Kaiserschmarrn wie von Oma – Klassische Rezepte, Geheimtipps und Zubereitungstipps

Der Kaiserschmarrn zählt zu den ikonischen Süßspeisen der österreichischen und bayerischen Küche und hat sich über die Jahrzehnte als Wohlfühlgericht etabliert, das sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen gleiche Begeisterung auslöst. Ob als Dessert nach dem Mittagessen oder als Hauptgericht an der Almhütte – der Kaiserschmarrn ist immer ein Garant für Genuss. In diesem Artikel werden wir uns auf die Suche nach dem klassischen Kaiserschmarrn-Rezept begeben, wie es Oma vielleicht gekocht hätte, und dabei die zutreffenden Tipps und Techniken aus den überlieferten Rezepturen zusammenstellen. Neben der Zubereitung des Teigs und dem Backvorgang im Ofen, werden wir auch auf Variationen wie Rosinen, Apfelkompott oder Rumaroma eingehen, die den Kaiserschmarrn zu einem echten Highlight machen.

Einführung in die Welt des Kaiserschmarrns

Der Kaiserschmarrn ist eine luftige, fluffige Süßspeise, die im Ofen gebacken und dann mit einem Rührlöffel zerzupft wird, wodurch er seine charakteristische, krume Struktur bekommt. Ursprünglich wurde der Kaiserschmarrn als Hauptgericht serviert, meist mit Butter, Zucker und Rum, und später entwickelte er sich in der Zeit der Almhütten zu einem Dessert, das mit Apfelkompott, Zwetschkenröster oder Puderzucker serviert wird.

Laut den Rezepten aus den bereitgestellten Quellen stammt der Name des Gerichts vermutlich von Kaiser Franz Joseph I., der im 19. Jahrhundert Österreich regierte. Es gibt auch Hinweise darauf, dass der Kaiserschmarrn in anderen baltischen oder alpinen Regionen unter anderen Namen wie Császármorzsa (Ungarn) oder Císarský trhanec (Tschechien) bekannt ist, was auf eine gemeinsame kulinarische Geschichte zurückzuführen ist.

Die Zubereitung des Kaiserschmarrns ist schnell und einfach, was es auch Anfängern ermöglicht, dieses Gericht zu Hause nachzukochen. Zentrale Zutaten sind Eier, Mehl, Milch, Zucker, Butter und oft Rosinen oder Apfelkompott. Einige Rezepturen enthalten auch Mineralwasser mit Kohlensäure, um den Teig besonders locker zu machen, oder Vanillezucker und Rum, um den Geschmack zu intensivieren.

Die Zutaten und ihre Bedeutung

Eier – die Grundlage für eine fluffige Struktur

Die Eier sind die wichtigste Zutat für die Luftigkeit und Konsistenz des Kaiserschmarrns. In den Rezepturen aus den Quellen wird oft empfohlen, Eier der Größe M zu verwenden, da sie die beste Konsistenz liefern. In einigen Rezepten wird das Eiweiß steif geschlagen und vorsichtig unter das Eigelb-Mischung gehoben, um den Teig besonders locker zu machen. In anderen Fällen wird der ganze Ei einfach untergemengt.

Einige Quellen erwähnen, dass die Trennung von Eiweiß und Eigelb eine Rolle spielt, da so die Luftigkeit des Schmarrns gesteigert wird. In einem Rezept wird sogar ein Geheimtipp erwähnt, bei dem ein Apfel in die Masse gerieben wird, um den Schmarrn saftiger zu machen.

Mehl – die Basis des Teigs

Für den Kaiserschmarrn wird üblicherweise Weizenmehl Type 405 verwendet. In einigen Rezepten wird auch Dinkelmehl als Alternative erwähnt, was den Teig etwas nahrhafter und aromatischer macht. In den bereitgestellten Rezepturen wird betont, dass es wichtig ist, keine Margarine oder Öl anstelle der Butter zu verwenden, da Butter den Geschmack am besten trägt.

Milch – für cremige Konsistenz

Die Milch im Rezept ist entscheidend für die cremige Konsistenz des Schmarrns. In den Rezepten wird empfohlen, Vollmilch mit einem Fettgehalt von 3,5 % oder 3,8 % zu verwenden, da der Fettgehalt den Geschmack intensiviert und die Luftigkeit unterstützt. In einem Rezept wird sogar ein Geheimtipp erwähnt, bei dem Mineralwasser mit Kohlensäure (Sprudelwasser) als Teil der Flüssigkeit verwendet wird, um den Teig besonders locker zu machen.

