Omas Haselnuss-Spritzgebäck: Ein Klassiker mit feiner Nussnote

Einführung

Spritzgebäck zählt zu den beliebtesten Backwaren der Weihnachtszeit. Es wird aus einem butterreichen Mürbteig hergestellt und in Formen wie Kringel, Sterne oder Buchstaben gespritzt. Besonders bei der Verwendung von Haselnüssen entsteht ein typisches Aroma, das dieses Gebäck besonders macht. In den hier vorgestellten Rezepten wird das traditionelle Spritzgebäck durch die Zugabe von Haselnüssen veredelt, wodurch es eine besondere Note und Textur bekommt.

Diese Rezepte basieren auf Familienüberlieferungen, bei denen die Haselnüsse entweder gemahlen oder gehackt in den Teig eingearbeitet werden. Der Teig wird entweder mit einem Fleischwolf mit Spritzgebäckvorsatz oder mit einem Spritzbeutel verarbeitet. Nach der Zubereitung wird das Spritzgebäck im Ofen gebacken und kann optional mit einer Kuvertüre überzogen werden.

Im Folgenden werden die Rezepte, Zubereitungsschritte und Tipps detailliert beschrieben, wobei besonderes Augenmerk auf die Rolle der Haselnüsse und den traditionellen Herstellungsweisen gelegt wird.

Zutaten und Zubereitung

Zutaten

Die Zutaten für das Haselnuss-Spritzgebäck variieren leicht je nach Rezept, aber die Grundzutaten sind in allen Fällen vergleichbar. Die Hauptbestandteile sind Butter, Mehl, Zucker, Vanillezucker und Haselnüsse. In einigen Rezepten wird zusätzlich Stärke oder Backpulver verwendet, um den Teig zu stabilisieren oder die Konsistenz zu verändern.

Rezept 1: Haselnuss-Spritzgebäck (mit Fleischwolf)

Zutaten: - 250 g Butter - 200 g Rohrohrzucker - 10 g Vanillezucker - 2 Eier - 1 Prise Salz - 500 g Dinkelmehl Typ 630 - 125 g gemahlene Haselnüsse - Kuvertüre (optional)

Zubereitung: 1. Butter, Zucker, Vanillezucker, Eier, Salz und Mehl in eine Schüssel geben. 2. Die Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. 3. Den Teig mit den Haselnüssen vermengen und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. 4. Den Teig durch einen Fleischwolf mit Spritzgebäckvorsatz spritzen. 5. Die Spritzgebäckformen (z. B. O, S, U) auf ein Backblech mit Backpapier legen. 6. Den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen und das Spritzgebäck etwa 15 Minuten backen, bis es goldbraun ist. 7. Das Gebäck auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. 8. Optional: Kuvertüre schmelzen und das Spritzgebäck zur Hälfte eintauchen.

Tipp: Wer keinen Fleischwolf besitzt, kann den Teig alternativ mit einem Spritzbeutel verarbeiten. In diesem Fall sollte der Teig nicht zu fest sein. Falls nötig, kann etwas weniger Mehl verwendet werden.

Rezept 2: Haselnuss-Spritzgebäck (mit Küchenmaschine)

Zutaten: - 375 g Weizenmehl Type 405 - 1 Ei (M) - 250 g Zucker - 250 g Butter - 125 g gemahlene Haselnüsse - 1 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung: 1. Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. 2. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 2 Stunden in den Kühlschrank legen. 3. Nach der Kühlzeit den Teig durch den Fleischwolf mit Spritzgebäckschablonen drehen. 4. Das Spritzgebäck auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 5. Den Backofen auf 180 °C Heißluft vorheizen und das Spritzgebäck 10–12 Minuten backen. 6. Das Gebäck auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Tipp: Die Haselnüsse können vor der Verarbeitung kurz in der Pfanne geröstet werden, um ihr Aroma zu intensivieren.

Rezept 3: Klassisches Omas Spritzgebäck

Zutaten: - 250 g Butter - 250 g Zucker - 1 Päckchen Vanillezucker - 2 Eier - Die Schale einer Zitrone - 500 g Mehl - 125 g gemahlene Haselnüsse

Zubereitung: 1. Die Butter, den Zucker und den Vanillezucker mit einem Handrührgerät cremig rühren. 2. Eiweiß und Zitronenschale einrühren. 3. Nüsse und Mehl untermischen. 4. Den Teig für etwa 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. 5. Den Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen. 6. Den Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. 7. Kleine, gleichmäßige Stäbchen auf das Backblech spritzen. 8. Das Spritzgebäck 10 Minuten backen. 9. Auf einem Backrost abkühlen lassen.

