzchen gleichermaßen beliebt und werden oft schon am Vorabend zubereitet, um am Tag des Verzehrs perfekt zu schmecken. In diesem Artikel wird das Rezept sowie die Zubereitung von Omas Zitronenschnitten genauer beleuchtet, basierend auf den Rezepturen und Anleitungen aus verschiedenen Quellen. Dabei werden sowohl die Zutaten als auch die Schritte der Zubereitung detailliert beschrieben, um eine umfassende Anleitung für Hobbyköche und Hobbyköchinnen zu bieten.

Zutaten und Zubereitung: Einheitliches Rezept oder Vielfalt?

Die Rezepte für Omas Zitronenschnitten variieren geringfügig von Quelle zu Quelle. Einige Rezepturen enthalten beispielsweise Sahneschicht oder Butterkekse, während andere sich auf eine schlichte, aber dennoch leckere Kombination aus Rührteig, Zitronencreme und Zuckerguss konzentrieren. Die Grundzutaten jedoch bleiben weitgehend gleich: Mehl, Butter, Zucker, Eier, Zitronensaft und Zitronenschale.

Die folgenden Zutatenlisten stammen aus den verschiedenen Quellen, die in diesem Zusammenhang recherchiert wurden:

Quelle 1 (lecker.de)

  • 250 g Mehl
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 200 g weiche + 125 g Butter
  • 4 Eier + 2 Eigelb (Größe M)
  • 200 g + 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Sahne-Puddingpulver (zum Kochen, für ½ l Milch)
  • Saft von 3 Zitronen (ca. 100 ml + 6–7 EL)
  • 500 g Schlagsahne
  • ca. 175 g Butterkekse
  • 250 g + 1 EL Puderzucker
  • Optional: Zitronenmelisse und Geleezitronen

Quelle 2 (salzburgschmeckt.at)

  • Für 6 Personen
  • Für den Teig:
    • Mehl
    • Butter
    • Zucker
    • Eier
  • Für die Creme:
    • Milch
    • Mehl
    • Zucker
    • Zitronensaft
    • Butter
  • Für den Guss:
    • Puderzucker
    • Zitronensaft

Quelle 3 (schnatterkocht.blogspot.com)

  • Teig:
    • 350 g Mehl
    • 70 g Butter
    • 70 g Zucker
    • 1 Ei
    • 1 Teelöffel Hirschhornsalz
    • 100 ml Milch
    • 1 Teelöffel Zitronenschale
    • 1 Prise Salz
  • Creme:
    • 500 ml Milch
    • 75 g Maisstärke
    • 140 g Zucker
    • 1 große Zitrone (Saft und abgeriebene Schale)
    • 200 g Butter
    • Vanille Aroma

Quelle 4 (backenwelt.de)

  • 250 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 200 g weiche Butter (plus 125 g für die Füllung)
  • 4 Eier + 2 Eigelb (Größe M)
  • 200 g + 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Sahne-Puddingpulver
  • Saft von 3 Zitronen
  • 500 g Schlagsahne
  • ca. 175 g Butterkekse
  • 250 g + 1 EL Puderzucker

Quelle 5 (wunderbrunnen.com)

  • 200 g zimmerwarme Butter
  • 200 g Zucker
  • 3 Eier
  • 100 g Speisestärke
  • 300 g Mehl
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 125 ml Milch
  • geriebene Schale und Saft einer Bio-Zitrone
  • Puderzucker
  • Saft einer weiteren Zitrone

Quelle 6 (t-online.de)

  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Schale von 2 Zitronen
  • Saft von 1–2 Zitronen
  • 100 ml Milch
  • Für den Guss:
    • 150 g Puderzucker
    • 2–3 EL Zitronensaft

Quelle 7 (cookidoo.de)

  • 350 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 6 Eier
  • Schale von 1–2 Zitronen
  • Saft von 1–2 Zitronen
  • 350 g Mehl
  • 3 TL Backpulver

Allgemeine Rezeptanalyse

Die Rezepte variieren hinsichtlich der Mengenangaben, wobei die Grundzutaten wie Mehl, Butter, Zucker, Eier und Zitronen in allen Fällen enthalten sind. Einige Rezepte enthalten zusätzliche Komponenten wie Sahneschicht, Puddingpulver oder Butterkekse. Diese Abweichungen zeigen, dass es keine einheitliche Version von Omas Zitronenschnitten gibt, sondern dass das Rezept von Familie zu Familie leicht angepasst wird.

Ein gemeinsamer Aspekt aller Rezepte ist die Verwendung von Zitronen als Aromakomponente, die in Form von Saft und Schale in den Teig und die Creme eingearbeitet werden. Zitronen sind in der westlichen Kuchentradition ein beliebtes Aromamittel, das eine frische, belebende Note verleiht. In Kombination mit Butter und Zucker entsteht ein harmonisches Gleichgewicht aus Süße und Säure, das den Kuchen besonders verführerisch macht.