Zucker und Aromen – Geschmack und Süße

Zucker ist eine wichtige Zutat, die nicht nur die Süße, sondern auch die Bräunung beim Backen beeinflusst. In einigen Rezepten wird Vanillezucker oder Rum als zusätzliche Aromen hinzugefügt, um den Geschmack zu intensivieren. In einem Rezept wird sogar empfohlen, Rosinen in Rum einzulegen, um eine fruchtige Note zu erzielen.

Butter – der Geschmacksträger

Die Butter ist unverzichtbar für den authentischen Geschmack des Kaiserschmarrns. In den Rezepturen wird mehrfach erwähnt, dass Butter nicht durch Margarine oder Öl ersetzt werden sollte, da diese den Geschmack nicht annähernd treffen. In einem Rezept wird sogar gesagt: „Butter ist ehrlich gesagt die halbe Miete für leckeren Kaiserschmarrn. Weder Margarine noch Öl kommen nur annährend an den Geschmack von Butter.“

Rosinen und Apfelkompott – beliebte Beilagen

In vielen Rezepten wird Apfelkompott als Beilage empfohlen. In einigen Fällen wird es mit dem Teig vermischt, um den Schmarrn zusätzlich zu süßen. In anderen Fällen wird es separat serviert, um den Schmarrn zu ergänzen. In einem Rezept wird erwähnt, dass Rosinen in Rum eingemariniert werden können, um eine fruchtige Note hinzuzufügen.

Kaiserschmarrn-Rezept nach Oma – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Hier ist ein klassisches Kaiserschmarrn-Rezept, das auf mehreren Quellen basiert und sich als einfach, lecker und traditionell erwiesen hat. Es eignet sich besonders gut für Anfänger, da die Zutaten leicht zu beschaffen sind und die Zubereitung nicht kompliziert ist.

Zutaten (für 4 Personen):

  • 4 Eier (Größe M)
  • 300 ml Vollmilch (3,5 % Fett)
  • 125 g Mehl (Type 405)
  • 75 ml Mineralwasser (Sprudelwasser mit Kohlensäure)
  • 60 g Zucker
  • 40 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
  • Puderzucker zum Bestäuben

Optional: - 40 g Rosinen, getrocknet - 2 EL Obstsaft (z. B. Apfelsaft oder Orangensaft) zum Einlegen der Rosinen

Zubereitung:

  1. Rosinen einweichen (optional):
    Wenn man Rosinen in den Kaiserschmarrn verwenden möchte, werden sie ca. 15 Minuten in Obstsaft eingeweicht. Wer möchte, kann die Einweichzeit verlängern, um eine intensivere Fruchtigkeit zu erzielen.

  2. Eier trennen und Eischnee schlagen:
    Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Das Eigelb mit der Milch, dem Zucker, der Vanillezucker, der Butter und dem Salz gut vermengen.

  3. Mehl und Mineralwasser untermischen:
    Das Mehl langsam unter die Eigelbmischung heben. Danach das Mineralwasser vorsichtig einrühren, um die Luftigkeit des Teigs zu erhöhen.

  4. Eischnee vorsichtig unterheben:
    Den steif geschlagenen Eischnee vorsichtig unter die Masse heben, um die Luftigkeit zu erhalten. Bei diesem Schritt sollte kein Mixer verwendet werden, da er den Teig zäh und klebrig macht.

  5. Teig in die Pfanne geben:
    Eine Pfanne oder eine ofenfeste Backform mit etwas Butter auspinseln. Den Teig kreisförmig in die Form geben und mit Rosinen (optional) bestreuen.

  6. Backen:
    Die Pfanne oder Backform mit dem Schmarrn 15 Minuten bei 200°C Umluft backen. Nach Ablauf der Backzeit den Kaiserschmarrn mit einem Rührlöffel in kleine Stücke zerzupfen.

  7. Rum, Butter und Puderzucker hinzugeben (optional):
    Wer möchte, kann ein wenig Puderzucker, braunen Rum und Butter hinzugeben und alles auf kleiner Flamme weiter karamellisieren lassen.