Tipp: Wer keinen Spritzbeutel besitzt, kann auch einen Fleischwolf mit Spritzgebäckvorsatz verwenden. Dies ist nach Auffassung der Rezeptautorin dem Spritzbeutel vorzuziehen, da der Teig so gleichmäßiger verarbeitet wird.

Tipps und Tricks

Haselnüsse richtig verarbeiten

Die Haselnüsse spielen eine zentrale Rolle in diesem Rezept und tragen maßgeblich zum Geschmack und zur Textur bei. Um ihr Aroma optimal zu entfalten, können sie vor der Verarbeitung in der Pfanne kurz geröstet werden. Dieser Schritt veredelt das Rezept und verleiht den Keksen eine zusätzliche Geschmacksnote.

So geht’s: 1. Haselnüsse in eine beschichtete Pfanne geben. 2. Auf mittlerer Hitze rösten, bis sie duften und leicht Farbe annehmen. 3. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. 4. Mit einem Nussmesser oder einer Küchenmaschine zerkleinern.

Tipp: Es ist wichtig, die Haselnüsse nicht zu lange rösten zu lassen, da sie schnell verbrennen können. Ein guter Röstgrad wird erreicht, wenn die Nüsse leicht karamellisiert riechen.

Der Vorteil des Fleischwolfs

Ein weiteres Detail, das in mehreren Rezepten erwähnt wird, ist die Verwendung eines Fleischwolfs mit Spritzgebäckvorsatz. Dieses Gerät ist nicht bei allen Haushalten verfügbaren, aber es hat laut den Rezeptautorinnen einige Vorteile gegenüber dem Spritzbeutel:

  • Gleichmäßige Formen: Der Fleischwolf verarbeitet den Teig gleichmäßig und erzeugt identische Formen.
  • Schnellere Verarbeitung: Der Vorgang ist schneller als das manuelle Spritzen mit dem Beutel.
  • Traditionelle Methode: Viele Omas bevorzugen den Fleischwolf, da er für sie Teil der traditionellen Backkultur ist.

Falls kein Fleischwolf zur Verfügung steht, kann man stattdessen einen Spritzbeutel mit Sterntülle verwenden. In diesem Fall sollte der Teig etwas weicher sein, damit er sich leichter spritzen lässt. Alternativ kann etwas weniger Mehl hinzugefügt werden.

Kühlschrankpause: Warum sie wichtig ist

Eine Kühlschrankpause ist in fast allen Rezepten erwähnt und spielt eine entscheidende Rolle bei der Verarbeitung des Teigs. Diese Pause hat mehrere Vorteile:

  • Konsistenz: Der Teig wird fester und lässt sich besser spritzen.
  • Kühlung: Die Kälte verhindert, dass der Teig zu schnell aufwärmt und sich die Form verändert.
  • Struktur: Die Kühlschrankpause hilft dabei, die Struktur des Teigs zu stabilisieren.

Empfehlung: Die Kühlschrankpause sollte mindestens 30 Minuten, idealerweise 2–4 Stunden betragen. Bei der Verarbeitung mit einem Fleischwolf kann die Kühlzeit etwas kürzer sein, da der Vorgang schneller abläuft.

Backen und Abkühlen

Der Backvorgang ist entscheidend für das Endresultat. Die Temperatur und die Backzeit können je nach Ofen variieren, weshalb es wichtig ist, das Gebäck während des Backvorgangs zu beobachten. In den Rezepten werden folgende Backtemperaturen und -zeiten genannt:

  • Rezept 1: 175 °C Umluft, ca. 15 Minuten
  • Rezept 2: 180 °C Heißluft, 10–12 Minuten
  • Rezept 3: 150 °C Umluft, 10 Minuten

Tipp: Der Backofen sollte vor dem Backen vorgeheizt werden. Die Kekse sollten goldbraun werden, ohne an der Oberfläche zu verbrennen. Ein gut gebackenes Spritzgebäck ist leicht gebräunt am Rand und noch hell in der Mitte.

Nach dem Backen ist es wichtig, das Gebäck vollständig abkühlen zu lassen, damit es seine Form behält. Ein Kuchengitter ist ideal dafür, da es Luft zulässt und übermäßige Feuchtigkeit vermeidet.