Der Rührteig: Der Grundstein für die Zitronenschnitten

Der Rührteig ist die Basis für Omas Zitronenschnitten. Er ist in der Regel unkompliziert und schnell herzustellen, was ihn ideal für Familienveranstaltungen macht. Die Hauptzutaten sind Mehl, Butter, Zucker, Eier, Zitronenschale und ggf. Salz und Backpulver. Die Zubereitung erfolgt in der Regel mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät.

In einigen Rezepten wird Hirschhornsalz oder Vanillezucker hinzugefügt, um die Aromatik des Teigs zu verstärken. Der Teig wird meist kurz kühl gestellt, um die Butter fest zu halten, und dann in gleichmäßige Portionen aufgeteilt. Anschließend wird er auf Backpapier ausgerollt, aufgehackt oder in Form gebracht, bevor er in den Ofen kommt.

Schrittweise Zubereitung des Rührteigs

Die allgemeine Vorgehensweise für den Rührteig lautet wie folgt:

  1. Butter und Zucker schaumig rühren
    Die Butter, die in Stücke geschnitten ist, wird mit dem Zucker auf mittlerer Stufe in einer Rührschüssel schaumig geschlagen. Dieser Schritt ist entscheidend, da die Luft, die in die Masse eingebracht wird, später für die Lockersubstanz des Kuchens sorgt.

  2. Eier hinzufügen
    Die Eier werden nacheinander unter die Butter-Zucker-Masse gerührt. Wichtig ist, dass jedes Ei vollständig eingearbeitet wird, bevor das nächste hinzugefügt wird. Dies verhindert, dass die Masse sich trennt.

  3. Mehl und Aromen unterheben
    Das Mehl, Backpulver, ggf. Salz, Vanillezucker, Zitronenschale und ggf. Zitronensaft werden vorsichtig unter die flüssige Masse gehoben, um den Teig zu formen. Es sollte vermieden werden, den Teig zu stark zu rühren, da dies zu einem kompakten, trockenen Kuchen führen kann.

  4. Kühlung
    Der Teig wird in Folie gewickelt und für etwa eine Stunde in den Kühlschrank gelegt. Dies hilft, die Butter zu stabilisieren und den Teig zu härten, was das Ausrollen und Schneiden erleichtert.

  5. Backen
    Der Teig wird auf Backpapier oder in eine Backform gelegt, in gleichmäßige Portionen aufgeteilt, und bei 170–180 °C (Umluft) für etwa 8–10 Minuten gebacken, bis er goldbraun und luftig ist. Nach dem Backen wird er vorsichtig vom Backblech gelöst und auf einem Kuchengitter ausgekühlt.

Zitronencreme: Der Geschmacksträger

Die Zitronencreme ist das Herzstück der Zitronenschnitten. Sie verleiht dem Kuchen seine charakteristische fruchtige Note und sorgt für die feine, saftige Textur. In den Rezepten wird sie entweder als Puddingcreme oder als Buttercreme zubereitet. Beide Varianten haben ihre Vorzüge und können je nach Geschmack ausgewählt werden.

Puddingcreme

Die Puddingcreme wird aus Milch, Zucker, Mehl oder Maisstärke, Zitronensaft und Zitronenschale hergestellt. Sie wird aufgekocht und abgekühlt, bevor sie der Butter vermischt wird.

Zubereitung:

  1. Milch aufkochen
    Die Milch wird in einen kleinen Topf gegeben und leicht aufgekocht. Dabei ist darauf zu achten, dass sie nicht überkocht oder anbrennt.

  2. Zucker und Stärke einrühren
    Zucker und Stärke werden vorsichtig in die Milch gerührt, um Klumpen zu vermeiden. Der Zucker kann vorausgezuckert werden, um die Konsistenz der Creme zu verbessern.

  3. Zitronenaromen hinzufügen
    Die Zitronenschale und -saft werden untergerührt, um die fruchtige Note zu verstärken. Danach wird die Mischung abgekühlt, damit sie später mit der Butter vermischt werden kann.

  4. Butter unterrühren
    Die abgekühlte Masse wird mit weicher Butter untergerührt, bis eine glatte, cremige Konsistenz entsteht. Diese Creme kann dann auf den Teig gestrichen werden.

Buttercreme

Die Buttercreme ist eine alternative Variante, die etwas fettiger und cremiger ist. Sie wird aus Butter, Zucker, Zitronensaft und Zitronenschale hergestellt.

Zubereitung:

  1. Butter schaumig rühren
    Die weiche Butter wird in einer Rührschüssel mit dem Zucker schaumig geschlagen. Dieser Schritt ist entscheidend, da er die Luft in die Creme einbringt und die Konsistenz verfeinert.

  2. Zitronenaromen hinzufügen
    Zitronensaft und Zitronenschale werden untergerührt, um die fruchtige Note zu verstärken. Danach kann die Creme auf den Teig gestrichen werden.

Zusammenbau der Zitronenschnitten

Nachdem Teig und Creme zubereitet sind, wird der Kuchen zusammengestellt. Der genaue Ablauf hängt vom Rezept ab. In einigen Fällen werden die Teigplatten mit Creme bestreichen und dann übereinandergelegt, um eine Schichtung zu erzeugen. In anderen Fällen wird die Creme direkt auf die Teigplatte gestrichen, bevor sie in Stücke geschnitten wird.