  8. Servieren:
    Den Kaiserschmarrn mit Puderzucker bestäuben und mit Apfelkompott, Zwetschkenröster oder einfach Butter und Zucker servieren. Wer möchte, kann die Äpfel des Kompotts auch zu einem Apfelmus pürieren und servieren.

Zubereitungstipps und Geling-Garantie

Die Quellen enthalten zahlreiche Tipps, um den Kaiserschmarrn perfekt zu gelingen. Einige davon sind besonders hilfreich für Anfänger:

  • Eier der Größe M verwenden, da sie die beste Konsistenz liefern.
  • Eiweiß steif schlagen, um den Teig besonders locker zu machen.
  • Mineralwasser mit Kohlensäure (Sprudelwasser) in den Teig einrühren, um die Luftigkeit zu erhöhen.
  • Butter statt Margarine oder Öl verwenden, da Butter den Geschmack am besten trägt.
  • Eischnee vorsichtig unterheben, um die Luftigkeit nicht zu zerstören.
  • Keinen Mixer verwenden, da er den Teig zäh und klebrig macht.
  • Die Rosinen vor dem Einbacken in Obstsaft einlegen, um eine fruchtige Note hinzuzufügen.
  • Apfelkompott als Beilage servieren, um den Kaiserschmarrn zu ergänzen.
  • Puderzucker und Rum hinzufügen, um den Geschmack zu intensivieren.

Kaiserschmarrn mit Apfelkompott – ein Klassiker

Ein weiteres Rezept aus den Quellen beschreibt, wie man Kaiserschmarrn mit Apfelkompott zubereiten kann. Dieses Rezept ist besonders vielseitig und eignet sich gut, um den Kaiserschmarrn fruchtiger zu servieren.

Zutaten für Apfelkompott:

  • 1–2 Äpfel
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Apfelwein oder Apfelbrand (optional)
  • Johannisbeeren oder Minze zur Dekoration (optional)

Zubereitung:

  1. Äpfel schälen und entkernen:
    Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden.

  2. Zucker karamellisieren:
    Den Zucker in einem Topf langsam erhitzen, bis er goldbraun karamellisiert ist.

  3. Äpfel zugeben:
    Die Apfelwürfel und eine Prise Salz zum Karamell geben. Bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind.

  4. Apfelwein hinzugeben (optional):
    Wer möchte, kann etwas Apfelwein oder Apfelbrand hinzugeben, um die Note zu intensivieren.

  5. Kompott servieren:
    Das Apfelkompott mit dem Kaiserschmarrn servieren und nach Wunsch mit Johannisbeeren oder Minze dekorieren.

Kaiserschmarrn-Rezept mit Dinkelmehl

Ein weiteres Rezept aus den Quellen verwendet Dinkelmehl anstelle von Weizenmehl Type 405. Dieses Rezept ist besonders nahrhaft und eignet sich gut für alle, die ein leichtes, aber sättigendes Dessert möchten.

Zutaten (für 4 Personen):

  • 25 dag Dinkelmehl
  • 4 große Eier
  • 1 Esslöffel Zucker
  • ca. 1/2 Liter Milch
  • 1 Prise Salz, Rum, Zitrone, Vanillezucker
  • 1 Apfel (optional)
  • Butter zum Ausbacken
  • Staubzucker zum Bestreuen
  • Preiselbeeren oder Apfelmus als Beilage

Zubereitung:

  1. Eier trennen und Eischnee schlagen:
    Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.

  2. Eigelb mit Aromen vermengen:
    Das Eigelb mit den Aromen (Rum, Zitrone, Vanillezucker), der Milch und dem Zucker gut vermengen.

  3. Mehl unterheben:
    Das Dinkelmehl langsam unter die Eigelbmischung heben.

  4. Apfel reiben (optional):
    Wer möchte, kann einen Apfel reiben und in die Masse einarbeiten, um den Schmarrn saftiger zu machen.

  5. Eischnee vorsichtig unterheben:
    Den steif geschlagenen Eischnee vorsichtig unter die Masse heben.

  6. Backen:
    Die Pfanne oder Backform mit dem Schmarrn 15–20 Minuten bei 200°C Umluft backen. Nach Ablauf der Backzeit den Kaiserschmarrn mit einem Rührlöffel in kleine Stücke zerzupfen.