Verzierung: Kuvertüre oder Schokolade

Ein weiteres Detail, das in einigen Rezepten erwähnt wird, ist die Verzierung mit Kuvertüre oder Schokolade. Dies ist optional, aber es veredelt das Gebäck und verleiht ihm eine zusätzliche Note.

So geht’s: 1. Kuvertüre in kleine Stücke brechen. 2. In einer kleinen Pfanne oder im Wasserbad schmelzen. 3. Das Spritzgebäck zur Hälfte in die flüssige Kuvertüre tauchen. 4. Auf einem Backpapier oder Gitter abkühlen lassen.

Tipp: Wer keine Kuvertüre besitzt, kann auch Schokolade verwenden. In diesem Fall sollte sie vor dem Schmelzen zerkleinert werden, um eine gleichmäßige Konsistenz zu erzielen.

Nährwert und Zubereitungshinweise

Nährwert

Die Nährwerte variieren je nach Rezept, da die Mengen der Zutaten unterschiedlich sind. Generell lässt sich sagen, dass Haselnuss-Spritzgebäck eine butterreiche und zuckerhaltige Backware ist. Der hohe Fett- und Zuckeranteil macht es zu einer Süßigkeit, die in Maßen verzehrt werden sollte.

Beispielhafte Nährwerte (pro 100 g): - Kalorien: ca. 500–600 kcal - Kohlenhydrate: ca. 50–60 g - Fett: ca. 30–40 g - Eiweiß: ca. 5–8 g

Tipp: Wer die Nährwerte reduzieren möchte, kann etwas weniger Zucker oder Butter verwenden. Alternativ können auch alternative Süßstoffe oder pflanzliche Fette wie Kokosfett verwendet werden.

Vorbereitungshinweise

Um das Haselnuss-Spritzgebäck optimal zuzubereiten, gibt es einige Vorbereitungshinweise, die berücksichtigt werden sollten:

  • Zutaten vorbereiten: Alle Zutaten sollten vor der Zubereitung vorbereitet werden. Dies umfasst das Schälen der Eier, das Zerkleinern der Haselnüsse und das Vermengen der trockenen Zutaten.
  • Spritzgebäckformen wählen: Es gibt verschiedene Formen für Spritzgebäck, wie Kringel, Sterne oder Buchstaben. Die Formen können individuell ausgewählt werden, je nach Geschmack und Anlass.
  • Backblech vorbereiten: Ein Backblech mit Backpapier auszulegen ist wichtig, um das Gebäck zu schützen und das Reinigen zu vereinfachen.
  • Ofen kontrollieren: Der Ofen sollte vor dem Backen vorgeheizt werden, um ein gleichmäßiges Backresultat zu erzielen.

Fazit

Das Haselnuss-Spritzgebäck ist ein traditionelles Rezept, das durch die Zugabe von Haselnüssen eine besondere Note erhält. Die Rezepte, die hier vorgestellt wurden, basieren auf Familienüberlieferungen und traditionellen Herstellungsweisen. Die Verwendung eines Fleischwolfs mit Spritzgebäckvorsatz ist empfehlenswert, da es den Teig gleichmäßig verarbeitet und identische Formen erzeugt.

Die Zubereitung des Teigs und der Backvorgang sind entscheidend für das Endresultat. Eine Kühlschrankpause hilft dabei, die Konsistenz des Teigs zu stabilisieren und die Form zu erhalten. Der Backvorgang sollte sorgfältig überwacht werden, um ein goldbraunes Ergebnis zu erzielen.

Optional kann das Gebäck mit Kuvertüre überzogen werden, um es optisch und geschmacklich zu veredeln. Die Nährwerte sind hoch, da es sich um eine butterreiche und zuckerhaltige Backware handelt. Wer die Nährwerte reduzieren möchte, kann etwas weniger Zucker oder Butter verwenden.

Insgesamt ist das Haselnuss-Spritzgebäck ein Klassiker der Weihnachtsbäckerei, der sowohl traditionell als auch modern zubereitet werden kann. Es ist ein willkommenes Highlight auf jedem Plätzchenteller und ein Erinnerung an die Weihnachtszeit.

Quellen

  1. Spritzgebäck mit Haselnüssen von Oly
  2. Haselnuss-Spritzgebäck von Backmädchen1967
  3. Spritzgebäck-Familienrezept von Die Jungs kochen und backen
  4. Omas Spritzgebäck-Rezept von Guteküche
  5. Spritzgebäck mit Nüssen von Kuechentraum und Purzelbaum

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