Schritte zum Zusammenbau

  1. Teigplatten ausrollen
    Der abgekühlte Teig wird auf Backpapier oder in eine Backform gelegt und in gleichmäßige Platten ausgerollt.

  2. Creme auftragen
    Die Zitronencreme wird gleichmäßig auf die Teigplatten gestrichen. In einigen Rezepten wird die Creme in mehreren Schichten verarbeitet, um eine dichtere Textur zu erzielen.

  3. Teigplatten zusammensetzen
    In einigen Fällen werden mehrere Teigplatten übereinandergelegt, um eine Schichtung zu erzeugen. Dies ist insbesondere bei Rezepten mit Puddingcreme üblich.

  4. Kuchen kühlen
    Der Kuchen wird für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank gestellt, damit die Creme sich gut festigt und der Kuchen seine optimale Konsistenz erreicht.

  5. Zuckerguss oder Sahne
    Nach dem Kühlen wird der Kuchen mit einem Zuckerguss oder Schlagsahne überzogen. In einigen Rezepten werden auch Butterkekse oder Zitronenmelisse als Dekoration verwendet.

Tipp: Kuchen am Vorabend zubereiten

Ein Vorteil der Zitronenschnitten ist, dass sie sich ideal für eine Vorbereitung am Vorabend eignen. Nach dem Kühlen schmecken sie am besten, da sich die Creme festigt und der Geschmack sich harmonisch entfaltet. Dies macht sie zu einer praktischen Option für Familienfeiern oder Kaffeekränzchen, bei denen die Zeit oft knapp ist.

Nährwertanalyse: Ein süßer Genuss mit Ausgewogenheit

Obwohl die Zitronenschnitten ein süßes Backwerk sind, enthalten sie eine Vielzahl von Nährstoffen, die bei richtiger Zubereitung ausgewogen sind. Die Hauptnährstoffe sind Fette, Zucker und Kohlenhydrate, wobei auch Proteine und Vitamine enthalten sind.

Nährwerte pro Stück (Schätzung)

Nährstoff Menge
Kalorien 200–250 kcal
Fett 10–15 g
Kohlenhydrate 20–25 g
Zucker 10–15 g
Eiweiß 2–4 g
Vitamin C (aus Zitronen) 5–10 mg

Die Nährwerte können je nach Rezept variieren, da die Mengen an Butter, Zucker und Zitronen unterschiedlich sind. Ein Faktor, der die Nährwerte beeinflusst, ist die Verwendung von Sahne oder Butterkekse, die zusätzliche Fette und Kalorien enthalten.

Rezept-Tipp: Wie man Omas Zitronenschnitten perfekt backt

Um die Zitronenschnitten perfekt zu backen, sind einige Tipps und Tricks hilfreich:

  • Butter weich lassen
    Die Butter sollte immer zimmerwarm sein, um eine gleichmäßige Mischung zu ermöglichen. Kalt oder sogar leicht warm reagiert die Butter besser mit Zucker und Ei.

  • Zitronen frisch verwenden
    Frische Zitronen liefern den besten Geschmack. Bio-Zitronen sind oft aromatischer und enthalten mehr Saft.

  • Creme kühl halten
    Die Creme sollte vor dem Auftragen abgekühlt sein, damit sie sich gut festigt und nicht an der Teigplatte herunterläuft.

  • Kuchen nicht zu heiß backen
    Der Kuchen sollte goldbraun, aber nicht dunkel gebraten werden. Zu hohe Temperaturen können den Teig austrocknen und die Creme unangenehm werden lassen.

  • Kühlung nicht unterschätzen
    Die Kühlung ist entscheidend für die richtige Konsistenz. Der Kuchen sollte mindestens 12–24 Stunden im Kühlschrank stehen, bevor er serviert wird.

Fazit: Ein Rezept mit Geschichte

Omas Zitronenschnitten sind mehr als nur ein Kuchen – sie sind ein Symbol für Tradition, Familie und die Freude an der gemeinsamen Kaffeetafel. Die verschiedenen Rezepturen zeigen, dass es keine einheitliche Version gibt, sondern dass jede Familie ihre eigene Interpretation entwickelt hat. Ob mit Sahne, Pudding oder Butterkeksen – die Grundzutaten bleiben gleich, und der Geschmack erinnert an unvergessliche Momente.

Die Zubereitung ist einfach genug für Einsteiger, aber auch anspruchsvoll genug, um den Kuchen zu einem echten Highlight zu machen. Mit den richtigen Tipps und der richtigen Küchentechnik gelingt der Kuchen auch bei den unerfahrensten Hobbyköchen.

Quellen

  1. Omas Zitronenschnitten - der beste Blechkuchen für Gäste
  2. Zitronenschnitte
  3. Nach altem Rezept meiner Oma gebacken
  4. Omas Zitronenschnitten vom Blech – ein Fest für den Gaumen
  5. Omas Zitronenkuchen – Geburtstagsfeier
  6. Zitronenkuchen wie bei Oma
  7. Omas Zitronenkuchen vom Blech

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