  7. Servieren:
    Den Kaiserschmarrn mit Staubzucker bestäuben und mit Preiselbeeren oder Apfelmus servieren.

Kaiserschmarrn als Hauptgericht oder Dessert

Der Kaiserschmarrn kann sowohl als Hauptgericht als auch als Dessert serviert werden. In den Rezepturen aus den Quellen wird erwähnt, dass der Kaiserschmarrn in der Zeit der Almhütten als Hauptgericht mit Butter, Zucker und Rum serviert wurde. In der heutigen Zeit ist er hingegen meist als Dessert zu finden, meist mit Apfelkompott oder Zwetschkenröster.

Ein weiterer Rezepttipp aus den Quellen ist die Verwendung von Mandelstiften. Diese können am Ende des Backvorgangs in die Pfanne gegeben werden, um den Schmarrn mit einer leichten Goldfärbung und einem intensiveren Geschmack zu veredeln.

Kaiserschmarrn-Rezept mit Rumaroma

Ein weiteres Rezept aus den Quellen beschreibt, wie man Kaiserschmarrn mit Rumaroma zubereiten kann. Dieses Rezept ist besonders intensiv und eignet sich gut, um den Kaiserschmarrn mehr Geschmack zu verleihen.

Zutaten (für 4 Personen):

  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Zucker
  • 40 g Butter (geschmolzen)
  • 125 ml Vollmilch
  • 140 g Weizenmehl Type 405
  • 75 g Rosinen (ohne Kinder können sie auch in Rum eingelegt werden)
  • Butterschmalz
  • 4–5 EL Zucker
  • etwas Puderzucker
  • 1 EL brauner Rum

Zubereitung:

  1. Eier trennen und Eischnee schlagen:
    Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.

  2. Eigelb mit Zutaten vermengen:
    Das Eigelb mit dem Zucker, der Butter, der Milch und dem Salz gut vermengen.

  3. Mehl untermischen:
    Das Mehl langsam unter die Eigelbmischung heben.

  4. Rosinen hinzugeben:
    Die Rosinen in Rum eingelegt werden können, um eine fruchtige Note hinzuzufügen.

  5. Eischnee vorsichtig unterheben:
    Den steif geschlagenen Eischnee vorsichtig unter die Masse heben.

  6. Backen:
    Die Pfanne oder Backform mit dem Schmarrn 15–20 Minuten bei 200°C Umluft backen. Nach Ablauf der Backzeit den Kaiserschmarrn mit einem Rührlöffel in kleine Stücke zerzupfen.

  7. Rum und Puderzucker hinzugeben:
    Ein wenig Puderzucker und braunen Rum hinzugeben und auf kleiner Flamme weiter karamellisieren lassen.

  8. Servieren:
    Den Kaiserschmarrn mit Puderzucker bestäuben und servieren.

Fazit: Kaiserschmarrn wie von Oma – Tradition und Geschmack in Kombination

Der Kaiserschmarrn ist ein wahrer Wohlfühlklassiker, der durch seine luftige Konsistenz, süße Note und traditionelle Zubereitung begeistert. Mit einfachen Zutaten wie Ei, Mehl, Milch, Zucker und Butter gelingt er jedem, auch wenn man noch nie vorher so etwas gebacken hat. Die Quellen enthalten zahlreiche Tipps und Tricks, die helfen, den Kaiserschmarrn perfekt zu gelingen – von der Verwendung von Mineralwasser mit Kohlensäure über Eischnee schlagen bis hin zur Verwendung von Apfelkompott oder Rumaroma.

Egal ob als Hauptgericht oder Dessert, der Kaiserschmarrn ist immer ein Gastgeberfavorit, der Groß und Klein begeistert. Mit den Rezepten und Tipps aus diesem Artikel kann man den Kaiserschmarrn nach Oma’s Art zu Hause nachkochen und so eine authentische Süßspeise genießen, die nicht nur schmeckt, sondern auch Tradition und Liebe zum Detail vermittelt.

Quellen

  1. Kaiserschmarrn ganz klassisch
  2. Kaiserschmarrn-Rezepte
  3. Kaiserschmarrn mit Apfelkompott
  4. Klassischer Kaiserschmarrn
  5. Kaiserschmarrn wie ich ihn mag

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